TrendWatch Mai 2026

Diesmal im SISTRIX-Newsletter “TrendWatch”: Die Deutschen informieren sich über die umbenannte easybank, interessieren sich für die neuen Lego-Smart-Bricks, für angesagte Frisuren und für Gaming-Smartphones mit Wasserkühlung. Das sind einige der aktuellen Such-Trends, die wir mit Hilfe der umfangreichen SISTRIX-Daten identifiziert haben. Viel Spaß mit der neuesten Ausgabe!

easybank

Trendgrafik easybank: Flacher Verlauf bis Ende 2025, extremer vertikaler Anstieg März 2026
Trendgrafik für „easybank“

Wann immer eine bestehende Marke ihren Namen ändert, entsteht viel Aufmerksamkeit, Unverständnis, Verunsicherung. Kinder der 1980er erinnern sich an “Aus Raider wird Twix”. Diesmal geht es aber um eine ganz andere Branche: die Finanzbranche. Seit Februar wird aus dem Kreditkartenanbieter Barclays easybank.

“Barclays hat bald einen neuen Namen und ein neues Design”, schreibt “Finanztip”. Und zu den Kreditkarten: “Viel ändert sich sonst nicht: Deine Karte funktioniert weiter und wird ausgetauscht, wenn sie abläuft. Spätestens Ende 2027 will Barclays aber alle Karten ersetzt haben. Tun musst Du dafür nichts. Auch die Konditionen bleiben vorerst gleich. Nur das Online-Banking sieht bald anders aus.”

Zum Hintergrund: Barclays hat nicht wirklich einen neuen Namen. Das britische Finanzunternehmen heißt dort weiter so wie immer. Einzig das deutsche Privatkundengeschäft mit 2,5 Millionen Kundinnen und Kunden stieß die Firma 2024 ab und verkaufte es an die BAWAG Bank aus Österreich. Im Zuge dieses Verkaufs trennte sich die BAWAG von dem nun nicht mehr passenden Namen und aus Barclays wurde in Deutschland easybank.

Bitter: Die Verunsicherung einiger Kundinnen und Kunden versuchten Kriminelle direkt mit Phishing-Mails auszunutzen, die vorgaukelten, von der neuen easybank zu stammen.

Lego Smart Brick

Trendgrafik Lego Smart Brick: Flacher Verlauf bis Ende 2025, dann explosionsartiger Anstieg ab März 2026
Trendgrafik für „Lego Smart Brick“

Technische Gimmicks sind für den Baustein-Hersteller Lego nichts Neues. Schon in der Vergangenheit hat man Spielsets mit Elektronik ausgerüstet: Fernbedienungen und Motoren für Autos, Schiffe & Co., Apps, die verschiedene Spielwelten ergänzen sollten, usw. Nun macht das Unternehmen aus Dänemark einen nächsten Schritt: mit der Einführung des “Smart Play”-Systems.

Bestimmte Baustein-Sets – Anfang Mai waren es acht Stück – sind mit Smart Bricks, Smart Tags und Smart Minifiguren ausgestattet, bzw. kompatibel damit. Die Bricks, Tags und Figuren sorgen mit Sensoren, Mikrochips, Bluetooth-Technologie und Lautsprechern dafür, dass Kinder eine neue Ebene in ihr Spielen integrieren können: Geräusche, Stimmen, Musik, Lichter.

Ob “Smart Play” allerdings eine “ganz neue Dimension” in das Lego-Spielerlebnis einführt – da scheiden sich bisher die Geister. So schrieb das Blog “Stone Wars” beispielsweise: “Das Ziel, eine interaktive aber bildschirmfreie Technik ins Lego System zu integrieren, wurde mit den neuen Sets klar erfüllt”, aber auch: “Zum aktuellen Zeitpunkt überwiegt aus Anwendersicht noch der Nachteil der geringen Klangqualität gegenüber der Vorteile, für die diese in Kauf genommen wurde.” Insbesondere die Geräusche der “Star Wars”-”Smart Play”-Sets enttäuschen, hören sich meist überhaupt nicht so an wie in den Filmen. Andere waren noch kritischer und “zerstörten” das neue System in YouTube-Videos.

Meta Sammelklage

Trendgrafik Meta Sammelklage: Stetiger Anstieg ab Mitte 2025, starkes Wachstum bis März 2026
Trendgrafik für „Meta Sammelklage“

Zahllose Plattformen und Anbieter von Inhalten sammeln im Internet u.a. für Werbung unzählige Daten über ihre Nutzerinnen und Nutzer. Dass daraus auch lebensbedrohende Folgen entstehen können, schilderte kürzlich beispielsweise die ARD-Doku “Gefährliche Apps – Im Netz der Datenhändler”.

Zu den großen Datensammlern gehört seit jeher auch der Facebook-Instagram-WhatsApp-Konzern Meta. Verschiedene deutsche Gerichte stellten zuletzt fest, dass “Facebook- und Instagram-Nutzern wegen der exzessiven Samm­lung ihrer Daten zu potenziell jedem Aufruf von Seiten auch jenseits der sozialen Netz­werke” Schaden­ersatz zustehe. Je nach Gericht zwischen 250 und 3.000 Euro.

Damit nicht jede(r) der geschätzt 50 Millionen Deutschen einzeln gegen Meta klagen muss, hat der Verbraucherschutzverein VSV eine Sammelklage bzw. “Verbandsklage” initiiert, zu der man sich auf meta-klage.de anmelden kann, sofern man seinen Wohnsitz in Deutschland hat und Instagram und/oder Facebook nutzt. Risiken oder Kosten entstehen für diejenigen, die sich anmelden, nicht.