Vom SEO-Experten zum Tausendsassa? Nicht so schnell!

23. August 2013, 09:59

Schaut man sich die Themen, die in SEO-Blogs in letzter Zeit behandelt werden an, so wähnt man sich in der falschen Branche: Julian von Seokratie erklärt uns, was Web-Usability ist, Olaf von Rankingcheck stellt die Grundlagen für Newslettermarketing vor, Gretus ist mit Brillen und Uhren dabei und Marco will uns direkt an die Grenze des Weltalls bringen. Zwar war es in den letzten Wochen ungewöhnlich warm und nur beißende Schildkröten haben uns vor einem waschechten Sommerloch gerettet. Aber ist das die Zukunft von SEO?

In den letzten Jahren ist ein umfangreicher Erfahrungsschatz gewachsen. Von diesem profitieren jetzt Neueinsteiger sowie Firmen, die bislang kein SEO betrieben haben. Sie kommen jetzt viel schneller zu guten Ergebnissen, da nicht jeder Fehler erneut gemacht werden muss. Somit stellt sich bei vielen Grundlagenthemen Routine ein.

SEO hat als Thema lange davon gelebt, dass es interessant, aufregend und attraktiv ist. Das Verhältnis zwischen Branchenumsatz und Aufmerksamkeit ist in wahrscheinlich nur wenigen anderen Internetbereichen auf einem vergleichbaren Niveau. Damit das so bleibt, fordern die zahlreichen Konferenzen, Bücher, Blogs und Fachzeitschriften kontinuierlich nach neuen Themen und Erkenntnissen.

Dadurch sehe ich derzeit die Gefahr, dass die Branche die wichtige Bodenhaftung verliert. Wenn ich mit Personen spreche, die besser gefunden werden wollen, so ist das Problem in der Regel nicht, dass Pi für die wichtige WTF-Formel in der 9. Nachkommastelle falsch berechnet wurde, sondern es mangelt an Grundlagen wie Keyword-Recherche, Informationsarchitektur und crawlerfreundlicher Webseitengestaltung.

Häufig höre ich die Klage, dass Webagenturen und Dienstleister SEO verkaufen, obwohl sie offensichtlich keine SEO-Experten sind und dem Kunden damit nicht das bestmögliche Ergebnis liefern. Wir als Branche sollten nun aufpassen, dass wir uns auf unsere Stärken konzentrieren und nicht mit einem Bauchladen an Halbwissen durch die Internetwelt laufen.

Dieser Beitrag hat 57 Kommentare

 
  23. August 2013, 10:11

Hi Johannes,

Immer nur über SEO zu schreiben ist ja auch nicht notwendig. In meinem Fall z.B: habe ich eine Schulung für Trainees vorbereitet und mich daher nochmal kurz mit Usability beschäftigt. Und da die Infos sicher auch für andere interessant waren, habe ich es eben gebloggt.
Tausendsassa sollte man nicht sein, da gebe ich Dir vollkommen recht. Aber man sollte schon auch ein wenig links und rechts von sich gucken, um zu sehen, wie in anderen Bereichen des Webs die Entwicklungen sind, oder?

 
  23. August 2013, 10:15

Julian, klar. Entwicklungen verfolgen und verstehen ist enorm wichtig und Teil des SEO-Jobs, ich glaube da sind wir uns einig. Ich sehe nur ein Problem, wenn von diesem „Verfolgen“ ein „Können wir auch und bieten wir jetzt dem Kunden an“ wird. Das ist nämlich genau das, über das wir uns als Branche aus anderer Perspektive ärgern.

 
  23. August 2013, 10:35

Ich finde Martin Mißfeldt Hat es in seinem Artikel:
http://www.tagseoblog.de/wie-google-seosphaere-austrocknet
ganz gut beschrieben, dass es eben nicht mehr diese reine SEO gibt… sondern mehr nach rechts und links geschaut werden muss!
Grüße Hendrik

 
  23. August 2013, 10:43

Ich biete ja eigentlich kaum Seo an, aber ich weiß, dass viele Kunden viel „ganzheitlicher “ ticken (zumindest die, die ich kenne). „Keyword-Recherche, Informationsarchitektur und crawlerfreundlicher Webseitengestaltung“ sind natürlich wichtig, aber kaum ein Entscheider will sich so weit reindenken. Für die meisten gehört Keyword-Recherche in den redaktionellen, und die anderen beiden Punkte in den technischen Bereich.

Letztlich geht es doch um Rankings, und da muss man eben all das bespielen, die Google als Faktor auswertet. Und das ist eben inzwischen viel mehr. Außerdem macht es aus betriebswirtschaftlicher Sicht natürlich Sinn, Mittel so zu investieren, dass sie synergetisch wirken – soll heißen: ob Social Media nun einen direkten Einfluss auf das Ranking hat oder nicht, ist doch egal. Hauptsache, darüber kommen Kunden / Besucher, Auch Youtube-Videos sind eine Investition, die sich mittelfristig – indirekt – auch auf das Ranking bzw. die Gesamtsichtbarkeit positiv auswirken. Ebenso das Thema Usability, usw.

Aus Sicht der Entscheider ist es daher wichtig, jemanden zu finden, der möglichst die Verzahnung der Ebenen und Möglichkeiten abschätzen kann, und zwar sowohl hinsichtlich Aufwand und Erfolgschancen. Ob man den nun „Allrounder“ oder „Online Marketing-Experte“ oder „Tausendsassa“ nennt, ist egal. Ein „reiner Seo“ mit den oben beschriebenen Kompetenzen wird auf Dauer wohl nur ein relativ kleines Betätigungsfeld haben.

