Google nennt bestraftes Linknetzwerk

15. März 2014, 10:47

Matt Cutts, Leiter des (Anti)-Webspam-Teams bei Google, hat gestern ein erstes deutsches Linknetzwerk genannt, gegen das Google vorgeht. Nach seiner ersten Ankündigung vor rund 6 Wochen hatte Cutts zwar bereits erklärt, gegen ein agenturinternes Netzwerk vorzugehen, allerdings keine Namen genannt. In dem Tweet von gestern wird neben der Berliner Firma „efamous“ ebenfalls das Vorgehen gegen eine weitere Agentur erwähnt.

In welcher Form Google konkret gegen die genannten Linknetzwerke, die klar gegen die Google Quality-Richtlinien verstoßen, vorgeht, ist noch nicht bekannt. Die Branche ist seit der ersten Ankündigung angespannt. Gerüchteweise raten erste Linknetzwerkbetreiber ihren Mitarbeitern bereits, sich nach einem neuen Job umzusehen. Ein französisches Linknetzwerk hat nach der Erwähnung durch Google die Geschäfte gleich ganz eingestellt. Wieso Google die Betreiber von Linknetzwerken öffentlich nennt, Agenturen, die eigene Netzwerke für ihre Kunden aufgebaut haben allerdings von dieser Öffentlichkeit verschont, ist nicht bekannt und wirft ein seltsames Licht auf das Vorgehen von Google.

So unangenehm diese Aktion von Google für die Branche aktuell auch ist und in den nächsten Monaten auch noch sein wird, so wichtig und richtig wird dieser Schritt mittelfristig auch aus SEO-Sicht sein. Der unnatürliche Aufbau von Links verstößt seit Gründung von Google gegen die Google-Richtlinien und ist trotzdem in zahlreichen Bereichen unabdingbare Bedingung für erfolgreiche Rankings. In den letzten Jahren hat sich er Handel mit Links deutlich professionalisiert und ist dadurch für Käufer und Verkäufer sehr einfach geworden. Dagegen geht Google nun vor und versucht die schlimmsten Auswüchse des Linkhandels (bei der Zwischenhändler gerne mehrstellige Prozentbeträge an Marge aufschlagen) einzudämmen. Die Aktion ist nicht das Ende des Linkkaufs, Google setzt das Spiel lediglich auf einem neuen Level fort.

Dieser Beitrag hat 28 Kommentare

 
  15. März 2014, 11:41

„Wieso Google die Betreiber von Linknetzwerken öffentlich nennt, Agenturen, die eigene Netzwerke für ihre Kunden aufgebaut haben allerdings von dieser Öffentlichkeit verschont, ist nicht bekannt “

Vielleicht weil es Netzwerke wie efamous einfach zu offensichtlich machen. Sicher in Augen von Google schon dreist. Es gibt weitere, die sich öffentlich auf den Businessplan geschrieben haben, Links zu vermarkten. Was liegt näher, als dort als erstes und im Rahmen von Exempel dort zuzuschlagen.

 

[…] Nachtrag 15. März, 14:50 Uhr &emdash; Oh, wie mir freude aufkommt, wenn ich sowas lese: […]

 

[…] an dem Twitter-Post diesmal ist, dass von Google ein Name (efamous) genannt wird, wie auch Johannes Beus (Sistrix) in seinem Blog-Post […]

 

[…] Pseudo-Inhalte und im Zentrum dessen: Pseudo-Links. Nun wurde das erste deutsches Link-Netzwerk abgestraft.  Ursprünglich war ja die Einbeziehung von Links in die Bewertung einer Website einer der […]

 

[…] welches man sich vorgeknüpft hat, offen beim Namen zu nennen. Ich schließe mich der Meinung von Johannes Beus an, dass es einen negativen Beigeschmack hat, dass sich Google über die betroffene Agentur in […]

 

[…] der Strassenstrichs der #SEO -Nutten und #SEM-Huren. Endlich scheint da mal einer aufzuräumen. Google nennt bestraftes Linknetzwerk Matt Cutts, Leiter des (Anti)-Webspam-Teams bei Google, hat gestern ein erstes deutsches […]

 
  16. März 2014, 09:57

Das ist der Grund weshalb wir Buchungen seit Jahren nur mit nofollow Links anbieten. Gerade efamous hat mehrmals versucht mich zu überreden. Jetzt bin ich froh, dass wir standhaft geblieben sind.

