Matt Cutts sagt Links in Gastbeiträgen den Kampf an

21. Januar 2014, 09:10

Heute nacht veröffentlichte Matt Cutts, Head of Googles Webspam Team, in seinem Blog einen neuen Post mit dem Titel „The decay and fall of guest blogging for SEO“ (Der Verfall und Niedergang von Gastbeiträgen zu SEO-Zwecken).

Matt warnt in dem Beitrag ausdrücklich davor, 2014 Gastbeiträge für den Linkaufbau zu verwenden. Wenn diese Follow-Links enthalten, wäre das ein eindeutiger Verstoß gegen die Google Richtlinien. Er betont in einem Update des Artikels, dass selbstverständlich jeder auf seiner Website machen kann, was er möchte und Gastbeiträge aus der Sicht von Google nicht grundsätzlich schlecht sind, wenn sie andere Marketingzwecke verfolgen. Allerdings sollten Links in den Beiträgen wie bei Werbeeinbindungen auf Nofollow gesetzt werden, um von Google nicht als Spam angesehen zu werden.

Matt Cutts und John Mueller hatten sich sch schon in der Vergangenheit kritisch über das Thema Guest Blogging geäußert, aber bisher nicht so klar und eindeutig. Es ist davon auszugehen, dass Google in Kürze den Worten Taten folgen lässt.

Offen lässt es Matt, in welcher Form Google gegen Links aus Gastbeiträgen vorgehen wird. Denkbar wäre grundsätzlich drei Varianten:

  1. Berücksichtigung von Links aus Gastbeiträgen bei manuellen Penalties im Webspam Team
  2. Integration in bestehenden automatischen Filtern wie den Pinguin Updates
  3. Google erweitert seinen Zoo um ein weiteres Tier und veröffentlicht einen neuen Filter, der spezielle gegen Links aus Gastbeiträgen ausgerichtet ist

Was glaubt Ihr, welchen Weg Google einschlagen wird?

Dieser Beitrag hat 31 Kommentare

 
Uwe
  21. Januar 2014, 09:24

wird wohl der autor des jewiligen blogs in zukunft wohl selbst publizieren muessen – nachdem man ihn auf das produkt eingeschworen hat… ein spammer würde sich sagen – jetzt muss ich in einem blog halt 5 beiträge schreiben, zeitversetzt, um als echter autor zu wirken… da bekommt „buying authorships“ eine ganz neue bedeutung… alles in allem eine normale entwicklung – immer wenn etwas wirksames übertrieben wird, stellt google es ab – nur damals fehlte die bestätigung und die 14 vorankündigungen – die jungen habens halt einfacher als damals … 😉

 
  21. Januar 2014, 09:53

Hallo,
das war ja früher oder später zu erwarten. Ich denke, es wird auf eine Zoo-Erweiterung hinauslaufen. Das dürfte für Google am einfachsten zu handeln sein.
Viele Grüße
Ann-Bettina

 
Martin
  21. Januar 2014, 10:03

Erstmal betrifft es Gastbeiträge welche als diese klar ersichtlich sind d.h. mit Angabe des Namens des Gastauthors und offensichtliche Links zu dessen Page – diese sollten künftig auf Nofollow gesetzt werden.

Doch was ist mit den „verschleierten Gastbeiträgen“? Wie kann Google erkennen ob es sich um einen Gastartikel handelt, wenn man diesen verfasst als würde er vom Seitenbetreiber selbst erstellt worden sein?

Hier kann ledegilich die Art der Verlinkung wie Anchortext, umliegender Content etc. als Faktor bewertet werden (Pinguin). Liegt eine wirkliche Empfehlung eines Links vor so wird Google auch künftig diesen bewerten – eine Differenzierung wird nach wie vor nicht möglich sein. Welche Wege seht ihr, dass auch Google diese Links aufdecken könnte?

 
  21. Januar 2014, 10:12

[…] darf gespannt sein, wie Google mit dem Thema umgeht. Hanns Kronenberg schreibt in einem Artikel auf sistrix.de über die möglichen Konsequenzen seitens Google gegen spammige […]

 
  21. Januar 2014, 10:16

[…] […]

 
Klaus
  21. Januar 2014, 10:53

Also, wenn es so weiter geht gibt es bald mehr Google Webspam-Team-MItarbeiter um alle mögiche unnatürliche Links ausfindig zu machen als Linkbuilder.

Ich denke wenn man nicht übertreibt und sowohl thematisch als auch qualitativ gute arbeit leistet , werden Gastbeiträge ,sowie viele andere „unnatürliche“ Links, nicht schaden und bei big G auffallen.

