Google Chrome – Open-Source-Browser der Suchmaschine

Johannes Beus
Johannes Beus
2. September 2008
Johannes Beus
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Johannes Beus ist Gründer und Geschäftsführer von SISTRIX.

Nachdem jahrelang spekuliert wurde, ist es jetzt also soweit: Google Chrome, der Open-Source-Webbrowser von Google wird heute veröffentlicht. Eine Reihe der Basisfunktionen wurde von anderen Projekten übernommen. Die Rendering-Engine von Webkit, die auch Apple für seinen Browser Safari nutzt, weitere Teile von Firefox. Komplett neu geschrieben wurde die JavaScript-Engine, die bei Chome auf den Namen „V8“ hört. Für Ajax-Seiten wie Google-Mail oder Maps besonders wichtig, versucht Google hier durch verschiedene Methoden die Ausführungsgeschwindigkeit deutlich zu steigern. Somit werden Webanwendungen „klassischen“ Desktopprogrammen immer ähnlicher. Weitere Informationen zu Chrome gibt es in einem Comic und bei blogoscoped.

Dass Google hier aus rein altruistischen Motiven handelt, darf getrost ausgeschlossen werden. Vielmehr versucht die Suchmaschine „ihren“ Anteil am Browsermarkt, zu dem durch die Kooperation mit Mozilla auch Firefox und Derivate gehören, auszubauen. Erst gestern wurde die Kooperation, die Google zur Standardsuchmaschine in Firefox sowie auf der Firefox-Homepage macht, um weitere 3 Jahre verlängert – 2006 hat sich Google das bereits 57 Millionen US-Dollar kosten lassen.

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Kommentare
Loewenherz   
2. September 2008, 10:18

Johannes, dein Link zu Chrome gibt grade einen 404er 🙂

Özgür   
2. September 2008, 10:25

Das Comic ist sehr lesenswert und interessant.

@Loewenherz, das Release ist noch nicht verfügbar, deswegen 404. Wird aber wohl im Laufe des Tages sich ändern.

Mobile SEO   
2. September 2008, 10:27

Ich bin sehr gespannt auf die angeblich so schnelle Javascript-VM und die Gears-Integration

Luigi   
2. September 2008, 12:44

Meines Erachtens geht Google den Weg in Richtung Allmachtstellung im Internet konsequent weiter.
Jetzt greift man Microsoft bei ihrer stärksten Internetdomäne Domäne, dem Webbrowser an.
Bin mal gespannt, wie es wird.

Sebastian   
2. September 2008, 11:34

Aber warum bringt Google dann einen eigenen Browser raus statt auf die Firefox-Entwicklung mehr Einfluss zu nehmen? Denn kaum einer wird doch von IE auf Chrome umsteigen, oder?

molar   
2. September 2008, 12:18

Der Link http://www.google.com/chrome gibt einen 404 zurück.. Check das mal..

Seodeluxe   
2. September 2008, 13:45

Leute, den 404er gibt es, weil der Chrome erst heute im Laufe des Tages veröffentlicht wird! Also keine Panik, oder bei Heise nachlesen.

Johannes   
2. September 2008, 14:36

Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass der Downloadlink von Chrome erst heute, im Laufe des Tages aktiv wird? 😉

Hanspeter   
2. September 2008, 16:51

Ich bin da der gleichen Ansicht wie Luigi. Es ist beängstigend wohin Google seine Fühler ausstreckt. Und weil es so schön ist und toll funktioniert und – das ist das entscheidende – alles kostenlos ist benutzen es so viele.

Mir macht das wirklich Angst, ohne Witz. Irgendwann gibt es keine Konkurrenz mehr für Google, auf allen wichtigen Gebieten…

Denkt mal drüber nach, bevor ihr euch blind alles von der selben Firma holt. Ich bin zwar kein Google-Gegner und nutze auch selbst das ein oder andere, aber das ganze wird einfach zu krass langsam.

Wir haben bereits einige gute Browser, Firefox und Safari z.B. welche beide sehr sicher sind, sich an die gängigen Standards halten und einigermaßen schnell sind.

