Ergebnisse SEO-Tippspiel yelp.de

Hanns Kronenberg
Hanns Kronenberg
18. November 2013
Hanns Kronenberg
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Hanns Kronenberg ist Marketing- und SEO-Experte mit Herz uns Seele. Für SISTRIX ist er als externer Berater tätig. Wenn sich seine Gedanken ausnahmsweise einmal nicht um Nutzerorientierung drehen, rollt wahrscheinlich gerade der Hockeyball über den grünen Kunstrasen beim BTHV.
Mit den frischen SISTRIX-Daten steht auch der Gewinner von unserem Yelp-Tippspiel fest. Die Aufgabe war es den Sichtbarkeitsindex von yelp.de vom 18.11.2013 möglichst genau zu prognostizieren. Durch die geplante Migration von qype.com auf yelp.de war mit einem starken Anstieg zu rechnen.
Entwicklung Sichtbarkeitsindex qype.com vs. yelp.de

Entwicklung Sichtbarkeitsindex qype.com vs. yelp.de

Der Sichtbarkeitsindex von yelp.de ist auf 81,317 Punkte gestiegen, während die Sichtbarkeit von qype.com inzwischen auf 12,987 Punkte gefallen ist. Besaßen beide Plattformen zu Beginn des Tippspiels noch in Summe eine Sichtbarkeit von 141,54 Punkten, ist diese jetzt auf 94,28 Punkte gefallen (-33 Prozent).

Ganz überraschend ist dieser Wert allerdings nicht. Führt man eine Trendanalyse für die Sichtbarkeit von yelp.de durch, zeigt sich, dass die Kanallinie, oder auch Rückkehrlinie genannt (siehe auch SEO-Analysen mit dem SISTRIX Sichtbarkeitsindex, Seite 37), das Wachstum der Domain nach oben genau auf diesem Niveau begrenzt. Die Kanallinie konnte bis zu diesem Zeitpunkt nicht durchbrochen werden.

Trendanalyse yelp.de

Trendanalyse yelp.de

So gab es auch überraschend viele Tipps im Bereich von 80 Punkten. Dabei lag Jan mit 80,00 Punkten am nächsten an dem richtigen Ergebnis von 81,317 und ganz knapp vor Timo (82,86 Punkte). Herzlichen Glückwunsch Jan, Du hast einen Belkin WeMo Home Automation Switch gewonnen. Wir setzen uns mit Dir in Verbindung.

[Update 18.11.2013]
Um die Methode mit der Kanallinie besser zu verstehen und nicht nur einen Einzefall darzustellen möchte ich hier noch das Chart mit den Daten aus Spanien ergänzen. Auch dort ist die Sichtbarkeit von Yelp bei der Migration von Qype nur bis an die Grenze der langfristigen Kanallinie gestiegen.

Spanien: Entwicklung Sichtbarkeitsindex qype.es vs. yelp.es

Spanien: Entwicklung Sichtbarkeitsindex qype.es vs. yelp.es

[Update Ende]

Spannend bleibt es bei unserem SEO-Tippspiel zu der Domain huffingtonpost.de. Nach einem steilen Anstieg in den ersten Wochen gab es jetzt die erste Korrektur auf 1,441 Punkte und der Trendkanal fängt langsam an sich herauszubilden.

Entwicklung Sichtbarkeitsindex huffingtonpost.de

Entwicklung Sichtbarkeitsindex huffingtonpost.de

Die Website huffingtonpost.de ist ein sehr schönes Bespiel dafür, dass es Zeit braucht, bis sich die Sichtbarkeit einer Domain entwickelt. Google benötigt Zeit, um die passenden Keywords und Rankings auf URL-Ebene zu testen und die Vertrauenswürdigkeit der Domain insgesamt zu bewerten.

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Kommentare
Sebastian   
18. November 2013, 11:54

@Hans

Als Daytrader, der Charts „atmet“ habe ich arge Schwierigkeiten, Deine „Kanallinie“ nachzuvollziehen.

Du verbindest die ersten paar Datenpunkte?