 

[…] Kronenberg von sistrix.de stellt sich in seinem Artikel `Matt Cutts sagt Links in Gastbeiträgen den Kampf an´ die Frage, in welcher Form Google nun gegen Links aus Gastbeiträgen vorgehen wird. Er nennt […]

 
Hanns Kronenberg
  21. Januar 2014, 11:00

@Martin: Eine gute Frage. Vieleicht hat Google ja Signale gefunden, wie man Gastartikel mit hoher Wahrscheinlichkeit identifizieren kann. Ich befürchte nur, sie werden uns die Signale nicht verraten. Vielleicht erkennt man ja Muster, wenn es die ersten Abstrafungen in dem Zusammenhang gibt.

 
Otto
  21. Januar 2014, 11:15

Heißt das jetzt, dass Autorenlinks (nach G+) mit nofollow versehen werdne müssen? Nicht auszuschließen. Absurdistan ist überall.

 
  21. Januar 2014, 11:24

Der Algorithmus zur Erkennung eines Gastbeitrages interessiert mich. Machen die das an den Worten „Gastbeitrag“, „Gastautor“, etc. fest? Oder an Merkmalen, dass eine Webseite viele Dofollow-Links aus Beiträgen zwischen 300-500 Worten erhält?

 
  21. Januar 2014, 12:53

Hallo,
schon sehr schlimm das Ganze. Wie sollte man nun Gastartikel handhaben?? Niemand will doch solche Artikel haben und da wird sich auch kein Gastautor mehr melden. Ich finde diese Entwicklung nicht gut und da bei mir auch hin und wieder Gastartikel erscheinen, werde ich dementsprechend reagieren müssen. Aber ich glaube auch, dass ich so keinen Gastautor mehr an Land ziehen können werde. Hm…was solls!!

 
  21. Januar 2014, 13:12

[…] Sistrix.de habe ich erfahren, dass Google gegen Gastartikel vorgehen will und wahrscheinlich auch wird. […]

 
  21. Januar 2014, 13:15

Entspannt euch. Es wird doch hier keiner wirklich glauben, wenn man 5 Gastbeiträge im Monat in seinem Blog hat das irgendjemand rausfinden und bestrafen könnte. Vor allem wenn ich als Autor selbst den Bericht einstelle.

 
Oli
  21. Januar 2014, 13:23

Das Schlimme ist, dass Google mit solchen Aktionen den Content immer mehr verseucht. Vor vielen Jahren reichte es, ein paar Footerlinks zu tauschen und den Content konnte man unberührt lassen. Nun muss man hochwertige Gastartikel mit vernünftigem Inhalt schreiben und aus dem Content verlinken. Das ist schon einmal eine schlechte Entwicklung, aber so lange man die Werbung noch kennzeichnet, ist das gerade noch akzeptabel. Doch langfristig kann man nur noch extrem verschleierte Links aus dem Content verkaufen und es kommt zu einer extremen vermischung von Inhalt und Werbung, die wir uns nicht wünschen.

Ohnehin scheint mir die Unterscheidung follow und nofollow zunehmend absurd. Viele Webmaster setzen echte Empfehlungen zunehmend auf nofollow und nur noch verkaufte oder gehandelte Links auf follow. Würde mich nicht wundern, wenn in ein paar JAhren Google alle Followlinks entwertet.

 
Heike
  21. Januar 2014, 13:52

Ich frage mich, wie Google dass dann bei Blogs handhabt, die von mehreren Autoren gemeinsam betrieben werden? Gelten dann auf einmal alle Autoren als Gäste? Oder entscheidet Google, wen es als Autor akzeptiert & wen es für einen Gast hält? Schwierig….

 
Hanns Kronenberg
  21. Januar 2014, 14:31

@Heike: Wenn mehrere Autoren regelmäßig auf einem Blog schrieben, wertet Google sie wahrscheinlich erst gar nicht als Gastautoren. Matt Cutts schreibt dazu ja auch ein paar Sätze und nennt den amerikanischen Blog „BoingBoing“ als Positiv-Beispiel. Verdächtig sind sicherlich eher einmalige Posts mit verlinkten Money-Keywords und anderen auffälligen Signalen.

