Erfahrungen mit Textbroker.de

Johannes Beus
Johannes Beus
Johannes Beus ist Gründer und Geschäftsführer von SISTRIX.

Ich habe bei Internetmarketing-News und dem Affiliateboy jeweils einen Beitrag zu Textbroker.de gelesen und, da ich seit ein paar Tagen ebenfalls mit diesem Service zur Contenterstellung experimentiere, will ich auch meine Meinung dazu beitragen.

Textbroker bringt Produzenten von Texten auf der einen und Contentsuchende auf der anderen Seite zusammen. Es wird damit geworben, mehr als 6.000 Textschreiber rekrutiert zu haben. Die Bezahlung erfolgt auf Wortbasis. Je nach Qualitätseinstufung des Texteschreibers erhalten diese zwischen 0,2 und 4 Cent pro Wort – der Auftraggeber zahlt zwischen 0,4 und 6 Cent. Etwas befremdlich mutet es da an, dass zusätzlich dazu noch eine Bearbeitungspauschale von 30 Cent pro Auftrag fällig wird. Die Qualitätseinstufung reich von einem bis zu fünf Sternen. Neue Texter erhalten zuerst 3 Sterne und werden dann, nach den ersten Aufträgen entsprechend ihrer Leistung eingestuft. Lustig ist, dass die Bewertung dieser Stufen bei den Seiten für Texter und Kunden komplett unterschiedlich formuliert ist. So steht auf der Texterseite für drei Sterne „sehr gute Qualität“, während auf der Auftragsgeberseite bei drei Sternen „durchschnittliche Qualität“ steht.

In den letzten Tagen habe ich um die 20 Texte zu Regionen und Gebieten Deutschlands erstellen lassen. Aufgabenstellung war, einen relativ kurzen und informativen Text zu diesem Gebiet zu schreiben. Ein Beispieltext wurde eingestellt um zu verdeutlichen, was gewünscht war. Da es hier nur um kurze Texte ging, bei denen neben korrektem Deutsch und einem Überfliegen der Informationen zu dem Gebiet etwas bei Wikipedia keine weiteren Qualifikationen nötig sind, habe ich mich für Qualitätsstufe zwei entschieden.

Das Ergebnis war extrem unterschiedlich. Es waren Texte dabei, die ich ohne Änderungen übernehmen konnte aber es waren auch – leider recht viele – dabei, die indiskutabel waren. Ich hätte nicht gedacht, dass soviel Rechtschreib-, Grammatik- und inhaltliche Fehler in einem derart kurzen Text unterzubringen sind. Textbroker bietet dann die Möglichkeit, den Text überarbeiten zu lassen oder ihn komplett abzulehnen. Ich habe zuerst die Überarbeitung gewählt und danach, als die Änderungen an den Texten nicht weitreichend genug waren, abgelehnt.

Als Fazit für mich ergibt sich, dass ich weiterhin auf Studentinnen, die bei uns im Büro sitzen, setzen werde und Textbroker eventuell für kleinere Aufträge, die zeitnah abgewickelt und bei denen die Qualität zweitrangig ist, nutzen werde. Als Hauptproblem bei Textbroker sehe ich, dass auch niedrigere Einstufungen eine gewisse Mindestqualität garantieren sollten: Rechtschreibung und Grammatik sind keine Punkte, über die diskutiert werden kann. Die Betreiber der Plattform müssen aufpassen, dass sie nicht die Klientel anziehen, die sonst versucht, durch obskure „Browsertoolbars“ oder „Lose“ ein paar Cent zu verdienen.

Ähnliche Beiträge
Kommentare
Avatar Frank   
1. Februar 2007, 23:13

Hallo Johannes,

ich hab mir das neulich auch mal angeschaut – auch von Autorenseite. Man sollte ggfs. auch erwähnen, dass die Preise teilweise nahezu lächerlich sind. Da braucht man sich über die Qualität nicht wundern.

Wie ist denn der Preisunterschied zu Deinen Studentinnen? Wenn man da nen Preis errechnen kann.

Avatar Johannes   
1. Februar 2007, 23:16

Im Preis tut sich da nicht viel, ist natürlich etwas schwer zu vergleichen, da ich meine Studentinnen auf Stundenbasis bezahle aber das, was ich verglichen habe, liegt so um den Dreh. Je nach Komplexität des Themas brauchen meine auch etwas länger aber dann wär bei Textbroker ja auch eine höhere Einstufung angebracht.

Und die Begründgung „bei den Preisen kann man keine Qualität liefern“ lasse ich nicht durch. Dann soll man sowas erst gar nicht anbieten oder die Preise auf ein Niveau setzen, bei dem eine gewissen Mindestqualität garantiert ist.

