Linkbuilding

Johannes Beus
Johannes Beus
9. Dezember 2008
Johannes Beus
Johannes Beus
Johannes Beus ist Gründer und Geschäftsführer von SISTRIX.

Ich weiß, recht allgemein gehalten der Titel des Postings, aber ich habe mir ein paar Gedanken zu Problem und Risiken aktueller Linkbuilding-Techniken gemacht und so sind die Chancen am besten, zu dem Keyword zu ranken mir fällt kein passender, verallgemeinernder Titel ein. Suchmaschinenoptimierung als Dienstleistung wächst mit beeindruckender Geschwindigkeit, es scheint fast keine Woche zu vergehen, in der nicht eine neue „SEO-Agentur“ gegründet wird. Während der Part der Onpage-Optimierung beim Großteil der kleinen bis mittleren Kunden sehr arbeitsaufwändig (Abstimmung mit Webdesigner, Programmierer, Umsetzung) ist oder schlichtweg zu wenig Potential für größere Rankingsprünge birgt, sieht das auf der Offpage-Seite, also bei den eingehenden Links, schon anders aus. Und los geht es mit den Problemen …

  • Fehlende Markttransparenz – Google hat mit dem Kampf gegen Links, die nicht ausschließlich als Empfehlung gesetzt wurden dafür gesorgt, dass sich der komplette Markt in eine Richtung entwickelt, die der nötigen Transparenz entgegensteht. Private Linknetzwerke und Quellen sind wichtiger denn je, öffentliche Marktplätze wie Teliad oder Text-Link-Ads verlieren an Bedeutung.
  • Uninformierte Kunden – Durch den gegenwärtigen SEO-Hype gibt es viele Kunden, die SEO einkaufen, „weil man das jetzt macht“. Ich bin der festen Überzeugung, dass gerade im SEO-Bereich Kunden über ein solides Grundwissen verfügen müssen, um die Leistungen der SEO-Agentur beurteilen zu können. Der Vorwurf ist nicht dem Kunden alleine zu machen, in meinen Augen ist auch die SEO-Agentur in der Pflicht, aufzuklären.
  • Knappes Angebot, hohe Nachfrage – Nicht wenig überraschend ist das Angebot an „guten“ Links stark begrenzt und wird durch Aktionen von Google zunehmend geringer. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Links rapide.

Jeder dieser drei Gründe wäre für sich alleine genommen schon ein Problem, alle drei zusammen führen derzeit aber zu Auswüchsen, die mittel- und langfristig der ganzen Branche schaden.

  • Zielkonflikt – Die SEO-Agentur ist in der Regel gleichzeitig sowohl Verkäufer von Linkbuilding-Maßnahmen als auch Berater über die Sinnhaftigkeit eben jener. Keine gute Kombination – besonders dann nicht, wenn der Kunde uninformiert ist und darauf vertraut, richtig beraten zu werden. Hier liegt es nahe, dass manche SEO-Agentur eher in Richtung eigener Gewinnoptimierung berät und nicht die beste Lösung für den Kunden anstrebt. Insbesondere dann, wenn – wie mittlerweile häufiger geschehen – die Onpage-Optimierung und Consulting-Leistungen kostenlos gewährt werden, falls der Kunde das Linkbuilding über die gleiche Agentur bucht.
  • Kurzfristiges Handeln – Solide SEO-Maßnahmen haben eher eine Horizont von 3 Jahren als von 3 Monaten. Trotzdem unterwerfen sich viele Dienstleister kurzfristigen Zielvereinbarungen und setzten danach alles daran, diese auch zu erreichen – egal mit welchen Mitteln. Das führt zur Anwendung von Mitteln im Linkbuilding, die jeder, der auch nur halbwegs klar denken kann, nicht mal ansatzweise in Erwägung ziehen würde und die der Domain irgendwann massiv schaden werden.

