Was waren Google Places?

Google Places war eine Funktion, mit der Unternehmen ihre Firmendaten für Google aufbereiten konnten. Heute sind die Funktionen von Google Places auf „Google My Business“ integriert.


Da Google über die Jahre verschiedene Google Funktionen angeboten hat, die sich mit der Instandhaltung von Unternehmensprofilen beschäftigt haben und sich viele Funktionen gedoppelt haben, was wiederum zu Verwirrungen bei den Unternehmen geführt hat, gibt es Google Places mittlerweile nicht mehr als einzelne Funktion. Sie wurde 2013, zusammen mit Google+ Local, in Google My Business integriert.


Die Google Places wurden im Jahr 2010 aus den Place Pages entwickelt, die wiederum im Vorjahr veröffentlicht wurden. Mit den Place Pages sollten alle relevanten Informationen zu einem bestimmten Ort an einer Stelle gebündelt zur Verfügung gestellt wurden. Eine Place Page bot diese Möglichkeit jedoch nicht lediglich für Geschäftsinhaber, sondern auch für interessante Orte, Städte, etc. Als Geschäftsinhaber konnte man sein eigenes Geschäft über das Local Business Center hinzufügen und bearbeiten.

Im Jahr 2010 wurden schließlich aus dem Local Business Center die Google Places entwickelt, mit dem Ziel, Place Pages besser miteinander verbinden zu können. Die Features blieben im Großen und Ganzen dieselben, wobei einige Verbesserungen und Erweiterungen getätigt wurden. Fortan konnten zusätzlich beispielsweise Gebiete angegeben werden, für die ein bestimmter Service angeboten wird oder QR Codes erstellt werden, die für Visitenkarten o.ä. genutzt werden konnten. Des Weiteren erhielten die Geschäftsinhaber die Möglichkeit, Echtzeitupdates hinzuzufügen. Diese konnten die Form von Gutscheinen, Angeboten oder weiteren Informationen haben, die für den Kunden in dem Moment relevant sein könnten.

In Google Places fand sich zudem ein Dashboard, das Daten zu den Nutzern enthielt. Darunter fielen Informationen zu der Anzahl Menschen, die das Business bei Google besucht haben, über welche Keywords dies geschah und von welchen Orten diese Menschen kamen. Diese Daten konnten zur Optimierung der Business-Marketingstrategien dienen.

Ein Inhaber eines Unternehmens konnte seinen Status verifizieren und fortan die Informationen zum Eintrag eigenständig verwalten. Ein wichtiger Bestandteil der Google Places waren zudem die Google Places Reviews, also Erfahrungsberichte anderer Nutzer. Diese wurden mittels eines Sterne-Systems von 1-5 dargestellt und konnten von den Bewertenden mit einem ausführlichen Bericht erweitert werden. Diese Bewertungen dienten potentiellen Neukunden dazu, einen ersten Eindruck von dem Geschäft zu erhalten. Der Inhaber hatte zudem die Möglichkeit, mittels einer Kommentarfunktion auf diese Bewertungen zu reagieren, wodurch ein direkter Kundenkontakt entstehen konnte.

Wenn es viele konkurrierende Places-Einträge in bestimmten Gebieten gab, sortierte Google auf Algorithmus-Basis, welche davon angezeigt wurden. Hier spielte es vor allem eine Rolle, ob der Eintrag vollständig und aktuell ausgefüllt wurde. Außerdem ist der Standort des Ortes und der des Nutzers relevant, da bevorzugt möglichst nahe Orte angezeigt wurden. Google achtet zudem auf die Bewertungen und zeigte eher als positiv bewertete Orte an, die auch allgemein über einen qualitativen Webauftritt verfügen.

Erweiterte man ein Listing bei Google Places mit interaktiven Funktionen, wurde es zu einem Google+ Local Eintrag. Zwischenzeitlich gab es mehrere Google Funktionen, die sich mit der Instandhaltung von Unternehmensprofilen beschäftigt haben.

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