Avatar Frank   
1. Februar 2007, 23:59

hmm – wird denn Qualität versprochen? Wieso sollten sie’s sonst nicht anbieten.

Hier gilt einfach „you get what you pay for it“.

Geht man mal davon aus, dass ein Artikel von ~350 Wörtern dem Autor gerade mal 3€ oder so bringt, wo soll da Qualität herkommen. Ne halbe Stunde braucht derjenige mit etwas Recherche da allemal. Wenn er da einen Artikel nach dem anderen schreibt kommt er evtl. auf nen Stunden lohn von 6€ – mal ehrlich – was will man da erwarten? Natürlich kann dahinter nur ein Schüler stecken oder jemand der halt aus Geldnot einen Artikel schreibt. Ein talentierter Autor wird sicher wissen wie er mehr als diesen Lohn verdienen kann.

Evtl. wär’s sinnvoll die Qualitätsschraube einfach noch etwas fester anzuziehen und nach oben hin noch 2-3 teurere Stufen anzubieten. Fraglich nur ob’s dann auch SEOs gibt, die bereit sind das zu bezahlen. Für Artikelverzeichnisse tut’s in den meisten Fällen ja auch die mindere Qualität.

Avatar Johannes   
2. Februar 2007, 00:13

Es wird zwar nicht explizit Qualität versprochen – aber, wenn jemand handgeschriebene Texte anbietet und damit wirbt, dass „Content“ erstellt wird, so muss eine gewisse Mindestqualität garantiert sein. Wir reden hier nicht von besonders gelungenen Formulierungen oder sonstigen stilistischen Feinheiten sondern von Rechtschreib- und Tippfehlern, die jedem Word/OpenOffice auffallen. Würde ein Autohersteller ein Rad vergessen und damit argumentieren, dass das bei dem Preis nicht anders zu machen wär, würde er damit auch nicht durchkommen.

Zu den Verdiensten für die Texteschreiber: Die Texte, die ich benötigte, hatten um die 150 Worte, einfachsten Inhalt und brauchten keine lange Recherche. Bei Versuchen habe ich so einen Text inkl. Korrekturlesen in 5-8 Minuten fertiggestellt. Dass man dadurch nicht reich werden kann ist auch mir klar – aber ein flexibler (!) Nebenverdienst sollte doch möglich sein.

Avatar Jan Becker [Textbroker.de]   
4. Februar 2007, 09:13

Hallo Johannes,

es tut mir Leid, dass du deine bisherigen Erfahrungen mit 2-Sterne-Texten von Textbroker als negativ verbuchst. Ich befürchte aber, dies beruht auf einem Missverständnis, dass ich sehr gerne ausräumen möchte.

Die Qualität eines Textes – und damit auch die des jeweiligen Autors – bemessen wir auf Grundlage verschiedener, gleicher Maßen wichtiger Faktoren. Dies sind eben genau jene, die wir alle auch schon aus der Schulzeit kennen:
A) Inhalt
B) Sprache und Struktur
C) Grammatik und Rechtschreibung

Autoren, die von uns 2 Sterne erhalten haben, wurden dabei von uns als unterdurchschnittlich eingestuft. Den Hinweis „unterdurchschnittlich“ kannst du sehr deutlich unserer Preisliste entnehmen, also dem Ort, an dem sich jeder Kunde zuerst informiert: http://www.textbroker.de/kunden/preise.html .

Wenn wir nun also nun Bezug nehmen zu allgemein bekannten Bewertungsrichtlinien von Texten und dem, was wir ganz deutlich in der Preisliste beim Namen nennen, dann heißt 2 Sterne Qualität:
– Inhaltlich unterdurchschnittliche Qualität
– Strukturelle Schwachpunkte
– Unterdurchschnittliche Grammatik und / oder Rechtschreibung

Da wir diesen Fakt wirklich sehr deutlich darstellen und somit darauf hinweisen, dass der Kunde bei Texten mit Anforderung und Bezahlung von 2-Sterne-Qualität nur unterdurchschnittliche Texte erhält, gehe ich davon aus, dass Du den Hinweis wahrscheinlich übersehen hast. In diesem Fall möchte ich mich dafür entschuldigen und versichern, dass wir dies noch deutlicher zur Schau tragen werden.

Das heißt dann jedoch keines Wegs, dass Textbroker schlechte Qualität liefert. Du wirst bei einer Anforderung (und Bezahlung) von 3-Sterne-Texten deutlich bessere Inhalte und Rechtschreibung erwarten können. Bei 4 Sternen sogar wirklich sehr gute bis ausgezeichnete Qualität.