Ich stehe bei der ganzen Geschichte etwas außen vor (biete selber überhaupt kein Linkbuilding an, SEO-Consulting nur in sehr geringem Umfang) und glaube, deshalb einen recht unvoreingenommen und klaren Blick auf die Entwicklungen zu haben. Und wenn ich sehe, dass offenbar Schwachsinnige eine Subdomain eines großen und alten Versandhandels mit massivem Kommentarspam pushen, dass große und starke Brands Massen von zwielichtigen Links aus Russland erhalten und Myriaden von Studenten und „Textern“ Unsinn für Artikelverzeichnisse und Webkataloge schreiben, dann hoffe ich, dass Google als einzige Institution, die dem Treiben Einhalt gebieten kann, endlich handelt und den großen Worten bald Taten folgen lässt.

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Kommentare
mj   
9. Dezember 2008, 16:09

„Ich bin der festen Überzeugung, dass gerade im SEO-Bereich Kunden über ein solides Grundwissen verfügen müssen, um die Leistungen der SEO-Agentur beurteilen zu können.“

Ich stimme dir voll und ganz zu. Nur leider „kaufen“ die Unternehmen SEO weil man das jetzt so macht. Wie etwas gemacht wird und warum scheint vielen vollkommen egal zu sein, sprich der Wille dazuzulernen ist oft nicht vorhanden bei manchen Unternehmen. Das nutzen auch viele sogenannte SEO Agenturen aus um den Kunden länger zu binden, denn er versteht nicht was gemacht wird und da kann man ihm schnell noch weitere „must haves“ verklickern die er eigentlich gar nicht braucht.

Mathias   
9. Dezember 2008, 16:12

Guter Beitrag. Was ich mich allerdings derzeit frage: wie schafft man es dann deiner Meinung nach am besten, Offpage-Optimierung durchzuführen. Link-Kauf kann man ja bald vergessen, Kommentare mit Link versetzen hilft auch nicht wirklich. Kurzfristige Aktionen helfen aufgrund von „Google-Bombing“ nicht, was die gesamte Anzahl an Möglichkeiten durch stark eingrenzt. Partner-Links dürften auch dem Ende entgegen sehen (woher weiß Google denn, ob es eine manuell gepflegte Linkliste ist, oder ob die Links gekauft wurden). Also was tun?

Johannes   
9. Dezember 2008, 16:17

Mathias, das hängt wirklich komplett von dem jeweiligen Projekt ab. Es gibt (wenige) bei denen irgendwelche viralen Geschichten laufen und viele, bei denen man den harten Weg gehen muss. Wirklichen Mehrwert schaffen, Links kaufen (das wird auch in 5 Jahren noch gehen, wird eben nur komplexer) und regelmäßig dran bleiben.

Andreas   
9. Dezember 2008, 16:24

Die Spreu trennt sich auch hier und es ist auch gut so. Früher sind sie Finanzberater geworden, heute sind sie SEO. Die Einstiegshürde ist noch kleiner als zur Jahrtausendwende es unzählige Webdesigner gab.

Dass es schwierig ist Link Building zu betreiben ist ein Vorteil für all diejenigen die den Markt kennen, die Kontakte pflegen etc., denn die sind es auch, die in den nächsten Jahren noch erfolgreich sein werden. Alles andere soll (und wird hoffentlich auch) zu einer baldigen Marktbereinigung führen.

Manche Unternehmen werden auf gut österreichisch „einfahren“ durch die eingekaufte Kurzfristigkeit der SEO-Maßnahmen, aber was solls. Jeder ist seines Glückes Schmied und wenn ich einen Auftrag vergebe, so sollte

a) ich mich in diesem Bereich bereits auskennen oder
b) mich vergewissern wie das SEO-Unternehmen arbeitet und wie beständig und nachhaltig die gesetzten Maßnahmen sind.

