Ergebnisse SEO-Tippspiel huffingtonpost.de

Hanns Kronenberg
Hanns hat Betriebswirtschaft mit den Schwerpunkten Marketing und Statistik in Münster studiert. Er beschäftigt sich seit über 10 Jahren mit dem Thema Suchmaschinen. Nach beruflichen Stationen in Leitungsfunktionen bei Unternehmen wie RTL, Deutsche Telekom, TOMORROW FOCUS, muenchen.de und meinestadt.de arbeitete Hanns bis zu seinem Wechsel zu SISTRIX als selbstständiger SEO-Unternehmensberater.
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30. Dezember 2013 7 Kommentare

Im Oktober haben wir Euch gebeten, den Sichtbarkeitsindex der neu gestarteten Nachrichtenplattform huffingtonpost.de für den 30.12.2013 zu prognostizieren. Jetzt steht das Ergebnis fest. Die Website huffingtonpost.de beendet das Jahr mit 2,812 Punkten im Sichtbarkeitsindex.

Entwicklung Sichtbarkeitsindex huffingtonpost.de

Entwicklung Sichtbarkeitsindex huffingtonpost.de

Thorben hat den Tipp 2,718281828 abgegeben und damit das richtige Ergebnis fast exakt getroffen. Herzlichen Glückwunsch, Du hast einen 50 Euro Amazon Gutschein gewonnen. Wir melden uns bei Dir.

Die Erwartungen gingen stark auseinander und die Spannweite der Tipps war sehr groß. Sie reichten von Werten unter 1 Punkt bis zu Werten über 100 Punkte. Die Website war mit fast idealen Rahmenbedingungen gestartet. Sie besitzt eine große sowie wachsende Menge hochwertigen Content, eine bekannte Marke, SEO-Know-how der amerikanischen Mutter und erhielt direkt zum Marktstart viel Beachtung in Form von starken und echten Links.

Links huffingtonpost.de 30.12.2014

Links huffingtonpost.de 30.12.2014

Dagegen stand eine ganz frische Domain, zu der Google noch keine Daten und Nutzersignale besitzt. Die Entwicklung der Sichtbarkeit in den letzten Wochen zeigt sehr schön, wie das Vertrauen von Google in eine Domain Schritt für Schritt und Keyword für Keyword wachsen muss und auch von Korrekturen begleitet wird.

Selbst bei weitestgehend idealen Rahmenbedingungen steigt bei einigermaßen umkämpften Keywords die Sichtbarkeit nicht innerhalb von einer Woche sprunghaft an, sondern wächst entlang einer Aufwärtstrendlinie. Eine Aufwärtstrendlinie zeichnet man entlang der Täler bzw. Tiefs. Es müssen mindestens zwei Tiefs vorhanden sein, von denen das zweite höher liegt als das erste. Diese werden durch eine Linie verbunden, die nach rechts oben läuft. Punkte im Sichtbarkeitsindex, die ein Tal bzw. Tief darstellen, werden Unterstützung genannt. Sie stellen ein bestimmtes Niveau im Sichtbarkeitsindex einer Domain dar, bei dem die Sichtbarkeit nicht weiter fällt und wieder beginnt zu steigen (weitere Informationen im kostenlosen E-Book „SEO-Analysen„).

Schaut man sich die Verteilung der Rankings von huffingtonpost.de an, so sieht man auch dort das stetige Wachstum, das für die nächsten Jahre noch viel Platz nach oben bietet. Der Weg in die Topliga der deutschen Nachrichtenportale ist auch im SEO-Bereich lang und steinig.

Nicht Kunst und Wissenschaft allein,
Geduld will bei dem Werke sein.
(Johann Wolfgang von Goethe)

Entwicklung Ranking-Verteilung huffingtonpost.de (Anzahl Keywords)

Entwicklung Ranking-Verteilung huffingtonpost.de (Anzahl Keywords). In der Grafik wird die Ranking-Entwicklung im zeitlichen Ablauf gezeigt. Die Anzahl Rankings der untersuchten Domain auf den einzelnen Suchergebnisseiten (SERPs) werden als Linie im Zeitablauf dargestellt.

30. Dezember 2013, 11:43

[…] SISTRIX: Ergebnisse SEO-Tippspiel huffingtonpost.de […]

30. Dezember 2013, 13:12

Die bisherige Entwicklung der Sichtbarkeit dieser Domain bildet für mich zwar einen kurzen aber noch keinen langfristigen Aufwärtstrend ab, da dieser mit den Werten vom nächsten Sonntag bereits die Unterstützungslinie unterschreiten kann. „Schuld“ ist sicherlich auch der anfängliche Hype der um den deutschen Ableger der Huffington Post gemacht wurde.

Frohes und neues Jahr 2014 an das gesamte Sistrix Team!

Hanns Kronenberg
30. Dezember 2013, 13:27

@Heiko: Da die Domain noch sehr neu ist, kann es sich natürlich noch nicht um einen langfristigen Trend handeln. Von kurzfristigen Trends sprechen wir bei einem Zeitraum von bis zu 4 Wochen, von mittelfristigen Trends bei 4 Wochen bis 12 Monate und von langfristigen Trends bei über 12 Monaten. Nach dieser Klassifizierung handelt es sich bei der eingezeichneten Trendlinie bereits um einen mittelfristigen Trend. Aber ein Trend hält nur so lange bis er bricht. Das kann insbesondere bei einer Änderung der Rahmenbedingungen jede Woche passieren. Ein Bruch des Trends ist immer ein wertvolles Signal, um nach den Ursachen zu forschen. Bleibt der Trend jedoch stabil, hat meine eine ungefähre Vorstellung, in welchem Tempo sich die Domain entwickelt. Ich wünsche Dir auch alles Gute für 2014!

tobi
30. Dezember 2013, 16:06

Hättest Du die Trends noch letzte Woche gezeichnet, so wäre die Steigung 20-50% höher gewesen. Ich finde das unseriös und irreführend. Einen Wert hat es auch nicht.

Hanns Kronenberg
30. Dezember 2013, 17:10

@tobi: Letzte Woche und auch die Wochen davor verlief die Trendlinie unverändet, da man sie entlang der Täler bzw. Tiefs und nicht der Hochs zeichnet.

tobi
30. Dezember 2013, 20:37

Das ist genauso anfällig. Ein einzelner ausgerutschter Datenpunkt macht alles kaputt. Man kann in keinster Weise auf eine Trendfortsetzung setzen. Man weiß nie, wann der Trend endet, wenn man das zugrundeliegende Modell nicht analysiert hat.

Würdest Du mit eigenem Geld auf Vorhersagen dieser Linien wetten?

Hanns Kronenberg
30. Dezember 2013, 22:16

Vielleicht solltest Du Dich noch einmal über den Sinn und Zweck der Trendanalysen informieren, sonst würdest Du nicht solche Fragen stellen.