Avatar Johannes   
7. Februar 2007, 21:35

Hallo Jan,

erstmal vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, zu dem Posting Stellung zu beziehen.

Das Missverständnis liegt wohl darin, dass ich Grammatik und Rechtschreibung als Standard und nicht als Qualitätsmerkmal angesehen habe und folglich die Produzentenbewertung bei euch lediglich auf sprachliche Feinheiten, Fomulierungen und Recherche bezogen habe.

Avatar Hans   
10. Februar 2007, 13:31

an Jan Becker (textbroker),

wie kann ich denn kontrollieren, ob ich für meine, durch Euch verkauften Texte auch wirklich bezahlt werde? Mich mies einschätzen und behaupten, meine Texte würden nicht gekauft, kann man ja jeder. Und wenn es schon um Rechtschreibung geht: Ist der Terminus „keines Wegs“ in dem von Dir benutzten Kontext durch irgendeine Orthographieregel gedeckt? Ich würde da „keineswegs“ benutzen.

Avatar Jan Becker [Textbroker.de]   
11. Februar 2007, 17:16

Hallo Hans,

weshalb sollten wir so etwas tun?
Ein Blick in unsere AGB hilft gewiss weiter:
http://www.textbroker.de/agb.html
http://www.textbroker.de/kunden/agb.html

Bei ernst gemeinten Fragen oder weiterem Bedarf an implizierten Unterstellungen helfen wir Dir auch gerne per eMail weiter:

mail@sario.de

Viele Grüße
Jan

Avatar DaButzmann   
26. Februar 2008, 11:09

Hallo,

Ich möchte mich auch mal von der Seite des Textkäufers zu Wort melden. Ich finde TB eigentlich recht gut, man kommt eben schnell und vor allem sehr günstig an akzeptable Texte. Und zum Thema Preis, es ist schon wirklich am untersten Ende der Skala und ich finde auch, dass man da als Käufer nicht zu viel erwarten sollte, denn nach den Abzügen von TB verdienen die Schreiber nun wirklich fast nichts. Also übt als Käufer Nachsicht und zur Not kann man ja auch selber etwas nacharbeiten…

Avatar carla   
25. Mai 2009, 21:49

Der Beitrag ist zwar schon etwas, aber für mich gerade sehr aktuell, da ich mich erst vor einigen Tagen bei TB als Schreiberling angemeldet habe. Dazu kurz: Schreiben ist ein Hobby von mir. Ich habe einen Job, bin nicht mehr jung und brauche das Geld nicht wirklich. 😉

Die unterschiedliche Beschreibung der Sternekategorien finde ich auch nicht okay. Einige 3-Sterne-Autoren müssen sich ziemlich vorkommen, wenn sie beim Kunden als „durchschnittlich“ gehandelt werden und gleichzeitig von TB als sehr gute Schreiber hochgelobt werden. Ist dem Autor gegenüber nicht fair, allerdings sehr praktisch, um die Autoren bei Stange zu halten…

Mir ist aufgefallen, dass Auftragstexte einiger Kunden manchmal weit unter 2 Sternen angesiedelt sind. 😉 Auf Nachfragen beim Auftraggeber habe ich noch nie(!) eine Reaktion erhalten. Texte wurden zwar noch nie abgelehnt, aber manchmal fehlen einige Informationen, die man gerne vorab klären würde, um hinterher Mißverständnisse oder Nachbearbeitungen zu vermeiden. Scheint einige Kunden aber nicht zu jucken.

Damals, als Neumitglied hatte ich noch einige Fragen an TB, die nicht in den FAQ beantwortet wurden. Eine Nachricht an den Support hat mir bis auf eine Lesebestätigung von Sario nichts gebracht. Damals wusste ich im Übrigen nicht, dass Sario = TB ist und dachte erst an eine Spam-Mail. Musste erst im Netz suchen, bis ich wusste, von wem die eigentliche Mail stammt. Aber das nur am Rande.

Habe mir schon überlegt, mich abzumelden, weil Nachrichten von Kunden als auch vom Support konsequent ignoriert werden. Das ist frustrierend. Solange alles rund läuft, bleibe ich, gebe mir Mühe mit Texten und bei der Recherche. Aber sobald irgendwas kommt, das durch einen Kommunikationsmangel verursacht wurde, bin ich weg. Denn dann macht es einfach keinen Spaß mehr.

