Analyse der Bedeutung von Backlinks für den SEO-Erfolg

Hanns Kronenberg
Hanns Kronenberg ist Marketing- und SEO-Experte mit Herz uns Seele. Für SISTRIX ist er als externer Berater tätig. Wenn sich seine Gedanken ausnahmsweise einmal nicht um Nutzerorientierung drehen, rollt wahrscheinlich gerade der Hockeyball über den grünen Kunstrasen beim BTHV.
9. Januar 2013 63 Kommentare

Nach der gängigen SEO-Theorie gehören Links von externen Domains (Backlinks) zu den wichtigsten Rankingfaktoren. Ziel dieses Beitrages ist es, den Zusammenhang zwischen Sichtbarkeitsindex und Backlinks zu untersuchen.

Fischerländer-Diagramm für 10.000 Domains
In Anlehnung an das Fischerländer-Diagramm (Trust-Efficiency-Diagramm von Stefan Fischerländer) habe ich ein Streudiagramm mit den Werten von 10.000 Domains erstellt, um die Bedeutung des Faktors „Backlinks“ zu analysieren. Ein Streudiagramm verdeutlich die Zusammenhänge besser als die reine Darstellung eines Korrelationskoeffizienten. Dieser ist für viele Menschen erst einmal abstrakt und weniger griffig und wird daher oft falsch interpretiert. In Abweichung zum ursprünglichen Fischerländer-Diagramm habe ich nicht wie Stefan die IP-Pop für die X-Achse verwendet, sonder die Anzahl verlinkender Domains (Domain-Pop). Ob man als Kennzahl für den Trust einer Domain die Domain-Pop oder die IP-Pop verwendet macht keinen großen Unterschied. Die Y-Achse zeigt wie bei Stefan den Sichtbarkeitsindex.

Stichprobenauswahl
Für die Untersuchung wurden nur .de-Domains ausgewählt, um die Einflussfaktoren Geotargeting und Sprache möglichst weitgehend zu eliminieren. Bei den ausgewählten Domains handelt es sich nicht um eine Zufallsauswahl, sondern um die 10.000 de-Domains mit den höchsten Werten im Sichtbarkeitsindex. Die Range reicht von 1.784,6 Punkte (amazon.de) bis 0,47 Punkte (satzentrale.de). Mit dieser Auswahl soll sichergestellt werden, dass die untersuchten Domains über eine gewisse Größe verfügen und ausreichend Daten für eine zuverlässige Analyse vorliegen.

Streudiagramm

Auswertung des Streudiagramms
In dem Streudiagramm ist sehr deutlich ein Zusammenhang zwischen Domain-Pop und Sichtbarkeitsindex zu erkennen. Tendenziell führt eine größere Anzahl verlinkender Domains zu einer größeren Sichtbarkeit der Domain bei Google. Die Punkte verteilen sich nicht zufällig. Vielmehr bildet sich eine Punktwolke, welche von unten links nach oben rechts verläuft. In dem oberen linken Dreieck des Diagramm findet man hingegen keine Punkte. Um eine bestimmte Sichtbarkeit zu erreichen, muss eine Domain anscheinend über eine ausreichende Domain-Pop verfügen.

Korrelationskoeffizient und Bestimmtheitsmaß
Für die eingezeichnete Trendlinie wurde eine Korrelation von 0,67 errechnet. Die Korrelation kann als gut bezeichnet werden. Das Bestimmtheitsmaß ist R^2=0,45. Das bedeutet, dass 45 Prozent der Streuung des Sichtbarkeitsindex durch die Domain-Pop erklärt werden können.

Weitere Einflussfaktoren auf die Sichtbarkeit
Umgekehrt bedeutet es natürlich auch, dass 55 Prozent der Sichtbarkeit nicht durch die Domain-Pop erklärt werden, was man auch sehr gut an der Streuung der Punkte um die Trendlinie erkennt. Diese Größe erscheint plausibel. So sind neben der externen Verlinkung selbstverständlich auch Einflussfaktoren wie Anzahl indexiertert Seiten, Qualität der On-Page-Optimierung, Qualität der Links, Google Penalties, Nutzersignale usw. verantwortlich.

