Google jagt Linkkäufer

· 26. Januar 2009 · 37 Kommentare
Johannes Beus
Johannes Beus
Johannes Beus ist Gründer und Geschäftsführer von SISTRIX.

Bislang war der Linkhandel eine recht gefahrlose Angelegenheit: bei erwischten Verkäufern setzt Google seit einigen Jahren den angezeigten PageRank herab und unterbindet (mutmaßlich) die Vererbung von Linkjuice, am Ranking der Domain ändert sich allerdings in der Regel nichts. Für die Käufer stellte sich die Sache noch besser dar – außer, dass man Geld für Links bezahlt hat, die das Ranking nicht manipulieren, passiert nichts.

Das scheint sich in den letzten Wochen zumindest teilweise geändert zu haben. Seitdem erhalte ich zahlreiche E-Mails und Anrufe von Seitenbetreibern, deren Domains massiv an Google-Traffic verloren haben. Hier mal ein paar Beispiele, von denen ich glaube, dass sie aufgrund ihres „speziellen“ Linkbuildings abgestürzt sind:

SISTRIX Sichtbarkeitsindex
Sieht man sich diese Fälle genauer an, so ist zu erkennen, dass bei sehr vielen dieser Domains eine „+50-Penalty“ vorliegt: fast alle Rankings der Seite werden um etwa 50 Positionen nach hinten verschoben. Versucht man die Ursache hierfür finden, so wird schnell deutlich, dass sehr kostengünstig aber dafür massiv in Osteuropa Links gekauft wurden. Ein Thema, das bereits von so vielen SEO-Blogs aufgenommen wurde, dass Google sich offenbar gezwungen sah zu handeln: neben den (Kunden)-Domains wurde auch eine Agentur, die bei Kunden stark auf diese Art des Linkbuildings gesetzt hat aus dem Rennen für Keywords wie „seo“ oder „suchmaschinenoptimierung“ genommen.

Interessant wird jetzt die weitere Entwicklung in den kommenden Monaten: war dies eine einmalige und gezielte Aktion gegen diese Art des Linkkaufs oder können wir uns darauf einstellen, dass Google den Kauf von Links in Zukunft sanktioniert und Käufern das Ranking somit deutlich erschwert?

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Kommentare

so   
26. Januar 2009, 23:03

Also es haben ja einige Leute davor gewarnt sich vermehrt auf die „Russen-Links“ zu verlassen bzw. größtenteils darauf zu setzen. Da frage ich mich doch, wie naiv muss man eigentlich sein, wenn man alles auf ein Pferd setzt? Was lernt man in der ersten Stunde SEO: Links streuen und variieren! Ich meine, wenn deie Seiten gleich so bestraft werden, kann man es eigentlich nicht nur mit „ein paar“ Links erklären, oder. Und dann noch Kunden damit „betreuen“, die vermutlich richtig Geld gelegt haben, ist ja wohl mehr als dämlich, sorry.

Sebastian   
26. Januar 2009, 23:29

Ich habe mir auch mal aus Interesse genauer die abgestraften Domains angeschaut und wer meist abgestraft wurde sind klassische Linktauschskripte und Leute, die aus dem oestlichen Ausland Links massiv (!)gekauft haben.
Bei Nummer 3 (gelb) liegt es wohl auch eher daran, dass man unsportlich und oeffentlich durch die SEO Blogzene gezogen wurde und man wohl von der Konkurrenz im Webmastertool mehrfach (!) angezeigt wurde.
Stimme dem Vorredner daher hier auch zu….man sollte einfach smarter kaufen 🙂

Markus   
26. Januar 2009, 23:55

Danke Google,

dass hier diese wahnwitzigen Linkprojekte abgewatscht worden sind. Und weil Sebastian mosert: Wenn hier jemand unsportlich agierte, dann die gelbe „Linie“ mit der Art und Weise wie für sich und Kunden Backlinks generiert wurden. Das hat nichts mehr mit ordentlicher Suchmaschinenoptimierung zu tun, sondern mit Gewinnmaximierung auf Kosten der Qualität des Index und der Kundenwebsites. Ich hoffe, dass zukünftig viel härter gegen solche Methoden vorgegangen wird.