 

[…] Google nennt bestraftes Linknetzwerk – Matt Cutts, Leiter des (Anti)-Webspam-Teams bei Google, hat gestern ein erstes deutsches Linknetzwerk genannt, gegen das Google vorgeht; nach seiner ersten Ankündigung vor rund 6 Wochen. Weiter… […]

 

[…] Google nennt bestraftes Linknetzwerk […]

 

[…] Google nennt bestraftes Linknetzwerk […]

 
  17. März 2014, 11:34

Hallo,

wer seine Seite promoten will, sollte im Online Marketing nur auf nofollow-Links setzen. Dann ist laut Google Manipulation ausgeschlossen. Wenn in Zukunkft aber alle nur noch nofollow-Links haben im Backlinkprofil, beginnt die Unterscheidung von guten & schlechten Links von vorne? Es ist ein Wettbewerb gegen die Zeit und der alte Spruch „Content is King“ ist wieder hochaktuell. Ironischerweise hatte Google ja dieses SEO vor langer Zeit selbst ausser Mode gebracht, durch ihr PageRank Patent. Am Ende ist die einzige Richtschnur: Ständig optimieren ohne Manipulationen ist im Long Run das Einzige was beständig bleibt. Auch im Onpage – Bereich wurde viel manipuliert, und heute weiß jeder, das z.B. Keyword Stuffing Unsinn bzw. negative Auswirkungen hat.

 
  17. März 2014, 11:50

@Philip:
Du hast geschrieben:

„So wird deine Agentur indirekt in einigen Blogs im Zusammenhang mit der Nachricht von Matt Cutts genannt, beispielsweise hier:
http://blog.dynamicdrive.de/2014-27-02/klienten-von-deutscher-seo-agentur-von-google-abgestraft

Als Inhaber des von Dir verlinkten Blogs möchte ich klarstellen: Die von Dir vermutete Agentur ist in meinem Blogposting nicht gemeint, und auch nicht genannt. Es gibt im Modebereich mehr als eine Agentur ;-).
Wer abgestraft wurde, möchte ich nicht öffentlich posten.

 
Hanns Kronenberg
  17. März 2014, 11:55

Bitte hier keine Spekualtionen über Agenturen in die Kommentare schreiben. In einer Woche sieht man vielleicht schon etwas in den Daten. Anschuldigen ohne feste Grundlage sind aber kein guter Stil.

 
Phillip
  17. März 2014, 12:45

@ Olaf

Okay, gut das du das richtig stellt, nur schreibst du in deinem Artikel „bekannte Agentur aus München im Bereich Mode“ und auf der Homepage der Agentur aus München, die ich damit dann fälschlicherweise assoziiert habe steht ebenfalls „bekannte Mode-Kunden“. Daher meine Schlussfolgerung.

Wie bereits erwähnt möchte ich hier niemanden Beschuldigen, was ich auch nicht getan habe. Ich habe lediglich begründet eine Hypothese bzw. Vermutung geäußert, die ich mit entsprechenden Domains auf Nachfrage dieser Agentur nach Beispielen belegt habe. Das in diesem Zusammenhang evtl etwas „peinliche“ Inhalte zu Tage gekommen sind tut mir leid, da kann ich aber nichts für. Ich denke wir wissen alle, dass die von mir genannte Agentur eig. aufgrund des von Ihr vermittelten Wissenstandes in ihrem Blog recht gutes, nachhaltiges SEO anbietet – aus diesem Grund sollten dort vielleicht die Impressumsangaben bestimmter Seiten gelöscht werden, bevor die jemand findet, der damit wirklich Schaden anrichten möchte.