Genau daher orientieren sich ja derzeit so viele um und versuchen, alles anzubieten – mit dem Ergebnis, dass viel Unsinn dabei herauskommt. Da gebe ich Dir vollkommen recht.

 
  23. August 2013, 11:02

Hi Leute,

um mal die Gedanken von Martin ein wenig fort zu spinnen:

Es geht ja in meinen Augen gar nicht darum, dass man „alles anbietet“, sondern vor allem einen sehr guten Überblick hat, damit man einerseits aufzeigen kann, wie man Synergien schaffen könnte und andererseits skizziert man den Weg wie man dorthin gelangt.

Als Berater kann ich aus dieser „Helikopterperspektive“ sehr erfolgreich dafür sorgen, dass die Webagentur technische Vorgaben berücksichtigt, wie ich auch der Redaktion des Unternehmens beibringen kann, wie man seine Texte nebenbei auch für Suchmaschinen relevant macht und man thematisch dafür sorgt „verlinkenswert“ zu sein. In der Regel sitzen dann auch noch die PR-Leute mit am Tisch denen die Augen im Bereich Social Media geöffnet wird und zu guter Letzt kapiert dann auch die Geschäftsführung zumindest rudimentär, wie die einzelnen Abteilungen (zum Beispiel auch noch Service & Produkte) hier zusammenarbeiten können um Synergien zu schaffen… da hilft es nicht viel, wenn ich mich darauf beschränke „SEO zu sein“ und eine crawlbare Informationsarchitektur entwerfe… am Ende bleibt dann nämlich eine tolle Struktur, die mit dürren/doppelte/langweiligen Inhalten befüllt wurde und die PR-Abteilung schickt immer noch Meldungen an 100 Online-PR Portale mit Keyword-Links über ein Aggregator-Tool raus, während der Geschäftsführer 1000 Likes über ein ominöses XING-Angebot bestellt 😉

Es besteht imho Unterschied darin ob man eben alles anbietet (und damit auch selbst macht) oder ob man das komplette Instrumentarium versteht und dieses den Akteuren in einem Unternehmen gezielt vermitteln und in „actionable tasks“ überführen kann.

Schönes Wochenende!
Sebastian

 
  23. August 2013, 11:04

Martin, ich glaube, dass Onlinemarketing mittlerweile ein so umfassendes Feld ist, dass man sich entscheiden muss: entweder tief oder breit – beides wird nicht gehen. Entweder hat man von vielen Themen etwas Ahnung und bleibt dort am Ball oder man sucht sich wenige Themen raus und arbeitet sich da richtig ein und wird Experte in diesem Thema. Den Universalgelehrten, des beides kann wird sich nicht finden lassen. Wenn eine Firma will, dass „alle“ Gebiete bearbeitet werden, dass wird das nur so funktionieren, dass viele Experten zusammenarbeiten. Aktuell sehe ich aber den Trend, dass (ehemalige?) SEO-Experten sich Grundlagenwissen in anderen Gebieten aneignen und davon ausgehen, dass sie diese Gebiet so beherrschen, wie ein Experte, der seit 5 Jahren nichts anderes macht. Das ist genau das Verhalten, dass wir als Branche gerne anderen vorwerfen und davor möchte ich einfach warnen 😉

 
Friday
  23. August 2013, 11:05

Ich biete ab sofort Tanzkurse an. Schließlich muss jeder irgendwann wissen, wie man seinen Namen tanzt!

 
  23. August 2013, 11:24

Ich sehe es eigentlich ähnlich .. bzw .. kann man es in vielen Bereichen sehen -> kommt ein neuer „Trend“ wie WDF-IDF dreht sich nur noch alles darum, als würde es keine anderen Ranking-Kriterien geben. Sagt Google dies und das sind schlechte Links -> baut jeder nur noch Links ab.

Ich denke auch vieles hat sich eher auf den schnellen Erfolg eingepegelt, als auf Langfristigkeit. Seiten werden mit „schlechten Links“ beschossen und sobald irgendwo ein Lebenszeichen von Erfolg ist, gibt es in 2 Wochen 5000 neue Seiten zu dem Thema.

Und gerade weil jeder so einfach und schnell an gute Informationen kommt, seh ich da auch kein Ende. Was ja auch natürlich ist -> man muss sich einfach überlegen wie und was man erreichen will und danach seine SEO Strategie legen.

 
  23. August 2013, 11:26

Hallo Johannes !

In erster Line freut es mich, dass du STRATOXX wahrgenommen hast und in der Tat befinde ich mich in einem massiven Umdenkprozess. In meinem letzten Podcast auf Radio4SEO habe ich genau das ein wenig beleuchtet. Man wird aber auch sehen, wo das im bereich SEO bei mir mündet und es ist auch nur mein Weg. Im Augenblick ist es fatal die Stimmung und die Veränderung unserer Industrie nicht mitzubekommen. Ich muss jetzt auch erstmal ergründen, warum du solch einen Post schreibst. Versuche gerade deine Interessenlage mit dem Post zu verbinden. Es gibt nicht mehr das SEO und das WIR ist auch ein wenig bröckliger geworden. Aber vielleicht ist genau das die Chance. So wir SEO in der Basis breiter und entspricht damit der stratgeischen Zieldenke von Google. Nicht unkomlex das Themaund es gibt nicht DIE Antwort. Eines noch STRATOXX ist eine eigenständige Unternehmung und hat nicht direkt was mit SEO zu tun.

 
  23. August 2013, 11:37

Hey Johannes,

schön kompakt formuliert.