Markus

Sebastian   
27. Januar 2009, 00:28

@Markus
Ich bin hier nich unparteiisch, da ich selbst im Linkgeschaeft unterwegs bin. 🙂
Mosern tue ich jedoch garantiert nicht. Ich mag es nur nicht wenn falsche Schluesse (speziell aus Statistiken) gezogen werden. Die bekannte (gelbe) SEO Agentur hat ganz klar strategische Fehler gemacht und in Russland zu viel fuer sich gekauft. Das ist ausser Frage. Ob das jedoch der Grund fuer den + 50 ist, weiss niemand.
Speziell wenn man im Bereich „SEO“ optimiert, sollte man sich im Klaren sein, dass die Konkurrenz das bemerkt und dann bei Google anzeigt. Ich will nichts beschoenigen, finde jedoch den Titel dieses Post sehr gewagt. Denn wenn es wirklich so waere, dann kaufe ich gleich 200000 Back-Links fuer meine Konkurrenz 🙂

seo-united   
27. Januar 2009, 00:43

Hallo,

ehrlich gesagt finde ich dieses `Mit dem erhobenen Finger zeig Gehabe´ auch langsam etwas übertrieben. Fakt ist, dass man sich im Bereich SEO schnell am Rande der Legalität bzw. der Richtlinien bekannter Suchmaschinen bewegt.

Nervig, da meine ich jetzt nicht unbedingt Johannes, ist die Tatsache, dass es im Nachhinein alle immer schon gewusst haben. Wer weiß, welche Maßnahme morgen sanktioniert werden und welche Agenturen dann im Kreuzfeuer stehen ?!

Ausländische Links können Bestandteil einer seriösen Suchmaschinenoptimierung sein. Da Links aus Ostblockstaaten jedoch dermaßnen billig sind und wahrscheinlich durch den kürzlichen Hype gerade in letzter Zeit massiv gekauft wurden, musste Google an dieser Stelle reagieren.

Sich aufgrund eventuell gemachter Fehler anderer hervorzuheben, kann gerade im Bereich SEO sehr schnell nach hinten losgehen. Sind wir doch mal ehrlich, wir tappen doch alle mehr oder weniger im Dunkeln 😉

Grüße

Gretus

Loewenherz   
27. Januar 2009, 00:51

Ich gehe mal davon aus, dass die gelbe Linie der von mir angesprochenen SEO-Agentur entspricht (danke Johannes für den Linkhinweis). Es KANN sein, dass hier Google massiv zugeschlagen hat – wofür das Nicht-Ranken unter dem eigenen Domainnamen spricht (wobei deren Blog unterm eigenen Namen wieder auf Platz 4 steht). Ansonsten hielt ich auch einen stärkeren Dämpfungsfaktor für möglich wie ihn Herr Cutts angekündigt hat. Dafür würde sprechen, dass unter der Recherche nach dem Domainnamen nun einfach stärkere Treffer ranken.
Letztendlich kann es mir egal sein, solange meine Kunden zufrieden sind 😉 Wer hat gesagt, das SEO immer easy going ist?

Johannes   
27. Januar 2009, 08:48

Sebastian, bei dem „gelbem Beispiel“ möchte ich noch erwähnen, dass man für die eigenen Seite offensichtlich keine Links aus Osteuropa gekauft hat. Wenn ich mir aktuelle und etwas ältere Backlinks der Domain ansehe, so scheint man hauptsächlich auf Teliad gesetzt zu haben.

seo-united, dass man sich mit SEO „schnell am Rande der Legalität“ bewegt, ist ausgemachter Unsinn. Auch ist es nicht so, dass die SEO-Branche jetzt „im Nachhinein“ rumklugscheisst. Das Thema ist seit Monaten, wenn nicht Jahren aktuall und viele haben etwas zu den Gefahren geschrieben. Nur, weil man Ross und Reiter nicht direkt beim Namen nennt, ist es trotzdem die gleiche Thematik.

Metti   
27. Januar 2009, 09:04

@Johannes
Da schaust du leider zu spät. Diese Links wurden bereits abgezogen.

Damit hier ein wenig Licht ins Dunkel kommt. Ich beäuge die gelbe und orangene Linie schon eine ganze Weile.

1. Auf beiden Seiten wurde sehr viel mit „Russenlinks“ gearbeitet. Zum Schluss war ihr prozentualer Anteil zwar niedrig, die Power aber – im Vergleich zu den anderen – exorbitant hoch.

