Minderwertige Links mithilfe von Filtern herausfinden

Die SISTRIX Toolbox liefert mit verschiedenen Filtern innerhalb des Linkmoduls ein komfortables Werkzeug zur schnellen Link-Analyse beliebiger Websites. Für eigene Domains ist die Nutzung von Filtern auch bei der Recherche nach minderwertigen Links ein wichtiges Instrument. In diesem Beitrag zeigen wir Dir in der Praxis, wie man nützliche Filter einsetzt.

Filter für die Recherche

Für die Analyse umfangreicherer Linkdaten sollte man unbedingt Filter einsetzen. Durch Filter analysiert man gezielt auch viele tausend Links und kann die Daten immer auf wenige herunterbrechen. Über lange Zeit gewachsene Linkprofile, die durch saubere Strategien und organische Einwirkungen gewachsen sind, haben vermutlich nur wenige minderwertige Links vorzuweisen. Diese Links im großen Topf zu finden, ist ohne Filter und Sortierungen mühsam.

Filter lassen sich direkt speichern und sind bei jeder neuen Analyse (meist unabhängig von der Domain) per Mausklick einsetzbar.

Bevor ein Filter eingerichtet wird sollte man sich jedoch überlegen, was man filtern möchte. Oft stehen Nutzer mit vielen Fragezeichen vor den Optionen und wissen nicht weiter. Ein guter Ansatz ist es, sich die Daten aus der Linkmodul-Übersicht in einem weiteren Browserfenster zu öffnen. Dort findet man Anregungen für Filter. Ich möchte diese kurz markieren, bevor wir anschließend die dazugehörigen Filter erstellen.

link_filter_overview_part_1

link_filter_overview_part_2

Filter aufbauen

Da wir in der SISTRIX Toolbox die Möglichkeit haben, mehrere Filter zu kombinieren, spreche ich hier absichtlich vom „Aufbau“ der Filter. Zunächst wählt man oberhalb der Tabelle den „Filter hinzufügen“ Button.

toolbox_links_apply_filter

Land = Italien

Jetzt wählen wir den Filter für ein „Land“ und schließen dann alle Länder außer Italien aus. Dazu klicken wir zuerst auf Filter hinzufügen. Danach wählen wir im Drop-Down-Menü „Land“ aus. Dieses muss nur noch über die Schaltfläche „Wählen“ bestätigt werden:

toolbox_links_add_filter_country

Anschließend wählt man im Drop-Down-Menü das Land, in diesem Falle „Italien“ aus. Durch einen Klick auf die grüne Schaltfläche „Hinzufügen“ wird der Filter aktiv.

Nach speichern des Filters erscheint eine neue Tabelle. Die Tabelle ist nun für die abgefragte Domain deutlich leerer. Wir haben nur noch 7 Links für die Analyse. Bei einem solchen Filter muss man keinen weiteren Filter hinzufügen.

toolbox_links_filter_added_country

Treppenlift Angebot_Italy

Die letzte Prüfung, ob ein Link „natürlich wirkt“ oder besser gesagt, ob dieser „sinnvoll platziert“ ist, muss man stets manuell durchführen. Dazu einfach diesen in der Spalte „URL“ durch einen Klick auf das Icon am Anfang aufrufen. Wie man auf dem Bild oben sieht ist die Seite absolut nicht relevant zum Thema Treppenlifte und auch die Art der Platzierung ist für Besucher der Seite talentfrei gewählt.

Linkquellen nach Ländern zu analysieren ist eine oft effektive Lösung, wenn wirklich minderwertiger Linkaufbau betrieben wird. Da ein solcher Filter meistens nur durch Vorahnungen und Infos aus der Übersicht entsteht, braucht man diesen auch nicht zwangsläufig speichern.

Bauen wir uns mal einen Filter, der immer – egal bei welcher Domain – eingesetzt werden kann. Die Domain hat 11.359 Links und diese manuell zu prüfen ist nicht zumutbar.