Jan   
9. Dezember 2008, 16:32

Danke für die Situationsanalyse. Leider besteht das große Problem, dass kleine Projekte, die bisher nicht gut verlinkt sind, durch den massiven Einsatz von Links sehr schnell Erfolge erzielen können.
Wenn man dann noch herangeht und den Betreibern nur dann ein Honorar abverlangt, wenn die vereinbarten Keywords auf der ersten Seite auftauchen – weil man ja mit seiner Dienstleistung „überzeugen“ will – ja was macht eine Agentur dann unter wirtschaftlich sinnvoller Betrachtung anderes als schnell Links setzen/kaufen?
Ob das langfristig immer noch so sinnvoll für den Kunden ist? Der wird dabei ja nicht gefragt und hat häufig keine Ahnung.
Das ist meiner Meinung nach ein großes Problem derzeit…

Martin   
9. Dezember 2008, 16:52

Wahrscheinlich so selbstverständlich, dass es nicht erwähnt wurde: Am besten sind doch die Links, die man gar nicht selber streut, sondern die ohne eigenes Zutun gesetzt werden. Was wiederum heißt: ein spannender Content in einer adäquat gestalteten Umgebung hat die besten Chancen, langfristig automatisch wertvolle Backlinks zu generieren.

Ich würde daraus folgern: möglichst gut verzahnte Zusammenarbeit von Konzepter, Gestalter, Texter und Programmierer. Sie alle benötigen SEO-Kenntnisse, um ihren Bereich entsprechend zu optimieren. Und die SEO Agenturen machen dann nur noch den Feinschliff und bieten Schulungen für die o.g. Ahnungslosen.

Meine These ist ja, dass die onpage-Faktoren gegenüber den offpage-Faktoren aufgewertet werden. Das ist ja auch die einzige Möglichkeit, die google hat, um Missbrauch unattraktiver zu machen, oder?

Winnie   
9. Dezember 2008, 16:53

Dass es eine ganze Menge unseriöser „Linkbuilder“ oder „SEO Agenturen“ gibt hat doch „Anna“ kürzlich ein halbes Jahr lang getestet. Von 3 beauftragten Agenturen hat nur eine ganz gute Arbeit gemacht. Und ich kann mir auch schon denken wer die ganzen Links auf die besagten Russenblogs gesetzt hat 🙂

siehe: http://polizist.in

Mich würden die Namen dahinter mal interessieren….

C.T.   
9. Dezember 2008, 16:58

Linkkauf war gestern Online PR uns Social Media News Releases ist die Zukunft. Wer heute noch für Links Geld ausgibt ist selber schuld. Letztens in München bei Uwe sein SEO-Event habe ich mich mit anderen SEOs unterhalten und erstaunlicherweise festgestellt, das Sie sich bis heute kaum jemand mit Online PR als SEO-Konzept auseinander gesetzt hat. Unwissenheit oder Faulheit? Keiner Ahnung. Viele gehen den vorerst einfacheren Weg aber nicht den sicheren bzw. langfristigen.

PS. Online PR ist nicht gleich Online-PR. Nur die Redaktionell gepflegten Seiten werden überleben und bieten einen Mehrwert für Links, da man in seinem Artikel (zumindest bei einigen erfolgreichen PR Portalen) keiner themenfremden Links setzen kann und das wird von G ganz sicher belohnt.

Thomas Wingenfeld   
9. Dezember 2008, 17:22

Ein großes Problem ist der interne Kompetenzaufbau, der hier zu recht gefordert wird. Nur, wie soll der erfolgen ? Letztlich muss das richtige Personal eingestellt werden bzw. internes Personal weiter gebildet. Dafür müsste man bereits einen Entscheider mit SEO-Kompetenz im Haus haben, der dann das richtige Personal auswählt etc. Bei klassischen Kommunikationsaufgaben hat meine Agentur, der man vertraut. Bei Personalbeschaffung Personalberater und ein persönliches Netzwerk an Kontakten. Für SEO gibt es für viele Führungskräfte niemand in ihrem direkten Netzwerk, der kompetent ist. Auch wird der zeitliche Vorlauf unterschätzt, man hält das Web für ein „schnelles Medium“.

Google „belohnt“ jedoch zunehmend Anbieter mit eigenen Inhalten, „natürlicher“ Vernetzung, Anbieter realer Services etc. – wer dort nicht investiert kann sich auch externe SEO sparen.