2. Da die Russenlinks enorm weniger geworden sind, müssen Sie vor ein paar Wochen abgezogen worden sein.

3. Massiver Verlust von Backlinks, gerade von den starken, führt häufig zu einer Abstrafung.

= Die Russenabstrafutopie bitte wieder begraben. Wie um alles in der Welt sollte Google das bewerkstelligen, wenn nicht händisch? Die Teliadlinks kleben da schon seit 07!

Sebastian   
27. Januar 2009, 09:21

Der Ansatzpunkt ist m.E. der Falsche. Zuerst abzustrafen wären Linkhandels-Plattformen. Das hätte mehr Wirkung – zumindest hinsichtlich der Wahrnehmung. Mir ist die Strategie von Google – sofern es eine Strategie ist – nicht transparent.

André   
27. Januar 2009, 09:33

Hallo,
die Überschrift ist in jedem Fall etwas zu reisserisch – die Penalty betrifft scheinbar den massiven Kauf von Links aus dem fremdsprachigen Ausland. Eine allgemeine Tendenz zur Abstrafung von Sites die Links kaufen (auch auf hohem Niveau) ist nicht zu erkennen.
Momentan wird selbst massiver, offensichtlichster Linkkauf weder bestraft noch durch Abwertung der linkgebenden Domains quittiert.

fabian   
27. Januar 2009, 09:47

Ahhhh endlich hats auch google mitbekommen 🙂

jackwiesel   
27. Januar 2009, 10:31

Ich wiederhole hier einmal, was ich an anderer Stelle (Foren, Blogs) schon erwähnt habe: Das gleiche ist auch Firmen passiert, die im anglikanischen Raum scheinbar den Einkaufswagen durch die Regale geschoben haben. Der Hype mit den vermeintlichen „Russenlinks“ kommt meiner Meinung nach nur durch Beispiele, die vorher in der „Szene“ mehr oder weniger offen diskutiert wurden.
Beim monetären Linkbuilding spielt man mit Google Katz´ und Maus, und einige vergessen wer bei diesem Spiel die Katze ist und vor allem, was die Katze mit der Maus macht, wenn sie sie hat.

Seodeluxe   
27. Januar 2009, 10:43

Ich sags ja immer: White Hat setzt sich langfristig immer durch, ich für meinen Teil will am Ende des Tages auch ruhigen Gewissens schlafen gehen können. Kauft euch bloss keine Backlinks von den Russen, wenn ihr da nicht bezahlt dann steht am Ende noch das Russen Inkasso vor eurer Tür 😉
Marcell aka Seodeluxe

Condor   
27. Januar 2009, 14:40

Mal ’ne dumme Frage – woran erkennt Google gekaufte Links, wenn jetzt nicht gerade massenhaft aus einem bestimmten Land gelinkt wird?

Gruß Condor

Stefan   
27. Januar 2009, 18:50

@condor: Google stellt für sowas ein Formular bereit mit dem man Linkverkäufer anschwärzen kann. Google selbst dazu: http://www.google.com/support/webmasters/bin/answer.py?hl=de&answer=66736

Das eigentlich neue ist, das nun auch mal eine grössere Linkkaufende Seite abgestraft wurde – vorher wurden afaik nur die Verkäufer abgewertet.

@sistrix:
>war dies eine einmalige und gezielte Aktion gegen diese Art des Linkkaufs
Nicht einmalig, weitere derartige Aktionen werden mit Sicherheit kommen. Dennoch denke ich das Google hier nicht übermässig Energien(==Geld) reinstecken wird – mit dem Versenken der o.g. Agentur hat Google einen Warnschuss an die SEO Gemeinde abgegeben – glaube die haben grad besseres zu tun als zu erraten ob eine Seite gekaufte Links hat, oder doch von vielen tollen Quellen freiwillig verlinkt wurde, weil ihr Content so hammergeil ist.

so   
27. Januar 2009, 22:02

Da hier immer wieder der „Vorwurf“ aufkommt, man solle sich hüten über andere zu urteilen oder sich durch die Fehler anderer hervorheben.
Obwohl wir alle nicht wissen, wie und wann Google was ändert, gibt es doch „gesicherte“ Maßnahmen, was erlaubt ist und was auf gar keinen Fall geht! Also, warum versuche ich nicht als Optimierer mich einigermaßen daran zu halten? Wenn die meisten von uns White Hat bevorzugen würden, wäre uns allen geholfen, da der Kunde auch mitbekommen würde, dass man mit Tricks eben nicht langfristig erfolgreich arbeiten kann.