SEO ist halt salonfähig geworden und viele Dienstleister denken, sie müssten SEO mit ins Portfolio aufnehmen, um den Trend nicht zu verpassen. Was die mangelnden Kompetenzen angeht, da bin ich ganz bei dir. Habe ich schon selbst erlebt…

Viele Grüße

Marcel

 
  23. August 2013, 11:41

Keine Ahnung was gerade mehr emotionalisiert und Fragen aufwirt, die Mystifizierung und Stilisierung einzelner Personen und Themen im Bereich SEO?

Oder der sogenannte Umdenkprozess, der vielleicht nichts weiteres ist als die logische Weiterentwicklung auf die nächste Ebene?

 
  23. August 2013, 11:44

Der Meister hat gesprochen!
Ich stimme Johannes zu!

 
  23. August 2013, 11:53

Ich stimme Dir, Johannes, definitiv zu. Insbesondere das leichtfertige Anbieten von SEO-Leistungen einiger Agenturen, die – wenn überhaupt – nur Basic-Knowhow haben ist gefährlich für unsere Branche. Zusätzlich würde ich erwähnen, dass das Selfmarkting einiger SEOs maßlos übertrieben ist 🙂 Es wird sich mehr mit sich selbst und seinem Klout-Score beschäftigt, als mit den Kundenprojekten – hat man das Gefühl. Ich schaus mir aber immer wieder gerne an, um zu sagen: Das muss ich nicht tun. 😉

 
Andreas
  23. August 2013, 11:54

Ich stelle immer wieder fest, dass selbst teure Agenturen einfach wenig Wissen auf dem Gebiet haben und oft sind nicht mal Basics umgesetzt. Also Seiten mit und ohne www aufrufen, richtige Redirects, ordentliche Programmierung, Grafik in Sprites, Design jenseits der Usability und Content wird nicht fürs Web erzeugt sondern aus dem Printkatalog reingeklatscht… ach was soll ich noch erzählen.
Als Inhouse-Seo ist man stets nahe am Wahnsinn….

 
  23. August 2013, 11:57

Die Gefahr der „Verzettelung“ ist groß. Die Sorge, sonst zu wenig Kundenpotential zu haben, kann hier ein Grund sein. Ein anderer Grund ist, dass man möglichen Zusatzumsatz mitnimmt, in dem man das Leistungsspektrum erweitert. Dies ist verständlich, jedoch keine gute Strategie. Dies sorgt für Austauschbarkeit und für eine sehr unklares Profil. Dies macht die Kundenansprache schwer. Und ist letztlich auch ein Grund, warum der Wert der Leistung „SEO“ nicht klar wird. Dies zeigt sich auch in einem „Preisverfall“. Das fängt bei Niedrigpreisstrategien bei SEO-Software an, geht über die All-inklusive-Angebote-zum-Fixpreis und hört bei Tagesseminaren zu Preisen auf VHS-Preis-Niveau auf.
Der Kernsatz muss heißen, spitz statt breit und fokussiert auf ein Problem und eine Zielgruppe. Wer dies beherzigt, wird weiterhin erfolgreich sein. Vor diesem Hintergrund finde ich Deinen Beitrag sehr treffend, Johannes.

 
Andy
  23. August 2013, 12:08

@Andreas: wie wahr, wie wahr :-d

 
  23. August 2013, 13:36

Ich finde das trifft den Nagel schon auf den Kopf.

 
  23. August 2013, 14:20

1a auf den Tisch gehauen! Bin voll deiner Meinung, Johannes.

Ohne die oben genannten Beiträge zu meinen – es gibt mittlerweile einfach zuviel (unwichtige) Informationen. Kann keiner das Gegenteil behaupten.

Wir brauchen bald alle ´ne Sekretärin, die täglich wie blöd neue Beiträge liest (möglichst in mehreren Sprachen) und die wichtigsten und interessantesten Abends als gute Nacht Geschichte vorliest.

Jeder will sich letztlich doch !irgendwie! nur profilieren.
Das Thema selbst spielt dabei immer weniger die Rolle.
Hauptsache NEU und PROVOKANT. Diese Klout-Score-Junkies 😛

Der Zwang! ständig etwas neues und innovatives von sich zu geben, nimmt stetig zu.
Irgendwie muss man sich ja in der immer größer werdenden Masse hervorheben.
Neulinge sollen gleich sehen, wer der Herr im Haus ist.

ABER: SEO ist keine Hirnforschung.
Obwohl manche Beiträge dicht dran sind ;o)

Ich gebe Andreas aus Erfahrung übrigens vollkommen recht.
Viele Einsteiger können nicht mal ein bißchen programmieren, Keywords richtig bewerten oder mit Analytics umgehen.
Bevor die überhaupt die Basics blind beherrschen und gelernt haben ein Bauchgefühl aufzubauen, wird viel Zeit mit uneffektiven Maßnahmen verschwendet.
Learning by doing auf Kosten der Kunden. Das macht die Branche nicht unbedingt seriöser :o/

In diesem Sinne.

P.S.: Ich freu mich schon auf eine eigene Sekretärin.

 
  23. August 2013, 15:25

Irgendwie hat Johannes Recht. Zumindest sehe ich das so. SEO lässt sich immer feiner granulieren und die einzelnen Disziplinen müssen immer feiner verzahnt werden.

Komplexe Projekte erfordern KnowHow von Experten, Fachleuten in ihrer Disziplin. Längst sitzen mehrere SEO’s mit unterschiedlichen Spezialgebieten, Screendesigner, Entwickler, Content-Manager, Online Redakteure, usw. am Tisch und skizzieren nachhaltige Lösungsansätze. Ganz einfach, weil es den besten Input erzeugt.