Avatar MoMa   
30. Mai 2009, 13:00

Hallo carla, vielleicht gelingt es mir, Dich etwas zu trösten: Dass auf Nachfragen keine Antworten von TB kommen, kann ich nicht bestätigen. Sie kommen. Allerdings mitunter dermaßen inkompetent und ausweichend, dass es vermutlich besser oder höflicher ist, wenn sie nicht kommen 😉

Meine bisherige Erfahrung als Autor stimmt mit Deinen teilweise überein: Aufträge sind manchmal so katastrophal formuliert, dass sich allein daraus schon ergibt, warum manche Menschen selbst die einfachsten Themen schreiben _lassen_ wollen. Rückfragen an Kunden werden manchmal von denen beantwortet, oftmals aber erst, wenn der Auftrag sowieso schon futsch ist.

Was die Einstufung betrifft, sieht es ganz so aus, dass man keine Chance hat, höher gestuft zu werden, egal wie hochwertig die abgelieferten Texte sind. Einmal eingestuft, versauert man dort. Egal wieviele Kunden jubeln, mit „super“ bewerten und in höchsten Tönen loben. Die theoretische Ausführung von TB, dass jeder Autor mit der Zeit die Chance hat, höher gestuft zu werden, scheint in der Praxis keine Anwendung zu finden.

Was ich hier in diesem Zusammenhang vermisse ist der Kommentar einer angeblichen Autorin, Stufe 5, die noch nie Probleme mit TB hatte, massenweise Aufträge und Direct Orders bekommt, und locker monatlich im vierstelligen Bereich (Euro natürlich, nicht Lira) verdient. Dieser Kommentar taucht eigentlich immer auf, sobald irgendwo Kritik an TB geäußert wird.

Was nach meiner Erfahrung noch zu sagen bleibt ist, dass Entscheidungen nahezu grundsätzlich pro Auftraggeber getroffen werden. Das heißt: Wenn es Probleme gibt, gehen die fast ausschließlich zu Lasten der Autoren. Was bedeutet, dass sie sich ihre Texte und die Zeit, die sie zum Schreiben investiert haben, sonstwohin stecken können. Der Auftraggeber hat immer recht. Und falls mal doch nicht, dann erst recht. Und wenn es so nicht zu regeln ist, dann antwortet TB eben erst, wenn der Auftrag inzwischen verfallen ist. Was für den Autor das gleiche Ergebnis zur Folge hat.

Es bleibt abzuwarten, ob TB irgendwann erkennt, dass noch so viele Auftraggeber kein Geld bringen, wenn immer mehr qualifizierte Autoren frustriert von dannen ziehen. Aber offensichtlich gibt es noch genügend, die sich nicht verschrecken lassen. Noch nicht.

Fazit: Wer sehr viel Zeit hat und zwischen den Alternativen schwankt, sich an den Fußnägeln zu pulen oder bei TB zu schreiben, tut vielleicht Sinnvolleres, wenn er bei TB schreibt. Wer jedoch für seine Arbeit angemessen entlohnt und sich nicht recht regelmäßig verschaukelt fühlen möchte, ist wahrscheinlich mit seinen Füßen besser bedient.

Avatar carla   
30. Mai 2009, 22:52

Ach hochstufen… Habe andere Ziele als bei TB Karriere zu machen. Ich schreibe übrigens immer so viele Aufträge, bis ich die Kosten für mein Fitnessstudio drinne hab. Von daher ist alles paletti.

Die Fragen, die ich an TB hatte, waren, ob ich 1. Quellenangaben mitliefern muss, und falls ja, wie die abgeliefert werden. Ein KUNDE hat mich dann von sich aus darauf hingewiesen, dass er speziell keine Quellen möchte, weil zusätzlicher Text die Wortanzahl nach oben treibt.

Zum anderen hätte ich gerne gewusst, ob mein Name unter dem verkauften Text erscheint. Mir wäre es nicht recht, wenn mein Name unter zig Artikeln irgendwo im Internet auftaucht.

Auf solche lausigen Fragen hätte ich eben gerne eine Antwort gehabt. Da ich keine bekommen habe (Warten auf Godot…) habe ichs einfach mal riskiert und weiß inzwischen, dass Namen nie auftauchen. Quellen gebe ich auch nicht mehr an. Die können gerne „nachbestellt“ werden, falls es jemanden interessiert.

Vielen Dank, dass du auf einen solch alten Beitrag noch geantwortet hast! Treibe mich regelmäßig hier auf deinem Blog herum und lasse mal ein Kompliment für die guten Beiträge hier!

Liebe Grüße!