Michael   
28. Januar 2009, 03:11

@sebastian
Gerade diese Plattformen werden nicht so „hart“ abgestraft bzw. erfahren eine andere „interne“ bewertung durch G. eben weil es in diesen Fällen sinnvoller ist, seinen Gegner zu kennen und in Ruhe zu beobachten. Halte guten Kontakt zu Freunden aber noch engeren zu deinen Feinden. In diesem Fall ist es einfach zu auffällig gewesen und die Vorlaufzeit war hoch genug um das Gas *vorsichtig* weg nehmen zu können aber naja …

@so
Wir wissen zwar nicht, was von Tante G. wann, wo & wie geändert wird jedoch SEO und SEM etwas vermischt hier. Reines SEO hat mit solchen LK Aktionen nix zu tun und dem Auftraggeber ist es egal, wie er hoch kommt – dort ist das KnowHow der Agentur gefragt und wenn diese meint, mit LK kann ich alles erreichen dann soll sie doch – Ergebniss ist oben zu sehen.

Alles in allem werden auf Dauer nur „Made by Hand“ Seiten sauber gerankt werden und auch wenn dort LK erfolgt, sofern dieser über Monate, eher Jahre ganz vorsichtig erfolgt passiert auch hier rein gar nichts, nur – wer hat die Zeit dafür? Da liegts am Verhandlungsgeschick der jeweiligen Agentur dies dem Kunden auch logische und nachvollziehbar zu erläutern denn der Ärger wird umso grösser wenn es zu spät ist. In diesem Sinne, nice work @all

lennarz   
28. Januar 2009, 10:54

Spannende Diskussion über gekaufte „Russenlinks“ bei @sistrix #seo http://tinyurl.com/bsf6p3

StefanJ   
28. Januar 2009, 11:30

Hehe das SEOXXXX hättest du aber etwas stärker kaschieren sollen ^^ so weiß ja jeder sofort um wen es geht :P.

Zeigt sich derzeit denn ähnliches Verhalten beim Kauf von deutschen Links? Kann mir immer noch nicht vorstellen, wie die das bei vorsichtigem Verhalten mit einem Algo rauskriegen wollen…

André   
28. Januar 2009, 14:00

…Vorsichtiges Verhalten
Das wird Google IMO nie zu 100% im Algo abbilden können, zumindest nicht ohne massive Kollateralschäden. Daher werden sie das auch nicht probieren.

Aber die meisten (erfolgreichen) Linkkäufer sind alles andere als vorsichtig. Bei mir hatte beispielsweise ein größeres Portal für einen speziellen Bereich (Thema Finanzen) einen Link eingekauft. Zu der Zeit hatte man offenbar im größeren Stil eingekauft, so dass kaum einen Tag nach der Veröffentlichung des Links auf meiner Site, genau diese URL eine -50 Penalty erhielt (und die hält nun schon fast ein Jahr). Alle anderen URLs auf meiner Domain ranken unverändert.
IMO versucht Google die Linkkäufer zu identifizieren. Die Bestrafung der Verkäufer erfolgt anhand eines Kriteriensatzes, der unter anderem vorsieht, dass die linkgebende Site aus einem themenaffinen Umfeld stammen muß und der Link einen relevanten Anchortext enthält.
Da ich keine andere Veränderung auf der Domain vorgenommen habe, und es ziemlich genau 50 Plätze nach hinten ging, kann dies IMO nur auf den verkauften Link zurückzuführen sein. Sollte sich dies durchsetzen, würde sich der Linkhandel auf themenfremde Links konzentrieren, die wiederrum leichter per Algo erkennbar sind.

Meinungen?

Ralph   
28. Januar 2009, 14:58

Wer im Glashaus sitzt, sollte niemals mit Steinen werfen 🙂

Ob die Google-Abstrafung durch die gekauften Links erfolgte oder andere Gründe hat, werden wir wohl nur annähernd klären können. Johannes hat höchstwahrscheinlich eine der Ursachen aufgedeckt.