Bruno   
9. Dezember 2008, 18:50

Wo liegt die Unterscheidung zwischen „Payed Links“ und Online-Werbung. Ich denke eine inhaltliche und techische Abgrenzung ist nicht möglich. Wenn ich auf einer Seite ein Banner mit Text, Link und ggf. Bild schalte, ist das – sofern die Werbung entsprechend gekennzeichnet ist – für mich seriöse Werbung. Google hat an so einer Form von Werbung nicht nur als Suchmaschine kein Interesse (nach wie vor sind Links ein wesentliches Kriterium für das Ranking) sondern auch als Anbieter von Online-Werbung (Google Adsense). Ich fände es nicht gut, wenn Google seine Monopolstellung nutzt, um alternative Werbeformen zu unterbinden. Es ist an den SEO-Agenturen ihrem Auftrag gerecht zu werden!

Yannick Eckl   
9. Dezember 2008, 18:53

Treffende Analyse und insgesamt guter Artikel von Dir, Johannes! Ich muss Dir zustimmen. Du sagst ganz richtig, dass Kunden oftmals zu wenig Grundwissen bzgl. SEO haben und sprichst mit dem „Zielkonflikt“ ein gängiges Problem an. Dabei an die „Ehrlichkeit“ der neuen SEO Agenturen zu apellieren, dürfte in die Hose gehen. Es liegt also am Kunden, dass er sich vorher gut informiert.

Wobei man das immer und überall machen sollte, um nicht die Katze im Sack zu kaufen.

Wie sich der Markt entwickelt .. wer weiß. 🙂

Johannes   
9. Dezember 2008, 19:08

Martin, ich glaube nicht, dass Google aus Gründen der geringeren Manipulationsmöglichkeiten wieder mehr auf Onpage-Faktoren Wert legen würde. Letztendlich ist doch noch komplexer, Offpage-Faktoren zu „faken“, aber da hat Google sicherlich noch einen weiten Weg zu gehen …

Winnie, interessanter Beitrag. Bis auf #1 fallen mir auch keine Namen ein, vielleicht löst der Verfasser des Beitrags es ja mal auf.

C.T., ich denke, dass die Grenzen zwischen Online-PR und Artikelverzeichnissen fließend sind und man sehr aufpassen muss, auf der „richtigen“ Seite zu stehen. Dann kann es sich schon lohnen, ist allerdings sehr arbeitsaufwändig, da das Produkt einfach gut sein muss.

Thomas Wingenfeld, sehe ich eigentlich als klassische Management-Aufgabe an: Informationen sammeln und auswerten. Es gibt ausreichend Fachliteratur, die auch für Einsteiger verständlich ist und die SEO-Grundlagen sind auch nicht so komplex, dass man zum grundlegenden Verständnis länger als eine Wochen brauchen würde.

Yannick, ich glaube, dass gerade der Linkbuilding-Markt ein Extrem darstellt, da er extrem intransparent ist. Beim Hosting vergleicht man ein paar (jedem klare) Werte und entscheidet sich danach für eine Anbieter. Das ist beim Linkbuilding so leider nicht möglich.

Yannick Eckl   
9. Dezember 2008, 19:13

Du hast Recht, habe das jetzt bisschen verallgemeinert. Da ich selber Linkbuilding für ein paar Internetangebote machen, muss ich zustimmen und kann potentiellen Kunden nur empfehlen, sich vorher Referenzen zeigen zu lassen, um Webkataloge, Kommentarspam&Co auszuschließen.

C.T.   
9. Dezember 2008, 19:51

Zwei Aspekte!

Google schreibt alle Seitenbetreiber an, was seiner Meinung nach die Möglichkeit bieten die Serps zu manipulieren z.B. in Form von Linkverkauf oder Link for Content und dieser ggbf. manuell abstraft. Wenn so ein Fall zutrifft wird zuerst der PR virtuell also nur in der Toolbar herabgesetzt. Je nach Fall können die Konsequenzen noch härter ausfallen. Rede aus eigener Erfahrung!