Die zwei Zonen im Streudiagramm
Während die Zone des oberen linken Dreiecks in dem Chart von keiner der untersuchten Domains erreicht wird, da die Domain-Pop als limitierender Faktor wirkt, ist nach rechts unten jede Position denkbar, da es sich dabei um Abweichungen vom Optimum handelt, die in jeder Kombination möglich sind. So kann eine Domain über einen sehr hohen Domain-Pop-Wert verfügen, aber durch eine geringe Anzahl indexierter Seiten oder eine schlechte On-Page-Optimierung in ihrer Sichtbarkeit limitiert werden. Allerdings findet man bei steigenden Domain-Pop-Werten immer weniger starke Abweichungen vom Optimum. Das mag daran liegen, dass mit steigender Domain-Pop die Domains zunehmend professionell betrieben werden und auch die Suchmaschinenoptimierung eine steigende Qualität besitzt.

Ausreißer im Streudiagramm
Bei der folgenden Grafik habe ich die Punkte in der Grafik mit den dazugehörigen Domainnamen beschriftet. Durch die hohe Anzahl wird die Punktwolke schwarz eingefärbt, aber die Domainnamen der Ausreißer lassen sich gut lesen.

Ausreisser

So sieht man, dass Domains wie z.B. ebay.de, idealo,de, chip.de, meinestadt.de, kaufda.de und gedicht-und-spruch.de sich eher am linken oberen Rand der Punktewolke befinden und somit weitestgehend die optimale Sichtbarkeit aus der vorhandenen Domain-Pop generieren.

Am unteren rechten Rand befinden sich hingegen Domains wie mister-wong.de und yigg.de. Sie verfügen über eine sehr geringe Sichtbarkeit im Verhältnis zu ihren Domain-Pop-Werten. Gerade bei diesen beiden Domain kann man davon ausgehen, dass deren Sichtbarkeit durch Google Penalties gedrosselt werden.

Ausblick
Wenn Euch die Darstellung gefallen hat, werde ich in den nächsten Wochen weitere Streudiagramme veröffentlichen. So ist es z.B. interessant zu sehen, welchen Unterschiede es macht, ob man als Trust-Wert die reine Anzahl Links, Host-Pop, Domain-Pop, IP-Pop oder Netzwerk-Pop heranzieht.

Dominik
9. Januar 2013, 15:35

Naja wenn du die Top 10.000 Domains mit der höhsten Sichtbarkeit nimmst, kann ja oben Links nichts auftauchen, da du diese Domains ja im Vorraus filterst. Interessant wäre der andere Weg, daß du nicht nach Sichtbarkeit selektierst, sondern auch mal nach Domain Pop. Genau da wird es viele Domains geben die im oberen Linken Quadranten zu finden wäre. Gerade die Vollgespammten Domains, sollten da die Mehrheit bilden. Just my 2Cents 😉

9. Januar 2013, 15:39

Vielen Dank, Hanns!
Die Daten über Streudiagramme aufzubereiten finde ich eine sehr schöne Sache. Kannst du gerne in den folgenden Wochen mit fortfahren : )

Hanns
9. Januar 2013, 15:48

@Dominik: Oben links würden Domains auftauchen, die mit einer geringen Domain-Pop eine hohe Sichtbarkeit generieren. Da schon die Top-10.000 aus dem Sichtbarkeitsindex dargestellt werden, kann es keine Domains mehr geben, die links oben auftauchen. Alle weiteren Domains würden weiter unten auftauchen.

9. Januar 2013, 15:49

@dom

Um oben link aufzutauchen, braucht man doch gerade eine hohe Sichtbarkeit?!

Die Studie beeinhaltet ja viele Domains mit sehr kleinen Sichtbarkeitsindizes (< 1).

LG vom Wannsee,

Sebastian

9. Januar 2013, 15:51

Ich leg zu Dominiks Aussage auch noch mal zwei Cent drauf. Also bitte dieselbe Analyse mit Domains mit hoher Domainpop – wobei es nicht verkehrt wäre, die Höhe der Domainpop über die Linkresearchtools oder Majestic etc. zu ermitteln, da die SISTRIX Linkdaten ja bereits vorgefiltert sind.

Noch eine Bitte: Wenn ich auf die Grafiken klicke, erhalte ich sie in derselben Größe, in der sie bereits im Artikel sind. Cool wäre es, wenn sie deutlich größer wurden, damit man was erkennen kann.

Alex
9. Januar 2013, 15:52

Die mit der höchsten Sichtbarkeit tauchen doch oben auf.