Ralph

Nicos   
28. Januar 2009, 16:09

Sistrix hat es doch genau richtig formuliert:
„..ihres „speziellen“ Linkbuildings abgestürzt sind:…“

Wenn man den Linkaufbau nicht natürlich durchführt und sich durch „spezielle“ Anhaltspunkte verdächtig macht, kann man im Nirvana enden! PUNKT! Warum sollte z.B. eine oder vor allem mehrere Seiten mit win-1250 Codierung (kyrillische Schriftzeichen) auf eine ISO-codierte westeuropäische verweisen? Schond er Leserlichkeit wegen sehr „speziell“, oder?

Der Punkt ist, dass man im Bereich SEO „gutes“ und/oder „schnelles“ Geld machen kann! Leider bevorzugen viele das letztere! Kunden mit „speziellen“ Links nach oben schiessen und so lange wie möglich abkassieren (denn die Arbeit ist ja dann gemacht und man kann die Kuh melken). Ich kenne leider einige, die so arbeiten!

Wenn man langfristig stabile SERPS möchte, kann man diese auch mit Tauschlinks, Kauflinks etc. erreichen, wenn die Strategie gut gemacht ist und die SEO-Agentur, weiß was Sie tut!

Grüße
Nicos

webdesignlounge   
28. Januar 2009, 18:47

Die SEO-Scene in Aufruhr… http://tinyurl.com/bsf6p3

Fabian Pimminger   
28. Januar 2009, 19:05

Wird man eigentlich laut Google auch als Linkkäufer bewertet, wenn man unter seinen verschiedenen Projekten einen Link setzt? Bzw. freundschaftlich oder wegen einer Partnerschaft sich gegenseitig verlinkt?

Wenn nein, wie sollte Google diese Sachen auseinanderhalten?

Vince   
28. Januar 2009, 23:52

Hach, der Einbruch dieser gelben Linie lässt man Herz schneller schlagen..

Zum Glück war ich vor ein paar Monaten so weise (als Seo Anfänger sozusagen) und hab die Optimierung einer meiner Seiten durch diese Agentur gekündigt. Selbst mir war der Kauf von auschließlich russischen Links extrem suspekt und nicht nachhaltig..
Naja mich freuts 😉 Nicht mal mehr zu finden wenn man den Domainnamen eingibt, da lässt man mal den Profi ran…

Der viSEOcoach   
29. Januar 2009, 19:31

Lang lebe natürlicher Linkaufbau!

Wenn selbst Agenturen wie We Build Pages schreiben „Paid Links Aren’t Worth It“, dann wird es langsam Zeit damit aufzuhören. Wenigstens für Kundenprojekte oder alle anderen Websites, die von Google abhängig sind.

Viele Grüße
Sasa

Sebastian   
30. Januar 2009, 04:28

@Sasa
Natürlicher Linkaufbau heisst jedoch nicht Zuspammen von anderen SEOblogs mit keys wie „Linkaufbau“ 🙂

Der viSEOcoach   
30. Januar 2009, 10:59

@Sebsis
Einen themenrelevanten Link zu hinterlassen, der zu weiterführenden Informationen führt, würde ich jetzt mal nicht als Spammen bezeichnen, sondern als Dienst für den Leser des entsprechenden Blogs. Daher werde ich auch weiterhin mit entsprechendem Key auf meine und auch auf andere Seiten verlinken, wenn ich in Blogs, Foren und ähnlichen Seiten unterwegs bin, solange ich einen informationellen Nutzen für den Leser sehe.

Viele Grüße
Sasa

Sebsis   
30. Januar 2009, 20:22

@Sasa
Dienst für den Leser von informationellen Nutzen=Do-follow Link zum selbstgeschriebenen Artikel ? 🙂

Der viSEOcoach   
30. Januar 2009, 23:17

@Sebsis

Ja selbstverständlich. Warum nicht? Wenn’s geht aber nicht nur auf meine eigene Arbeit. Was das Thema Linkaufbau betrifft, so kenne ich außer meiner Arbeit nichts Umfangreicheres. Wohlgemerkt: Ich sage nicht „besseres“. Du? Wenn ja, dann raus mit dem Link 😉 So kann ich dann meinen Artikel wieder umfangreicher machen.