„Dann kann es sich schon lohnen, ist allerdings sehr arbeitsaufwändig, da das Produkt einfach gut sein muss.“

Es ist definitiv nicht aufwendiger als sich einen passenden Linkpartner zu suchen, seiner Seiten zu Analysieren und ihm für gewisse Zeit eine menge Geld hinzublättern. Wenn wir hier von AV bzw. Online PR-Portalen sprechen, dann bitte von den 3 oder 4 gescheiten die es auf dem deutschen Markt gibt und für langfristige Seo-Offpage-Optimierung reichen dieser vollkommen aus. Wer immernoch sein Artikel in WordPress AVs veröffentlicht ist selber schuld – egal welches PR dieser Seite auch hat. Es gibt definitiv nichts besseres und verlässlicheres als Links aus dem Content und das bitteschön langfristig und das bieten nur noch Online PR-Portale an. Die paar Euro was ich unseren Werbetexterin ausgebe rentiert sich allemal. Das ist Fakt. Aber jedem das seiner.

Greetz
C.T.

Anonymous Coward   
10. Dezember 2008, 08:00

Ich wehre mich gegen solchen Unsinn, wie er da oben steht. Kommentar- und Forenspam aus Russland und Polen, demnächst auch aus der Tschechischen Republik, Griechenland und Bulgarien funktioniert nach wie vor bestens. Deswegen halte ich diesen Artikel für ganz grossen Blödsinn.

Mobile SEO   
10. Dezember 2008, 09:01

*kicher*

CapeK   
10. Dezember 2008, 10:22

Sehr schöner Artikel! Viele Kunden wollen es aber auch einfach nicht verstehen, dass es eben nicht möglich ist innerhalb von 2 Wochen und ohne Budget große Erfolge zu erreichen, die dann auch langfristig das Ranking positiv beeinflussen. Kann dir auch nur bepflichten dass anständiges Linkbuilding Zeit braucht, vernünftige Kontakte und Netzwerke voraus setzt und sich Kommentarspam wie Webkataloge auf lange Sicht nicht lohnen.

Das muss dem Kunden klar gemacht werden, genauso müssen sich die SEO-Agenturen aber auch in die Pflicht genommen werden, den Webseiten der Kunden nicht durch schnelle Husch-Husch Aktionen auf lange Zeit gesehen zu schaden.

J   
10. Dezember 2008, 11:14

Hallo Johannes,

es mag ja sein, dass jede Woche eine SEO-Agentur seine Pforten öffnet, aber es spricht auch keiner über die Agenturen die im gleichen Zeitraum wieder schliessen. Auch scheint es mir so zu sein, dass viele SEO anbieten ohne direkt Erfahrung damit zu haben.

Persönlich sehe ich auch große Probleme bei uninformierten Kunden. Und viele wollen einfach nur ein paar Tipps „abgreifen“ und machen die Änderungen dann selbst. Weil ich mit Bezug auf Kunden auch eher Negative Erfahrungen gemacht habe, setze ich auch selbst eher auf eigene Projekte!

Tom   
10. Dezember 2008, 17:00

Wenn ihr wollt kann ich mal aus der Kundenecke plaudern. Erst haben wir versucht vieles selber zu machen. Am Ende sind wir seit 2 Monaten bei einer Agentur gelandet (die nicht nur SEO macht). Wenn mal Details gewünscht sind, einfach posten.

