Der Skandal, der keiner war

Johannes Beus
Johannes Beus ist Gründer und Geschäftsführer von SISTRIX.
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27. Januar 2011 86 Kommentare

Der Medien-Erfolg von Wikileaks scheint zum Nachahmen anzuregen: seit einigen Tagen twittert Sascha Pallenberg, der Betreiber von netbooknews.de, dass ein „ultimativer Tsunami“ über die deutsche Blogsphäre hereinbrechen werde. Ein „Schleichwerbenetzwerk“ kaufe Links in Blogs zur Manipulation der Google-Ergebnisse. Wer sich bereits etwas länger mit SEO beschäftigt, wird sich nun fragen: ja und weiter? Der Kauf von Links zur Verbesserung des Rankings ist so alt, wie Google selber. Die Taktrate, mit der Google auf diese Bedrohung reagiert, hat sich in den letzten Jahren etwas erhöht, grundlegende Änderungen gab es allerdings nicht.

Pallenberg hat nun offenbar Unterlagen von einem Netzwerk, das den Linkeinkauf für Kunden organisiert. Davon gibt es eine ganze Reihe: einige davon wie TLA oder Teliad machen das eher öffentlich, andere sparen sich diese Öffentlichkeit und verkaufen ihre Dienstleistung durch Empfehlungen. Allen gemein ist, dass sie ein legitimes Geschäft betreiben, das Google zwar nicht gefällt, aber keinerlei Gesetze verletzt. Das Geschäft läuft so ab, dass Blogger und Webseitenbetreiber angeschrieben werden und sie für das Setzen eines Links (meist mit vorher definiertem Linktext) einen gewissen Betrag erhalten. Das kann dann beispielsweise wie hier aussehen. In diesem Beispiel wäre „Netbooks“ das Keyword. Da diese Informationen aber für einen Skandal nicht ausreichen, wird das ominöse Schleichwerbenetzwerk konstruiert – mit einem Schönheitsfehler: die Autoren/Blogger sind in ihrer Textwahl komplett freigestellt, sie können schreiben, was sie wollen, müssen nur den Link unterbringen. Ebenfalls argerlich bei der Sache: ein von Meedia in der Angelegenheit befragter Anwalt vertritt die Meinung, dass das Vorgehen durchaus legal sei.

Etwas irritiert mich bei der Angelegenheit die Hybris, mit der sich der junge Assange über andere Blogbetreiber stellt. Gerade, wenn man sich etwas genauer anschaut, wie er selber für Linkwachstum auf seinen Projekten sorgt. Bei seinem Gewinnspiel nimmt man beispielsweise teil, wenn man aus einem Blog einen Link auf Netbooknews.de setzt – in der Vergangenheit gab es bereits ausreichend Fälle, in denen Google das als Verstoß gegen die Webmaster-Richtlinien sah‘ und die betreffende Domain auf die hinteren Plätze verwies. Ein keyword-gespickter Text in Hintergrundfarbe am Seitenende mag da vielleicht den Ausschlag geben. Warten wir also auf den nächsten Sturm im Wasserglas.

Update: in den letzten 2 Tagen hat sich die reißerisch „Bloggergate“ genannte Sache entwickelt: sowohl Heise als auch Spiegel Online haben berichtet, zahlreiche Blogs beteiligen sich an der Diskussion und der Auslöser stellt einige Sachen richtig. Im Rückblick glaube ich, dass der angebliche Skandal auf einem Missverständnis beruht. Die Aufregung zielt primär darauf ab, dass Werbekunden Blogger dafür bezahlen, ihre Produkte und Angebote in einem positiven Licht erscheinen zu lassen, folglich wird auch häufig von Schleichwerbung gesprochen. Und genau hier liegt das Missverständnis vor: den Werbekunden ist der Inhalt der Blogpostings egal, sie kaufen lediglich einen Link innerhalb des Textes. Damit ist keine positive Hervorhebung der Marke oder des Produktes verbunden – das steht so übrigens auch in dem mittlerweile veröffentlichen Vertrag („Der Site-Betreiber ist bei der Ausgestaltung seiner Postings nach wie vor vollkommen frei.“). Der konkrete Ablauf war offenbar so: es gibt eine Liste mit Begriffen und URLs, die mit diesem Begriff verlinkt werden sollen. Wenn ein Blogger, der an dem Netzwerk teilnimmt nun ein neues Posting schreibt, in dem einer dieser Begriffe vorkommt, verlinkt er die vorgegebene URL und erhält ab diesem Zeitpunkt für den Link jeden Monat Geld. Eine Einflussnahme auf die Inhalte findet hierbei nicht statt – und genau das ist glaube ich der Punkt, der häufig nicht klar genug herausgestellt wurde.

Christoph
27. Januar 2011, 19:37

Ohje, wie einfach es doch ist, sich im Internet selbst zum Helden zu küren…
Aber am Ende erreicht er wohl doch wieder das gewünschte Ziel: er bekommt Aufmerksamkeit und am Ende auch Links. Naja, wollen wir hoffen, dass Google nicht lange auf sich warten lässt. 😉

Voraussetzung für eine (imaginäre?) Anstellung bzw. Aufnahme als Redakteur scheint bei netbooknews.de übrigens ein aufregendes „Umzugsleben“ zu sein: http://www.netbooknews.de/uber-nbn/
😉

27. Januar 2011, 19:45

Ich bin gerade ein wenig überrascht, dass man um das Thema einen derartigen Aufriss macht. Paid-Posts mit Links sind doch nun nichts neues und mit der Kennzeichnung von Werbung hat die halbe Blogosphäre Probleme auch ohne ominöses Netzwerke.