9. Januar 2013, 15:55

Spannende Analyse. Von diesem Blickwinkel habe ich das noch nie betrachtet. Gerne mehr davon 🙂

Hanns
9. Januar 2013, 15:56

@Frank: Mit der rechten Maustaste kriegst Du auch große Grafiken. Oder einfach den Links hier folgen:
http://www.sistrix.de/news/img?img=/blog/sichtbarkeitsindex-vs-domainpop.png
http://www.sistrix.de/news/img?img=/blog/sichtbarkeitsindex-vs-domainpop-label.png
Ich schaue mal, ob man was an dem Plugin drehen kann, damit die Grafiken bei einem Klick direkt groß erscheinen.

Dominik
9. Januar 2013, 15:59

Ahhhh schön geträumt! Ich mein natürlich unten Rechts 😀 Würde trotzdem gerne die andere Sichtweise sehen mit Domainpop, ich denke das Bild würde sich schon verschieben 😉

Johny
9. Januar 2013, 15:59

Vielen Dank, Hanns! Alles ist top.
Kannst du die Tabelle/n mit den Spalten Domain,Sistrix-Index,Domain-POP irgendwie auch freigeben.
Danke im Voraus.

Hanns
9. Januar 2013, 16:15

@Dominik: Ja, weiter unten rechts wird man wahrscheinlich noch eine große Ansammlung der ganzen Spam-Domains mit hoher Domain-Pop, aber geringer Sichtbarkeit finden. Man könnte die Region den Spam-Friedhof oder das Spam-Sediment nennen.

9. Januar 2013, 16:17

Hallo,

Domainpop: 10 hoch 6! Das drucke ich mir auf mein T-Shirt #lol

Grüße

Gretus

9. Januar 2013, 16:55

Dieses Analyse für verschiedene Cluster (Anzahl indexierter Seiten) machen und dann frei nach Markowitz‘ Portfolio-Theorie: links entlang läuft der SEO efficient frontier.

9. Januar 2013, 16:58

Hallo Hanns,

ich finde die Diagramme wirklich sehr gelungen. Schöner kann man seine Schlüsse kaum ziehen! Und Grtus, was du alles immer auf T-Shirts drucken lassen willst *gg*

Frank
9. Januar 2013, 17:00

Au ja – kostenlose Daten und Analysen finde ich super 🙂

Kannst du im nächsten Schritt den Mittelbau (Top 100.000 – 200.000) analysieren? Dann wären zumindest die großen Player mit Brand-Boni raus. Ebenfalls spannend wäre nochmal eine Bereinigung um EMD falls das noch nicht gemacht wurde und möglich ist (s. fahrrad.de als EMD und echtes Projekt vs. Kreditvergleich.tld etc.).

9. Januar 2013, 17:01

Kann ich mit irgendeinem Tool ermitteln, ob ich mit meinen Domains über der Kurve oder unter der Kurve liege? Das wäre interessant so als schnelle Potentialanalyse, vielleicht auch noch mit Brancheneinschränkung?

9. Januar 2013, 17:12

Ich würde auch gerne eine Wolke selektiert nach Dom-Pop sehen.

Aber auch schon bei dieser Wolke gibt es einen großen schwarzen Fleck, der irgendwie von Dompop 50 – 5.000 und SI 0 – 5 reicht. Schau mal nach, Hanns, aber es sieht so aus, als würden in diesem Bereich 90% aller Seiten liegen.
Dass die schwarze Kurve dennoch oberhalb davon verläuft, hängt (wie das bei Durchschnitten eben so ist) wohl mit den relativ wenigen Ausreißern zusammen.

Und dass google, ebay oder amazon wegen der Backlins eine hohe Sichtbarkeit haben – also das wage ich doch zu bezweifeln. Da wird wohl eher andersrum ein Schuh draus …

9. Januar 2013, 17:43

Wie können sich Domains unterhalb des Range-Bodens von 0,47 befinden?

Hanns
9. Januar 2013, 17:54

@Frank: Ich weiß nicht, ob mein Programm zur Erstellung der Verteilungsgrafik eine Top 100.000 – 200.000 verarbeiten kann. Es wäre aber einen Versuch wert. Ansonsten müßte man aus der Gruppe eine gewisse Anzahl Domains zufällig auswählen.