Inhouse-SEO   
10. Dezember 2008, 18:30

Ich denke, dass gerade die großen Seiten noch sehr viel internes Potential haben. Ich kenne zumindest kein großes Versandhaus mit einer halbwegs optimierten Seite. Andererseits ist das freiwillige Verlinken gerade auch für große Brands teilweise nicht so einfach. Hier müssen teilweise erst mal die Mitarbeiter davon überzeugt werden angelinkt werden zu wollen. Oder auf die Nutzer bewusst zugehen zu wollen. Oft sind die Themen Kundenabsprache, Marketing, Vertrieb, Contenterstellung etc. verteilt und keine einheitliche Strategie erkennbar. Schlussendlich wird man aber auch immer zeitkritische Kampagnen haben, die nicht auf eine freiwillige Verlinkung in der kürze der Zeit hoffen können. Aber auch hier lohnt sich erst mal der Blick auf die interne Verlinkung (was bei großen Firmen auch sehr viele Websites sein können und nicht mit einer klassischen „internen“ Verlinkung zu verwechseln ist). Hierfür sind dann aber auch interne Netzwerke notwenig um die zuständigen Stakeholder zu kennen. Wie immer, eine frühzeitige Planung hilft hier ungemein weiter.
Genauso wie eben auch externe Kontakte für ein externes Linkbuilding hilfreich sind. In diesem Sinn kann ich der Analyse nur zustimmen. Nachhaltiges und analytisches Vorgehen, gute Kontakte und sehr viel Ausdauer führen einem zum Erfolg. Wie bei allen anderen Themen im Leben auch.

Anonymous Coward   
10. Dezember 2008, 20:16

Was soll an dem Kommentar nicht stimmen, Frank. Solange mit Russenlinks die SEPRS platt gemacht werden können, passt der Kommentar doch perfekt. Das gleiche wird doch gerade bei dem grossen Versandhaus fabriziert. Mal schauen, wie schnell die nach vorne huschen. Da wirst Du Augen machen. Russen vor! Noch ein Link!

Chris   
11. Dezember 2008, 00:24

Und ich prophezeie euch – seo ist noch am Anfang.
Schätze die derzeitige Marktabdeckung auf 30%!

Wartets ab bis die Mehrheit das entdeckt!

Hoffe mal google schafft es irgendwann mal diese verpfuschten SPAM-Linknetzwerke zu erkennen. Schwer sollte das nicht sein! Aber naja … google

Unsinn   
11. Dezember 2008, 11:56

Sorry – aber was zum Teufel soll an Links aus Webkatalogen so schlimm sein? Selbst in UK findet die Offpage Optimierung fast ausschliesslich mit Directories statt. Ist die älteste und natürlichste Form des Linkaufbaus! Wer verbreitet solchen Unsinn?

Ralf Zmölnig   
11. Dezember 2008, 12:34

Ich persönlich muss sagen, dass ich dahingehend sehr vom Bundesverband (BVDW) enttäuscht bin. Firmen die sich da engagieren treiben auf der anderen Seite im Bereich SEO großen Unfug, bzw. knechten Ihre Kunden dann auch noch, wenn Sie zwielichtige Verträge kündigen.
Dementsprechend frage ich mich, ob und welche Institution neben Google selbst hier übergreifend mitwirken könnte. Der Bundesverband selbst ist es wohl nicht.

Und auf Kundenseite muss ich ganz klar sagen: Wir bieten keine Modelle hinsichtlich Position sondern nur hinsichtlich zugehöriger Umsätze aus den Keys an. Und da wir hier sehr langfristig und im Sinne von beiderseitigen Einnahmeströmen nachhaltig agieren, sind Seitenbetreiber, die Positions „einkaufen“ selber schuld.

mcguillan   
11. Dezember 2008, 12:44

@Anonymous Coward Johannes hat auch nicht behauptet, dass Kommentarspam aus Russland etc. nicht funktioniert. Er hat nur geschrieben, dass es für eine langfristige Optimierung mitunter hinderlich sein kann.
@Unsinn Google hat durch die Abwertung der Webkataloge schon deutlich gemacht, was Sie von dem Überaufkommen dieser hält. Was allerdings nicht bedeutet, dass diese Maßnahme in einem SEO-Mix nicht enthalten sein soll.