Ich vermute auch, dass man das „nach links und rechts“ öfter mal lassen sollte, um sich auf sein Business fokusieren ganz konzentrieren zu können – zumindest bei komplexen Projekten, wo es themenspezifische Experten gibt.

Schuster, bleib bei deinen Leisten!

 
Felix
  23. August 2013, 18:12

Da jeder SEO macht (egal ob Conversion Rate Designer oder Texterin) und sich wie ein Blutegel an das Thema heftet ist eine Positionierung oder Profilierung auch für die kleinen SEO’s immer schwieriger.

Da die Kunden noch immer genau das brauchen was Sie auch vor 5 Jahren gebraucht haben (Keyword-Recherchen kann doch niemand mehr) sind sie am ende wieder die Dummen. Gehen zu den Blutegeln die kein Plan haben oder zu den SEO’s die kein Bock haben. Suchste dir was aus.

 
  23. August 2013, 20:01

Einspruch! In der Auflistung fehlen noch andere fachfremde Themen.

 
  23. August 2013, 20:02

oder Bier!

 
Friday
  23. August 2013, 20:06

UND Bier!

 
Florian S.
  24. August 2013, 00:07

Die Formel dazu ist ganz einfach: Seiten knicken ein, Agenturen müssen ihre „Gebiete“ breiter fächern, Panik, die meisten Themen sind „ausgelutscht“ und die „Großen“ die oben mitspielen, kochen auch nur mit Wasser, wobei das Wasser nur noch halbwarm ist. Was mir Angst macht… sind Webseiten die mich ins All bringen sollen 😉 Back2theRoots. Sternenstaub.

In dem Sinne. Danke Johannes

 
  24. August 2013, 12:03

Vielleicht sind ja auch die ganzen Konferenzen dran schuld. Denn dort muss ja immer was neues erzählt werden. SEO ist nicht schwierig. Das ist ähnlich wie html. Die 72 Tags aus html4.2 hat man in einer Nacht auswendig gelernt. Die Kunst ist nur sie richtig einzusetzen. Genauso ist es beim SEO. Es kommt einfach nichts dazu. Es geht darum den Werkzeugkasten zu kennen und einzusetzen. Nicht mehr, nicht weniger. Nach 3 Konferenzen und 150 Vorträgen hat man das aber auch alles schon gehört. Also muss man über Neuromarketing und Social und ich weiss nicht was erzählen, für das es alles auch Menschen gibt, die viel mehr Ahnung haben und sich wirklich darauf spezialisiert haben. 😉 Frage mich wie das in anderen Branchen funktionieren kann. Dort wird sich spezialisiert und jeder wird immer nieschiger. Gerade in der Berater Branche ist das zu beobachten. Nur in der SEO Branche wird tatsächlich das Spektrum immer breiter.
Was ich allerdings viel spannender finde ist der Trend, das jede SEO Agentur mittlerweile eher auf ein Produkt setzt, sei das nun eine Software oder tja was nur? 😛

 
  24. August 2013, 12:04

Ach so, stimmt, Randolf und Friday sagten es ja schon: Bier! Prost.

 
  24. August 2013, 14:34

Hallo,

da früher noch mehr SEOs gebloggt haben, war es einfacher, dort irgendwas zu finden worüber man schreiben konnte. Heute muss man sich eben halt dann an die aktuellen Themen klammern bzw. seinen eigenen Kram veröffentlichen.

Wenn einige sich wieder etwas weniger auf das `Ich hab hier den Längsten-Geposte´ auf Facebook und Co., und wieder etwas mehr auf das Bereitstellen etwas längerer Inhalte als lediglich ein, zwei Sätze konzentrieren würden, wer der Sache nach meinem Gefühl schon etwas geholfen.

Wir tun ja alle so, als wäre es für SEO urplötzlich das Wichtigste, auf sozialen Netzwerken omnipräsent sich die Bälle zuzuspielen. Wie soll das der normale Webseitenbetreiber noch nachvollziehen können? Wahrscheinlich geht´s der Branche einfach noch nicht schlecht genug, als dass einige wieder etwas an Bodenhaftung gewinnen. Keine Ahnung…

Grüße

Gretus

 
  25. August 2013, 17:56

So so. Gibt es wieder Streit, was ein SEO machen darf und was nicht. Sollte sich vielleicht erst einmal die Tafelrunde der Über-SEOs zusammen setzen und entscheiden, was noch dazu gehört und was nicht? Also, wenn ich da auch einen Beitrag liefern darf, drei Thesen:

1. Jeder soll machen, was er am besten kann. Und vielleicht am zweitbesten. Bei allem anderen sollte man auf andere verweisen, die das andere am besten können.
2. Wer findet, dass alle ihre Arbeit (z.B. SEO oder das Backen von Pizza) genauso machen sollen, wie man selbst, guckt nur durch eine ziemlich enge Röhre und irrt mächtig.
3. Es gibt kein „wir“ – mehr. In SEOhausen wohnen nun eine Menge Leute und einige von ihnen haben hier nur ihre Zweitwohnung und wieder andere mit Hauptwohnsitz hier verbringen ihre Zeit auch gerne mal woanders. Und machen dort, was sie am besten können. Oder am zweitbesten.

Falls jemand Schmerzen darüber empfindet, dass aus dem wilden SEOtum der frühen Zeiten eine professionelle Branche mit allen Vor- und Nachteilen geworden ist, dann verstehe ich das ganz gut. Aber wenn man Schmerzen hat, ist es meiner Erfahrung nach hilfreicher, DIESE zu behandeln statt sich zu wünschen, man könnte die Zeit zurück drehen.

