Google kann Marke "Gmail" in Europa nicht gewinnen

Johannes Beus
Johannes Beus
Johannes Beus ist Gründer und Geschäftsführer von SISTRIX.

Google hat den Prozess um die Marke „Gmail“ vor dem OHIM (Office for Harmonization in the Internal Market), der europäischen Organisation für Marken, verloren. Der Deutsche Daniel Giersch, der die Marke „GMail“ bereits vor Google angemeldet hat und unter diesem Namen einen Postzustelldienst betreiben will, konnte so also nach Siegen vor deutschen Gerichten jetzt auch auf europäischer Ebene gewinnen. Google hatte zuvor versucht, die Marke für 250.000 zu kaufen – doch Giersch lehnte das Angebot ab.

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Kommentare
Avatar Ralph   
31. Januar 2007, 20:59

Daran ist wieder einmal zu erkennen, dass eine sorgfältige und qualitativ hochwertige Vorarbeit spätere anfallende materielle Kosten bei weitem kompensieren. Die immateriellen Kosten in Form von einem Imageschaden sind dabei noch gar nicht aufgelistet und kann die materiellen Kosten zum Teil überwiegen.

Eine andere Frage ist in meinen Augen noch nicht genau geklärt: Benutzt er diese Marke bereits wirtschaftlich oder will er diese erst nutzen? So weit ich weiß, muss man doch eine angemeldete Marke auch wirtschaftlich verwenden.

Aus Dresden grüssend

RALPH

Avatar Johannes   
31. Januar 2007, 21:00

Der Herr plant sie jedenfalls zu nutzen. Soll wohl ein Dienst werden, der Post einscannt, in eine andere Stadt mailt, dort wieder ausdruckt und dort per Kurier zustellt. Nunja …

Avatar Ralph   
31. Januar 2007, 23:53

Was ich von dieser Geschäftsidee halte, ist zweitrangig, aber unter dieser Webadresse http://www.gmail.de erscheint wirklich eine Unternehmens-Website, so dass diese Marke auch wirtschaftlich genutzt wird. Somit hat er nach meinen Kenntnissen die Anforderung der wirtschaftlichen Benutzung erfüllt. Dumm gelaufen für Google, aber in meinen Augen ist es nur eine Frage des Preises oder Google ändert seinen Dienst einfach in GoogleMail.

Aus Dresden grüssend

RALPH

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