Eigentlich sollten wir uns doch alle freuen, die Wirtschaft ist in der Krise und wir sitzen in einem Markt, wo die Nachfrage größer ist als das „gute“ Angebot…

Christian   
11. Dezember 2008, 12:49

Ihr schreibt

„öffentliche Marktplätze wie Teliad oder Text-Link-Ads verlieren an Bedeutung.“

Wie kommt Ihr zu dieser Erkenntnis? Ich beobachte das Gegenteil, zumal dort auch die angebotenen Produkte immer besser und gezielter werden.

Andreas Kleinschmidt   
11. Dezember 2008, 14:26

@Ralf Zmölnig
Wieso enttäuscht? Ich habe nichts anderes vom BVDW erwartet. Der Verein ist nichts offizielles und fiel von Anfang an negativ auf. Das ist nichts weiter als ein Marketing-Gag – genauso wie die aktuell kursierende Studie, die keine ist, sondern lediglich eine Auswertung einer nichtrepräsentativen Umfrage. Hauptsache wir geben dem Kind einen Namen.

so   
11. Dezember 2008, 22:34

Hallo Johannes,
Deine Absichten in Ehre aber was machst Du wenn ein Kunde, wie schon hier erwähnt innerhalb kürzester Zeit eine Top-Platzierung erreichen möchte? Welche Möglichkeiten hast Du? Dem Kunden erklären, dass das langfristig schädlich ist und er auf Dich hören soll? Es ist so ähnlich wie bei der Finanzkrise: Alle wollen schnelle Ergebnisse (teilweise zahlen sie auch ordentlich dafür). Dann kapierts der erste Kunde nicht und er nimmt eine „SEO-Agentur“, die Du ansprichst, dann kapierts der zweite Kunde nicht und beauftragt Dich nicht usw…was machst Du dann?

Johannes   
12. Dezember 2008, 08:45

so, wie geschrieben, ich mache recht wenig für Kunden und wenn, dann betrifft das kein aktives Linkbuilding. Wenn ein Kunde meint, er müsste diese Methoden einsetzen, kann er das gerne machen. Ich kläre vorher nach besten Wissen und Gewissen über die Risiken auf und fertig. Bislang hat sich so eine Situation aber noch nie ergeben.

schöner 3. Advent   
14. Dezember 2008, 21:55

So Leute, habe den Artikel und die Kommentare jetzt 20 Minuten gelesen. Ich beschäftige mich jetzt ca. 2 Jahre mit SEO und habe 4 Projekte in den Serbs bei Google mit denen ich pro Seite ca. 800,00 Euro im Monat verdiene. Damit kann ich ganz gut Leben!

Es ist doch bestimmt unbestritten, dass nur Links zählen um in den Serps nach vorne zu kommen. Für mich gibt es nur 2 Möglichkeiten um an Links zu kommen. Die erste ist sich in alle möglichen Seiten wie WK, SB, AV, Kommentare einzutragen. Die zweite Möglichkeit ist der Linktausch, aber der ist meistens sehr schwierig zu bekommen. Eine andere Möglichkeit die für mich aber aus finanziellen Gründen nicht in Frage kommt ist der Linkkauf.

Wenn jetzt Google alle Spammethoden wie WK, SB, AV usw. abstraft, werden doch nur noch die Großen die sich Linkkauf leisten können vorne in den Serps zu finden sein. Das kann doch auch nicht im Sinne von Google liegen. Auch kann guter Content kein Wertungskriterium in Zukunft für Google sein, dieses wäre zu einfach.

Für mich wäre ein Kriterium wenn Google „vernünftig und richtig“ bewerten könnte wie die Seite bei dem Surfer oder Kunden ankommt.

Z.B
1.Wie lange ist der Kunde auf der Seite
2.Wie gefällt dem Kunden die Seite
3.Hat er gefunden was er sucht.
4.Hat der Shop die Produkte nach denen gesucht wird
usw.

Solche Dinge wären wichtig, denke ich wenigstens.
Für mich ist fast jeder Link der auf Projekte zeigt nicht „ehrlich“ erreicht worden. Oder warum soll ein normaler Internetnutzer einen Link auf einen Shop setzen. Durch so was können einfach keine 3000 Links zustande kommen die man envl. so braucht um vorne mitzumischen.

