New York, Rio, Tokio – wo rankt’s denn?

Johannes Beus
Johannes Beus
Johannes Beus ist Gründer und Geschäftsführer von SISTRIX.

Google hat in letzter Zeit einige Änderungen bei der Behandlung von Webseiten und deren Zuordnung zu den jeweiligen Länderindizes vorgenommen. Da ich glaube, dass dies Grund für einige Verwirrung ist, hier eine kurze, liebevoll bebilderte Erklärung. Während die Entscheidung, in welchem Sprach- bzw. Länderindex eine Domain rankte, früher hauptsächlich von deren Sprache abhängig war, nutzt Google mittlerweile die eingehenden Links deutlich stärker als zuvor. Im folgenden Beispiel verlinken 3 deutsche und eine niederländische Seiten auf die Zielseite mit dem Keyword, Google wird die Zielseite im deutschen Googleindex einsortieren:


Wenn jetzt allerdings neue Links hinzukommen, die Google als niederländisch identifiziert und das Verhältnis zwischen deutschen und nicht deutschen Links kippt, so kann es passieren, dass die Zielseite für „Immobilien“ im niederländischen, aber nicht mehr im deutschen Index ranken wird:


Dieses Vorgehen scheint von Google so fein gesteuert werden zu können, dass es nicht auf komplette Domains oder Hosts, sondern auf einzelne Seiten angewendet wird. Eine Außnahme macht Google offenbar bei Links von englischsprachigen Seiten – die gehen scheinbar nicht in die Rechnung mit ein.

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Kommentare
Avatar Tobi   
4. März 2008, 13:00

Das kann aber schon ziemlich nach hinten losgehen, wenn ein witziger Blogbeitrag, der nur Bilder sprechen lässt international die Runde macht und fremdsprachige Links einkassiert, oder?

Johannes   
4. März 2008, 13:26

Tobi, frag Marcus 😉

Avatar Tobi   
4. März 2008, 13:54

Aaaah gutes Beispiel. Ja, schade eigentlich, wa? Und das verkauft Google allen Ernstes als gewolltes Feature? Mhh…

Avatar analogbernd   
4. März 2008, 15:32

Hmm, da können im schlimmsten Fall zahlreiche Besucher verlorengehen bzw. Unmengen an „falschen“ Besuchern die Seite besuchen. Welche Möglichkeiten bieten sich, dieses „Phänomen“ gezielt zu beseitigen?

Avatar Michael   
4. März 2008, 15:43

Wie wirkt sich dabei das Geotargeting aus das man in den Webmastertools auswählen kann (Tools -> Geografisches Ziel festlegen)? Zählen die Links mehr oder das was ich dort ausgewählt habe?

Johannes   
4. März 2008, 15:47

analogbernd, mehr Links aus dem „richtigen“ Land generieren.

Michael, wem würdest du als Suchmaschinenbetreiber mehr vertrauen, dem, was der Webmaster einstellen kann oder den zahlreichen „Stimmen“, die durch die eingehenden Links entstehen und auf denen du auch deinen gesamten restlichen Rankingalgo aufbaust? 😉

Avatar öklaus   
4. März 2008, 18:12

Und welche Rolle spielt die Herkunft(IP) der verlinkten Seite dabei??

Johannes   
4. März 2008, 18:18

öklaus, weiß ich nicht, probiers aus und berichte uns.

Avatar Gudrun   
4. März 2008, 19:37

Gerade in Abakus diesen Post gefunden: http://www.abakus-internet-marketing.de/foren/viewtopic/t-53658.html#453908 Widerlegt das nicht deine Aussage oder hat das einfach andere Gründe?

Johannes   
4. März 2008, 19:44

Gudrun, ist natürlich ohne Details und Hindergründe zu kennen schwer zu beantworten. Denkbar ist beispielsweise, dass, auch wenn er für Deutschland mehr Links als für Österreich hat, es dennoch zu wenig für den deutlich (!) umkämpfteren deutschen Index hat.

Avatar trigger   
4. März 2008, 19:50

Es ist immmer wieder drollig, mit welcher Ernsthaftigkeit Behauptungen aufgestellt werden für die es weder eine ausreichende Datenbasis noch tatsächliche Beweise gibt. Zur Erinnerung: Nur weil einer den Zeigefinger hebt, sind desse Behauptungen automatisch war.

Johannes   
4. März 2008, 21:14

trigger, ich glaube, dass ich genügend eindeutige „Beweise“ sowie auch Daten habe, die dieses Posting rechtfertigen. Aber wenn du etwas zur Sache beitragen willst, nur zu.

Avatar Tobi   
7. März 2008, 11:01

Mir ist zur Thematik noch eine Frage eingefallen.

Das obige Beispiel, wo die Seite nur noch in einem nationalen Index vorkommt, spricht gegen die Tatsachen, dass ich mehrere Artikel habe die via google.com, google.de, google.cz, google.pl, google.ru, .at, .ch, … usw. Besucher anschleppen. Und hierbei ist es so, dass diese Artikel auch entsprechende Links aus vielen Ländern bekommen haben. Trotzdem sind sie in allen Indexes recht gut gerankt!

Ne Theorie?

Avatar Markus   
7. März 2008, 11:08

Mich würde es auch interessieren, wie es sich auf die Auffindbarkeit einer Website auswirkt, wenn man diese in einem anderen Land hostet, jedoch nur Links aus z.B. Deutschland auf diese Website verweisen.

grüße

Avatar rentaseo   
17. März 2008, 13:43

Also das Phänomen mit den Länderlinks … mein allizom.com (grad down) rankte über Monate nur unter Google.com mit dem Key Softwareentwicklung, weil die fetten BL eben aus USA waren. Erst nach liebevollem Aufpäppeln mit deutschen Links kam es auch unter Google.de unter die Tops.

Überlagern kann man den Link Effekt durch Einstellung in den Google Webmaster Tools. Das überbügelt m.E. alles.

Avatar suki   
27. Juni 2008, 10:39

Meiner Meinung nach ist die Aussage falsch. Selber betreibe ich rund 40 Blogs, gehostet zu 90% in den USA, und 2-3 Seiten in Schweden und UK. Wenn eine Seite mal überdurchschnittlich gut auf ein Keyword performed und die Affilite Sales gut sind, kopieren ich die gut gerankte Seite und übersetze den Text, um von den lieben Deutschen auch noch ein paar Sales zu bekommen. So verlinke ich dann auf rund 40 Blog mit Englischen Content hosted in USA, auf rund 200 Linkdumps von irgendwo auf der Welt + diverser Foren diese Deutsche Seite, damit die PR and die Deutsche Seite abgegeben wird. Ich hab noch nie gesehen, dass diese in den USA aufgetaucht wäre, oder in irgendeinem anderen Land. Diese waren seit Jahren immer gut im deutschen Index platziert, ohne irgendein zutun. Und es gibt bei mir hunderte Seiten die dies bestätigen.

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