Für eine vernünftige Widerstandslinie müsste man schon den generellen Trend besser einfangen und mehrere des Zwischenhochs verbinden:

http://www.techboom.de/wp-content/uploads/2013/11/chart.jpg

> „das Wachstum der Domain nach oben genau auf diesem Niveau begrenzt“

Was die „Begrenzung“ angeht, bin ich ohnehin skeptisch. Die Chartanalyse an der Börse basiert ja auf menschlichem Verhalten. Händler reagieren eben ängstlich bei der Annäherung an Widerstandlinien und nehmen Gewinne mit.

Ich fürchte aber, dass Google sich davon nicht abschrecken lässt. Ist halt eine Maschine.

Zur Trenderkennung sind Charts sicher gut geeignet. Zur Prognose eher nicht. Und einen kausalen Zusammenhang („Begrenzung“) gibt es imho gar nicht.

Hanns Kronenberg   
18. November 2013, 11:58

@Sebastian: Ist in dem verlinkten Buch ausführlich beschrieben.

Heiko Stiegert   
18. November 2013, 12:03

Beim deutschen Ableger der Huffington Post ist trotz der aktuell leicht korrigierten Sichtbarkeit, ein guter Aufwärtstrend der Rankings zu erkennen. Besonders interessant finde ich hier den Vergleich der einzelnen Tage innerhalb der bisherigen Monate, hinsichtlich ihrer Rankings.

Sebastian   
18. November 2013, 12:10

Das Buch habe ich natürlich gelesen. Ich habe damals auch darüber gebloggt.

Dadurch wird der konstruierte kausale Zusammenhang imho trotzdem nicht sinnhafter 😉

Hanns Kronenberg   
18. November 2013, 12:27

@Sebastian: Versuche mal, die Finanzanalyse nicht 1:1 zu übertragen. Es muss ja nicht bei jedem System der Einflussfaktor „menschlichem Verhalten“ entscheidend für die Grenzen der Trendentwicklung sein. Bei anderen Systemen, sind es andere Faktoren. Spontan fällt mir kein System ein, bei dem Trends nicht durch irgendwelche Faktoren in ihren Ausprägungen begrenzt werden.

Sebastian   
18. November 2013, 12:40

> durch irgendwelche Faktoren in ihren Ausprägungen begrenzt

Ja, da stimme ich Dir völlig zu. Wenn ein Chart bspw. einen klaren Trend zeigt … dann eine Abstrafung erfolgt … die Penalty wegfällt … wird er i.d.R. auf die alte Trendlinie zurückfinden etc.

Aber hier sind zwei Domains zusammengelegt wurden. Und da einen Einzelchart zu analysieren und auf Basis der ersten paar Datenpunkte aus 2010 einen Widerstand zu sehen – obwohl weitere Zwischenhochs generiert wurden und der langfristige Trend ganz klar flacher liegt – erfordert mehr Fantasie als ich habe 😉

Das sieht mir eher nach „Rückwärtscharting“ aus. Man nehme das neue Hoch und versuche eine Linie einzuzeichnen, die das Niveau nachträglich „erklärt“.

Hanns Kronenberg   
18. November 2013, 13:06

@Sebastian: Das kann man anhand eines Einzelfalls sicherlich schlecht diskutieren. Bei Yelp in Spanien hat es mit der Kanallinie als obere Begrenzung aber schon ganz gut funktioniert.

http://www.sistrix.de/wp-content/uploads/2013/11/si-qype-es-vs-yelp-es.png

Daher hielt es es für nicht unwahrscheinlich, dass es auch in Deutschland so laufen könnte. Wenn Du der Methode nicht traust, musst Du sie ja nicht anwenden. Ich finde sie sehr hilfreich, um Entwicklungen zu bewerten. Wenn man will, kann man die Ergebnisse in den beiden Ländern aber auch für einen lustigen Zufall halten.

Sebastian   
18. November 2013, 13:33

Dieser Chart gefällt mir besser. Da hast Du die Zwischenhochs gut eingefangen und damit den generellen Trend gut abgebildet.

Wenn man die ersten paar Datenpunkt verbindet (und die weiteren Zwischenhochs außer Acht lässt), wird da in 90% der Fälle nur Murks rauskommen. Die ersten paar Wochen / Monate sind halt nicht besonder repräsentativ für die Entwicklung einer Domain.

