Wie kann sich Werbung Above The Fold negativ auf die User Experience auswirken?

Hier kommt es auf die Monitorauflösung und dem daraus resultierenden Verhältnis von direkt sichtbaren Inhalten und den Anzeigen an.

Noch immer sind viele Websites (und/oder ihre Anzeigenformate) nicht für unterschiedlich „niedrige“ Monitorauflösungen bzw. der Nutzung durch Tablets oder gar (Sub-) Notebooks optimiert. Die Standard-Monitorauflösung eines herkömmlichen 15.4”-Notebooks beträgt z.B. 1280×800 Pixel.

Liefert man jedem Besucher, ungeachtet dessen Monitorauflösung respektive verwendetem Gerät, die gleiche Bannergröße aus, so kann sich dies negativ auf die User Experience (zu deutsch Benutzererfahrung) der Website auswirken:

Beispiel #1 Startseite von dmax.de

Die Webseite dmax.de bei einer Auflösung von 1280x800 Pixel

Die Webseite dmax.de bei einer Auflösung von 1280×800 Pixel

Die Website dmax.de blendete ein Werbebanner mit einer stolzen Höhe von 185px ein. Die Größe sowie die Platzierung der Anzeige wirken sich bei einer herkömmlichen Monitorauflösung von 1280×800 Pixel eines 15.4”-Notebooks negativ auf die User Experience bzw. dem Anzeigen/Inhalt-Verhältnis im sichtbaren Bereich aus.

Beispiel #2 Startseite und Artikelseite von t3n.de

Zum Vergleich die Startseite von t3n.de auf einem Subnotebook mit 13,3-Zoll-Bildschirm und einer Auflösung von 1366×768 Pixel:

Größe der Bannereinblendungen auf der Startseite und einer Artikelseite von t3n.de

Größe der Bannereinblendungen auf der Startseite und einer Artikelseite von t3n.de

Auf der Startseite von t3n.de (linkes Bild) rückt der eigentliche Inhalt bei einer Monitorauflösung von 1366×768 Pixel schon fast in den nicht sichtbaren bereich. Die beiden großen Werbeblöcke dominieren im Blickfeld des Users. Bei einer Artikelseite (rechtes Bild) steht hingegen der Inhalt im Fokus und wurde gut „Above The Fold“ gesetzt.

  • (“Above The Fold” ist eine aus dem Print-Bereich stammende Bezeichnung für “über der Falz” und beschreibt im Online-Bereich den sichtbaren Bereich auf dem Monitor, der ohne Scrollen erscheint bzw. sichtbar ist.)

Was ist schädlich und was nicht?

Grundlegend ist die Verwendung von großen Werbeblöcken auch im direkt sichtbaren Bereich einer Website nicht schädlich. Es gilt allerdings zu beachten, dass das Verhältnis von Anzeigen zu Inhalten auf allen Seiten zusammengefasst zu Gunsten des Inhalts „Above The Fold“ ausfällt. Andernfalls läuft man Gefahr seitens Google mit einer algorithmischen Penalty belegt zu werden, da der Page Layout Algorithmus eine Website hinsichtlich des Verhältnisses zwischen Inhalt und Ads (Anzeigen/Werbung) im direkt sichtbaren Bereich bewertet.

Eine Website sollte heutzutage bei nahezu jeder Monitorauflösung eine gute User Experience bieten. Techniken wie z.B. „responsive Webdesign“ und „mobile Anzeigenformate“ helfen dabei.