Klar, machen SEOs nun auch andere Dinge. Ich denke, zu unserer Branche zählen sich die cleversten und vielseitigsten Internet-Mitarbeiter. Und das ist ganz schön und prima. Aber wir brauchen Tiefe und Breite. Und dafür ist es doch großartig, wenn clevere SEOs auch was anderes machen. Hauptsache, sie verkaufen keine heiße Luft in Tüten. Dann sind sie miese SEOs und genauso mies wie miese Webgrafiker und miese Döner-Brater. Aber solche gehören halt nun mal auch zu einer derart gewachsenen Branche. Darüber ist wohl keiner froh. So lange es jedoch keinen SEO-Ausweis der Tafelrunde gibt, der die Spreu vom Weizen trennt (und der große SEO-Manitou beschütze uns davor), lässt sch das nicht verhindern. Das mag man bedauern – oder einfach seinen Job machen. Das können die meisten irgendwie am besten 😉

denke ich…

 
  25. August 2013, 20:59

is this article available in english .. ?

 
  25. August 2013, 21:10

Für mich ist das recht einfach zu erklären: Das simple Seo wie es vor ein paar Jahren noch möglich war (Onpage + Links jeglicher Art und Form) ist heutzutage nicht mehr erfolgreich. Und da viele der sogenannten Seo-Elite gar nichts anderes können/gemacht haben, brechen seit Pinguin, Panda und Co. nun die Umsätze der eigenen Projekte weg, die Kunden beschweren sich und keiner weiß, was er gegen machen soll. Das Ergebnis, es müssen neue Geschäftsfelder her.

Die simple Tatsache, dass einem kein einziger Seo oder Seo-Agentur auch nur eine handvoll Beispiele an Projekten nennen kann, die dem Pinguin-Update entkommen sind, zeigt wie verzweifelt und insbesondere ratlos die gesamte Branche seitdem ist.

Die Google-Updates haben in der Seo-Branche ein viel größeren und nachhaltigeren Schaden angerichtet, als es sich viele eingestehen wollen.

 
  26. August 2013, 08:44

Erich, wenn Du schreibst „Jeder soll machen, was er am besten kann. Und vielleicht am zweitbesten“, dann sind wir genau einer Meinung. Wenn in der Sache (die man am besten kann) ist man Experte, bildet sich weiter, hat einen großen Erfahrungsschatz.

Ein Problem entsteht in meinen Augen, wenn man nicht nur das macht, sondern noch 15 andere Sachen anbieten will – weil es der Markt ja so will. Dann macht man eben nicht nur, was man am besten kann, sondern auch, was man am fünfzehntbesten kann.

 
olaf kopp
  26. August 2013, 09:04

Ich finde bei der Diskussion wird nicht ganz klar ob man hier von einem Experten oder einer Agentur mit vielen Experten spricht. Bei Einzelpersonen sehe ich den Fokus auch auf maximal 2 Themenbereichen in denen man richtig gut sein kann. Wir als Agentur verfolgen aber den Ansatz mindestens zwei Experten in ihren jeweiligen Fachbereichen im Portfolio zu haben und zusätzlich noch Projektmanager, die eher ganzheitlich und strategisch beraten können und die notwendige Weitsicht haben. Und her liegt der Unterschied. Ich denke, dass sich das Thema Offpage SEO bald erledigt haben wird, zumindest wie es bisher gelaufen ist. Es geht hier viel um Unternehmenskommunikation bzw. PR. Dafür sind viele SEOs gar nicht die richtigen Typen, da derene Stärke eher im Analytischen liegt. Es ist sehr schwer möglich die Talente eines guten PRlers mit denen eines guten SEOs in einer Person zu vereinen. Deswegen wird erfolgreiche SEO zukünftig von interdisziplinären Teams aus verschiedenen Spezialisten (Onpage SEO, PR, Inbound-Marketing-Projektmanagern, Web Analysten etc. ) umgesetzt werden müssen. Meine Meinung….

 
  26. August 2013, 09:27

Moin Johannes,

ein Stück weit kann ich dich sehr gut verstehen, muss dir aber sagen, dass du dann auch einfach (teilweise) die falschen Blogs liest 😉

Sabrina schreibt zum Beispiel gute Grundlagenartikel, genau wie auch die SEO-Trainees… ich finde, man muss nicht alles zum 100sten mal durchkauen und innovative Artikel fallen halt eben auch nicht vom Himmel. Das macht das ganze für die Blogger sehr schwierig und für gute Beiträge bin ich immer dankbar!

Auch der Blick über den großen Teich hilft immer wieder!

Dein versteckter „SEO ist tot“-Artikel hingegen … naja … es ist schließlich Ende des Sommers… irgendwer musste es ja tun 😉

LG
Nicole

 
  26. August 2013, 10:09

IMHO sind wir eine Querschnittsdisziplin, wie so viele im Onlinemarketing. Früher hat man Produkte beworben die dann im Laden gekauft wurden und wenn sie nicht gut waren gab es uU mal einen Leserbrief oder eine schlechte Bewertung von Stiftung Warentest.

Online aber kann ich kaum ein Produkt bewerben, wenn die Website hintendran nicht funktioniert. Ich kann nicht mehr nur senden, ich muss auch zuhören, ich muss mit vielen Kunden interagieren und nicht eine Zielgruppe bespaßen.
Ich muss meine Technik im Griff haben (und welcher Marketingmitarbeiter musste das vor dem Internet?), verstehe wie Nutzer mit Websits interagieren, ich muss rausbekommen was sie wollen und ich muss mit Partnern, Presse und Sozialen Medien einheitlich kommunizieren. Das Ganze in einem volatilen Rechtsrahmen und mit Kollegen/Kunden die nicht immer in dieselbe Richtung wollen. Also kommt Projektmanagement dazu und in größeren Unternehmen Prozesswissen.