> Wenn Du der Methode nicht traust, musst Du sie ja nicht anwenden

Na na na! Ich setze mich mit Deinen Gedanken auseinander. Weil ich sie verstehen will und das Sinnvolle für mich rausziehen will.

Hanns Kronenberg   
18. November 2013, 13:49

@Sebastian: Ich hätte das Spanien-Beispiel von Yelp direkt in diesen Blogpost einbauen sollen. Ich gebe Dir Recht, nur das Beispiel aus Deutschland sieht für sich alleine in der Tat etwas konstruiert aus. In dem ersten Tippspiel-Post wollte ich die Kanallinie für Spanien nicht einzeichnen, um die Tipps nicht zu beeinflussen. Und heute hatte ich das Spanien-Beispiel noch sehr präsent im Hinterkopf, darf aber nicht davon ausgehen, dass die Leser sich das auch auf diese Weise angeschaut haben. Danke für den kritischen Hinweis.

David   
18. November 2013, 13:53

Die meisten Weiterleitungen von Qype zu yelp sind imho aber sauber gesetzt, so daß die in ein paar Wochen/Monaten meiner Einschätzung nach doch wieder an die 140 Punkte kommen werden. Dauert halt etwas, aber der Google-Traffic ist ja nicht weg, sondern landet trotzdem by Yelp…

Hanns Kronenberg   
18. November 2013, 14:12

Habe die Grafik zu Spaien oben im Blogpost als Update ergänzt.

@David: Ich denke auch, dass yelp.de in den nächsten Monaten noch an Sichtbarkeit gewinnen kann. Wenn sich die Sichtbarkeit entlang der bisherigen Kanallinie entwickelt, kann es aber noch lange dauern, bis die 140 Punkte erreicht sind. Derzeit spielt yelp.de auf dem Niveau von klicktel.de und stadtbranchenbuch.com. Schauen wir mal, ob und wie schnell sie sich von denen absetzen können. Ein Teil des Google Traffics ist jetzt trotzdem erst einmal weg, auch wenn Qxpe alles an Yelp weiterleitet, da die beiden Plattformen in Summer verloren haben.

Hanns Kronenberg   
18. November 2013, 14:28

Ich wüßte ja zu gerne, ob Qype in den Google Webmastertools für qype.com eine Adressänderung auf yelp.de eingetragen hat und falls nicht. ob das einen Unterschied gemacht hätte.

David   
18. November 2013, 15:16

@Hans: die haben noch gar nicht alle Subdomains umgeleitet… wenn Sie im GMWT eine Adress-Änderung angegeben haben, dann ganz bestimmt nicht für
http://apidocs.qype.com/
http://nom.blog.qype.com/
http://cypher.qype.com/

Tobi2   
19. November 2013, 19:11

@Hanns

Also beim ersten Beispiel mit yelp.de muss ich Sebastion zustimmen. Diese langfristige Trendlinie widerspricht jeglicher Logik für den Trendaufbau. Die langfristige Trendlinie wäre viel flacher und somit wäre ein starker Durchbruch nach oben erfolgt.

Das spanische Beispiel ist zwar etwas „hübscher“, aber ich halte es für sehr fraglich bei Sichtbarkeitswerten eine Chartanalyse anzuwenden. Bei Aktien haben solche Methoden eine gewisse Aussagekraft, weil die Akteure auf Basis dieser Charts arbeiten und indirekt den Kurs beeinflussen ( self-fulfilling prophecy). Und selbst hier kann man auf Basis einer Trendlinie nur schwer die künftige Entwicklung abschätzen. Markante Chartpunkte sagen nur aus, wo Bewegung entsteht und nicht wohin die Reise geht.

Bei SEO-Charts gibt es keine Akteure (ausser Google), die den Verlauf auf Basis eines Kurses/Charts beeinflussen. IMHO funktioniert hier die Chartanlayse nicht, um Prognosen zu treffen. Sie genügt allenfalls, um eine vergangene Entwicklung zu bewerten.

Hanns Kronenberg   
19. November 2013, 21:19

Und trotzdem hat der 80-Punkte-Tipp gewonnen 😉

waka   
2. Dezember 2013, 15:50

Wirklich Sehr interessant und hilfreich 🙂 Danke

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