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Nofollow und Follow: wofür werden sie genutzt?

Die Attribute follow und nofollow sind weit verbreitet für Robots-Meta-Tags. Hier erfährst du, welchen Sinn sie haben und wie du sie gezielt einsetzt. Dabei gehen wir auch auf neue Entwicklungen bei Google ein.

Mit Robots-Meta-Tags gibst du Suchmaschinen Anweisungen, wie sie deine Seite crawlen und indexieren sollen. Besonders beliebt sind die Anweisungen follow und nofollow. Allerdings hat sich diesbezüglich in der jüngsten Vergangenheit einiges geändert. 

Wozu follow und nofollow dienen

Während noindex in Robots-Meta-Tags bedeutet, dass Google die betreffende Seite nicht in den Index aufnehmen soll, sagen follow und nofollow Folgendes aus: 

  • follow: Links auf der Seite folgen
  • nofollow: Links auf der Seite nicht folgen

Der Robots-Meta-Tag sieht zum Beispiel folgendermaßen aus: 

<meta name="robots" content="index, follow">

Hier soll der Crawler die Seite in den Index aufnehmen und allen Links folgen. 

Anders hier: 

<meta name="robots" content="index, nofollow">

Auch in diesem Fall ist eine Indexierung gewünscht. Gleichzeitig soll Google den Links jedoch nicht folgen. 

Doch wann sind solche Anweisungen sinnvoll?

Mögliche Anwendungsfälle

Es gibt verschiedene mögliche Anwendungsfälle für nofollow oder follow in den Robots-Meta-Tags. 

Beispiele dafür sind: 

  • Du hast eine Sitemap, von der viele interne Links ausgehen. Natürlich willst du, dass Google diesen Links folgt. Gleichzeitig könnten User mit der Sitemap nichts anfangen. Deshalb soll sie am besten gar nicht erst in Suchergebnissen erscheinen. 

Diese Situation ist ein typischer Fall für:

<meta name="robots" content="noindex, follow">

Inwiefern Google den Links auf der Seite dann wirklich folgt oder nicht, war allerdings bisher schon fraglich:

Tweet von John Mueller erklärt was genau noindex, follow bedeutet.
  • Du willst verhindern, dass Besucher ein Forum oder einen Kommentarbereich nutzen, um wertvolle Backlinks abzustauben und dabei auf Seiten mit minderwertigen und/oder spammigen Inhalten zu verlinken. 

Hier entscheidest du dich am besten für:

<meta name="robots" content="index, nofollow">

Nun ist ein Entweder-Oder natürlich nicht immer die ideale Lösung. Vielleicht ist es so, dass du einige Links auf follow und andere auf nofollow setzen willst. In diesem Fall fügst du das Attribut nofollow direkt zu den Links hinzu. 

Das Ergebnis sieht zum Beispiel so aus: 

<a href="http://domain.de" title="Domain" rel="nofollow">Ankertext</a> 

Wichtig: Google wertet nofollow nur noch als Hinweis.

Jetzt kommen wir zu einer wesentlichen Entwicklung: Google hat nämlich vor Kurzem die neuen rel-Attributwerte „sponsored“ und „ugc“ für Werbung und bezahlte Links sowie für Links zu von Nutzern erstellten Inhalten eingeführt. In diesem Zusammenhang wird das Setzen von nofollow nicht mehr als Anweisung, sondern nur noch als Hinweis verstanden. 

Gary Illyes aus Googles Webmaster-Trends-Team ließ verlauten, dass das auch für Robots-Meta-Tags gilt: 

Tweet von Gary Illyes aus Googles Webmaster-Trends-Team.

Das heißt: 

nofollow bedeutet wie bisher, dass du mit diesem Link keine Empfehlung abgeben willst. Allerdings folgt der Googlebot seit Anfang März 2020 den betreffenden Links trotzdem und indexiert die Zielseiten. nofollow ist demnach „nur noch“ ein Hinweis auf die korrekte Behandlung des Links. 

Fazit

Was nofollow und follow betrifft, hat sich in letzter Zeit bei Google einiges getan. Grundsätzlich ist es sinnvoll, sich mit den neuen Werten „sponsored“ und „ugc“ auseinanderzusetzen und sich vor Augen zu führen: der Crawler folgt jetzt auch nofollow-Links. Ändern musst du an vorhandenen Robots-Meta-Tags oder einzelnen Linksauszeichnungen nichts. 

12.08.2021