Avatar Textbroker.de   
18. August 2009, 11:02

Hallo Carla,

leider habe ich Ihren Beitrag erst heute gesehen.
Wir nehmen den Autoren- und Kundensupport sehr ernst und es ist unser absolutes Ziel auf jede Supportanfrage möglichst zügig zu antworten. Ob uns in diesem Fall ein Fehler passiert ist oder unsere Antwort im Spam-Ordner oder in den Weiten des Internets verschwunden ist, weiß ich leider nicht.
Es tut mir in jedem Fall sehr Leid, dass Sie dadurch einen schlechten Eindruck von unserem Dienst gewonnen haben.
Es ist richtig, dass Sie nur dann Quellenangaben hinzufügen müssen, wenn Sie sich auf eine bestimmte Quelle beziehen oder eine Quelle zitieren. Ihr Name wird nur dann publiziert, wenn Sie ihn zu Ihrem Text hinzufügen und der Kunde diesen beibehält.

Viele Grüße
Jan Becker-Fochler
Geschäftsführung Sario Marketing GmbH

Avatar Textbroker.de   
18. August 2009, 11:22

Hallo MoMa,

es ist durchaus korrekt, dass einige Beschreibungen unserer Kunden zu kurz und manchmal schwer verständlich ausgeführt sind. Letztendlich ist es jedoch Ihre Enscheidung, ob Sie einen solchen Auftrag annehmen möchten oder nicht.
Daher erschließt es sich mir nicht, wie sich dies negativ auf Ihre Arbeit oder Ihren Verdienst auswirken kann.

In Ihrem Kommentar suggerieren Sie, wir würden positive Kommentare zu unserem Dienst fälschen. Eine solche Behauptung weise ich aufs schärfste zurück. Wir haben ausgesprochen viele sehr zufriedene Autoren. Es ist daher für uns zum einen nicht nötig positive Beiträge zu fälschen, zum anderen wiederstrebt dies meiner Natur und meiner Auffassung eines seriösen Geschäftsbetriebes.

Sie schließen in Ihrem Kommentar von Ihren Erlebnissen auf unseren gesamten Autorenstamm. Fakt ist aber, dass Autoren sich tatsächlich verbessern, wir unsere Nutzer regelmäßig in höhere Stufen aufwerten und eifrige Schreiber weit über 1,000 Euro im Monat bei uns verdienen.

Wir „verschaukeln“ unsere Autoren nicht, sondern respektieren sie ebenso wie wir unsere Kunden respektieren. Entscheidungen werden nie grundsätzlich pro Kunde getroffen, sondern wir wägen stets sachgemäß ab und treten in schwierigen Fällen auch mit eigenen Mitteln ein, um beiden Parteien gerecht zu werden.

Bei Textbroker kommt es in etwa einem von 500 Texten zu einer Ablehnung. Dies entsprecht einer durchschnittlichen Quote von 0,2%. Dass dies gemäß Ihren Ausführungen bei Ihnen bereits mehrfach vorgekommen ist, betrachte ich als Begründung für Ihre Unzufriedenheit, aber auch als Begründung für die Qualitative Einstufung Ihrer Leistungen seitens unseres Editoren-Teams.

Viele Grüße,
Jan Becker-Fochler
Geschäftsführung Sario Marketing GmbH

Avatar Manfred   
22. August 2009, 01:45

Hallo, und guten Tag.
Ich bin neu hier, und habe diese Seite per Zufall gefunden. Ich bin derzeit noch auf 3 Sterne bei Textbroker eingestuft. Natürlich hoffe auch ich, dass bald auf 4 Sterne hoch gesetzt werde, da ich mir sehr viel Mühe gebe. Ich bin nur Hobby Author, um es mam so auszudrücken.

Ich möchte eines jedoch schon mal vorab erwähnen. Ich bin ein Mensch, der das sagt (schreibt), was er denkt. Natürlich niemals unterhalb der berühmten „Gürtellinie“.
Ich bin 52 Jahre jung /alt (Ansichtssache:-) )

Was mir beim letzten Beitrag von Herrn Jan Becker-Fochler aufgefallen ist, dass Textbroker, im Notfall auch mal den Author aus eigenen Mitteln entlohnt.

Dies kann ich nur voll und ganz bestätigen, da dieser „Notfall“ bei mir eintrat.

Ein Kunde war mit meiner Arbeit nicht zufrieden. Es gab also einen Änderungswunsch. Gut, ich hatte versucht, den Kunden zufrieden zustellen, was mir jedoch leider nicht gelang. Ich muss allerdings dazu erwähnen, dass ich diesen Kunden gerne einmal persönlich die Meinung mitgeteilt hätte, und zwar per Telefon. Es ist nicht verboten, seinen Änderungswunsch zu äußern, aber es kommt (zumindest bei mir) darauf an, auf welchem Neveau. Und das fehlte bei dem Kunden total. Ich fragte mich tatsächlich, ob ich mit dem Kunden schon mal ein „Bierchen getrunken“ hätte? Das er mich nicht noch dutzte, war gerade alles.