Interne Links = 0

Backlinks auf Dokumente (Seiten), die intern auf einer Domain nicht verlinkt werden, braucht man wirklich nicht. Die Links sind dadurch vom kompletten Linkjuice einer Domain abgeschottet. Alternativ handelt es sich bei solchen Quellen auch um einseitige Startseiten. Also Domains ohne Unterseiten. Beide Fälle sind verdächtig und sollten geprüft werden.

toolbox_links_internal_link_count

Interne Links = 0

Als weiterern Filter kann auch ein, „Interne Links = 1“ gesetzt werden. Dadurch findet man häufig Links aus kleinen Blogs, die in Beiträgen platziert sind und nur über ein Archiv überhaupt noch erreichbar sind.

Netzwerk = IP-Adresse

Ein schöner Filter kann auch sein, sich eine IP-Adresse von einem Netzwerk zu speichern. Unabhängig von der Domain haben viele Seitenbetreiber in der Vergangenheit gerne in diversen Seitennetzwerken eingekauft. Die Domains dieser Webseiten waren häufig auf identischen IP-Adressen (Class C) abgelegt. Zwar ist eine Netzwerkadresse nicht als universell brauchbarer Filter anzusehen, aber wenn man innerhalb einer Analyse eine IP sieht, die sich doppelt, sollte man ruhig einen Filter setzen und alle Ergebnisse dieser IP-Adresse anzeigen lassen.

Top-Keyword Linktext-Filter

Die Verteilung der Linktexte verrät manchmal viel über ein Linkprofil. Deshalb sollte man Linktexte immer individuell in die Analyse einbeziehen. Wichtig sind vor allem Linktexte, die sich nicht auf die Domain direkt beziehen (Domain nicht ausformuliert „elifte.com“ im Linktext) und solche, die sowieso nur ein Single-Keyword (Treppenlifte) oder eine Kombination (elifte Treppenlifte) beinhalten.

toolbox_links_filter_extakt_words

Linktexte definieren

Spätestens seit dem Pinguin-Update (Google Updates in der Übersicht) haben viele Seitenbetreiber versucht, ihre Linkprofile auf „natürlich wirkende Linkprofile“ umzustellen. Was bis dato nur ein Link mit Keyword war, sollte in Zukunft noch den Markennamen als Anhang erhalten. Deshalb sind gerade solche Kombinationen schnell auffällig und gehören in die Analyse aufgenommen.

Filter kombinieren

Jetzt kombinieren wir zwei Filter, die wir bei allen erdenklichen Domains anwenden können. Interessant sind oft Domains, die nur eine geringe Sichtbarkeit haben und zudem nur von wenigen Domains verlinkt werden.

Hierzu setzen wir einen Filter für die Domain-Popularität. Dabei lassen wir uns alle Ergebnisse mit einem Wert von 0 – 50 anzeigen. Diesen kombinieren wir mit einem Filter für den Sichtbarkeitsindex auf Hostebene. Dabei hat sich für mich ein Wert bis 0.01 in der Vergangenheit bewährt.

Beide Filter stehen nun in der Auswahl-Box untereinander:

Weitere individuelle Filtermöglichkeiten

Nicht jede Analyse soll schließlich schlechte Linkquellen hervorbringen. Auch Fortschritte wollen beobachtet werden. In diesem Fall sind Linktexte und Linkziele sehr gute Filter. Hat man eine aktuelle Marketing-Aktion auf einer bestimmten Unterseite, so kann es sinnvoll sein, sich für diese Unterseite einen Filter zu setzen und dann regelmäßig zu kontrollieren, welche Links zu ihr führen.

Tabellenspalten sortieren

Egal welche Filter man verwendet, die Tabellenspalten können jeweils auch für sich selbst sortiert werden. Mit einem Klick auf „URL“, „Text“, „Typ“ etc. kann man Werte aufsteigend und absteigend sortieren. Dadurch lassen sich die Ergebnisse aus den Filtern noch feiner darstellen.

Fazit

Mit Filtern können Analysen gezielt zu Problemfällen führen, aber auch Fortschritte im positiven Sinne gut darstellen. An einer manuellen Kontrolle der jeweiligen Seiten führt aber kein Weg vorbei. Ein Link von einer Seite, die intern gar nicht verlinkt wird, ist zwar wirklich nicht sonderlich positiv, aber ohne die Seite mit eigenen Augen gesehen zu haben sollte man sie nicht abwertend betrachten. Filter bringen also nur die gewünschte Übersicht und erlauben einen sauberen Workflow, ohne viel zu suchen.