Es ist aber schon interessant, wie man es mit so einem Thema in die TAZ schafft. Für Sascha Pallenberg ist die Aktion jedenfalls super PR. Eigentlich auch eine gute Strategie.

27. Januar 2011, 19:49

Hihi!

Stefan
27. Januar 2011, 19:54

Danke Johannes für deine wahren Worte. Allein – ich glaube nicht, dass der Betroffene sie versteht. Ich habe eben mal auf nbn gelesen und schwanke zwischen Amüsement und einer gewissen Ratlosigkeit. (http://www.netbooknews.de/31958/spiegel-online-netzwelt-oder-luegenblaettchen-2-0/) Meine Erkenntnis aus dem Artikel: Pallenberg hat eine PK anders erlebt als Patalong/Kremp von SPON. Ergo sind die beiden SPON-Redakteure in seinen Augen „trafficgeile Lügner“ respk. „technische“ Flachpfeifen und er mutmaßt auf strafrechtlich nicht irrelevante Weise über deren Gesundheitszustand:
„Werter Herr Kremp, vielleicht ziehen sie vor der naechsten Pressekonferenz einmal die Spritze aus der Armbeuge oder hoeren auf Crack zu rauchen, denn was sie sich da aus den Fingern saugen ist eine Sauerei.“
Johannes, dein Engagement bei Twitter und hier in allen Ehren – ich persönlich denke, Autoren, die übliche zivilisatorische Grenzen deutlich unterschreiten, sollten nicht diese Aufmerksamkeit bekommen. Es dürfte leider motivierend wirken.

Matze
27. Januar 2011, 19:58

Sollte man Wichtigtuer nicht lieber ignorieren, statt ihnen noch follow-links hinterherzuwerfen?

Dirk
27. Januar 2011, 20:01

Neben dem Gewinnspiel, für das er Links generiert hat, hat er gegen ein Produktsponsoring 3 Firmen verlinkt: „Vielen Dank an Cyberport,Cannon Software – VIA Technologies und Hodatechnology“

OMG! Derartige „Kellerleichen“ sollte man VOR dieser Aktion mal lieber beseitigen 😉

27. Januar 2011, 20:04

Sehr ich genauso. Da sieht man mal, wie wichtig die richtige „Zielgruppe“ für solche Aktionen ist. Auf jeden Fall hat Pallenberg das (scheinbar) pfiffig eingefädelt („Schleichwerbenetzwerk“). Offenbar sind alle „Großen“ auf den Zug aufgesprungen.

Das doofe ist natürlich, dass man sich mit solchen Ankündigungen (oder vielleicht sogar konkreten Blognamen) nicht gerade Freunde macht. Schätze, dass der gute Sascha das nicht überblickt. Naja, wenn man so reich ist und sogar in Fernost im Schuhkarton residiert, um einen „Aktualitätsvorsprung“ zu haben, dann hat man ein gutes Standing in der Szene wohl nicht mehr nötig…

27. Januar 2011, 20:19

Hallo,

ich staub mir hier mal ´nen Link ab 🙂

Grüße

Gretus

27. Januar 2011, 20:30

^^ wehe dem Gretus wenn er dafür noch bezahlt hat!

27. Januar 2011, 20:33

Wie alt und billig ist dieser Trick.

27. Januar 2011, 20:38

„linkbait of the year“, wenn er sich nicht damit zum trottel degradieren würde…

Er sollte lieber auch mal einen link verticken und sich nen anständigen Webserver mieten, die ladezeiten sind ja zum … na ja…

27. Januar 2011, 20:40

der Netbook link in den Beitrag ist mir auch schon aufgefallen und dann in dem Zusammenhang. Ist schon Comedy pur.

27. Januar 2011, 20:42

Ich werde morgen eine Enthüllung machen, die die gesamte dt. Blogosphäre erschüttern wird. Ach, wißt Ihr was, ich mache das gleich heute.

In sog. „Blogrolls“ wird ein WELTUMSPANNENDES SCHLEICHWERBENETZWERK UNÜBERTROFFENEN AUSMASSES gebildet. Hier schleichwerben durchtriebene und skrupellose Blogger FÜREINANDER!!!111 Und das angeblich sogar „kostenlos“. Diese Bloggerkommunisten!

Ach, sorry, ist gar nicht das Heiseforum hier? Dann bin ich wohl falsch abgebogen.

27. Januar 2011, 20:52

Ich wäre mir nicht so sicher, dass Schleichwerbung in Blogs legal ist. Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) ist da sehr eindeutig. In Paragraph 4 (3) steht: Unlauter handelt, wer (…) den Werbecharakter von geschäftlichen Handlungen verschleiert.
Anders sieht es natürlich aus, wenn die Bezahlung der Links offen gelegt wird. Das kommt aber wohl eher seltener vor 😉

27. Januar 2011, 20:52

Da hat wohl jemand erfolgreich aus einer Mücke einen Elefanten gemacht? Und die deutsche Presse ist wieder einmal darauf reingefallen. Kaum hören Journalisten etwas von Betrug und Skandal, da werden automatisch die Ohren gespitzt. Zum Glück ist der Artikel aber mit objektiven Aussagen gespickt.