Ich versuchte meine Wut im Zaum zu halten. Ich kontaktierte daraufhin Textbroker, äußerte meine Unzufriedenheit, natürlich in höflicher Form. Nur leider war dies an einem Samstag Nachmittag, nach 18:00 Uhr. Da bekam ich natürlich keine Antwort mehr. Ich kontaktierte dann nach dem 2. Änderungswunsch des Kunden am Montag, Textbroker telefonisch. Ich konnte einfach nicht nachvollziehen, ob der Kunde mich einfach nur testen wollte, oder ob er einfach nur blind war, oder sein wollte. Er bestand auf jeden Fall auf eine völlige Textumgestaltung, aber da hörte bei mir der „Spass“ auf. Wie erwähnt, kontakierte ich Montags Morgens Textbroker telefonisch, und ich bekam recht. Ich einigte mich mit dem Mitarbeiter von Textbroker daraufhin, dass ich den Kunden nicht mehr kontaktiere, zumal dies so oder so besser war, denn sonst hätte ich ihm etwas peinliche Fragen stellen müssen, und ich weiß nicht, ob er darauf ein Rezept gehabt hätte. Textbroker entlohnte mich dann mit meiner Anzahl von Worten, aus eigener Tasche. Und das finde ich mal hochanständig von Textbroker. Textbroker hätte genauso gut entscheiden können, im Zweifel für den Kunden, denn von diesen lebt die Firma ja schließlich, und ich bin nur ein Laienauthor.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Dietrich

Avatar Ute G.   
25. März 2011, 11:55

Ich finde, die Bezahlung der Autoren ist bei Textbroker wirklich unter aller Würde. Wer soll davon leben. Selbst wenn jemand 8 bis 10 Stunden am Tag hinteinander schreibt, und zwar gute Texte, kann er am Tag nicht viel mehr als 10 bis 12 Euro verdienen. Und wovon soll er die Krankenkasse bezahlen, die Miete usw. Textbroker scheint davon auszugehen, dass das Hausfrauen schreiben, die von ihren Männern ausgehalten werden oder Schüler, die bei ihren Eltern legen. Ich finde das ganze eine Umverschämtheit. Zumal die Angestellten bei Textbroker ja davon ganz gut zu leben scheinen. Die Autoren sollten jetzt alle mal streiken.

Avatar Jan Becker-Fochler   
25. März 2011, 15:19

Sehr geehrte Frau G.,

Ich bin an den Meinungen zu und Erfahrungen mit unserem Service sehr interessiert und bedauere, dass Sie einen schlechten Eindruck gewonnen haben.
Bitte lassen Sie mich jedoch zu Ihren Kernaussagen Stellung nehmen:

– Engagierte und exzellente Autoren verdienen zwischen 2.000 und 5.000 Euro pro Monat mit unserem Dienst. Diese Zahl ist ein aktueller Auszug des Umsatzes unserer Top Autoren zwischen 24. Februar und 24. März 2011. Selbstverständlich haben wir aber auch Autoren, die nur zwei Texte im Monat schreiben und mit dem Verdienst von zehn Euro vollkommen zufrieden sind. Die Höhe hängt also deutlich von Ihren Zielen ab.

– Textbroker erhebt nicht den Anspruch, dass Autoren damit ihren Lebensunterhalt bestreiten sollen. Unser Dienst ist als Nebenverdienst anzusehen und wird als solcher ganz offen beworben.

– Ich kann an der Tatsache, dass wir Schülern, Studenten, Hausfrauen, Rentnern oder an ihr zu Hause gebundenen Personen die Möglichkeit eines seriösen Nebenverdienstes bieten nichts Verwerfliches feststellen.

– Unsere Angestellten erhalten vollkommen übliche Gehälter. Warum sollten wir Menschen, die großartigen und freundlichen Service leisten sowie ein innovatives Produkt entwickeln und betreiben schlecht bezahlen?

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Sie davon überzeugen konnte, sich den Dienst noch einmal anzuschauen. Sie können Ihre Kritik und Wünsche auch direkt bei unserem Support anbringen: support@textbroker.de.
Bei uns wird Ihre Meinung ernst genommen.

Viele Grüße
Jan Becker-Fochler

Avatar Manfred Dietrich   
25. März 2011, 17:07

Hallo Frau Ute G.
Ich bin seit Juli 2009 als Autor bei Textbroker. Ich kann es allerdings nicht nachvollziehen, mit welchen Argumenten Sie hier hantieren.