Kein SEO   
15. Dezember 2008, 09:40

„so, wie geschrieben, ich mache recht wenig für Kunden und wenn, dann betrifft das kein aktives Linkbuilding“

und warum steht dann bei Mario XXX im Xing-Profil Head of Linkbuilding für die Sistrix GmbH ???

Johannes   
15. Dezember 2008, 09:53

Kein SEO, das ist ein interner Scherz. Mario arbeitet nicht bei mir und ich bin mir sicher, dass er auch ganz gut alleine über die Runden kommt 😉

Maria   
15. Dezember 2008, 17:59

@Anonymous Coward: Schön aber Links von 60 .ru Domains kommen trotzdem nicht gegen fünf bis zehn deutsche Uni-Links an. Auch hier wird der Tag kommen, an dem Google ‚language‘ ernst nimmt und sich nach dem Sinn deutscher Linktexte in russischen Inhalten fragt.

Rosehr: Marketing   
18. Dezember 2008, 12:57

Liest man über die Jahre Artikel von Matt Cutts oder schaut die Videos, dann zeigt sich, dass google den Kampf: SPAM, RELEVEANTE Darstellunge, Linkbuilding ernsthaft angeht. Es hat sich bei mir gezeigt, dass es zwar länger dauert bis sich Ergebnisverbesserungen ergeben. Aber über Nischenergebnisse robbt sich so manch eine Seite bei entsprechender Geduld langsam an Trafikbegriffe heran. Bleibt dann meist auch länger in den Serps recht stabil. Die hier im Artikel dargestellten 3 Jahre kann ich bestätigen!

Ralph   
2. Januar 2009, 16:37

Johannes: Du beschreibst ein ganz normales Phänomen. Alles was gerade in einem bestimmten Moment hip ist, wird in den wenigsten Fällen ungefragt in Anspruch genommen, ohne die Kosten und den Nutzen (kurz-, mittel- sowie langfristig) zu hinterfragen. Du selbst fragst Dich, weil es Dich selbst betrifft 😉
Wir alle wissen doch ausserdem, dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist!

Ralph

SandyCool   
24. Februar 2009, 07:59

Wirklich guter Beitrag mit einer nüchternen Situationsanalyse!
Ich habe auf diesem Blog nun auch schon mehrfach über zwielichtige Linktrades und Kommentar- und Blogspamming gelesen. Da ich noch keine jahrelange Erfahrungen im Thema Linkbuilding bzw. Offpage Optimierung sammeln konnte, bin ich nun ein wenig verunsichert, was den Umgang mit Linkpartnern bzw. Webkatalogen und Linkverzeichnissen angeht.

Wie kann ich seriöse von unseriösen Anbietern unterscheiden, wie erkenne ich schnell, ob Links auf DoFollow oder NoFollow gesetzt sind, ohne mich durch den Quellcode zu rackern? Gibt es da gute Tools? Ich optimiere im Moment für http://foto.cool-arts.com und lege die BAcklinks auf einer Unterpage an. Ist das sinnvoll oder besser ein eigenes Webdirectory.

Versuche, seriöses SEO zu betreiben und freue mich über Feedback und Anregungen zum Thema.

Danke und weiter so!

wekabusinessinformation   
4. März 2009, 20:35

NOFOLLOW: Für den Feuerfux gibt es ein gutes PlugIn:

SearchStatus von Quirk – damit werden nofollow wunderbar eingefärbt 😉

SEO-Nord   
8. November 2009, 16:48

NOFOLLOW-Links – sollte man da noch drauf achten? Ich denke zum Einen, dass google die Bewertung von nofollow mittlerweile anders handhabt, zum anderen, dass es zur natürlichen Verlinkung gehört, auch solche Links zu „ergattern“.

cavalorn   
1. September 2010, 22:04

Wenn die SEOs nicht wenigstens minimal was von Nofollows halten würden, dann wären hier nur halb so viele Kommentare gepublisht. Versprochen 😉

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