Ich jedenfalls gebe nicht meine Privatsphäre für „kostenlose“ Software frei.

Think of it.

SimonZzz   
2. September 2008, 17:20

Hi Hanspeter!

Lass doch Google den Erfolg! Die haben bei nix angefangen und sich hochgearbeitet!

Ich bin dafür, dass Google noch mehr machen sollte, um eine Monopolstellung zu haben, damit endlich Windoof(mit dem ich selber leider arbeite) den Gar ausgemacht wird!

Und vorallem wenn du von Privatsphäre sprichst…

…Was meinst du denn was Microsoft macht? Ausserdem ist heutzutage niemand mehr im Netz sicher. Das müsstest du doch eigendlich wissen, oder? (Weiß ja jeder)

Also Google, eine Nachricht an die Googlemacher:

WEITERMACHEN, WEITERMACHEN, WEITERMACHEN! Ich werde alles für mich sinnvolle runterladen, was ihr anbietet!

Google an die Macht! Google an die macht!

Mobile SEO   
2. September 2008, 17:46

Lieber eine Firma, der ich noch halbwegs vertraue, mit vielen Daten über mich, als viele, noch viel undurchsichtigere und garantiert kriminellere, kleine Klitschen.

Da Daten heutzutage nicht mal mehr bei Einwohnermeldeämtern sicher sind, mache ich mir um eine mögliche Monopolstellung von Google im Bereich des Internet kaum sorgen.

Und mal ganz ehrlich: Bei Google arbeiten die besten Internet- und Software-Affen der Welt. Speziell diese Zielgruppe ist besonder paranoid und schließt sich gerne Verschwörungstheoretikervereinigungen wie dem CCC an. Wenn Google nun so massiv Daten missbrauchen würde, wie anscheinend eine nicht unerhebliche Menge der Internetbevölkerung denkt, hätte bestimmt schon ein Ex-Mitarbeiter mal etwas durchsickern lassen.

Ich finde es schon okay, wie Google da vorgeht, Monopol hin oder her. Würde ich nicht anders machen.

Stefan   
2. September 2008, 18:25

Aber nicht nur Google hat bei 0 angefangen…auch schonmal gehört, dass Gates in der kleinen Garage angefangen hat??? Ich persönlich bin weder Fan von Google, noch von Microsoft, aber man schwimmt eben im Mainstream mit. Es werden ja auch oft gute Programme angeboten, die es aber auch meist schon von kleineren, privaten Anbietern, z.T. kostenfrei gibt. Nur sind diese oft von der Bedienung her etwas gewöhnungsbedürftig.

Hanspeter   
2. September 2008, 18:44

Simon, wer bitte spricht von Microsoft.

Firefox beispielsweise ist auch kostenlos. Gut hier hat Google auch seine Finger im Spiel, man kann es nie ausschließen.

Professionelle Alternativen für Analytics gibt es auch. Manche kosten etwas, es gibt aber auch kostenlose. Wenn man sich etwas Zeit nimmt zum recherchieren kann sich das Auszahlen. Diese Tools speichern die Daten auf deinem eigenen Server bzw. deinem angemieteten Webspace, nicht aber bei einem Unternehmen. Also auch nix Microsoft…

Es ist immer leicht, die positive Seite zu sehen. Ich bin kein Verschwörungstheoretiker. Aber ich meine, hier fehlt einigen der gesunde Menschenverstand der uns zum Nachdenken auffordert. Ich bin, wie gesagt, kein Google Opportunist. Natürlich habe ich auch großen Respekt vor dem, was Google geschafft hat. Deshalb muss ich kein Google-Fanboy werden oder?

Stefan hat schon recht. Es gibt denke ich sehr viel gute Software die einfach unentdeckt ist. Oft ohne kommerziellen Hintergedanken, von Leuten die auch was davon verstehen und das ganze machen weil es ihnen größten Spaß macht gute Software zu coden.

Johannes (Sistrix) hat hier auch ein schönes SEO-Tutorial. Er sammelt damit keine Daten sondern bietet es uns kostenlos an, einfach so. Warum? Ich denke weil es einfach seine Leidenschaft ist.

