Google gibt es, Google nimmt es

Johannes Beus
Johannes Beus
16. Juli 2007
Johannes Beus
Johannes Beus
Johannes Beus ist Gründer und Geschäftsführer von SISTRIX.

Suchmaschinen-Diva Google hat sich wieder etwas Neues einfallen lassen, um Webmaster zur Verzweiflung zu bringen. Waren es früher monatliche PageRank-Updates einhergehend mit dem mittlerweile schon legendären Google-Dance, entzieht Google derzeit gerne mal Seiten ihre Zuneigung und lässt Besuche aus dem Googleindex während dieser Zeit drastisch einbrechen. Gerald leidet mit seinem SEO Blog darunter, aber auch größere Portale, wie der Alexa-Trafficgraph eines nicht unbedeutenden, deutschen Preisvergleich- und Meinungsportales rechts zeigt, sind betroffen. Über mögliche Ursachen kann derzeit nur spekuliert werden. Themen wie (interner) Duplicate Content, Einbeziehung des Userverhaltens oder auch ungünstige Planetenkonstellationen in Mountain View werden häufig genannt, gesicherte Erklärungen gibt es leider nicht. Für Gerald mag dieses Verhalten lediglich ärgern – bei Projekten, die notgedrungen, auf Googlebesucher angewiesen sind und wo im Zweifel, sollte der Trafficstrom längerfristig versiegen, komplette Existenzen dranhängen, dürfte den Webmastern ein Leben zwischen Champagner und Antidepressiva sicher sein. Es ist natürlich klar, dass Google weiterhin die Hoheit über seinen Index hat, ein etwas weniger zickiges Verhalten würde der Beziehung zu den Webmastern aber sicher gut tun.

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Kommentare
Christian   
16. Juli 2007, 23:41

Ich denk das Google aber auch die Qualität verbessern will und das deswgen vll. ein paar Besucher wegfallen. Vorallem auch beim Linkkauf wird es, sofern alles eintritt was Google vorhatte, massive Einbrüche für die Seiten geben.

Paul Buchhorn - Online Marketing News   
16. Juli 2007, 23:49

ich bin leider auch davon betroffen. da is wohl nur tee trinken angesagt…

Mike   
17. Juli 2007, 00:02

„komplette Existenzen dranhängen“ hört sich ja daramatisch an.

searcher2000   
17. Juli 2007, 00:09

was google gerade macht ist komplettte willkür, darauf kann man kein business mehr aufbauen

Johannes   
17. Juli 2007, 08:07

Mike, es gibt in Deutschland eine Vielzahl von kompletten Firmen mit einigen Mitarbeitern, die von dem Googletraffic leben (müssen). Wenn du nicht gerade ein virales Geschäftsmodell wie StudiVZ hast, führt kein Weg an Google vorbei und sollten diese Besucher länger wegbrechen, werden Leute entlassen.

Robert - imaos   
17. Juli 2007, 09:22

Ich vermute und beobachte schon eine ganze Zeit lang eine vielzahl solcher Auf und Abs in den Serps. Erklärbar ist das für mich nur durch ein von google exzessiv betriebenes Quality Rating der Top Money Serps. Leider scheint es hier auch von Stimmung und Vorlieben des einzelnen Quality Rater abzuhängen, ob eine Seite noch dabei ist oder eben nicht mehr.
Die Webmasterrichtlinien wurden zwar stets angepasst und detailierter, so richtig aussagekräftig sind sie aber für mich, in Bezug auf die Anforderungen für die Quality Rater, noch nicht.
Gerade wenn ich mir mal die Top20 der „Last Minute“ Keys anschaue, kommen und gehen dort jede Woche neue Seiten.
Fakt ist für mich, dass alle Seiten die nach reiner Monetarisierung über adsense oder affili ausschauen und keinen großen Mehrwert bieten, abgewertet werden.
Womit wir wieder bei „content, content, content“ wären 🙂

Ranking Konzept - SEO News   
17. Juli 2007, 11:59

Die Meinungen von Uwe und Dave hatten wir ja bereits. Jetzt kristallisieren sich weitere Meinungen heraus:

Yankee meldet sich zu Wort:

Das URL Alter ist wichtiger geworden.
Der Trend von Link-Pop zu Domain-Pop geht weiter.
Keine Änderung bei L…

Paul Buchhorn - Online Marketing News   
17. Juli 2007, 12:26

heute kann ich wieder was positives verzeichnen. meine seite geht nun wieder nach oben

Mario Fischer   
18. Juli 2007, 07:10

Naja, man sollte die Kirche schon im Dorf lassen. Google will einen sauberen, qualitativ hochwertigen Index mit Top-Suchergebnissen. Wenn wir ehrlich sind, ist es dahin noch ein weiter Weg und es wird noch einiges SEO-Blut den Fluss hinunterfließen müssen.

60 Mrd. Webseiten. Man darf sich das nicht so vorstellen, dass einige Quality-Ingenieure da sitzen und wild auf Knöpfe drücken, um deutsche n Optimierern das Leben schwer zu machen oder Shopmitarbeiter in den Ruin zu treiben. Da greifen hunderte von Einzelfiltern ineinander – und nicht immer kann man vorher absehen, was genau passiert. Trotz aller Sorgfalt.

Sie machen es nicht, um uns zu ärgern. Es geht um die Qualität im Index. Ab und an erwischt es jemand ungerechtfertigt. Meistens sind es aber graue Methoden, die verwendet wurden und jetzt halt nicht mehr funktionieren. Leider sagen auch die wenigsten, dass sie rumgespielt haben. Immer heißt es, Google hat „völlig“ aus der Luft die Seiten gekickt. Das kann passieren, aber in der Regel waren es die automatisch generierten Backlinks über das Adobe-Formular 😉 oder sonstige Schweinereien…. Er verleitet halt auch zuuuu sehr…

sven   
19. Januar 2008, 16:12

Bin schon der Meinung das Google sich keinen Gefallen damit tut. Webmaster einfach im Regen stehen zulassen. Schließlich lebt G…
ja auch durch qualitativ hochwertige Websites. Es kann einfach nicht sein, das viele Seitenbetreiber die sich keiner Schuld bewusst sind aus dem Index gedrückt werden und von Google noch nicht mal einen Hinweis erhalten gegen was sie verstoßen haben.
Finde da besteht noch erheblicher Nachhol Bedarf
die Kommunikation zwischen G und Webmastern zu verbessern.
Gruß
Sven

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