Wie Herr Kronenberg bereits gesagt hat, warten wir besser einfach die nächsten Wochen ab, bis man die entsprechenden Werte aus der SI hat.

 
Phillip
  17. März 2014, 13:38

Weiter wirft dies auch die Frage der Glaubwürdigkeit auf:

Wenn ich behaupte, professionelles und nachhaltiges SEO anzubieten und man dann innerhalb von 2 Minuten unter der angegebenen Agentur qualitativ schlechte Prae-Panda Tauschseiten in nicht unerheblicher Anzahl findet, passt dies nicht zusammen. Jeder der die Seiten gesehen hat und Ahnung hat, wird dies hier ebenfalls bestätigen. In diesem Fall kann man zwar davon ausgehen, das dies wirklich nur „Überreste“ vergangener Zeiten sind – sich jedoch als eine der Profi-Agenturen darstellen ( in dieser Liga spielt diese auch meiner Meinung nach) und dann so etwas – unabhängig davon ob alt und nicht mehr benutzt – vorzuweisen,ist grundsätzlich unseriös.

 
Phillip
  18. März 2014, 08:59

And the Winner is…

Auf Link Research Tools steht in diesem Zusammenhang bereits eine wichtige Analyse:

http://www.linkresearchtools.com/case-studies/hugo-boss-google-penalty-seo-link-networks/

Wie auch hier in Sistrix genannt, hat die Website von Hugo Boss aufgrund der deutschen Subdomain parallel zur Ankündigung von Matt Cutts extreme SI Verluste hinnehmen müssen. Dies ist auf das SEO einer bestimmten Agentur zurückzuführen, welche – wie man in der Fallstudie genau sehen kann – massenweise Satelliten mit Mode Keyword-Domains nur zum Verlinken erstellt hat. Genau dies war auch bei der vorherigen Abstrafung einer Seo Agentur im Zusammenhang mit Expedia passiert. Diese Linknetzwerk wurde nun parallel zu Efamous von Google lahmgelegt. Die betreffenden Sattellitenseiten, welche man in der Fallstudie sieht, wurde mittlerweile alle von der entsprechenden Agentur gelöscht, mit der Wayback Machine kann man sich die jedoch noch sehr gut angucken.

 
Hanns Kronenberg
  18. März 2014, 09:30

@Philip: Wie oben im Artikel beschrieben betrifft es jetzt im Zusammenhang mit efamous eine WEITERE Agentur („Today we’re taking action“). Der Fall, den Du beschreibst, ist schon über einen Monat alt. Das sollte man nicht verwechseln.

 
  27. März 2014, 13:54

Tja, so kann’s gehen… 😉 Ein Freund von mir arbeitet bei der Webconomy und wir haben uns erst vor kurzem über das Thema unterhalten. Wir waren uns eigentlich einig, man generell die Finger von Linknetzwerken lassen sollte, wenn man eine langfristige SEO-Strategie fährt. Sieht aus, als sollten wir Recht behalten. 🙂

 
  2. April 2014, 00:44

Ich denke eFamous werden noch weitere Webseiten folgen.
Wir dürfen gespannt sein wen es als nächstes erwischt. Die Frage die allerdings offen bleibt, wie mit den Kunden umgegangen wird, die diesen Dienst genutzt haben?

 

[…] Link für meine Leser veröffentlichen kann. Das diese Strategie heute noch angewandt wird, wo Google immer härter gegen Linknetzwerke durchgreift ist mir ein […]

 
  8. April 2014, 10:45

Es war ja bereits Mitte 2013 so, dass viele hochrangige Unternehmen eine Penalty bekommen haben. Was früher möglich gewesen ist, ist heute nicht mehr so und ich finde es auch richtig. Wenn man sich den Ursprung des Internets anschaut, ist ein Link eine reine Empfehlung und ich denke Google und die anderen Suchmaschinen möchten dort gerne wieder hin.