Denkt etwas weiter Leute. Gestern habe ich eine Meldung bei youtube bekommen die mich darauf hinweist, dass ich meinen offensichtlich bestehenden Google Account mit YouTube zusammenlegen kann. Warum sollte ich das wollen? Ich kann mir aber vorstellen, warum das Google möchte.

Kombiniert man alle Daten, die man über einen User sammelt, was hat man dann? Das perfekte Bild dieses individuellen Users. Man kann ihm die beste Werbung bieten mit der meisten Conversion, man kann ihn förmlich manipulieren weil man weiß worauf er anspricht. Menschen, die immer nur mit dem Strom schwimmen merken das gar nicht. Keiner macht sich mehr die Mühe selbstständig zu denken und sich zu fragen, ob man das überhaupt möchte.

Ich schließe es auch nicht aus, dass irgendwann eine Staatskooperation kommt. Irgendein kranker Politiker bringt schon so ein Gesetz. Dann hat der Staat ein perfektes Überwachungsportfolio vorliegen. Ich weiß ja nicht wie ihr dazu steht, aber ich finde dieses Gefühl einfach unangenehm. Ich habe nichts zu verbergen, aber es geht trotzdem keinen was an wonach ich im Internet suche, welche Seiten ich gerne und oft besuche und mit wem ich E-Mail Kontakt habe.
Ich möchte nicht als Zeuge herangezogen werden, weil irgendjemand mit dem ich einmal E-Mail Verkehr hatte, plötzlich durchdreht und ein Verbrechen begeht (vielleicht wird es ein mal legitim, dass der Staat all diese Daten einsehen darf!).

Ich möchte es noch einmal wiederholen. Ich bin kein Verschwörungstheoretiker und kein Panikmacher. Ich habe auch keine Paranoia oder sonstiges. Ich finde das Buch „die Google Falle“ z.B. auch größtenteils zu spekulativ und teilweise eher peinlich. Aber ich mache mir Gedanken. Und das sollten einige zu krasse Google-Pros auch mal tun.

Blind mit der Massen laufen hat schon oft böse geendet…

loptr   
2. September 2008, 21:19

Browser jetzt online … mal schauen, ob die den Downloadrecord von Firerfox3 knacken 😉

browser   
3. September 2008, 04:47

Ich hatte mich immer gewundert, warum google bisher sowas auf den mart nicht gebracht hat, es ist echt schön das es jetzt gibt

Google Chrome   
3. September 2008, 18:55

Hi Johannes,
wirklich sehr interessant und ich bin mal gespannt, wie sich der neue Browser bei den Fans etabliert….mir gefaellt er soweit ganz gut, aber bis der an Firefox etc. rankommt muss sich noch einiges tun……denke es wird nur ein recht kurzer Hype mit diesem Google Browser, aber wenn die den evtl. ins Google Pack packen, könnte er sehr schnell seine Marktanteile gewinnen….

gruss,
Mike

Mobile SEO   
4. September 2008, 11:11

Das Blog hier ist nofollow, Mike 😉

mssfldt   
8. September 2008, 00:11

Gestern kam in der Tagesschau die Meldung, dass das Bundesamt für Datenschutz (oder so ähnlich) eindringlich vor der Benutzung von Chrome warnt. Die Meldung war überraschend und hatte einen „Unterton“, als wenn ein Mega-Virus im Umlauf sei. Schätze, dass das der Verbreitung in Deutschland erst mal einem Dämpfer versetzt.

google_nutzer   
9. September 2008, 11:10

Hallo! Also ich nutze Chrome und habe bereits seit ca. 1 Jahr eine e-mail bei google. Dazu muss ich sagen, dass das e-mail-Postfach eigentlich ganz praktisch ist. Chrome ist auch ganz o.k. Ich habe mal gelesen, dass google earth gar nicht von google ist. Es hat angeblich früher der CIA gehört. Seit dem frage ich mich, in wieweit das ganze überwacht und benutzt wird. Es ist schon etwas unheimlich.
MfG…

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