Hat Textbroker denn irgendwo vermerkt, dass durch bereitgestellte Aufträge durch Kunden der Lebensunterhalt gewährt wird? Wenn ja, dann wüsste ich das auch gerne, denn auch ich habe dieses Ziel noch nicht erreicht und würde mich dann sehr gerne bei Textbroker beschweren. Mein Verdienst bei Textbroker, da mache ich kein Geheimnis draus, liegt im Schnitt bei etwa 100 €/Monat. Klar würde ich gerne wesentlich mehr verdienen, aber erstens bin ich in vielen Gebieten kein Experte und kann also gar nicht mitreden. Und in meiner Autoren-Einstufung drei gibt es auch nicht immer so schöne großartige Aufträge, die mal eben von der Hand gehen.

Anfangs hatte ich auch versucht jeden Auftrag zu ergattern, um Geld zu verdienen. Heute mache ich das auch nicht mehr. Irgendwo bin ich auch etwas schlau geworden, um es einmal so auszudrücken. Ich stimme Ihnen völlig zu, dass die Vergütungen (OpenOrder) nicht gerade ideal sind. Aber es ist jedem Menschen seine eigene Angelegenheit, für welche Entlohnung er arbeitet. Ich würde mich auch sehr freuen, wenn Textbroker die Preise mal nach oben aktualisiert. Aber dies scheint wohl nicht im Auge von Textbroker zu sein. Aber ich habe ja auch noch DirectOrder-Kunden, so ist das nicht.

Kundenansichten/Meinungen.
Anfangs war ich auch der Ansicht, dass Textbroker wohl mehr auf die Bewertungen von Kunden den Autoren mehr eingehen sollte. Heute sehe ich das mit anderen Augen. Bei Textbroker sitzen die Fachleute, die ihren Job verstehen. Das kann man von so manchen Kunden nicht behaupten. Ich weiß, von was ich rede. Manche Kundenerklärungen zu ihren Aufträgen sind wirklich mehr als chaotisch, dass kaum ein Durchblicken möglich ist. Oder aber es werden so viele Key-Worte verlangt, dass kein vernünftiger Text zu verfassen ist. Da lasse ich schon von vorne rein die Finger weg. Ich setze mich nicht wie in meiner Anfangszeit für einen 300-Worte-Auftrag 2 Stunden hin. Da wäge ich schon ab, ob mir das die ganze Sache wert ist. Lieber verdiene ich weniger Taschengeld, als mein Gehirn glühen zu lassen – für ein paar Cent, die der Sache nicht wert sind.

Textbroker antwortet nicht.
Also das kann ich absolut nicht nachvollziehen.
Ich erhalte zu jeder meiner Anfragen immer eine Antwort und das wohlbemerkt am selben Tag – innerhalb kürzester Zeit. Das würde sich Frau Raddatz nicht geben, ihre Autoren im Stich zu lassen. Zumindest kenne ich das nicht anders.

Um einmal kurz Textbroker in den Vergleich von Mitstreitern diese Branche zu nehmen.
Ich war früher noch bei zwei anderen Autoren-Plattformen mit dabei. Bei einer Plattform bekam der Geschäftsführer wegen mir graue Haare und meinte doch tatsächlich mal, ich würde ihn seine letzten Nerven kosten. Tja – ich bin nun mal ein Mensch – der nicht vorm Berg hält. Was gesagt werden muss, muss raus. Bei dieser Plattform bin ich heute noch dabei, allerdings, weil ich nicht gelöscht werden kann – warum auch immer *lach. Aber schreibaktiv bin ich dort schon sehr lange nicht mehr.
Dann gibt es noch die zweite Autoren-Plattform. Da darf man als Autor seine Meinung nicht (bei Ciao) äußern, sonst bekommt man einen bitterbösen Brief von dem Betreiber – respektive von einer Angestellten. Als mir das damals passiert ist – ich musste so lachen – musste ich wirklich antworten, sonst hätte ich mir das nie verziehen 🙂
Ich bekam nie eine Antwort darauf. Warum nur? *schmunzel. Ich lasse mir niemals verbieten, meine Meinung zu äußern. Ob das bei Textbroker oder einer anderen Autoren-Plattform ist. Und Textbroker weiß das auch. Ich muss gestehen, dass mich die Damen und Herren von Textbroker mittlerweile recht gut kennen. Ich „nerve“ das Textbroker-Team auch gerne mal telefonisch :-)) Aber ich denke mal, sie ertragen mich noch. Ich hoffe, jeder hat jetzt erkannt, wie das gemeint war/ist?:-))

Das Textbrokerverhalten in Bezug auf Gerechtigkeit.
Auch hier kann zumindest ich mich nicht beschweren. Wenn ein Kunde im Unrecht ist, dann hat Textbroker damit kein Problem, ihm das auch zu erklären. Genauso auch umgekehrt, also im Autorenfall.

