Social Signals: Status Quo – Teil 2

Gestern, im ersten Teil des Blogpostings, ging es um allgemeine, zusammenfassende Statistiken zu den großen Social-Networks. Heute soll es um Besonderheiten und Auffälligkeiten gehen: welche Domains sind besonders erfolgreich, wie unterscheiden sich die Netzwerke und welche Inhalte funktionieren nicht nur einmalig, sondern regelmäßig gut?

Die erste Analyse gilt Domain, die auf vielen unterschiedlichen URLs (und damit Inhalten) hohe Social Signal-Zahlen haben. Gewertet wurden URLs, die in jedem der 5 Netzwerke mindestens ein paar Stimmen hatten. Außerdem habe ich Startseiten nicht mitgewertet, sondern nur Unterseiten und etwas auf die Standardabweichung geachtet. Hier sind die Top-20:

DomainØ Signals pro Artikel
youtube.com608.426
tickld.com482.404
godvine.com346.947
upworthy.com188.094
skinnytaste.com155.664
collegehumor.com95.502
iflscience.com95.226
buzzfeed.com91.360
mic.com85.979
theoatmeal.com85.947
dailykos.com80.321
thedodo.com79.719
dangerousminds.net50.908
huffingtonpost.com48.050
marthastewart.com47.609
huffingtonpost.ca46.156
apple.com38.576
today.com37.718
gawker.com37.495
vox.com36.916

YouTube führt die Liste mit großem Abstand an. Ansonsten gibt es zwei Auffälligkeiten: zum einen sind in den Top-20 ausschließlich englischsprachige Inhalte vertreten. Die Erstellung von Inhalten, die kontinuierlich hohe Interaktionszahlen in vielen Netzwerken erzeugen, scheint in den anderen Ländern noch nicht so fortgeschritten, dass ein Platz unter den Besten erreichbar ist. Zum anderen fällt auf, dass es kein Angebot der „Offlinewelt“ in die Top-20 geschafft hat. Klassische Verlage scheinen dieses Wissen noch nicht adaptiert zu haben.

Während man bei Facebook, Twitter und Google+ von General Interest-Netzwerken sprechen kann, die sich an die ganze Bevölkerung richten, sieht das bei LinkedIn und Pinterest etwas anders aus. Daher habe ich in der nächsten Auswertung Domains aufgelistet, die in diesen beiden Netzwerken deutlich überdurchschnittlich erfolgreich sind. In Klammern ist jeweils aufgelistet, wie viel Prozent der Unterseiten-Social-Signals aus dem jeweiligen Netzwerk stammt:

PinterestLinkedIn
sincerelyjules.com (100%)oecdbetterlifeindex.org (90%)
indulgy.com (100%)pharmatimes.com (88%)
short-haircut.com (100%)deloitte.com (71%)
weddingbee.com (98%)capgemini.com (70%)
makeit-loveit.com (95%)accountingweb.co.uk (63%)
marthastewartweddings.com (95%)itworld.com (63%)
burdastyle.com (94%)technet.com (62%)
skinnytaste.com (93%)gartner.com (61%)
remodelista.com (88%)mckinsey.com (56%)
101cookbooks.com (86%)ogj.com (54%)
keeperofthehome.org (86%)ifttt.com (52%)
alldayidreamaboutfood.com (85%)finextra.com(52%)
weheartit.com (82%)strategy-business.com (50%)
momswhothink.com (81%)informationweek.com (48%)
allrecipes.com (76%)emarketer.com (48%)

Sowohl Pinterest als auch LinkedIn werden allen Vorurteilen gerecht. Geht es bei Pinterest hauptsächlich um Mode, Möbel, Hochzeiten und Essen, haben sich bei den Seiten mit sehr hohem LinkedIn-Anteil die Berater und IT-Nerds versammelt. Damit dürften diese beiden Netzwerke für Seitenbetreiber mit passender Zielgruppe sehr wertvoll sein und häufig Facebook übertreffen.

Zum Schluss möchte ich noch Beispiele für erfolgreiche Inhaltstypen zeigen, die in der Liste der URLs mit den meisten Social-Signals immer wieder auftauchen:

Soviel vorerst als Analyse auf Basis der 100 Milliarden Social-Signals in der Toolbox. Übrigens: das Social-Modul ist bei jedem Toolbox-Account kostenlos enthalten und Features wie Content Discovery helfen nicht nur SEOs.

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