Hanns
9. Januar 2013, 18:09

@Roman Firnkranz: Du kannst anhand der im Diagramm dargestellten Formel 1.4087 + 0.0017814*x die durchschnittlich zu erwartende Sichtbarkeit für einen gegebenen Domain-Pop-Wert ermitteln und dann sehen, ob die tatsächliche Sichtbarkeit darüber oder darunter liegt (bei einem Sichtbarkeitsindex 0,47 ausgewählt. Natürlich gibt es auch viele Domains mit einem kleineren Sichtbarkeitsindex. Die Y-Achse habe ich bei 0,47 abgeschnitten. Man könnte sie aber auch bei 0 beginnen lassen (negative Werte machen dann aber keinen Sinn mehr).

9. Januar 2013, 18:28

@hanns: ja nun, – was meinst Du mit „echten“ Links? Wie „echt“ aussehende besonders gut gespamte Links? Die ganze Tabelle macht doch nur Sinn (im Sinne von SEO), wenn wir alle Links (also die wirklich echten und die nur scheinbar echten und die offensichtlich gespamten SEO-Links) mit berücksichtigen.

Hanns
9. Januar 2013, 18:33

@Matthias
Die Daten berücksichtigen ja alle Links. Die Frage ist nur, warum will gezielt die Domains mit der höchsten Domain-Pop untersuchen, auch wenn diese zum Teil nicht erfolgreich sind? Der Ansatz, die 10.000 Domains mit der höchsten Sichtbarkeit auszuwählen, beruht auf dem Streben sich an den Domains mit dem größten Erfolg zu orientieren.

Matthias
9. Januar 2013, 20:26

Wikipedia einfach mal rauslassen bzw. wegschneiden, weil es zu gut ist : D – die anderen würden neben wikipedia ganz tief sinken. Der gute alte Wiki 😀

Hanns
9. Januar 2013, 21:24

@Matthias: Wikipedia.org ist nicht mit drin, da nur .de-Domains untersucht wurden.

9. Januar 2013, 21:43

Die Analyse ist Klasse! Würde gern mehr davon haben.

Hans, kannst du nichtmal die Top 10.000 (.de)-Domains bereitstellen? In der Toolbox selbst gibt es ja nur die Top 100.

Valentin
9. Januar 2013, 22:16

Danke für die Auswertung!

Toll wäre es wenn die Daten in einem interaktiven Chart wären und vielleicht sogar mit Metadaten wie Kategorie angereichert. Dann könnte man die Top Finanz etc seiten analysieren. d3js würde sich da anbieten.

Gibt es da auch historische Daten, dann könnte man beobachten wie schnell sich die verschiedenen Seiten entwickelt haben.

tobi
9. Januar 2013, 22:52

Mach doch mal höherdimensionale Diagramme. 3D ist ja kein Problem. Aber man kann sogar 4D mit color-coding hinkriegen.

Mehr Dimensionen => Mehr erkennbare Struktur.

9. Januar 2013, 23:31

Spannend wäre auch Anzahl Autoren Posts / Author Rank mit Sichtbarkeitsindex/Backlinks zu untersuchen.

Michael
10. Januar 2013, 00:13

@ Hannes: Wie hast Du denn die Funktion y = 0,0017814x + 1,4087 hergeleitet?

Mario Kupzik
10. Januar 2013, 07:42

Sehr gute Darstellung. Das hier angegebene prozentuale Verhältnis (Domainpop zu Sichtbarkeit) ist sehr realistisch und spiegelt sich in der Praxis wieder. Wie man sieht: Backlinks alleine reichen nicht aus. Besonders die Usersignale spielen für Google eine entscheidende Rolle. Hat man somit eine Webseite, die qualitativ hochwertig ist und das Interesse der User trifft, kann man durch den Aufbau von hochwertigen und vertrauensbildenden Backlinks die Seite nach vorne bringen.

Vielen Dank!

