OpenAI hat angekündigt, in ChatGPT künftig Werbung ausspielen zu wollen. Vorerst soll das in den USA getestet werden und nur bei Nutzern, die ChatGPT entweder kostenlos oder mit dem günstigen Go-Tarif nutzen. Die Anzeigen werden am Ende der organischen Antwort angezeigt. Sie sollen dort klar als Werbung gekennzeichnet werden und keine Auswirkungen auf die Antwort selbst haben.
Mit rund 800 Millionen wöchentlichen Nutzern und nur 5 Prozent zahlenden Kunden hat OpenAI aktuell ein Finanzierungsproblem: Der Betrieb aktueller AI-Modelle wie GPT-5.2 erzeugt in der Inferenz durch Größe und Komplexität der Modelle hohe Kosten bei jedem Aufruf. Was CEO Sam Altman bislang als „last resort“ gesehen hatte, ist jetzt ein notwendiger Teil des Erlösmodells von OpenAI.
Das Risiko für OpenAI ist hoch: Bislang hat keine AI-Firma beweisen können, dass Anzeigen in AI-Antworten für relevante Erlösströme sorgen können. Der Vorstoß von Perplexity im vergangenen Jahr kann als gescheitert gelten. OpenAI wird beweisen müssen, dass sie signifikante Einnahmen mit diesem Modell erzielen können, die in einem gesunden Verhältnis zu den zugesagten Ausgaben und Verpflichtungen für Datacenter und Infrastruktur in den kommenden Jahren stehen.