 

[…] Sistrix: Matt Cutts sagt Links in Gastbeiträgen den Kampf an […]

 

[…] Kronenberg von Sistrix hat sich bereits Gedanken dazu gemacht, inwieweit Google das Gastbloggen sanktionieren könnte. Tatsächlich sind alle drei […]

 
  22. Januar 2014, 04:18

…und der Wahnsinn geht weiter…es wird langsam wirklich Zeit, dass wir aufhören, jedem Google-Schmarrn hinterherzuhecheln. Dieser Konzern hat ohnehin schon viel zu viel Macht und geht mit dieser bisweilen auch gerne ziemlich rücksichtslos um

 
  22. Januar 2014, 08:08

Oh man, oh man, ich finde das alles ziemlich nervig! Als Blogger hat man ja kaum noch die Möglichkeit so zu schreiben wie man möchte oder denkt, sondern man muss so schreiben wie google es will – da stimmt doch etwas nicht!!!

 
  22. Januar 2014, 11:28

[…] austauschen, müssen sich absolut keine Gedanken machen. In den Artikeln von SEO-United und Sistrix wird dazu geraten Links in Gastartikeln mit dem Attribut rel=nofollow zu versehen, um zu vermeiden […]

 
  22. Januar 2014, 20:49

@sandy: wieso denn? einfach nofollow rein und gut ist!
ABER das eigentliche problem: wenn andere auf ich verlinken könnte es spam werden und ich werde abgestraft, ohne auch nur einen artikel eingetragen zu haben. das thema, andere mit schlechten links abzustrafen hatten wir ja schon und ist nach wie vor präsent. und ich denke, diese maßnahme wird das noch verstärken. wie will google das auseinander halten????

 

[…] Kronenberg von Sistrix nennt 3 Denkbar Varianten wie Google gegen Links aus Gastbeiträgen vorgehen […]

 
  24. Januar 2014, 10:50

Im groben geht es wieder dadrum, jene die es übertreiben, im Zaume zu halten. Aber irgendwann muss man doch auch noch die Möglichkeit zu lassen, mit dem was man macht etwas zu verdienen. Es wird wieder eine ganze Menge treffen, die eben nicht zu den schwarzen Schafen gehören…hmpf. So ganz langsam wird es anstrengend

 
  25. Januar 2014, 09:54

Ich finde den Schritt gut (wenn er auch wohl nicht so gut durchdacht war). Der Ursprung seines Postings hängt wohl auch mit diesem Artikel zusammen http://nenadseo.com/new-seo/

Die Äußerung etwas gegen die Gastbeiträge zu unternehmen ist ja nur konsequent. Haben doch die meisten Gastbeiträge einen komerziellen Hintergedanken. Die nichtkomerziellen, die wirklich etwas beitragen wollen werden auch in Zukunft kein Problem haben. Aber eben alle Anderen

 
Stephan
  27. Januar 2014, 15:39

Wer 2014 noch immer 300 Worte Gastbeiträge mit nem Link +Wikipedia-Link online stellt, ist selber schuld.
Man muss eben seinen Gastcontent hochwertig aufbereiten und anpassen. Orientiert euch am Stil des Bloggers (Wieviele Überschriften, Links, Wörter, Bilder etc.) und Google kann nix mehr nachvollziehen – ausser es steht halt eben Gastbeitrag drüber 😉

Blogger lassen sich ohnehin nicht gerne vorschreiben, was sie wie zu machen haben.

Wo das ganze noch hinführt, bleibt abzuwarten. Irgendwann schreit Matt wohl noch: „Don´t do Content-Marketing! It´s ultra evil – because you get links to commercial sites without rel=nofollow!“

 
  28. Januar 2014, 08:52

Hallo,
Ich bin mal gespannt wo das hinführen wird, denn solche Artikel wie von Google gewünscht möchte kaum jemand haben, da wird sich dann wohl kaum noch ein Gastautor melden.

 

[…] SEO-Links missbraucht wurde. Eine überaus meinungsstarke Diskussion findet sich dazu bei sistrix. Bild: Rafal Olechowski | shutterstock.com Veröffentlicht unter Uncategorized […]

 
  21. Februar 2014, 10:36

Das ist mal wieder eine strunzdumme typische Google Massnahme. Die sind ja grundsätzlich auf alles allergisch was Geld im Internet verdient. Ein grosser Teil meines eigenen Traffics stammt aus Gastkommentaren.

Und ich spamme auch nicht dumm rum, sondern versuche mich sachlich zu äussern sofern ich eine Meinung dazu habe. Ich hoffe ich erlebe es noch, dass diese de facto Netzdiktatur vom hohen Sockel gestürzt wird.

 
  7. März 2014, 11:08

Das passt zur Gesamtstrategie von Google seit Panda und Pinguin. Wieso sollten „Gastbeiträge“ anders bewertet werden als Link- und Artikeltausch? Die Grenzen sind hierbei eh „fließend“ meiner Meinung nach.

 

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