Google ergänzt Webmaster Guidelines: Creating pages with little or no original content

12. August 2014, 11:37

Heute hat Google die englischsprachigen Webmaster Guidelines im Bereich Qualitätsrichtlinien um den Punkt „Creating pages with little or no original content“ ergänzt.

Little or no original content

In dem verlinkten Dokument wird beschrieben, dass Google gegen Domains vorgeht, welche viele Seiten ohne erkennbaren Mehrwert für die Nutzer erstellen.

Als Beispiele werden genannt:

  • automatisch generierter Content
  • Doorway Pages
  • Content aus anderen Quellen wie Scraped Content oder Gastbeiträge mit geringer Qualität
  • Thin Affiliate Sites

Dass Google gegen solche Seiten vorgeht, ist nicht neu. Jetzt werden in den Webmaster Guidelines aber mehrere explizite Beispiele zusammengefasst

Zum großen Teil überschneiden sich die Beispiele mit den bereit existierenden Nennungen von „Automatically generated content„, „Doorway Pages“, „Scraped content“ und „Participating in affiliate programs without adding sufficient value“.

Wirklich neu scheint nur der Punkt „Gastbeiträge mit geringer Qualität“ (low-quality guest blog posts) zu sein. Solche Beiträge werden gerne für den (nervigen und schlechten) Linkaufbau erstellt. Eventuell schafft Google mit der Ergänzung der Qualitätsrichtlinien jetzt eine Grundlage, um auch die einbindenden Domains zu bestrafen, welche diese Gastbeiträge veröffentlichen.

In den deutschen Richtlinien für Webmaster ist der Punkt noch nicht enthalten, wird in den nächsten Tagen aber wahrscheinlich ergänzt.

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare

 
  12. August 2014, 14:44

Im Prinzip eine gute Entscheidung seitens Google. Wie wir aber alle wissen, sind Backlinks noch immer stärker als dünner oder „schlechter“ Content (wie auch immer man das objektiv bewerten will) und es drängt sich daher die Frage auf, ob man „thin onpage“ noch immer durch „thick offpage“ ausgleichen kann – ich würde sagen (noch) auf jeden Fall – leider.

VG,
Ronny

 
  13. August 2014, 10:57

Gastartikel generell zu verteufeln finde verkehrt. Ein guter Gastartikel ist ein Mehrwert für den Autor, Webmaster und die Nutzer – wenn er denn gut ist. Deshalb verstehe ich diese generelle Abneigung hier nicht ganz.

Andererseits bin ich gespannt an was low-quality gemessen wird? Am Trust bzw. Ruf des Autoren? An der Grammatik oder an Keywords mit hohem CPC? Anhand der Share-Rate auf Google Plus?

 
Hanns Kronenberg
  13. August 2014, 11:59

@egon: Gegen gute Gastartikel hat sicherlich niemand etwas. Es geht um Gastbeiträge mit geringer Qualität (low-quality guest blog posts).

 

[…] Hier geht’s zur entsprechenden deutschen Version. […]

 
  13. August 2014, 20:36

Hanns, und wie soll das gemessen werden? Gerade bei Gastartikeln ist das nicht so leicht wie bei einer Affili-Seite ohne eigenen Inhalt … Der Algorithmus wird – wenn überhaupt machbar – für reichlich Unmut unter Guestbloggern mit gutem Content und den entsprechenden Webmastern sorgen.

 
  16. August 2014, 16:38

Bei themenrelevanten und interessanten Artikeln mit Mehrwert für den Leser gepaart mit qualitativen Backlinks, dürfte man auf der sicheren Seite sein. Interessant wäre zu wissen, nach welchen Kriterien „low quality“ und „high quality“ definiert werden.

 

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