27. Januar 2011, 21:09

Armselig aber mutig!

Schon witzig was das Wort „Skandal“ in den Online-Redaktionen auslösen kann!

vanCity
27. Januar 2011, 21:14

Niedlich, soll der gute Pallenberg mal machen. Vielleicht setze ich dann noch einen drauf und veröffentliche ein Pamphlet, das noch mehr Licht ins Dunkel bringt. Was würde wohl die SEO-Blogosphäre zu einer Liste sagen, die für sämtliche umsatzstarken Branchen in Deutschland Webseiten aufdeckt, die Links einkaufen/eingekauft haben. Mittlerweile läuft das Monitoring hierfür seit knapp 4 Jahren und offenbart jede Menge interessanter Daten. Das wäre doch sicher für den ein oder anderen interessant zu sehen, oder? Google ist das ja eh egal. Wirklich schaden dürfte es also niemandem. Mal schauen was mein Rechtsbeistand dazu sagt…

27. Januar 2011, 21:16

Moin,

ob Skandal oder nicht: Das Unternehmen, das hinter dem „Schleichwerbesumpf“ steckt, ist Onlinekosten.de, der Betreiber des Blogs Basic Thinking. Ganze Geschichte dazu gibts hier http://bit.ly/hMUYPF

27. Januar 2011, 21:21

Traurig finde ich eher den Hype der da veranstaltet wird und die Aussagen von Sascha über den Schutz der armen Blogger…
Mal eben noch ein wenig profilieren… aber dann den Namen des Bloggers im Dateinamen des Vertrages stehen lassen… *kopfschüttel*

27. Januar 2011, 21:26

Genial auf den Punkt! Ich finde das ganze Thema extrem unterhaltsam, solange es sich nicht noch über Tage / Wochen hinzieht.

Frank
27. Januar 2011, 21:31

Die Blogger bekommen nen Bruchteil von dem was der ach so tolle deutsche Vorzeigeblog dafür eingestreicht hat. Wo lebt ihr? Als ob die „kleinen“ Blogger so viel Ahnung davon hätten, die freuen sich, das so eine Webgröße wie Basicthinking auf sie zukommt und sogar noch Geld bietet und merken gar nicht, wie sie verarscht werden. Das sind übelste Methoden und ihr tut so, als sei das alles normal. 🙁

27. Januar 2011, 21:44
27. Januar 2011, 21:51

Grad bei Facebook gesehen: http://on.fb.me/e7agnA
Wie kann der arme Kerl (Informant) nun eigentlich gegen eine Taiwan Ltd. Ansprüche geltend machen ?

27. Januar 2011, 21:52

Schon, aber wo kann ich mich jetzt dafür anmelden und die 50 Euro kassieren???

Frank
27. Januar 2011, 22:04

@Dennis Warum sollte er, so wie ich das verstanden habe, hat der doch gerade nix unterschrieben und ne Vertragsstrafe ohne Vertrag gibt es wohl eher weniger. Auch wenn hier vllt. der falsche Ort ist, das zu sagen, finde ich, dass es gut ist, das so etwas veröffentlicht wird. IHR wisst sowas, für EUCH ist das normal, für viele andere aber eben nicht. Zudem ist es unabhängig von den Linksachen schon etwas „merkwürdig“ kleine Blogger im namen von nem A-Leitblog anzuschreiben, was von Kooperation zu erzählen und am Ende nur Link verkaufen zu wollen. Sicher, rechtlich okay, aber moralisch, naja.

27. Januar 2011, 22:12

Habe fremde Links im Footer von meinem neuen WordPress-Theme ausfindig gemacht. Mal bei #Bloggergate durchklingeln. Befürchte Globale-Linkstrategien dahinter!

27. Januar 2011, 22:30

Blogger & Geld. Ein Thema das immer wieder Polarisiert .. :-/

27. Januar 2011, 23:35

Hey Johannes, wie war dein Tag?

Die Frage ist doch weit interessanter als dem Typ in Taiwan auch nur 1 Sekunde seiner Lebenszeit zu schenken.

28. Januar 2011, 00:01

Nette Geschichte – so lob ich mir das Internet. Immer wieder amüsant :).

28. Januar 2011, 00:04

hihi…wat denn…ist doch ein cooler linkbait…komm ich aber locker drüber vom bullshitfaktor…:-)
http://www.hochbuerder.org/chipkartenviren/

🙂

28. Januar 2011, 01:59

[…] Nun ist die Katze aus dem Sack, der auch umgehend in China umgefallen ist. Es gibt Leute, die Links kaufen und rechts abbiegen. Skandal! […]

Yves
28. Januar 2011, 02:40

Mir gefällt besonders die Werbung für SEO Agenturen in seinen Adsense Blöcken.

