Beliebte Fehler und Problembereiche
Ganz oder gar nicht
Bevor Sie Ihr Projekt beginnen, entscheiden Sie sich: Whitehat oder Blackhat (Whitehat und Blackhat-SEO: Übersetzt in etwa Weiß- und Schwarzhüte. Beschreibt die Herangehensweise an die Suchmaschinenoptimierung. Während die Whitehat-SEOs die Richtlinien der Suchmaschinen auf jeden Fall einhalten, verletzen Blackhat-SEOs diese absichtlich um sich Vorteile im Ranking zu erschleichen.) - wollen Sie sich an die Suchmaschinenrichtlinien halten oder nicht? Alle Versuche, irgendwo dazwischen zu operieren, werden über kurz oder lang keinen Erfolg haben - Suchmaschinen entwickeln sich rasant weiter und Tricks, die heute vielleicht noch nicht erkannt werden, sind in wenigen Monaten nicht mehr zu benutzen und schädigen Ihr Projekt. Sie werden viel Arbeit, Energie und vielleicht sogar Geld in Ihr Projekt investieren. Setzen Sie das alles nicht für kurzfristigen, vermeintlichen Erfolg aufs Spiel. Wenn Sie sich für Blackhat entschieden haben, dann machen Sie das das richtig - dafür wird Ihnen dieser Leitfaden allerdings wenig verwertbare Informationen liefern.
PageRank-Services
Seit einiger Zeit ist es besonders bei Einsteigern in Mode gekommen, die Startseite mit vielen Anzeigen von PageRank-Services zu schmücken. Diese werben damit, dass durch die Teilnahme die teilnehmende Seite einen Link von dem Service bekommen würde und der PageRank somit steige. Nehmen Sie nicht an solchen Programmen teil - nicht nur, daß der PageRank mittlerweile nebensächlich ist, auch ist die Qualität der PageRank-Services häufig zweifelhaft und Sie können somit in eine Bad Neighborhood verlinken.
Sessions
Sessions und Suchmaschinen vertragen sich nicht. Zu den häufigen Problemen im Zusammenhang mit Suchmaschinen und Session-IDs gehört, dass für den Crawler die URL index.php?PHPSESSID=1 eine komplett andere ist als die mit der Session-ID 2. So entsteht Duplicate Content und Ihre Homepage wird jedes mal komplett neu gecrawled. Prüfen Sie, ob Sessions wirklich für alle Besucher, inklusive der Suchmaschinencrawler benötigt wird. Bei Shops sind Sessions häufig zum Beispiel erst nötig, wenn ein potentieller Kunde etwas in den Warenkorb gelegt hat. Wenn Sie keine andere Lösung finden, so ist es als allerletzten Schritt zu empfehlen, Sessions per Cloaking für Suchmaschinen zu deaktivieren.
Multimedia-Inhalte
Suchmaschinen lesen und verarbeiten nur Text. Sie können keine Bilder erkennen, kein Flash abspielen und erfreuen sich auch nicht an lustigen, kleinen Videos. Wenn Sie dies im Hinterkopf behalten und zu allen Multimedia-Inhalten, die Sie auf Ihrem Projekt anbieten, noch eine Alternativbeschreibung anbieten, können diese auch von den Suchmaschinen indexiert werden.
Frames
Frames können Suchmaschinen erhebliche Probleme bereiten. Dadurch, dass der Suchmaschinencrawler nur das Frameset und nicht, wie ein Browser, die eingebundenden Seiten sieht, ist es bei Frames deutlich schwieriger, die komplette Internetseite dauerhaft in den Index aufnehmen zu lassen. Verzichten Sie auf Frames – es gibt heute nur noch sehr wenige Ausnahmefälle, in denen Frames technisch zwingend nötig sind. Wenn es nicht anders geht, nutzen Sie den <noframes>-Tag und hinterlegen dort sinnvolle Inhalte. Dies ist allerdings nur eine Notlösung und kann die technisch saubere Lösung mit CSS oder notfalls IFrames nicht ersetzen.
Mehr ist nicht immer besser
Übertreiben Sie es bei der Anzahl von Keywords pro Seite nicht. Beschränken Sie sich pro Seite auf maximal 3 Keywords. Effektiver ist es oft, pro wichtigem Keyword eine eigene Seite mit Inhalt zu erstellen. Diese Keywords sollten im Title und möglichst in der Hauptüberschrift (<h1>) der Seite auftauchen. Auch eine sinnvolle Erwähnung im eigentlichen Text ist empfehlenswert. Wenn Sie sich entschieden haben, Meta-Tags zu verwenden, so stopfen Sie auch diese nicht mit Keywords voll.
Überstürzen Sie nichts
Änderungen, die Sie an Ihrem Webprojekt vornehmen, werden nur in den wenigsten Fällen über Nacht Veränderungen in den SERPs hervorrufen. Viele interne Berechnungen, beispielsweise für Linkdaten, werden nur in größeren Abständen durchgeführt, da ihre Berechnung komplex und zeitaufwändig ist. Auch ist Zeit bei manchen Rankingfaktoren mittlerweile ein nicht zu unterschätzender Faktor – so vererben starke Links ihre ganze Kraft erst nach und nach.
Sie sollten Änderungen also sorgsam überlegen und nach Durchführung erstmal eine gewisse Zeit warten, ob und wie die Auswirkungen zu sehen sind. Überstürzte Hektik kann hier zu Fehlern führen und ist häufig kontraproduktiv.
SEO-Tutorial