EAN-Nummer: Funktionsweise und Relevanz

Die EAN-Nummer ist nicht nur Verkäufern und Käufern bei Amazon geläufig. Jeder Mensch, der in seinem Leben innerhalb Europas schon einmal Einkäufe oder Bestellungen getätigt hat, ist mit einem EAN-Code in Berührung gekommen. Was genau hinter dieser Nummer steckt und wie sie dir dabei hilft, Verwaltungsaufwand zu reduzieren, erklären wir dir hier.

Funktion der EAN-Nummer

Bei der European Article Number handelt es sich um eine einzigartige Zahlenkombination. Jedes Produkt, das innerhalb Europas verkauft wird, erhält eine solche Nummer. Auf diese Weise lassen sich unterschiedliche Artikel schneller und leichter voneinander differenzieren.

Über diese einzigartige EAN-Nummer lässt sich eine Ware genau identifizieren und zuordnen. Das hilft dabei, Verwaltungsaufwand im Lager und in der Logistik um ein Vielfaches zu reduzieren. 

Im Einzelhandel gestaltet sich das Kassieren ebenfalls wesentlich einfacher und zeitsparender. Mitarbeiter müssen die Artikel nämlich einfach nur einscannen und nicht jeden Preis einzeln eingeben. Kunden können im Gegenzug, z. B. mithilfe von speziellen Apps und dem Internet, mehr über ein Produkt erfahren, indem sie den Barcode scannen und online recherchieren. 

Bedeutung für den E-Commerce

Händler müssen eine EAN-Nummer verwenden, um ihre Waren bei Amazon & Co zu verkaufen. Auf diese Weise hat beispielsweise Amazon einen besseren Überblick darüber, was genau Verkäufer auf der Plattform anbieten.

Selbst wenn du deine Produkte eigenständig lagerst und versendest, kannst du sie innerhalb deines Lagers schneller finden, zuordnen und nachverfolgen. Diverse Prozessabläufe gestalten sich dadurch bedeutend effizienter. 

Wie sieht ein EAN-Code aus?

Die EAN besteht aus einer willkürlichen Zahlenfolge, zu der auch immer ein Strichcode gehört.

Beispiel-EAN-Code.

Dieser lässt sich leicht im Lager mit den entsprechenden Geräten oder an der Kasse einscannen. Es existieren zwei EAN-Sorten: 

  1. Ein 8-stelliger Code, der für kleine Produkte eingesetzt wird. 
  2. Ein 13-stelliger Code, den Händler für größere Waren verwenden. 

Das hat einen einfachen Grund: Die EAN-Nummer soll nicht das gesamte oder einen Großteil eines Produkts überdecken. Der Code soll nicht mehr als 25 Prozent des Artikels bzw. der Verpackung des Artikels einnehmen. Daneben gibt es in der Regel aber auch 10 Standardgrößen, zwischen denen sich Nutzer entscheiden können. 

Darauf musst du bei der Anwendung des Codes achten

Der Code muss immer gut sicht- und scanbar erscheinen, unabhängig davon, für welche Größe du dich entscheidest. Dafür sollte möglichst viel Kontrast zwischen dem Strichcode und seinem Hintergrund bestehen.

Ein schwarzer Code auf einer weißen Oberfläche ist ideal. Wenn möglich, solltest du den Barcode schon vor dem Verkauf des Produktes überprüfen.

Wer teilt EAN-Codes zu? 

Du kannst dir nicht einfach selbst eine willkürliche Zahlenkombination ausdenken. Eine Not-for-Profit-Organisation namens GS1 vergibt die EAN-Nummern. Zu den Aufgaben dieser Organisation gehört es, Standards für unternehmerische Prozesse zu entwickeln und aufrechtzuerhalten. 

Händler können diese Nummern zu einem bestimmten Preis bei GS1 bestellen. Bietest du mehrere Produkte zum Verkauf an, solltest du direkt mehrere EAN-Codes ordern, um Geld zu sparen. Es gibt allerdings auch Drittanbieter, die EAN-Nummern kaufen und diese auch einzeln etwas günstiger an ihre Kunden weitergeben.