Der Erfolg von ChatGPT zwingt OpenAI fast dazu, künftig auf Werbefinanzierung zu setzen. Das Unternehmen hat dies bereits Anfang des Jahres angekündigt und nun die Entscheidung konkretisiert, dabei auf ein CPM-Modell zu setzen. Werbetreibende zahlen somit nicht für den Klick oder den Sale, sondern rein für die Einblendung (Impression). Bereits für 2026 ist ein Werbeumsatz von 1 Milliarde US-Dollar geplant, bis 2029 soll dieser auf 25 Milliarden US-Dollar ansteigen.
Zwar optimiert auch Google die verfügbare Werbefläche im Kern auf Impressionsbasis, nutzt dafür jedoch Klicks oder Sales als primäre Erfolgskriterien. Indem OpenAI nun rein auf die Impression als Metrik geht, rückt Werbung bei ChatGPT näher an Branding-Kampagnen in TV und Print als an das klassische Performance-Marketing im Netz.
Google hat derweil angekündigt, dass es für Gemini keine Pläne gibt, Werbung auszuspielen. Das Argument: Ein AI Chatbot basiere auf tiefem Nutzervertrauen, das durch kommerzielle Botschaften erodiert werden könnte. Das lässt sich natürlich leicht sagen, wenn man in anderen Sparten bereits etliche Milliarden verdient und über ein entsprechendes finanzielles Polster verfügt.

