Google-Märchen

Johannes Beus
Johannes Beus
Johannes Beus ist Gründer und Geschäftsführer von SISTRIX.

Matt Cutts hat in seinem Blog eine Reihe von Märchen, die sich um die Technologie von Google ranken, zerschlagen:

Virtuelle Hosts – Es hat keine Rankingnachteile, wenn „virtuelle“, also HTTP/1.1 Hosts benutzt werden. Eine eigene IP zu jeder Domain ist also nicht nötig. Ich höre da schon viele Webhoster aufatmen, die in letzter Zeit von Ihren Kunden dahingegend bedrängt wurden.

Links in Gmail – Links in Gmail haben keinen Einfluß auf das Ranking von Google. Das Gerücht hielt sich ja schon einige Zeit und ich meine mich erinnern zu können, dass Links aus E-Mails, die durch das Gmail-System gehen, einen Besuch vom Googlebot erhalten, werde das aber nochmal überprüfen.

Ladezeiten – Die Ladezeit einer Seite ist kein Rankingfaktor. Egal, ob eine Seite in einer halben oder in fünf Sekunden lädt, die Zeit fliesst nicht in den Algorithmus mit ein.

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Kommentare
Avatar Paul Buchhorn   
17. November 2006, 17:06

von diesen Märchen habe ich noch nie gehört 😀 aber gut des es die mal GAB!

Avatar Frank   
19. November 2006, 14:29

Hi Johannes,

„Eine eigene IP zu jeder Domain ist also nicht nötig.“

Das erlebe ich trotz der Aussage von Cutts ganz anders …

Den PageRank beeinflussen die virtuellen Hosts, bzw. IP-Adressen nicht – wenn ich aber viele (wo das anfängt, weiß nur Google ;-)) Sites auf der gleichen IP habe und diese untereinander verlinke, bringt es definitiv Ranking-Nachteile.

So gesehen bei einem vor etwa 8 Monaten umgezogenen Linknetzwerk (ca. 2,5 Jahre alt) eines Bekannten mit 70 Domains zu den Themen Versicherungen, Kredite, Finanzierung etc., welche stark untereinander verlinkt sind.

Vor dem Umzug hatte er 1 Class-C Netz und 10 IP´s für die 70 Sites – jetzt hat er etwa 40 Class-C Netze (auch vershiedene Länder) und 70 IP´s.

Ohne zusätzlichen Link- oder Content-Aufbau haben sich die Google Positionen innerhalb weniger Monate deutlich verbessert & der Traffic hat sich vervielfacht.

Siehe auch video.google.com/videoplay?docid=3583760678227172395 – wo Cutts selbst sagt, daß es ab einer gewissen Menge schädlich ist, von einer IP verschiedene Projekte untereinander zu verlinken – wenn auch mit abstrusen Beispiel-Zahlen, ich würde eher auf etwa 50plus tippen ;-))

Ich denke dem „Vogel“ kann man nur sehr bedingt glauben, bzw. muss bei der Auslegung sehr vorsichtig sein – besonders wenn er Uralt-Zitate von 2003 ausbuddelt und in „Allgemeinplätzen“ spricht.

Oder warum spricht er hier z.B. nur von PageRank und nicht vom Algo- oder Ranking-Effekt und warum bezieht er sich nur auf eingehende Links und nicht auf die Wirkung/Bewertung ausgehender Links verschiedener Domains auf einer IP?

Na however, ich fahre zumindest bestens damit, alle untereinander verlinkten Projekte möglichst auf viele IP´s & Class-C Netze zu streuen.

Ob´s SEO-Paranoia ist oder nicht sei mal dahingestellt, es funktioniert zumindest hervorragend und bedeutet nur vernachlässigbar mehr Verwaltungsaufwand & Kosten – zumindest wenn man auch die entsprechenden Gewinne dadurch erzielt 😉

Grüße aus dem verregneten Süden …

Frank

Avatar Johannes   
19. November 2006, 14:49

Dass die Verteilung eines Netzwerkes auf verschiedene /24er sinnvoll ist und dass es für die Stärke der Vererbung von Linkpower einen Unterschied macht, ob alle Links von einer IP kommen oder „schön“ verteilt sind, würde ich so auch unterschreiben.

Was Cutts hier bestätigt hat, ist aber nur, dass es egal ist, ob HTTP/1.0 oder 1.1 genommen wird, also ob jede Domain eine eigene IP hat oder auf einer IP viele Domains liegen wie es bei Massenwebhostern oft der Fall ist.

Avatar Eugen   
27. November 2006, 09:11

Hallo Johannes,
hast du es schon ausprobiert, ob der Google Bot den Links in Gmails folgt?
Würde mich mal interessieren. Ich habe kein GMail Konto, deswegen kann ich da nicht testen.

Avatar Johannes   
27. November 2006, 12:57

Ich habe ein paar E-Mails an und von GMail-Accounts geschickt und konnte keinen Botbesucht feststellen.

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