Die Ignoranz der Großen

Johannes Beus
Johannes Beus
17. Juni 2007
Johannes Beus
Johannes Beus
Johannes Beus ist Gründer und Geschäftsführer von SISTRIX.

Es gibt ja eine Reihe von so genannten Internet-Gesetzen. So besagt Godwin’s Law beispielsweise, dass derjenige, der in einer Diskussion das Gegenüber als Nazi bezeichnet, die Diskussion verloren hat. In Bezug auf Internetfirmen könnte man jetzt folgende Law aufstellen: „Je größer die Marktmacht der Firma, desto ignoranter geht die Firma mit ihren Kunden um“.

Ein aktuelles Beispiel dieser Regel zeigt Google im Umgang mit Markus, einem Affiliate aus Österreich, der einen Teil seinen Traffics via Google AdWords einkauft. Nach einem zwar blöden, aber keinesfalls fatalen Fehler hat Google sein AdWords-Konto geschlossen. In der letzten Mail wurde ihm mitgeteilt, er möge von weiteren E-Mails absehen, da die Entscheidung endgültig sei – und das sechsstelligen Ausgaben für Google AdWords seit Anfang des Jahres. Markus geht damit jetzt an die Öffentlichkeit und bezahlt jedem Blogger, der ebenfalls Erfahrungen – egal ob positiv oder negativ – mit dem AdWords-Support hat und diese bloggt, 50 Euro.

Eine weitere Bestätigung dieser Regel scheinen Affiliate-Netzwerke zu sein. Von Zanox liest man häufiger, dass auf E-Mails gar nicht oder nur, wenn man Mitarbeiter über Kontakte anspricht, reagiert wird. Mit Affili.net habe ich persönlich bereits negative Erfahrungen gemacht: Ein Baufinanzierungsprogramm beworben und nach 3 Monaten wurden ausnahmslos alle Leads gestrichen, nicht ein einziger wurde gutgeschrieben. Affili.net hatte es nicht mal nötig auf meine E-Mails mit der Bitte um Klärung zu reagieren – seitdem wickle ich über diesen Programmbetreiber keine Beziehungen mehr ab.

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Kommentare
Info   
18. Juni 2007, 06:12

Hi,

was war das denn für ein „blöder“ fehler, wenn man mal fragen darf?

MfG

Maik   
18. Juni 2007, 12:05

Naja also ich kann mich über zanox nicht beschweren, wenn ich eine Frage hatte an den Support kam recht zügig eine Antwort. Und so wie die Mails aussahen würde ich mal meinen das es keine automatisierten Mails waren. Und ich bin kein Premium-User oder sowas in der Art.

Website Boosting   
18. Juni 2007, 13:00

Kann ich auch nicht nachvollziehen! 6-stellige Ausgaben und dann keinen Ansprechpartner bei Google? Das gibt´s doch schon lange nicht mehr. Bei der Summe hat man einen persönlichen Betreuuer in Dublin. Die sind sehr kompetent und regagieren sofort. Und man hat eine Durchwahl.

Vielleicht wurde da ein klein wenig übertrieben mit dem Umsatz?

Dass Google nicht auf jede der tausenden Mails allein aus D persönlich reagieren kann, ist unschön, aber verständlich. Und wenn es einen triffrigen Grund für den Ausschluss gibt, wird die Mail nat. automatisch abschlägig beschieden. Wie schon gesagt, bei nenneswertem Umsatz kann man dort aber immer auch mit einem Menschen sprechen und das klären.

Markus   
18. Juni 2007, 14:27

1. Ich hatte keinen persönlichen Ansprechpartner. Zumindest hat man mir nie einen genannt. Ich sollte bei dem Umsatz einen haben? finde ich auch. Allerdings hätte ich keinen gebraucht. So lange mein Account nicht gesperrt war.

2. der Umsatz ist korrekt. Wer mich persönlich kennt weiß, dass WENN ich eine Zahl nenne, diese auch stimmt.

3. In der zweiten mail wurde mir auch eine Telefonnummer genannt. Ich hatte auch vor, nach dem Urlaub dort anzurufen. Nachdem in der dritten e-mail dann aber unmissverständlich zu lesen war, dass ich mich nicht mehr an den Support wenden soll, hab ich mir das erspart.

>Dass Google nicht auf jede der tausenden Mails allein aus D persönlich reagieren kann, ist unschön, aber verständlich.

Da bin ich deiner Meinung. Ein großer Teil der Anfragen lässt sich vermutlich mit Baustein-Antworten ausreichend beantworten.

>Und wenn es einen triffrigen Grund für den Ausschluss gibt

Ob der Grund für den Ausschluss triftig ist, ist Ansichtssache. Nach dem bisherigen Feedback zu urteilen, scheinen fast alle (Nicht-Googler) meine Meinung zu teilen, dass dem nicht so ist. Ich hab ja auch in dem Artikel geschrieben: „…dass sich jemand meinen Fall einmal 2 Minuten ansieht, anstatt einfach ein paar Buttons zu klicken. Wenn man mir DANN sagt, dass die Verstöße so grob waren, dass eine weitere Schaltung von Anzeigen nicht in Frage kommt, muss ich das akzeptieren.“

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