Das bedeutet, dass wir für die einzelnen Themen Spezialisten brauchen und welche, die den Überblick haben. Aber auch die Spezialisten sollten zumindest die Grundlagen der angrenzenden Themen kenne, sonst wird die Zusammenarbeit schwer.

Deshalb ist es in Ordnung, wenn Julian aus der SEO-Sicht über Usability schreibt. Ich denke nicht, dass er den Anspruch hat der führende Usabilityexperte zu werden. Aber als SEO kann er anderen SEOs besser und glaubwürdiger und in ihrer Sprache die notwendigen Grundlagen vermitteln.
Genau wie interessierte Redakteure einer Redaktion besser SEO erklären können als ein SEO je kann. Sie lassen nämlich Sachen weg, die wir nie unterschlagen würden. Sie wissen aber, was eibn Redakteur für seine Arbeit braucht und was ihn verwirrt oder abschreckt.

Grundlegende Kenntnisse der angrenzenden Bereiche sind wichtig um im Team arbeiten zu können, um gute Kompromisse zu finden und am Ende eine gute und ganzheitliche Lösung zu finden.

Und ja, am Ende ist SEO recht einfach, so viel kann man da wirklich nicht schreiben. Die Komplexität ergibt sich aus der Wechselwirkung mit anderen Bereichen. Und erst da wird es spannend.
Wobei ich das mit der Stratosphäre auch nicht verstehe, muss ich aber nicht.

Manchmal recht abwarten aus um Erkenntnis zu erlangen.
Fazit: Ja, vieles ist wichtig und wir sollten uns damit beschäftigen. Aber ohne Hybris oder Anspruch in allen Themen Experte zu sein.

 

[…] hat einen interessanten kurzen Artikel über den „Größenwahn“ der SEOs geschrieben. Johannes kritisiert, dass sich viele mit breit gefächerten Blogartikeln in letzter Zeit äußern […]

 

[…] Beus hat im Sistrix-Blog einen interessanten Post geschrieben: Vom SEO-Experten zum Tausendsassa? Nicht so schnell! Darin fragt er nach der “Zukunft der Suchmaschinenoptimierung” und wünscht sich eine […]

 
  26. August 2013, 11:03

Hallo,

ich finde deine Aussage treffend, dass man sich entscheiden muss, ob man in die Tiefe oder in die Breite geht. Aber unter Hinzunahme von Jans Aussage, dass Seo eigentlich nicht so schwierig ist (ja, Pauschalaussagen sind gefährlich, ich stimme aber grundsätzlich zu), glaube ich, dass der Weg in die Breite für viele Entscheider die erste Wahl ist. Hinzu kommt, dass SEO-Kenntnisse wie oben erwähnt eben allmählich auch der breiten Masse zugänglich sind. Einen spezialisierten SEO hingegen brauchen die meisten Unternehmen zumindest nicht am Anfang einer Beratungsleistung.

Die Gefahr, dass im Zuge desse auch viel Mist auf fremden Kompetenzfeldern angeboten wird, sehe ich jedoch auch. Vermutlich ist das aber auch deshalb erst möglich, weil sich das Wissen der Kunden in Grenzen hält und Online Marketing für viele leider ein intransparenter, nicht kontrollierter (obwohl kontrollierbarer) Bereich bleibt. Aber auch hier wird das Wissen Schritt für Schritt zum Kunden gelangen.

Auf der anderen Seite sollte man Raum zur Entwicklung lassen. Die Zeiten konkurrenzloser SERPs sind vorbei und Leute, die für jedes Problem die Lösung „SEO“ parat hatten bemerken allmählich, dass man Traffic auch noch anders erreichen kann.

Ingesamt glaube ich: Der Algorithmus bekannter Suchmaschinen ist ausgereift und somit werden sich auch die (geblogten) SEO-Maßnahmen nicht eklatant verändern. Platz für neue Blog-Artikel gibt es da nicht viel. Eventuell sieht man in Zukunft öfters Fallstudien. Dass sich die Blogosphäre aber mehr und mehr mit Nachbarthemen beschäftigt, sehe ich als unvermeidlich an. Zumindest in der Theorie ist inzwischen fast jedem Bekannt, wie man durch Google Traffic bekommt. Mehr und mehr geht es um alternative Trafficquellen oder der „Black Box“, was mit dem Traffic eigentlich auf der Website geschieht.

Viele Grüße und toller Artikel!

 
  26. August 2013, 11:17

Ich sehe hier nur einen, der wirklich Overhead bildet und das ist der Autor selbst. Der Rest verzweifelt im „Following“ statt „Leading“ und versucht zwanghaft kreativ zu sein, obwohl die Talente eher in der Selbstdarstellung oder im Tech liegen.
Unterm Strich sinkt die Akzeptanz und Wahrnehmung von Agenturen leidet deutlich weil der Rubikon oft überschritten wird, siehe Strattox Webseite.
Dabei gibt es so viele junge Unternehmen, die sich einfach nur erfahrene Mentoren für die interne Ausbildung wünschen. Menschen, die junge Mitarbeiter führen und ausbilden. Viel sinnvoller als zum Steak einzuladen um seine eigene Datenbank zu füllen.