Mein Kommentar darüber wurde von ihm gelöscht. Aber ok. Das er an SEO Agenturen Werbung verdient, passt wohl nicht so ganz in sein Selbstbild. 😉

28. Januar 2011, 08:35

Ob ich jetzt einen 50er für einen Link pro Monat bezahle oder dafür Hardware via Gewinnspiel raushaue: Beides sind Paidlinks 😉

Anonymous
28. Januar 2011, 09:56

Es ist doch egal, ob Netbooknews die Daten hat oder nicht, Google hat die ganzen Netzwerke auch „Link…t“ doch schon seit Jahren „infiltriert“. Das ist doch kein Beitrag wert oder? Sascha versucht mit der „Hau-draufkeule“ mediale Aufmerksamkeit zu erzwingen. Sistrix macht sich dann auch noch zum Handlanger. Also ich finde die Auseinandersetzung mit SEO Themen wichtiger, die jedoch in diesem Blog immer weniger zu finden ist. Die meisten Beiträge mit schönen Grafiken finde ich mittlerweile nur noch reine Promotion für die Sistrix Tools. Früher war alles besser 🙂

28. Januar 2011, 10:00

Okay, genug gelacht. Weitermachen!

Frank
28. Januar 2011, 10:03

Ich weiß jetzt nicht, ob ich einer der wenigen bin, der den Kerns von Saschas Beitrag versteht, oder ob ich einfach ne andere Denkweise habe. Das verlinkt wird ist klar, das SEO und gekaufte Sachen dabei sind ist ebenso klar, aber deswegen kann und sollte man es doch verurteilen, wenn eine solch Große GmbH/AG mit dem Namen eines großen deutschen Blogs den die meisten Laien sogar aus dem TV kennen dürften unerfahrene Blogger gewinnen wollen.

Ich mein, ich bin kein SEO-Fachmann, aber wenn das alles so okay ist, warum darf da nicht drüber gesprochen werden? Warum 5000€ Vertragsstrafe? Ich kenne viele die einfach anfangen zu schreiben, also zu bloggen, die würden im Leben nicht daran denken, dass das Internet mit Google heutzutage so funktioniert, die lassen sich aber von einer „Kooperation mit Basicthinking“ beeindrucken.

Alleine dafür, dass in Zukunft die Leute nicht mehr auf sowas anspringen, ist es gut, so etwas zu veröffentlichen. Ich sehe das so: Content + SEO alles i.O., SEO um irgendwelchen Content zu pushen daneben. Jeder, aber wirklich jeder in meinem privaten Umfeld ist genervt von den Google Treffern, weil immer weniger guter Content oben landet. Und darauf kommt es doch an, oder?

booming
28. Januar 2011, 10:22

Blogger sind scheisse!

Luisp
28. Januar 2011, 10:57

@ Frank

Hey Frank,

ist das reine Bequemlichkeit oder Methode, dass du unter allen Beiträgen zum Thema auf den unterschiedlichsten Blogs a) fleißig kommentierst und b) immer den gleichen Text benutzt (Copy & Paste ist soooo toll) ?! Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

Kann ich aber verstehen, so eine Gegenkampagne wäre sonst auch viel zu anstrengend…man stelle sich vor, man müsste alles immer neu tippen – aber Vorsicht: Google könnte das als Duplicate Content ausfiltern.

P.S. Habe letztens bemerkt, dass immer mehr Leute im Netz mit gefälschter Identität unterwegs sind. Da sollte mal einer nachforschen… 😉

28. Januar 2011, 11:00

Ich mag sistrix und finde es komisch, dass hier dieser kritische Artikel herauskommt, der versucht, sich auf ebendiese Stufe zu stellen, die kritisiert wird. Kommt mir eher unprofessionell vor und riecht fast schon wie ein Schuldeingeständnis, wo es keine Schuld gibt.

Frank
28. Januar 2011, 11:35

Hey Luisp, ich wähle meine Worte mit Bedacht und ja, mir fehlt ehrlich gesagt die Zeit, dass alles genau nochmal zu schreiben. Überlege lieber, warum es möglich ist, dass ich es kopieren kann? Richtig, weil trotz unterschiedlicher Formulierung von diversen Medien die gleichen Verzerrungen gebracht werden.

Da du da jetzt das Recht an Anonymität aushebeln willst, finde ich hingegen ein starkes Stück. Ich finde dieses Thema spannen, gerade weil ich vorher nicht viel darüber wusste.

Ich mein ich bin nicht blöd, auch für mich war klar, dass es Linkverkäufe gibt, aber mit solchen Machenschaften und solchen Methoden? Bis jetzt konnte mir keiner mal ehrlich und klar sagen, ob er es moralisch okay findet, dass ein deutscher „Vorzeigeblog“ für so etwas benutzt wird und warum um Himmels willen, darf man darüber nicht sprechen, wenn das alles so normal ist? Und warum soll man eine so hohe Strafe zahlen? Ich meine Geschäfte hin oder her, das muss einem doch komisch vorkommen, oder!?

Sollte dieser Kommentar genau auf eine andere Diskussion passen, behalte ich mir als Urheber vor, diesen wieder zu kopieren, ist ja mein Gedankengut 😛

Yannick
28. Januar 2011, 16:29

Der Junge bekommt nun Links von Spon, Taz, Heise. Netter hätte er doch keinen Linkbait starten können. In ein paar Tagen redet keiner mehr über sein Verhalten. Die Links bleiben aber bestehen 😉

Julian
28. Januar 2011, 18:12

@Frank:

Hebt dieser „Skandal“ deine Welt so aus den Angeln? Wo ist denn da jetzt der Skandal? Mensch, dein Weltbild muss ja fast zusammenbrechen wenn du eine TV Werbung siehst, in der Heidi Klum für Haarspray Werbung macht! Da wird eine Vorzeigeprominente des deutschen Fernsehs für so widerliche Geschäfte genutzt – ist ja widerlich! 😀

Und wenn jetzt jedes Geschäft bei dem es eine Vertragsstrafe gibt als „ominös und dubios“ gehandelt wird dann gute Nacht.