Markus
10. Januar 2013, 08:10

Super Beitrag, gute Idee, aber es wäre doch sicher interessant, wie weit man das Ganze herunterbrechen kann, oder? Jetzt hat man ja lediglich einen „wissenschaftlichen“ Beweis über die Korrelation, aber wenn man nun noch, wie bereits häufiger angesprochen, in Cluster aufdröseln würde um somit in den einzelnen Themenbereichen die „Cluster-Backlink-Struktur“ ermitteln zu können, wäre doch ein großer Schritt getan…

10. Januar 2013, 08:35

Klasse Beitrag, der Zusammenhang SI/Domainpop ist sicherlich kein schlechter Zweig und durchaus potential für neue Funktionen in der Toolbox. Für alle die nicht händisch rechnen wollen, hab ich ne kleine Rechnerfunktion vorbereitet unter http://www.edelnerd.de/online/der-si-domain-pop-rechner Viel Spaß damit. Ich hoffe ich habe die Formel richtig verbastelt 😉

10. Januar 2013, 08:58

Für die grobe Bestimmung reicht die Analyse aber wenn man ins Detail gehen will würde ich hier eure Herangehensweise von 2009 bevorzugen, nämlich einzelne Branchen zu untersuchen.

Die Frage nach Domains mit hoher Dompop finde ich gar nicht abwegig. Betrachte einmal die 10.000 Domains mit der größten Dompop. Wie sieht das Bild dann aus? Findet man wirklich alle Spam-Portale unten rechts oder sind vielleicht viele davon auch im großen schwarzen Bereich?

Das Grundproblem ist aber dass wir hier ja zwei ungenaue Werte mischen. Zum einen die Sichtbarkeit welche auf einem recht kleinen Set basiert. Hier wäre der Traffic (den wir natürlich nicht von allen Domains haben) weitaus genauer. Denn eine Domain mit SI von 1 kann dennoch jeden Tag 100.000 Besucher über Google generieren.
Die Backlinks sind aber genauso ungenau. Denn die Werte basieren auf den, von sistrix, gecrawlten Daten. Wie genau ist dieser Datenstamm? Wenn sistrix 100 Links findet, wieviele findet Google? Google crawlt das gesamte Internet, macht ihr es auch oder fokussiert ihr euch vielleicht mehr auf Deutschland um die Ressourcen optimal einzusetzen?

10. Januar 2013, 10:45

@ Hanns: Vielen Dank für diese – für mich – interessante Auswertung!

Peter
10. Januar 2013, 13:41

Hallo Hanns,

tolle Analyse!

Weitere Auswertungen nach verschiedenen Linkmetriken wären mehr als interessant, außerdem auch von mir die Frage, ob ihr die Liste der Top 10.000 Domains als Download bereitstellen würdet. Evtl. auch nur für Toolbox-Kunden.

Danke!

Hanns
10. Januar 2013, 17:45

@Julian: Wir crawlen nicht nur die Links in Deutschland und haben bei allen Tests von Linkdatenbanken auch im Ausland hervorragend abgeschnitten. Natürlich wird Google noch mehr Links kennen, aber das dürfte sich über alle Domains gleich verteilen. Du kannst Google ja mal fragen, ob sie die Auswertung mit ihren Daten zur Verfügung stellen. Ich glaube das Ergebnis sähe sehr ähnlich aus.

Hanns
10. Januar 2013, 18:32

@Johny, @Timo und @Peter: In einer Welt, in der es keine Tools gibt, die einen fortlaufen versuchen zu kopieren, würde es mir einfacher fallen die Liste der Top-10.000-Domains + Sichtbarkeitsindex + Domain-Pop als Download bereitzustellen 😉

10. Januar 2013, 22:19

Mir fehlt da die Gewichtung in den backlinkgebenden Domains.
Vielleicht kannst du statt der Domainpop nur die Domain-Backlinks nehmen die keine SB,WK,AVs sind. also Alle WK usw rausrechnen aus der Domainpop.

-> also ein Trust-Domainpop
und im Umkehrschluss ne -> AV, SB, WK – DomPop

-> Vielleicht hast Du dann ja eine Gerade;-)

11. Januar 2013, 08:33

@Hanns
Im Vergleich von öffentlichen Linkdatenbanken. Die können ja alle ungenau sein. Wenn alle 70% weniger Links als Google anzeigen und ihr nur 60% seid ihr die besten, aber seid ihr gut? 😉

Versteh mich nicht falsch, die Analyse ist ja durchaus ineressant aber sofern ich nicht validieren kann wie die Datenqualität ist (und das kann ich nicht, ihr vielleicht) ist es für mich immer etwas schwer solche Kennzahlen anzunehmen. Gerade wenn man sieht wie schnell solche Sachen sich in der SEO Szene verbreiten, siehe nur das Edelnerd Tool was total unsinnige Ergebnisse zeigt aber es bestimmt einen Haufen SEO gibt die das jetzt toll finden.

