Januar 2020

24.01.2020: Dass Verlage einzelne Subdomains ihrer starken Content-Domains komplett vermieten, ist keine neue Entwicklung. Wahrscheinlich gibt es glaube ich keinen SEO mehr, der noch keine Werbeanrufe für einen Link oder eine eigene Unterseite auf einer der zahlreichen focus.de-Subdomains erhalten hat.

Im Zuge des Relaunches des Spiegels geht man dort nun aber etwas anders vor: nicht mehr eine Subdomain (gutscheine.spiegel.de), sondern ein Verzeichnis auf dem Haupt-Hostnamen enthält seit ein paar Wochen die Gutscheine: https://www.spiegel.de/gutscheine/

Betrieben von Sparwelt, verspricht man “Mehrwerte” für “anspruchsvolles Kaufverhalten”. Ich bin gespannt, ob die Rechnung aufgeht. Derzeit rankt das Verzeichnis deutlich besser als die alte Subdomain. Sollte Google seine Qualitätseinschätzung ändern, hat das hoffentlich keine Auswirkungen auf das Vertrauen in alle Inhalte dieses Hostnamens …


25.01.2020: Das Oxford English Dictionary beschreibt Shitshow als “situation or state of affairs characterized by chaos, confusion, or incompetence.”. Hört sich exakt so an, wie Googles Umgang mit dem Redesign der Desktop-Suchergebnisse:

Vor ein paar Tagen erklärt Google, die Desktop-Ergebnisse mehr an die auf dem Handy angleichen zu wollen. Nach der Umsetzung ist für jeden Nutzer offensichtlich, dass es darum geht, die Grenzen zwischen Anzeigen und organischen Treffern weiter zu verwischen. Nach massiver Kritik (sogar ein US-Senator hat sich eingeschaltet), rudert Google jetzt wieder zurück und nimmt die Favicons raus.

Google erinnert mich immer mehr an Microsoft um die Jahrtausendwende: keine klare Vision, rein auf die kurzfristige Optimierung des Ertrags ausgerichtet. Auch macht Danny Sullivan keine gute Figur. War er früher noch der “Suchmaschinen-Papst”, scheint er jetzt zum Ableser von Google-PR-Informationen degradiert. Sad!

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