Für mich ist es total überzogen und ich finde der Sascha Pallenberg versucht sich einfach nur Zwanghaft in den Mittelpunkt zu drängen & als Held aufzuspielen… das hat mehr Potential für einen Skandal als die Sache selbst.

28. Januar 2011, 18:33

Sehr interessant finde ich die Dokumente, die ich mir heute gleich mal gezogen hab. Habe einige Keywords im Monitoring und schaue mal, was sich da so tut.

@Yannick: Da hast Du Recht, ein erfolgreicher Linkbait für Herrn P.

@Missfeldt: Stimmt Dir im Punkto „richtige Zielgruppe“ zu, aber es ist wohl ein Unmögliches im Vorfeld abzuschätzen, ob nicht doch jemand wie Herr P. dabei ist, der Deine Aktion dann in einen eigenen Linkbait verwandelt.

Und ganz im Sinne des Gretus lass ich einen Link da. Zahlen tu ich dann später Johannes 😉

Ist es eigentlich schon zu spät, oder soll ich auch noch einen eigenen Artikel verfassen… *Week-end*!

Gruß,
Tobi

Max
28. Januar 2011, 21:02

@Frank

Es ist doch völlig egal ob es nur ein Bruchteil ist von dem was onlinekosten bekommt. DIe Frage ist doch: Ist der Preis für den Blogger akzeptabel? Sind diese 30 Euro für einen Textlink ok, oder nicht. Das entscheidet jeder Blogger für sich und der eine oder andere macht das sicher gerne. Nur hat darüber nicht dieser Dummschwätzer Sascha zu entscheiden. 30 Euro sind 30 Euro, egal ob onlinekosten dafür 100 oder 1000 Euro bekommt.

29. Januar 2011, 11:17

Dass die Blogger monatlich Geld für die Links erhielten ist falsch.
Jeder Link wurde einmalig vergütet.

29. Januar 2011, 11:29

Alles was ich an der Aktion auszusetzen hätte, beträfe die Strategie. Denn meiner Ansicht nach reicht ein Blick auf Trigami-Aktionen etc. um zur Ansicht zu kommen, das ein derartiger Backlinkaufbau zumindest nicht von Nachhaltigkeit zeugt. Aber wer weiss es schon genau? Könnte ja nur Teil der Strategie sein.

29. Januar 2011, 12:26

@Johannes
„Wenn ein Blogger, der an dem Netzwerk teilnimmt nun ein neues Posting schreibt, in dem einer dieser Begriffe vorkommt, verlinkt er die vorgegebene URL und erhält ab diesem Zeitpunkt für den Link jeden Monat Geld.“

Das hatte Heise auch erst fälschlicherweise geschrieben. Es handelt sich um Einmalzahlungen!

29. Januar 2011, 12:50

Hallo Frank,

schade, dass Du kein Link angibst. Hätte gerne gewusst wer du bist….

Äh, keine Angst, nichts böses. Im Gegenteil, finde Deine Argumentation hier sehr gut!

29. Januar 2011, 14:49

Hier gibt es die Liste der beteiligten Blogs:
http://bloggergate.tumblr.com/

29. Januar 2011, 17:46

„Eine Einflussnahme auf die Inhalte findet hierbei nicht statt“

Auch wenn ich dem Artikel im Großen und Ganzen zustimme, würde ich das so nicht stehen lassen. Denn wenn man sich betroffene Artikel ansieht merkt man schnell: Die Sätze, in denen die gekauften Keywords vorhanden sind, wirken lieblos dazugeschrieben und stehen oft in nur sehr losem Zusammenhang zum eigentlichen Gedankengang des Artikels. Beispiel:

„…Ehrlich gesagt würde ich nie auf die Idee kommen fast 300 Dollar für ein paar Teile auszugeben, die einfach nur ein Telefon weiß machen. Da würde ich das Geld eher in einen Wellnessurlaub [Link] investieren, was an sich zwar auch sinnlos, aber für mich immerhin sinnvoller als dieses Produkt ist.“

Es ging in dem Artikel um den Kerl, der mit dem White iPhone Conversion Kit reich geworden ist. Andere Artikel scheinen nur für die Keywords geschrieben worden zu sein.

Mein Fazit: Es fand durchaus Einflussnahme auf die Artikel statt. Nur eben nicht dahingehend, dass Meinungen aufgezwungen wurden, sondern dass die Artikel mit irrelevanten und redundanten Sätzen „verschmutzt“ wurden.

Der Super-Skandal ist natürlich das alles beileibe nicht. Und außerhalb der Blogosphäre interessiert es – vermutlich zu Recht ¬ sowieso kein Mensch.

Grüße!

Kathleen
29. Januar 2011, 19:16

es ist sicherlich kein Skandal, aber es handelt es sich wohl um Schleichwerbung. Wer Geld für eine werbliche Tätigkeit bekommt (und das ist es nun mal), muss dieses kenntlich machen.
Jetzt ist doch nur die Frage, ob die Blogger es in ihrem Blog erwähnt haben, dass man Geld für Links bekommen hat. In dem UWG von Ende 2008 ist dieses eindeutig geregelt. Andere Medien müss(t)en sich auch daran halten.