Grüße,

Johannes

 
  9. April 2014, 13:21

Diese Link-Netzwerke wird immer funktionieren. aber verwenden Sie ein Netzwerk nie für eine Website, die Sie absolut nicht leisten zu verlieren!

 
  17. Mai 2014, 08:36

Das ein Link eine Empfehlung war und auch heute sein sollte ist klar, nur die Rangehensweise Googles finde ich falsch.
Denn Sie bevorzugen eigene Dienste extrem, so was wie Google Shopping, wo doch angeblich Preissuchmaschinen absolut keinen Mehrwert für Nutzer haben soll, so jeden falls die Aussage Googles wenn es sich um andere Preissuchmaschinen handelt 🙂
Zu efamus, im Gegensatz zu anderen Netztwerken ist hier kein Spider unterwegs der Backlinks ständig prüft wie zb bei Telidat etc, wie man da das Netztwerk aufdecken will, das würde mich interessieren.
Doch nur wenn sich ein Googlemitarbeiter da einloogt und die Seiten manuell sichtet.

 
  11. August 2014, 22:47

Wie bereits erwähnt möchte ich hier niemanden Beschuldigen, was ich auch nicht getan habe. Ich habe lediglich begründet eine Hypothese bzw. Vermutung geäußert, die ich mit entsprechenden Domains auf Nachfrage dieser Agentur nach Beispielen belegt habe. Das in diesem Zusammenhang evtl etwas „peinliche“ Inhalte zu Tage gekommen sind tut mir leid, da kann ich aber nichts für. Ich denke wir wissen alle, dass die von mir genannte Agentur eig. aufgrund des von Ihr vermittelten Wissenstandes in ihrem Blog recht gutes, nachhaltiges SEO anbietet – aus diesem Grund sollten dort vielleicht die Impressumsangaben bestimmter Seiten gelöscht werden, bevor die jemand findet, der damit wirklich Schaden anrichten möchte.

 
  12. August 2014, 20:36

Es ist ein Wettbewerb gegen die Zeit und der alte Spruch „Content is King“ ist wieder hochaktuell. Ironischerweise hatte Google ja dieses SEO vor langer Zeit selbst ausser Mode gebracht, durch ihr PageRank Patent. Am Ende ist die einzige Richtschnur: Ständig optimieren ohne Manipulationen ist im Long Run das Einzige was beständig bleibt. Auch im Onpage – Bereich wurde viel manipuliert, und heute weiß jeder, das z.B. Keyword Stuffing Unsinn bzw. negative Auswirkungen hat.

 
  12. August 2014, 20:37

Tja, so kann’s gehen… 😉 Ein Freund von mir arbeitet bei der Webconomy und wir haben uns erst vor kurzem über das Thema unterhalten. Wir waren uns eigentlich einig, man generell die Finger von Linknetzwerken lassen sollte, wenn man eine langfristige SEO-Strategie fährt. Sieht aus, als sollten wir Recht behalten. 🙂

 
  12. August 2014, 20:38

Bei den ausgewählten Domains handelt es sich nicht um eine Zufallsauswahl, sondern um die 10.000 de-Domains mit den höchsten Werten im Sichtbarkeitsindex. Die Range reicht von 1.784,6 Punkte (amazon.de) bis 0,47 Punkte (satzentrale.de). Mit dieser Auswahl soll sichergestellt werden, dass die untersuchten Domains über eine gewisse Größe verfügen und ausreichend Daten für eine zuverlässige Analyse vorliegen.

 
HQ
  2. September 2014, 12:21

Weiß jemand, ob auch die Portale/Seiten SEO Firma testroom.de betroffen sind? Die werben ja auch auf hohem Niveau sehr deutlich mit Linkkauf.

 

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