Was bleibt ist das Basiswerkzeug wie vom Chefpunk beschrieben und der Auftrag, die Wahrnehmung am Produkt weiter zu verbessern + natürlich mehr Orientierung in den Nachwuchs.

 
  26. August 2013, 11:55

Doggfather, zu schreiben „Unterm Strich sinkt die Akzeptanz und Wahrnehmung von Agenturen leidet deutlich weil der Rubikon oft überschritten wird, siehe Strattox Webseite.“ und gleichzeitig auf die TRG-Website zu verlinken ist an Ironie kaum zu überbieten … *g*

 
Florian S.
  26. August 2013, 14:15

„Viel sinnvoller als zum Steak einzuladen um seine eigene Datenbank zu füllen“

MADE MY DAY 🙂

 
  26. August 2013, 15:35

@Jan:
Gebe dir recht. SEO ist nicht kompliziert. Es war vor ein paar Jahren viel zu einfach. JEDER „konnte“ es!
War das überhaupt SEO??

Wer sich stetig weiterentwickelt wird zukünftig keine Probleme haben.
Nicht weil man 100 Sachen kann,
sondern weil man die Basics der letzten Jahre perfektioniert und sein Wissen darüber erweitert hat und sich auf 2-3 Themen spezialisiert hat.
Von den übrigen 97 Themen sollte man aber schon mal was gehört haben ;o) Kann nicht schaden.

Alle Gehirnforschungs-, Neuromarketing- und Social-Beträge sind teilweise echt interessant. Ernsthaft!!
Aber: Dieses Zeugs ist den Großen vorbehalten! Eine wirklich !effektive! Umsetzung mit nachhaltigem Nutzen könnte ein normaler Kunde doch gar nicht bezahlen oder die Umsetzung wäre schlichtweg nicht wirtschaftlich! Deswegen sind so manche Themen vergleichsweise uninteressant für die Masse.
Trotzdem absolut wichtig, damit SEO auch für die Zukunft spannend bleibt und nicht einstaubt.

Diese „Zusatzthemen“ finden in letzter Zeit für meinen Geschmack aber zuviel Gewichtung.

SEO war NIE so spannend wie jetzt! Nur leider liest man das viel zu selten!
Mit den ganzen „komplizierten“ Themen schrecken wir doch nur den Nachwuchs ab!
.. und ihr wisst ja wie wichtig Nachwuchs, dessen gute! Ausbildung und Förderung ist.
Hier muss die SEO Branche noch besser werden.

 
Mosche
  26. August 2013, 15:46

Dieser Johannes. Ein tausendblogga. Aber der Erfolg von Stratoxx, Brillen-Projekten, WTF-Formelunsinn und Neuroblödsinn wird denen Recht geben, die sich kritisch angesprochen fühlen. Da zweifelt doch niemand daran, richtig? Euer Mosche

 

[…] der aktuellen Diskussion um die angebliche `Austrocknung der SEO-Branche´ die endgültige Krone aufzusetzen, möchten wir von SEO-united.de von […]

 
Jürgen
  26. August 2013, 23:18

„da früher noch mehr SEOs gebloggt haben, war es einfacher, dort irgendwas zu finden worüber man schreiben konnte“ hat mich sehr amüsiert, passt irgendwie ins Bild.

 
  27. August 2013, 10:01

ich habe in meiner langen beruflichen laufbahn, (15 jahre e-commerce) verschiedene themen wie: e-mail marketing – SEA – SEO – usability und conversion optimierungen betreut. ich sehe keinen grund warum ich mit diesem bauchladen nicht arbeiten sollte. danke ihr jungen wilden. 🙂

 

[…] denen sie entgangen sein sollte, sollten aber mal den Sistrix Blog aufsuchen und den Artikel “Vom SEO-Experten zum Tausendsassa? Nicht so schnell!” von Johannes Beus lesen, inklusive der Kommentare. Diese Diskussion, die mir teilweise ein […]

 
  27. August 2013, 14:30

Stimme zu, was die Basics angeht. Doch das gilt im Endeffekt für jedes Handwerk, jede Branche und ist somit nichts Neues.

Das mit dem Markt sehe ich anders: Letztlich entscheidet immer noch, ob „mein“ Bauchladen den vom Kunden gewünschten Erfolg bringt. Dieser Markt ist ein freier und bereinigt sich IMHO selbst. Dienstleister, die Dinge versprechen ohne abzuliefern, werden schnell in die Röhre schauen, denn Empfehlungen sind hier wie überall ein wichtiges Akquisitionsinstrument.

Das „wir als Branche“ klingt mir zu romantisch, wir sind Kollegen – und Konkurrenten. Wie jemand sich selbst und seine Dienstleistungen vermarktet, ist doch seine Sache. Und wenn er damit hinfällt, auch.

Viele Grüße,
Christoph

 
  27. August 2013, 16:08

Hey, Johannes,
zwei Sachen:
Du schreibst: „Ein Problem entsteht in meinen Augen, wenn man nicht nur das macht, sondern noch 15 andere Sachen anbieten will – weil es der Markt ja so will. Dann macht man eben nicht nur, was man am besten kann, sondern auch, was man am fünfzehntbesten kann.“ Right! Right! Right!

Aber ich würde weder die Definition noch die Qualität eines SEOs daran festmachen. Der eine kommt eher aus der technischen Ecke, der andere aus dem Marketing – und beide haben noch andere Steckenpferde. Ich finde, man sollte anderen nicht sagen, WAS sie machen – sondern von ihnen erwarten, dass sie ihren Job GUT machen. Und das sollten wir unbedingt tun. Denn ob Tausendsassas oder Tiefdenker: Wer bei sich „SEO“ drauf schreibt und Mist liefert, schadet der Branche und gehört auf dem Schulhof verhauen 😉
Ich denke, wir sind uns da sehr einig.