Aufklärender Artikel dazu:
http://spreerecht.de/abmahnung/2011-01/verschleiert-viral-und-illegal-zur-rechtswidrigkeit-von-schleichwerbung

cu,
diekathleen

29. Januar 2011, 19:46

Das wirklich skandalöse an der ganzen Sache ist die Vertragsstrafe die in Kraft tritt, wenn die Blogger ihr Schweigen brechen.
Das ist schon ’ne üble Nummer, hinzu kommt das auf BT sich niemand auch nur annähernd dazu äussert.

Aber wie dem auch sei, wenn ich morgen beim Mini-Handballturnier davon erzähle, werde ich nur Schulterzucken ernten. Den normalen Nutzern ist Google, SEO, Linkbuilding, Paidlinks und das Gekritzel in irgendwelchen Blogs völlig schnuppe. Vermutlich zu recht, 95% der Leute suchen bei Google nach Google um den gewohnten Suchschlitz zu bekommen.

29. Januar 2011, 20:42

@Kathleen: Ja, Schleichwerbung und damit illegal ist es auf jeden Fall.

29. Januar 2011, 22:23

Echte Luftnummer. Wenn er nicht aufpasst, findet er bald noch raus, daß Google mit Adwords Geld verdient. srly!

29. Januar 2011, 22:26

Sowas kann aber auch schnell nach Hinten losgehen – wenn Google von solch einer Windaktion was mitbekommt, fliegt die Seite schneller aus dem Index als sie jemals dahin gekommen ist – und wenn man Pecht hat, auf Ewigkeiten !! Hoffentlich !!

30. Januar 2011, 11:13

Als Blogger bekomme ich jeden Tag gleich 20 bis 30 Linkanfragen von „privat“ oder direkt offen durch Agenturen. Was mich ärgert, ist die Frechheit, mit der von den Agenturen vorgegangen wird. Man bietet in der Regel 5 bis 30 Euro für einen Link und darüber hat sich der Blogger gefälligst zu freuen und untertänigst das Angebot anzunehmen.

Bei allein 30.000 PIs allein in einem meiner Blogs kommen die Angebote einer Beleidigung gleich. Ich verweise dann immer auf unsere Preisliste für Werbung – und höre von diesen Agenturen dann nichts mehr.

Diese Angebote sind so lange erfolgreich, wie es Blogger gibt, die darauf eingehen.

30. Januar 2011, 11:32

Schon auffaellig, dass netbooknews.de anscheinend in einer Penalty haengt und den Pagerank betreffend abgestraft wurde (PR0 auf der Startseite). Mag evtl. mit Sidebar-Links zu „My Dealz“ oder – noch spannender und nach einem Kommentar von mir bei Facebook (der auch geloescht wurde) anscheinend entfertnem – Link zu news.preisgenau.de. Die uebrigens beide nicht als Werbung gekennzeichnet sind bzw. waren.

Wenn man sich die Pagerank-Schwankungen im letzten Jahr (immer zwischen 5 und 0) so anschaut, merkt man recht schnell, dass der Betreiber in keinster Weise sauber arbeitet, was man auch an besagten Gewinnspielen erkennen kann, bei denen er fuer die Teilnahme einen Backlink fordert (ist das ueberhaupt legal?). Hier wird definitiv mit zweierlei Mass gemessen, naemlich dem, was Herrn P. so schmeckt (Linktausch, Gewinnspiele mit Link-Pflicht) und dem, was ihm gegen den Strich geht (Linkkauf). Alles was der feine Herr macht ist also moralisch vollkommen korrekt, klar!

30. Januar 2011, 12:01

Nur zu Dokumentationszwecken noch ein Screen vom entfernten Link: http://tinypic.com/r/15cov34/7

31. Januar 2011, 09:12

Ach da gab es ja mal wieder einen Sturm im Wasserglas.

Phil
31. Januar 2011, 10:36

Eigentlich hatte ich ursprünglich vor, das ganze „Ichfühlemichwichtig“-gate umkommentiert sich selbst in die Tonne kloppen lassen. Aber es gab dann doch etwas, das ich an dieser Aktion spannend fand (und damit meine ich sicherlich nicht die unglaubliche Entdeckung, dass es gekaufte Linknetzwerke gibt): Schreibt ein vermeintlich „wichtiger“ Blog etwas „scheinbar“ Skandalöses, springen sofort alle darauf an: Spiegel, taz etc. Sascha (wie heißt er doch noch?) hat es einfach verstanden, für Werbung zu sorgen… und ist im „richtigen“ Klüngel gelandet, der den Brocken sofort frisst, der ihm hingeworfen wird. Man gönne ihm doch die 2 Tage „Ruhm“. Dann ist auch wieder gut, die Kinder haben ausgespielt und können zur Tagesordnung übergehen und bezahlterweise Netbooks testen…

Was ich an der ganzen Debatte nicht verstehe: Warum regen sich alle so auf, dass die Blogger Ihre Schreibkraft für so wenig Geld verschleudern? Jeder ist doch selbst verantwortlich dafür, wieviel er sich wert ist. Jüngere Blogger, die einen Link für 30 EUR kaufen, werden schon früh genug merken, dass das zu wenig ist. Im Textbereich, vor allem beim Contentwriting, kräht kein Hahn danach, wenn Texte mit 350 Wörtern für 1,50 EUR angeboten werden.