Dennoch, ich fänd die Analyse auf Branchen bezogen noch interessanter, der Ansatz war in deinem (oder Stefans) Post von 2009 ja schon beschrieben. Vielleicht kannst du eine solche Analyse nochmal nachholen und einfach mal 10.000 Shops nehmen oder 10.000 Seiten aus dem Finanzbereich. Die Frage wäre ob sich hier die Branchen oder Seiten-Typen vielleicht sogar recht stark unterscheiden (und da bin ich mir sicher).

Uwe
11. Januar 2013, 08:42

Könnte es auch nicht sein, dass die Kurve sich zu 45% aus dem Zusammenhang zwischen Domainpop, Content und Nachfrage (Suchvolumen) ergibt? Seiten mit einer geringen Sichtbarkeit wie zum Beispiel Online Browser Spiele, welche oft nur eine Startseite besitzen oder Regierungs-, Wissenschafts-, Medizinische- und Forschungsdokumente welche keine 1.000.000 Produktseiten in den Index blasen, besitzen mitunter eine hohe Domainspop jedoch aufgrund mangelndem Content bzw. Contentvielfalt sowie ggf. mangelnder Nachfrage keine Chance auf Sichtbarkeit. Ergo entsteht ein positiver Effekt in dein Kurve nur mit der Voraussetzung der notwendigen Nachfrage in Verbindung mit den bereitgestellten Inhalten auf der Domain.

Hanns
11. Januar 2013, 09:49

@Susann: Eine solche Auswahl wäre sehr subjektiv.

@Julian: Es ist keine Vollerhebung notwendig, um statistische Analysen durchzuführen: http://de.wikipedia.org/wiki/Hochrechnung
Wie bei allen statistischen Analysen muss man aber die Annahmen beachten und die damit einhergehenden Grenzen der Gültigkeit.

@Uwe: Die Anzahl Seiten einer Domain ist selbstverständlich ein Faktor für die Sichtbarkeit einer Domain. Deshalb habe ich ihn in dem Artikel ja auch unter der Zwischenüberschrift „Weitere Einflussfaktoren auf die Sichtbarkeit“ aufgeführt. Die 45 % Erklärungsanteil für die Streuung des Sichtbarkeitsindex beziehen sich aber nur auf den Faktor Domain-Pop. Würde man zusätzliche Faktoren wie Anzahl Seiten, Suchvolumen, Qualität der Links usw. in die Analyse einbeziehen, könnte man mehr als 45 % erklären. In dieser Analyse sollte aber nur der Faktor Domain-Pop untersucht werden.

Stefan
11. Januar 2013, 13:43

Schöner Ansatzpunkt. Es gibt natürlich noch unzählige andere Anwendungsmöglichkeiten für die Daten. Deshalb würde ich mich freuen, wenn du an dieser Sache dran bleibst. 🙂

Ich frage mich aber gerade, wie die gezeichnete Funktion durch eine lineare Funktion beschrieben werden kann?!?

Hanns
11. Januar 2013, 15:41

@Stefan: Die „kurvige Darstellung“ der linearen Funktion liegt an der logarithmischen Skalierung der Achsen.

Stefan
14. Januar 2013, 14:15

Ach tatsächlich. Das habe ich gar nicht beachtet. Vielen Dank für den Hinweis.

14. Januar 2013, 20:30

Was genau macht denn Gedicht-und-Spruch für Google so reizvoll? Pop-under-Werbung, Banderole-Werbung, 5 Werbebanner und zwei Link-Blöcke mit Google-Anzeigen nur auf der Startseite? Dagegen wirkt der Inhalt eher billig. Die allermeisten Sprüche dort sind dann auch Duplicate Content, weil sie kein Copyright mehr haben und anderswo auch zu finden sind.

15. Januar 2013, 19:50

Vielen Dank für diese informative Grafik und die dazugehörigen Erläuterungen! Jedoch schränken Google Penalties die Aussagekraft im unteren Bereich der Grafik insgesamt ziemlich ein.