Ach, und das zweite: Man schreibt mich ohne „h“ – also Eric. Ich bin da etwas pedantisch, weil mein Großvater Erich hieß und… Ach, eine lange Geschichte. Nicht schlimm. Aber ist mir aufgefallen.

🙂

eric

 

[…] Tage später polarisierte Johannes Beus in der Branche mit seinem Beitrag: „Vom SEO-Experten zum Tausendsassa? Nicht so schnell!“. Ein Blick auf die Kommentare des Artikels zeigt wie kontrovers seine Ansichten diskutiert […]

 

[…] dazu in das Boot holen kann.  Eine kleine Diskussion wurde angestoßen durch den Post von Johannes aus dem Sistrix-Blog. Am Ende wird es eine rein natürliche Auslese sein, wer nicht gut ist in dem was er macht, der […]

 
  30. August 2013, 07:06

„Häufig höre ich die Klage, dass Webagenturen und Dienstleister SEO verkaufen, obwohl sie offensichtlich keine SEO-Experten sind […]. Wir als Branche sollten nun aufpassen, dass wir uns auf unsere Stärken konzentrieren“

Es scheint mir eher so, dass der Markt – also der Kunde – es genau so fordert. Webdesigner bieten SEO, SEOs bieten Webdesign. Die Bereiche überschneiden sich und der Kunde blickt eh kaum durch. Daher bietet halt jeder seine fachlichen Randbereiche mit an.

Schlecht wird es nur, wenn sich Leute als SEO-Agentur präsentieren, die eigentlich Webdesigner sind. Es laufen wirklich viele in dieser Branche herum, die gut verkaufen und gut basteln können, aber in Sachen SEO irgendwo im Jahr 2006 stehengeblieben sind. Unfassbar, wie viele Agenturen ein SEO-Paket verkaufen und damit noch immer nur Webkatalogeinträge meinen.

 
  3. September 2013, 18:03

Eric: “ Ich finde, man sollte anderen nicht sagen, WAS sie machen – sondern von ihnen erwarten, dass sie ihren Job GUT machen.“

Ja, das bringt es meiner Meinung nach gut auf den Punkt. Ich meine, SEO ist mittlerweile so komplex/ interdisziplinär geworden, dass es den EINEN richtigen Weg sowieso nicht mehr gibt.

Jede Branche, jede Seite, jeder Kunde, jede Zielgruppe erfordert mitunter völlig andere Herangehensweisen, wenn es um eine „moderne“, langfristige, gesamtheitliche SEO-Strategie geht.

Bedingt durch diese Komplexität gibt es dann sehr viele mögliche Lösungsansätze, die man verwirklichen kann und damit auch Erfolg hat. Und genau hier kommen dann eben (auch) die individuellen Stärken und Steckenpferde ins Spiel, die – gebündelt mit Kreativität, Erfahrung und eventuell weiteren internen oder externen Fachleuten – möglicherweise sehr vielversprechende Lösungen generieren.

Meiner Meinung nach finden sich hier dann auch die Mittel und Wege, langfristig erfolgreicher zu sein, als der Durchschnitt. Denn die ursprünglichen „Basics“ kennt und macht inzwischen jeder, der sich ein wenig mit „SEO“ auskennt, oder zumindest sollte es so sein. 🙂 Damit gewinnt man zumindest langfristig heutzutage keinen Blumenstrauss mehr. Nur meine Meinung.

Insofern, ja, braucht man Tiefe. Meiner Meinung nach ist Breite – oder zumindest der Zugang zu Breite – mindestens genauso wichtig.

 

[…] sehr starken Bottom up Approach.“ Und Johannes Beus fordert in seinem vieldiskutierten Artikel „Vom SEO-Experten zum Tausendsassa? Nicht so schnell!“ ein klares Bekennen zum Expertentum und verweist auf die Gefahr, durch zu starke Generalisierung […]

 
Stephan
  7. September 2013, 17:13

Danke Johannes für diesen Artikel. Ist doch eine prima Diskussion daraus entstanden!

 
  12. September 2013, 09:22

Ich weiß, ich bin spät..
Ich glaube, dass die SEO-Branche ihre Romantik und das „coole Truppe“-Image verliert. Zum Einen, weil sie selbst 10 Jahre an Lebensalter der beteiligten Menschen älter und reifer wurde und zum Anderen weil sie größer und anspruchsvoller wurde – werden musste. Und so wurden aus Partypeople Konkurrenten – mit allen klassischen Facetten: Neid und Missgunst zu den erfolgreichen Großen und schimpfen über die oberflächlichen Player. Das ist in jeder Branche so.
Und damit einher geht das zweite Thema: Im Zuge der Konsolidierung steht immer die Frage nach Spezialisierung oder Verbreiterung des Portfolios. In beiden liegt Verzicht, dem Kunde „alles“ und „hochprofessionell“ anbieten zu können. Aber ist genau diese Gratwanderung meistern zu müssen, nicht das allgegenwärtige Dauerthema jeden Unternehmers jeden Tag und in so ziemlich jeder Branche? Vielleicht sind „wir SEOs“ ™ nur einfach immer laut bei dem was wir machen – auch beim professionell Werden.. 😉

Gruß Markus

 
  16. September 2013, 07:12

Schöner Artikel und tolle Diskussion die daraus geworden ist.

 
  11. Oktober 2013, 15:06

Was meinst Du mit „WTF-Formel“ *hüstel*

 

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