Schleichwerbung: Vielleicht sollte man in Zukunft einen neuen meta-Tag einführen:
oder

Ach ja: Danke übrigens für diesen lesenswerten Artikel!
Und: auf einen Backlink habe ich verzichtet, hab mir gerade schon ein paar Tausend bei geprellten und ausgebeuteten Bloggern per Abmahnung erpresst und Sie anschließend per Verschwiegenheitsklausel zum ewigen Schweigen verdonnert 😉

31. Januar 2011, 17:22

Schönes Beispiel für einen guten Linkbait,
der Shitstorm wird Sascha sowas von egal sein,
Gratulation meinerseits zur Idee, die war gut – vor allem weiß jetzt auch der letzte, dass man bei basicthinking Links bestellen kann – haben die gemeinsame Sache gemacht -der Sascha und die Betreiber von basicthinking – wenn ja dann ein tolles Werbeteam. Hut ab!

31. Januar 2011, 19:33

Cool – da kann man sich auch gleich selbst bei Google anzeigen. Tja – so schnell kann man eine sehr gute Domain wirklich sowas von ins Jenseits abschießen. Und wenn man das 2-3 mal macht wird die Domain gleich auf die Blacklist bei Google gesetzt und dann ist Feierabend. Der arme Robert – so wird sein Erbe verjubelt 😉

1. Februar 2011, 17:38

Man kann Links auch kaufen? Das muss ich sofort twittern

Ich+Du
2. Februar 2011, 09:30

Die SEOs sehen das alles nur mit SEO-Brille. Aber was ist mit den Konsumenten? Wenn ich einen Blog-Artikel lese, der redaktionell aussieht, dann soll er auch redaktionell sein und nicht nur deshalb geschrieben, damit ein Link oder ein Produktname darin vorkommt. Wie soll ich als Leser entscheiden, ob der Artikel die ehrliche Meinugn des Bloggers ausdrückt oder nur ein Wortsalat ist?

Die Bloggerszene reklamiert seit langem Redaktionsprivilegien für sich, beispielsweise den Quellenschutz. Dann soll sie sich auch an die damit einhergehenden Verpflichtungen halten: Trennung von Tatsachen und Meinung, Kennzeichnung von gekauften Artikeln und Werbung, usw.

2. Februar 2011, 09:32

Verpflichtungen, an die sich „traditionelle“ Medien regelmäßig nicht halten. Da gibts auch ein Blog zu, heißt „bildblog.de“.

Ich+Du
2. Februar 2011, 09:42

Dass es schwarze Schafe gibt legalisiert das Verhalten dieser? Das ist ein ganz neuer Rechtskodex. Könnten wir ja auf alle Vergehen anwenden.

2. Februar 2011, 09:49

Was ich sagen will: Das hohe Roß, auf dem traditionelle Medien sitzen, und das auch aus Deinem Beitrag herauswiehert, ist eigentlich schon längst tot.
Anders als die erdrückende Mehrzahl aller Blogger ist jedes redaktionsbasierte Medium, das ich kenne, ein gewinnorientiertes Unternehmen und handelt auch so. Die große Ausnahme, nämlich der öffentlich-rechtliche Rundfunk, benimmt sich auch regelmäßig daneben (Schleichwerbeskandale, Gebührenverschwendungs-Vorwürfe etc.).
In den letzten Jahren hat hier eine Deprofessionalisierung stattgefunden, die bedenklich und m.E. praktisch unumkehrbar ist. Das Rezept der traditionellen Medien ist nämlich schon seit langem, neue Medien zu verteufeln anstatt an der eigenen miserablen Qualität zu arbeiten.

Ich+Du
2. Februar 2011, 15:13

@filoo_chris: Den kann ich voll und ganz zustimmen. Aber rechtfertigt dies die vielen Kommentare hier, die Praxis der gekauften Blog-Einträge zu verteidigen?

Die Blogspäre hat sich mal als Gegeggewicht zu den „gekauften“ traditionellen Medien gesehen. Davon ist wohl nicht mehr viel übrig.

IMHO ist das Probkem nicht, dass einige Blogger gekauft sind, sondern dass fast alls SEOs hier und anderswo diese Praxis als „normal“ verteidigen. Das zeigt nur, wie tief die Szene inzwischen gesunken ist. (Wobei meiner Meinung nach „White Hat SEO“ und Linkkauf einander ausschließen, aber Johannes wird das naturgemäß anders sehen.)