Nette Grüße
Manfred Dietrich

Avatar Rufus Schmidt   
4. April 2011, 14:28

Ich persönlich habe hervorragende Erfahrungen mit dem Anbieter finanz-texte.de gemacht. Auch größere Texte werden von diesem Anbieter schnell erledigt. Aufträge, die bei Textbroker oder Content.de wochenlang einstehen, bis si abgearbeitet sind, erledigt finanz-texte.de meistens innerhalb von einigen Stunden. Ich habe selten länger gewartet als einen Tag!

Die Qualität ist außerdem wesentnlich besser als bei den meisten Contentbrokern, wo diese doch auch bei höheren „Einstufungen“ stark schwanken kann. Da bezahle ich gerne etwas mehr, wobei der Preisunterschied auch nicht sooo groß ist!

Avatar Textkatze   
4. April 2011, 21:02

Ich verstehe den Rummel, der hier um Textbroker gemacht wird nicht. Es wird niemand gezwungen dort zu schreiben. Sicher ich bin dort selber Autorin und mit 4 Sternen eingestuft und ich würde mir auch eine bessere Bezahlung wünschen. Trotzdem ist es recht einfach dort etwas hinzu zu verdienen…

Wer mit dem Gedanken spielt und hilfreiche Tipps und Einsteigerinfos möchte sollte mal hier schauen http://textkatze.blogspot.com/
Dort gibt es Insider Berichte 😉 und Beispieltexte für die 3 und 4 Sterne Kategorie werden noch dazukommen.

Avatar fragensteller   
14. April 2011, 22:53

Sehr geehrter Herr Becker-Fochler,

zunächst einmal finde ich es erfreulich, dass Sie hier persönlich Stellung beziehen. Danke dafür.

Ich habe ein paar Fragen:

Mit der Stufe 2 bieten Sie Kunden ausdrücklich unterdurchschnittliche Qualität an. Finden Sie das als Unternehmer wirklich seriös (unabhängig davon, ob jemand das kauft oder nicht)?

Sie schrieben, engagierte und exzellente Autoren würden bis zu 5.000 Euro im Monat verdienen. Diese Autoren dürften mit fünf Sternen eingestuft sein, mit den 2- bis 4-Sterne-Hungerlöhnen sind exzellente Autoren weder zu gewinnen noch zu halten. Wie hoch ist der Anteil der 5-Sterne-Autoren prozentual, also gemessen an Ihrer gesamten Autorenschaft?

Wie lang ist ein Autor im Durchschnitt bei Testbroker beschäftigt (von der Anmeldung bis zur Kündigung)?

Es war hier und in einem anderen Blog schon zu lesen, dass Textbroker die Autoren nicht nur vermittelt, sondern auch eigenmächtig bewertet, sich also nicht erkennbar oder nicht ausschließlich auf die Bewertungen von Kunden bezieht. Stimmt das, und wenn ja, mit welcher Begründung stuft Textbroker den Autor im Zweifelsfall schlechter ein als der Kunde, der zufrieden war?

Avatar HappyC   
16. September 2011, 17:18

Wenn so viele Leute schlechte Erfahrungen mit Textbroker gemacht haben wieso testet man dann nicht etwas anderes? Ich meine es gibt ja momentan viele Alternativen die auch wirklich gut sind. Wie beispielsweise http://www.independent-publishing.com/ dort erhalten die Kunden hochwertige Texte. In 5 Sprachen von Muttersprachlern verfasst. Im Gegensatz zu clickworker ist das preislich und qualitativ schon in Sachen Preis/Leistung ein großer Unterschied. Hattet Ihr schon Erfahrungen mit IP? Kunden sind beispielsweise casamundo und finanzcheck und bekanntlich nicht vom Panda Update betroffen.. das soll schon was heißen in Sachen Text Qualität.

Avatar Solutionsforweb.de   
13. Februar 2014, 01:23

Wir (http://solutionsforweb.de) haben uns kurzzeitig auch bei Textbroker angemeldet um die Qualität zu testen. Unterschiedlicher geht es kaum – beim ersten Auftrag erhält man einen richtig guten Text und der nächste Auftrag ist einfach nur grauenhaft. Teilweise wird nicht recherchiert und es wimmelt nur so von Rechtsschreibfehlern. Niemand ist unfehlbar, aber da geht man dann doch lieber zum Profi 😉

Avatar Hugo Kämpf Sägewerk   
14. April 2014, 14:47

Wir haben für unsere englische Seite von http://www.hugokaempf.de/ bei Textbroker einige Aufträge vergeben und die Ergebnisse waren grauenhaft. Wirklich schade, dass das nicht besser ist.

Die Kommentarfunktion wird 30 Tage nach der Veröffentlichung des Beitrags deaktiviert.