TrendWatch August 2026

Diesmal im SISTRIX-Newsletter „TrendWatch”: Die Deutschen brauchen mobile Klimaanlagen, sie interessieren sich für das neue Macbook und das Fitnessarmband von Google und sie betreiben Familienforschung. Das sind einige der aktuellen Such-Trends, die wir mit Hilfe der umfangreichen SISTRIX-Daten identifiziert haben. Viel Spaß mit der neuesten Ausgabe!

cfab

Liniendiagramm mit dem Titel „Trend: cfab", das das Suchvolumen von August 2025 bis Februar 2026 nahe null zeigt, gefolgt von einem stetig beschleunigten Anstieg ab Februar 2026, der sich bis Juni 2026 fortsetzt und dort seinen bisherigen Höchststand erreicht.

Die Modemarke cfab wurde 2023 von Emre Girkin und Yasar Can Özkan als Onlineshop der Düsseldorfer Multiecom GmbH gegründet. Das Label, das damals noch Creamy Fabrics hieß, spezialisierte sich auf Shapewear und Unterwäsche für Frauen. Insbesondere durch Social-Media-Marketing wurde cfab bekannter, auf Instagram erreicht die Marke inzwischen rund 390.000 Follower.

2026 unternahm cfab weitere bedeutende Schritte, die die Markenbekanntheit steigerte. Das Suchvolumen bei Google spricht hier eine klare Sprache. Ende März eröffnete man im Mode-Outlet Wertheim Village im Einzugsraum von Frankfurt/Main einen ersten stationären Store, im April kamen Abteilungen in sieben ausgewählten Galeria-Filialen dazu und Mitte Mai dann ein weiterer Store im Ingolstadt Village.

Zudem sorgte cfab für Schlagzeilen mit einer Marketing-Aktion auf dem Coachella-Festival in Kalifornien. Bei „Trustpilot” erreicht cfab gute, wenn auch nicht überragende 4,2 von 5 Sternen und ein ausführlicher Test auf „Fashion Insider” bescheinigt der Marke: „einen klaren Produktfokus, einen sichtbaren Markenauftritt, ein eigenes Help Center, geregelte Retourenprozesse und eine große Zahl an öffentlichen Bewertungen.”

Media Markt Klimaanlage

Liniendiagramm mit dem Titel „Trend: Media Markt Klimaanlage", das das Suchvolumen von August bis Dezember 2025 stark rückläufig zeigt, anschließend bis April 2026 auf niedrigem Niveau nahezu stagniert, gefolgt von einem sehr steilen Anstieg im Mai und Juni 2026, der dort seinen bisherigen Höchststand erreicht (typisches saisonales Muster).

Die ersten Hitzewellen kamen in diesem Jahr noch früher als gewöhnlich, bereits im Juni gab es eine Welle, die vom Deutschen Wetterdienst als „historisch” eingestuft wurde. Auch wenn es nicht gerade überraschend ist, dass es im Sommer heiß wird, kommen viele Menschen erst genau dann darauf, etwas dagegen zu unternehmen. Sprich: Die Suchen nach unterschiedlichen Keywords rund um Ventilatoren und mobile Klimaanlagen schießen nach oben.

Zuletzt besonders populär waren die Suchbegriffe „Bosch Cool 4000” und „Media Markt Klimaanlage”. Ersterer ist ein Klimagerät für Räume bis 35 Quadratmeter. Zweiterer zeugt zum einen von verzweifelten Recherchen, noch eins der zwischenzeitlich ausverkauften Geräte zu ergattern. Auch andere Ketten wie Obi tauchten im Zusammenhang mit Klimaanlagen in den Suchtrends auf, doch der Media Markt dominierte. Zum anderen befeuerte die Elektronikkette die Suchen aber auch durch eine Aktion gegen Ende der Juni-Hitzewelle, in der man einzelne Ventilatoren und Klimageräte zum Sonderangebot machte.

Diejenigen, die dort nicht fündig geworden sind, sorgten übrigens noch für einen anderen Suchtrend: Massiv nach oben ging das Suchvolumen nämlich auch für die Frage „Wann wird es wieder kühler?

Macbook Neo

Liniendiagramm mit dem Titel „Trend: Macbook Neo", das das Suchvolumen von August 2025 bis Februar 2026 nahe null zeigt, gefolgt von einem steilen Anstieg zwischen Februar und April 2026, der sich danach abflacht und bis Juni 2026 auf hohem Niveau weiter leicht ansteigt.

Fast passend zum 20. Geburtstag des beliebten Apple-Computers MacBook brachte das Unternehmen ein für Apple-Verhältnisse niedrigpreisiges Modell auf den Markt: das MacBook Neo. Seit März erhältlich gibt es den Rechner offiziell bereits ab 799 Euro.

An wen sich der Rechner richtet, zeigt auch die offensive Bewerbung des Bildungsrabatts von 100 Euro: Sprich: Schülerinnen und Schüler sowie Studierende bekommen das Macbook Neo 100 Euro günstiger. Fazit des „Spiegel”-Tests ist dann auch: „Das Neo ist der richtige Rechner, wenn man zwar einen Computer haben möchte oder muss, dafür aber nur wenig Geld ausgeben will oder kann. Es ist ein Notebook für Schüler und Studenten, für alle, die noch keinen Computer haben.” Und: „Mit Preisen ab 699 Euro respektive 599 Euro im Bildungsbereich lässt es viele ähnlich günstige Laptops alt und grau aussehen.”

Allerdings müssen die Käuferin und der Käufer auch mit einigen Einschränkungen leben. So schreibt die „Computer Bild” in ihrem Test u.a. von einem Akku, der ein Drittel weniger Kapazität als der eines MacBook Air hat, von nur zwei USB-C-Buchsen und langsamem SSD-Speicher. Und: Das Macbook Neo sei „lahm beim Spielen”, was im jungen Bildungspublikum ja auch ein wichtiger Faktor sein kann. Dennoch lobt die „Computer Bild” – wie auch die meisten anderen Medien – den Rechner als günstige Alternative für Menschen, die ihn vor allem für Schul-, Uni- oder Büroarbeiten brauchen.