Staatsanwalt
3. Februar 2011, 00:02

Ein Blogger unterliegt auch den deutschen Gesetzen und muss für das Trennungsgebot sorgen. Werbung muss als solche klar gekennzeichnet sein. Dies dürfte in diesen Fällen nicht der Fall sein. Und damit ist es ein klarer Verstoß gegen deutsche Gesetze. Klar, ist nichts neues, die Wettbewerbszentralen würden gerne dagegen vorgehen, brauchen aber konkrete Namen. Nun liegt das vor und man darf gespannt sein, ob nun die Staatsanwaltschaft loslegt. Oder Anwälte holen die Abmahnungen raus. Auch die wissen, wie die Blogger, wie Geld riecht. Man darf nicht vergessen: Wir lesen auch diesen ganze Mist. Daher traue ich sowieso erstmal keinem der da bloggt. Ihr Blogger macht Euch Euren Ruf ganz kaputt. Und vielleicht wird der eine oder andere mal vor Gericht stehen. Ich weiss was es heisst wenn die Staatsanwaltschaft vor der Tür steht. Bin gespannt, was passiert. Ganz ehrlich: Es werden vielleicht einige Blogger vor Gericht gezerrt, angezeigt oder sonstwie bestraft. Tut weh, dürfte aber eher hilfreich sein. Auch Blogger unterliegen den Gesetzen. Wird Zeit, dass das auch mal durchgesetzt wird. Klar, die ganzen unseriösen Affiliates sollten dann gleich ebenfalls ins Visier genommen werden. Ich würde mir eine seriöse, freie, unbezahlte Berichterstattung wünschen wie ich es von der „freien Presse“ auch erwarte. Und: Ob der Inhalt frei gestaltet werden darf spielt keine Rolle. Es geht um Schleichwerbung und die ist strafbar. Punkt.

Yves
3. Februar 2011, 00:27

Ob gekaufte Links in Artikeln überhaupt als Werbung zu werten sind, ist doch überhaupt nicht gesagt. Das müsste erst mal ein Gericht klären.

chris
3. Februar 2011, 00:31

Für einen Staatsanwalt ist Dein juristisches Grundlagenwissen sehr dürftig. Natürlich ist Schleichwerbung in Deutschland NICHT strafbar. Allenfalls ein Wettbewerber könnte sich im Rahmen des UWG dafür interessieren, aber sicher kein Staatsanwalt oder Strafrichter dieses Landes.

Ich+Du
3. Februar 2011, 14:17

@Staatsanwalt: Das Trennungsgebot ist kein Gesetz, sondern eine Konvention, ein Gebot, an das dich die Medien freiwillig hatlten sollten/müssten.

Was gesetzliche Regelungen betrifft müchte ich Heiner zitieren: „Unlauter handelt, wer (…) den Werbecharakter von geschäftlichen Handlungen verschleiert.“ IANAL, aber das trifft IMHO eindeutig zu.

Wenn das keine Werbung wäre, wofür gibt die Agentur dann Geld aus? Für eine Gegenleistung, sonst wäre es ja Untreue. Und wie würde man diese Gegenleistung bezeichnen wenn nicht „Werbung“?

8. Februar 2011, 16:52

@Henning Ohlsen

Einfach eiskalt aufgedeckt… Jetzt ist ja die ganze Spannung futsch.

13. Februar 2011, 18:09

Gelesen – gelacht – gelöscht. Das geht als Pallenbait in die SEO-Geschichte ein.

17. Februar 2011, 20:11

Hallo, unter http://blog.branchenbuch.ag/seo-contest/ wurde auch ein neuer SEO Contest gestartet. 9 x iPad 2 zu gewinnen. Schaut euch das mal an.

Gruß Reini

17. Februar 2011, 21:56

Ganz schlechte Idee zum Linksammeln! So langsam sollte es doch klar sein, dass solche plumpen Link Sammelideen schnell nach hinten losgehen können – na dann viel Spaß – bald ist die „branchenbuch ag“ nicht mehr bei Google zu finden. tata

1. März 2011, 04:10

Ich denke diese komplizierten Verträge geben der Sache einen anrüchigen Touch.

Wobei ich 50€ Miete pro monat doch sehr fair finde

23. März 2011, 09:35

Hat irgendwer Link gesagt? Danke!

Gute oder schlechte PR sind beide PR.
Wenn keiner ueber Dich redet dann ist’s zappenduster…

Aber ein Skandal koennte hier helfen 🙂

4. April 2011, 13:49

Schöne Geschichte so kanns weiter gehen *g*

4. April 2011, 13:49

Schöne Geschichte so kanns weiter gehen *g*

5. April 2011, 14:11

Mag die Sachen von Sistrix auch…Mal eine andere Frage gibt es schon neue Updates von dem Dokument? Lg chris

11. August 2014, 22:14

Sowas kann aber auch schnell nach Hinten losgehen – wenn Google von solch einer Windaktion was mitbekommt, fliegt die Seite schneller aus dem Index als sie jemals dahin gekommen ist – und wenn man Pecht hat, auf Ewigkeiten !! Hoffentlich !!

12. August 2014, 20:48

Kurze Frage zur Einschätzung. Waren hier hauptsächlich Domains betroffen, die schon ein ersten Penguin 1.0 erhalten haben oder von Euren Analysen eher komplett neue Seiten. Habe gerade jemanden im Seminar bei uns der zwei mal und massiv von Penguin 1.0 und jetzt vom Penguin 2.0 getroffen wurde. Strategie 100% Anchortextlinks. Die Frage ist was nun?

12. August 2014, 20:49

Ganz schlechte Idee zum Linksammeln! So langsam sollte es doch klar sein, dass solche plumpen Link Sammelideen schnell nach hinten losgehen können – na dann viel Spaß – bald ist die „branchenbuch ag“ nicht mehr bei Google zu finden. tata

12. August 2014, 20:49

Was gesetzliche Regelungen betrifft müchte ich Heiner zitieren: „Unlauter handelt, wer (…) den Werbecharakter von geschäftlichen Handlungen verschleiert.“ IANAL, aber das trifft IMHO eindeutig zu.