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Kann ich Duplicate Content am Verlauf des Sichtbarkeitsindex erkennen?

Duplicate Content kann sich negativ auf die Rankings einer Website auswirken. Ob Duplicate-Content-Probleme bestehen, lässt sich mit dem SISTRIX Sichtbarkeitsindex schnell herausfinden.

Ein etwaiges Duplicate-Content-Problem kann sich im Verlauf des SISTRIX Sichtbarkeitsindex wiederspiegeln.

Möglich ist, dass der SISTRIX Sichtbarkeitsindex ähnlich stark mit einer Art wiederkehrender “Zackenbildung“ auf sich aufmerksam macht. Ähnlich wie es auch bei der Anzahl der indexierten Seiten im Falle eines Duplicate-Content-Problems zu erkennen ist.

Beispiel für ein externes Duplicate-Content-Problem im Sichtbarkeitsindex

Besteht ein Duplicate-Content-Problem über einen längeren Zeitraum und schlägt sich in dessen Folge negativ auf die Rankings der betroffenen Website nieder, so wird dies im SISTRIX Sichtbarkeitsindex wie folgt sichtbar:

Sichtbarkeitsindex-Verlauf für hertz.de. Um den Jahreswechsel 2012 herum zeigt sich ein auffälliges Zick-Zack-Muster in dem die Sichtbarkeit alle paar Woche stark abfällt und dann wieder den Verlust zurückgewinnt.

Im oben abgebildeten Sichtbarkeitsverlauf der Domain hertz.de konnte der sprunghafte An- und Abstieg in der Sichtbarkeit nicht durch eine Google Algorithmus-Änderung erklärt werden. Auch ein (misslungener) Relaunch der Website oder eine Google-Penalty war hier nicht der Auslöser.

Ein solch typisches Zick-Zack-Muster im SISTRIX Sichtbarkeitsindex deutet vielmehr auf ein domainübergreifendes Duplicate-Content-Problem hin. In diesem Falle spricht man auch von externem Duplicate Content.

Im Falle des Autovermieters Hertz konkurrierten die beiden länderspezifischen Webseiten hertz.de und hertz.ch auf dem deutschen Suchmarkt (google.de) miteinander. Beide Webseiten stellten für Google ein Duplicate-Content-Problem dar.

Schauen wir uns den Sichtbarkeitsverlauf von oben für beide Domains an, zeigt sich folgendes Bild, wenn wir ranzoomen:

Ausschnitt des Sichtbarkeitsindex-Verlauf für hertz.de und hertz.ch, um den Jahreswechsel 2012. Das auffällige Zick-Zack-Muster der .de Domain wird durch ein umgekerhtes Verhalten auf der .ch Domain gespiegelt. Wenn .de runter geht, geht .ch nach oben.

Es ist zu erkennen, dass ein Einbruch der Sichtbarkeit von hertz.de auf dem deutschen Suchmarkt (google.de) immer einen Anstieg der Sichtbarkeit von hertz.ch mit sich brachte und umgekehrt.

Offensichtlich hatte Google in diesem Zeitraum Schwierigkeiten die beiden Domains dem jeweils richtigen Land zuzuordnen und rankte abwechselnd Inhalt von hertz.de und hertz.ch auf dem deutschen Suchmarkt (google.de).

Für das Ranking der Domain hertz.de auf dem deutschen Suchmarkt hatte dies weitreichende Folgen, wie die Ranking-Entwicklung für den betroffenen Zeitraum verdeutlicht:

Rankingverlauf des Keywords hertz für hertz.de und hertz.ch zwischen August 2011 und Juni 2012. Es zeigt sich, dass in den Wochen, in denen hertz.de nicht in den Top-10 rankte, die Domain hertz.ch in den Top-10 rankt.

Anhand der oben abgebildeten Ranking-Entwicklung wird klar, dass Google munter die Inhalte von hertz.de gegen die von hertz.ch ausgetauscht hat. Dieses Spiel ging einige Zeit hin und her, bis Hertz das Problem löste.

Für Hertz war das aus zweierlei Gründen problematisch. In den Wochen, in denen hertz.de nur eine geringe Sichtbarkeit hatte, ist die Summe der Indexwerte für beide Domains deutlich geringer. Insgesamt wurden Treffer von Hertz in diesen Wochen also seltener in den Suchergebnissen gefunden. Zum zweiten dürfte in Deutschland die Klickrate (CTR) auf Treffer von hertz.ch geringer sein als bei Treffern von hertz.de

Die ganze Analyse der Duplicate-Content-Problematik von Hertz ist im SISTRIX-Blog unter Geotargeting von Websites zu finden.

Video-Erklärung von Matt Cutts / Google (engl.)

Weiterführende Informationen zu diesem Thema:

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