LG
Kilian

Chris
17. Januar 2013, 11:16

@ Hanns (&Peter): Hallo Hanns – vielen Dank für die wunderbare Auswertung. KK beschäftigt sich gerade mit linkless outranking und ich finde das Thema spannend. Ich möchte Peter daher sekundieren: auch ich hätte gerne eine Aufstellung der Domains nach Sichtbarkeitsindex. Zumindest aber würde mich interessieren, was die Ausreißer (= hoher SI) bei 100 Links „anders“ machen oder welche Faktoren hier reinspielen könnten. Genauso spannend fände ich, die Ausreißer unterhalb der Kurve (= niedriger SI) bei zwischen 10k und 10^6 Links analysieren zu können. In den Extremen muss schließlich irgendeine Wahrheit liegen …
Lässt Du Dich erweichen?

Mit ganz viel *liebbittesag* 😉
LG
Chris

17. Januar 2013, 16:07

klasse Blog, vielen Dank für die Infos 🙂

19. Januar 2013, 17:50

Echt super Diagramm. Aber auch mich würde interessieren welche 10.000 Domains analysiert wurden.

Lg
Vitali

Hanns Kronenberg
22. Januar 2013, 17:01

Ihr könnt jetzt in der Toolbox unter dem Menüpunkt „Konkurrenzanalyse“ eigene Streudiagramme erstellen und die Kennezahlen Eure Website mit denen der Wettbewerbern vergleichen: http://www.facebook.com/photo.php?fbid=10151350760452207&set=a.444559082206.247677.187703767206&type=1

27. Januar 2013, 23:14

Danke für die Analyse. So einen hohen Bestimmtheitsmaß für Domain-Pop hätte ich nicht erwartet.
LG
Andre

13. Februar 2013, 21:02

Danke für die Veröffentlichung der Studie. Grundsätzlich würde hier viel viel helfen. Aber sind nicht die Qualität und Themenrelevanz der Backlinks wichtiger als die Anzahl. Weiterhin ist der größte (steilste) Anstieg ab 1000 Links zu verzeichnen. Das gelingt eigentlich nur durch professionellen Linkaufbau oder Linkbaits. Das dürfte für viele kleinere Seiten nicht darstellbar sein

25. Februar 2013, 09:57

Hi Hanns,

leider sind die Grafiken tot 🙁

VG
Tim

Kurtlar Vadisi Pusu 225. Bölüm ile ekranlarda kaldığı yerden 8 Mayıs Perşembe bugünü aynı ritimde devam edecektir. Ayrıca siz değerli izleyenlerin dizimiz ile ilgili durumda olan yorumlarını ve görüşlerini fan sitemize bekliyoruz. Dizi severlerin görüşleri bizler için önem taşıdığını ve sizler ile birlikte bir sürü uzunca bir sokak alacağımızı bilmenizi isteriz. Haberimizin devamında Kurtlar Vadisi Pusu 225. Bölüm Fragmanı takip edebilirsiniz . Herkese iyi seyirler dileriz…

Not Defteri 7.Bölüm ile Fox Tv ekranlarında 7 Mayıs Çarşamba günü kaldığı yerden devam edecektir. Ayrıca “Not Defteri“ dizisi hakkında tüm yorum ve görüşlerinizi sitemiz üzerinden yapabilir ve dizimizin oyuncuları hakkında tüm paylaşımlarınızı bizler ile sağlayabilirsiniz. İlk bölümünden bu yana en çok izlenen diziler arasına giren ve reyting rekorları kıran dizimizi kesinlikle kaçırmamanızı tavsiye ederiz. Şimdi sizleri daha fazla bekletmeden Not Defteri 7.Bölüm Fragmanı ile baş başa bırakıyoruz. Haberimizin devamında izleyebilirsiniz. İyi seyirler dileriz…

2. Mai 2014, 10:53

Medcezir 34.Bölüm ile 9 Mayıs Cuma günü Star TV ekranlarında kaldığı yerden devam edecektir. Dizimizin gelişmelerine bakıldığında ise Yaman ve Mira’nın bu bölümde bir birlerine yapmış olduğu jestlerin karşılığında aşklarının daha çok güçlendiğini görmekteyiz. Bu arada akıl hastanesinden kaçan piyano hocası Tan, Mira’nın peşini bırakmaya niyeti yok gibi görünmektedir. Yaman ise bu işi bitirmek için artık Tan’ın peşine koyulur. Bu bölümde dizimiz tamamen aksiyon ve heyecanın üst zirvesinde olacaktır. Kesinlikle kaçırmamanızı tavsiye ederiz. Bu arada Medcezir 34.Bölüm Fragmanı ile sizleri baş başa bırakıyoruz, haberimizin devamında izleyebilirsiniz. Herkese iyi seyirler dileriz…

