Nofollow – das ewige Thema

Johannes Beus
Johannes Beus
22. Januar 2007
Johannes Beus
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Johannes Beus ist Gründer und Geschäftsführer von SISTRIX.

In den letzten Tagen ist das Thema nofollow, also der Einsatz eines Attributes zum Link-Tag, das die Vererbung für Suchmaschinen unterbindet, pünklich zum zweijährigen Juliläum desselben wieder aktuell geworden und durch deutsche SEO-Blogs gegangen. Passenderweise hat heute auch die englischsprachige Ausgabe der Wikipedia beziehungsweise dessen Gründer Jimbo Wales im Alleingang beschlossen, den Tag wieder einzusetzen.

Grund genug, mich eines Themas anzunehmen, das mich in diesem Blog schon länger nervt: Linkmarder. Sobald ein Blog mit etwas PageRank entdeckt, setzt der gemeine Linkmarder, der üblicherweise auf den Namen „Casino“ oder „Ratenkredit“ hört, seine nichtsagenden Kommentare ab. Ein Bezug zum Posting ist nie gegeben und der Wert des Kommentares geht gegen null. Da ich bei dem Nofollow-Theater nicht teilnehmen möchte, habe ich in diesem Blog nun eine Lösung eingeführt, die nur Links, die von mir als vertrauenswürdig und sinnvoll erachtet werden, auch einen Link bekommen – der Rest geht leer aus. In aller Deutlichkeit: Ich habe nichts gegen Mitbewerber oder auch themenfremde Seiten, die zu einem sinnvollen Kommentar verlinkt werden. Was mich nervt, sind diejenigen, die schnell etwas Linklove abstauben wollen.

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Kommentare
Tim   
23. Januar 2007, 01:03

Ich muss sagen, dass ich bisher noch nie darauf geachtet habe, ob ein Blog jetzt NoFollow nutzt oder nicht. Wenn ich etwas zu einem Thema beizutragen habe, dann tue ich das und wenn nicht lasse ich es. Seit dieser „Diskussion“ ist mir überhaupt erst bewusst das in meinem Standard-Wordpress NoFollow in den Kommentaren aktiviert ist und bisher wurde ich von der Deaktivierung noch nicht überzeugt. Wer bei mir vernünftig kommentiert, den nehme ich in der Regel in meinen Feedreader auf und wenn es dort mal etwas gutes zu lesen gibt, dann wird das verlinkt. Ich verstehe die NoFollow Argumentation nicht so recht. Wieso sollte Google eine Site besser bewerten nur weil der Webmaster aktiv in der Blogosphäre seinen Senf zu allem dazugibt?

Johannes   
23. Januar 2007, 09:15

Tim, Google baut ja grob umschrieben auf dem Prinzip auf, dass ein Link von Seite A auf Seite B einer „Empfehlung“ für Seite B entspricht. Folglich werden Seiten, die viele Empfehlungen erhalten wichtiger und interessanter als andere sein und werden in den SERPs weiter vorne positioniert. Google fällt es dabei erstmal schwer zu unterscheiden, ob ein Link von einem Blog jetzt durch den Betreiber des Blogs gesetzt wurde und einer wirklichen Empfehlung entspricht oder, ob ein Besucher des Blogs „nur“ einen Kommentar abgegeben und dabei seine Seite angegeben hat.
Leider wird das mittlerweile halt häufig ausgenutzt und „Möchtegern-SEO“ suchen gezielt Blogs, die keinen nofollow-Tag hab um dort ihre Links zu plazieren. Der Wert dieser Kommentare ist häufig nicht gegeben, das sieht das so aus, dass jemand mit den Namen „Casino“ bemerkt: „Tolle Seite!!!!“. Und da bin ich nicht gewillt, sowas zu unterstützen und werde diese Links in Zukunft nicht mehr freischalten.

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