Das Konzept, dass man hin und wieder als Dienstleister auf seine eigene Arbeit verlinkt, nennt man Eigenvermarktung. Wenn man nur einen Funken Selbstrespekt hat, dann muss man sich das schon hin und wieder trauen. Und wenn das irgendwo nicht erwünscht ist, dann höre ich auch damit auf. Ich denke es ist auch wichtig hier eine Balance zu finden. Man darf sich nicht immer nur selbst vermarkten/verlinken. Die meiste Zeit muss man auch auf andere Quellen verweisen (so wie oben, passend zu diesem Beitrag von Johannes). Aber im Prinzip ist das ja auch Eigenvermarktung, denn auch so zeigt man den Lesern, dass man sich auskennt. Auch wenn die Links nicht auf Inhalte von anderen Leuten gehen, auf die ich als gewissenhafter Linkaufbauer auch ausschließlich und selbstverständlich mit Keyword verlinke. Denn dadurch mache ich ja (hoffentlich) das Internet besser, indem ich Seiten besser auffindbar mache. Das ist doch unser Job als SEOs, oder?

So, das geht jetzt aber auch zu sehr Off-Topic. Wieso unterhalten wir uns nicht bei einem gepflegten Bier auf dem SEO-Stammtisch Bonn darüber? Mich würde es freuen.

Viele Grüße
Sasa

Sebsis   
31. Januar 2009, 00:00

@Sasa
Bier geht klar und auf mich…doch eher Anfang März in Berlin. Ich wollte eigentlich nur zeigen, dass natürlicher Linkaufbau und Linkkauf doch oft nahe beieinander liegen und Ignoranz auf der Einen oder Anderen Seite oft komplett falsch ist und sehr oft von Missmut geprägt ist..nur weil man hier und dort von der kaufenden Konkurrenz auf die hinteren Plätze verwiesen wird. Der eine SEO kauft eben ein relevanten Link, der andere postet eben lieber, der nächste sagt seinen Freunden bei Digg zu voten. Frage bleibt: Was ist verwerflicher? SEO ist immer grenzwertig.

Mobile SEO   
1. Februar 2009, 01:49

Gerade spontan ueber http://www.interview-blog.de/ebusiness/(Gelöscht, Joh.)/ gestolpert *kicher*

jackwiesel   
1. Februar 2009, 18:52

@Mobile SEO

Ähm… vor ner Woche standen da noch etliche Kommentare. Da hat jemand dolle aufgeräumt.

Widget68   
11. Februar 2009, 18:03

Google jagt Linkkäufer – SISTRIX Suchmaschinen- & SEO-Blog (via FriendFeed) http://tinyurl.com/bsf6p3

Renate   
14. März 2011, 10:02

Liebe SEO-Community,

so alt wie dieser Thread ist, so aktuell ist er – immer noch oder schon wieder. Deswegen möcht ich ihn noch mal aufgreifen.

Dann geht der Trend doch wieder in Richtung On-Page-Optimierung – mit semantischem Content. Damit hab ich doch dauerhaft auf’s richtige Pferd gesetzt.

Oder gibt es mittlerweile neue Erkenntisse, als die, die hier zu lesen sind?

Mathias   
16. April 2011, 12:18

Moin, grundsätzlich sollte jeder den Linkaufbau selbst gestalten, es ist mit entsprechendem Coaching für jeden möglich. natürlich ist die Grundlage eine onpage-Optimierung. Aber während onpage kurzfristig super ist (und wenn der content nicht regelmäßig aktualisiert wird, stürzt man ab) benötigt man mittelfristig ordentlich links.

Renate   
9. September 2011, 09:02

Hallo,

semantischer Content im Rahmen einer „Onpage Optimierung“ führt nicht nur schnell zum Erfolg, sondern auch dauerhaft.

Es versteht sich von selbst, dass man seinen semantischen Content regelmäßig nachoptimieren (pflegen) und neue wertvolle Inhalte hinzufügen muss. Seinem Auto gönnt man ja auch den regelmäßigen Ölwechsel und tankt es auf. Sonst fährt es keinen Meter.

Generell habe ich die Onpage-Erfahrung gemacht, dass in wenigen Tagen (manchmal über Nacht und auch bei mega hochfrequentierten Keys) eine Website unter den optimierten Suchworten in die TOP10 schießt. Gut, sie schaukelt dann noch ein wenig auf und ab. Aber irgendwann hat sie sich unter dem Key etabliert – selbst, wenn die konkurrierenden Ergebnisse in den SERPs sprunghaft angestiegen sind.

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