Çalıkuşu 29.Bölüm ile Kanal D ekranlarında 10 Mayıs Cumartesi günü kaldığı yerden devam edecektir. Bu arada siz değerli izleyenlerin dizimize göstermiş olduğunuz yoğun ilgiyi gerek dizimizin fan sitelerinde, gerek ise sosyal paylaşım ortamlarında görmekteyiz. Çalıkuşu Reytingleri genel sonuçlarına baktığımızda ise gerçekten ciddi anlamda bir farkı olduğunu ve her hafta olduğu gibi bu hafta da zirveden düşmeyen diziler arasında yerini aldı. Dizi ekibine bu göstermiş olduğu performansından dolayı teşekkür ediyor ve yorumlarınızı sitemize bekliyoruz. Şimdi siz dizi sevenleri Çalıkuşu 29.Bölüm Fragmanı ile baş başa bırakıyor ve iyi seyirler diliyoruz…

11. August 2014, 22:48

Vielen Dank für diese informative Grafik und die dazugehörigen Erläuterungen! Jedoch schränken Google Penalties die Aussagekraft im unteren Bereich der Grafik insgesamt ziemlich ein.

11. August 2014, 22:49

@Uwe: Die Anzahl Seiten einer Domain ist selbstverständlich ein Faktor für die Sichtbarkeit einer Domain. Deshalb habe ich ihn in dem Artikel ja auch unter der Zwischenüberschrift „Weitere Einflussfaktoren auf die Sichtbarkeit“ aufgeführt. Die 45 % Erklärungsanteil für die Streuung des Sichtbarkeitsindex beziehen sich aber nur auf den Faktor Domain-Pop. Würde man zusätzliche Faktoren wie Anzahl Seiten, Suchvolumen, Qualität der Links usw. in die Analyse einbeziehen, könnte man mehr als 45 % erklären. In dieser Analyse sollte aber nur der Faktor Domain-Pop untersucht werden.

12. August 2014, 20:44

Es ist ein Wettbewerb gegen die Zeit und der alte Spruch „Content is King“ ist wieder hochaktuell. Ironischerweise hatte Google ja dieses SEO vor langer Zeit selbst ausser Mode gebracht, durch ihr PageRank Patent. Am Ende ist die einzige Richtschnur: Ständig optimieren ohne Manipulationen ist im Long Run das Einzige was beständig bleibt. Auch im Onpage – Bereich wurde viel manipuliert, und heute weiß jeder, das z.B. Keyword Stuffing Unsinn bzw. negative Auswirkungen hat.

12. August 2014, 20:44

Tja, so kann’s gehen… 😉 Ein Freund von mir arbeitet bei der Webconomy und wir haben uns erst vor kurzem über das Thema unterhalten. Wir waren uns eigentlich einig, man generell die Finger von Linknetzwerken lassen sollte, wenn man eine langfristige SEO-Strategie fährt. Sieht aus, als sollten wir Recht behalten. 🙂

12. August 2014, 20:45

Bei den ausgewählten Domains handelt es sich nicht um eine Zufallsauswahl, sondern um die 10.000 de-Domains mit den höchsten Werten im Sichtbarkeitsindex. Die Range reicht von 1.784,6 Punkte (amazon.de) bis 0,47 Punkte (satzentrale.de). Mit dieser Auswahl soll sichergestellt werden, dass die untersuchten Domains über eine gewisse Größe verfügen und ausreichend Daten für eine zuverlässige Analyse vorliegen.

12. August 2014, 20:46

Bei den ausgewählten Domains handelt es sich nicht um eine Zufallsauswahl, sondern um die 10.000 de-Domains mit den höchsten Werten im Sichtbarkeitsindex. Die Range reicht von 1.784,6 Punkte (amazon.de) bis 0,47 Faktor Domain-Pop. Würde man zusätzliche Faktoren wie Anzahl Seiten, Suchvolumen, Qualität der Links usw. in die Analyse einbeziehen, könnte man mehr als 45 % erklären. In dieser Analyse sollte aber nur der Faktor Domain-Pop untersucht werden.