Jerry Yang verlässt Yahoo

Johannes Beus
Johannes Beus
18. November 2008
Johannes Beus
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Johannes Beus ist Gründer und Geschäftsführer von SISTRIX.

Yang zieht die Konsequenzen daraus, dass er sich beim Übernahmepoker zwischen Microsoft und Yahoo verzockt hat und tritt als Yahoo-Chef zurück. Wenn man sich den Börsenkurs von Yahoo ansieht, bedenkt, dass Yahoo derzeit 10% seiner Mitarbeiter entlässt und im Hinterkopf hat, dass Seiten wie Yahoo einen nicht unwesentlichen Teil der Einnahmen mit TKP-Buchungen machen, so sieht die nähere Zukunft von Yahoo nicht wirklich gut aus.

Beim Lesen der Meldung habe ich darüber nachgedacht, was Yahoo eigentlich ist. Und keine befriedigende Antwort gefunden. Die Yahoo-Startseite sorgt auch nicht gerade für Klarheit und wenn ich mir die Angebote raussuche, die erfolgreich sind, so sind das entweder Dienste, bei denen die User das schon ewig bei Yahoo machen und zu faul zum Wechseln sind (z.B. Mail) oder Zugekaufte wie Flickr/del.icio.us. Die Suche, mit der man seit 2004 (!) versucht, Google Marktanteile anzunehmen wird selbst in den USA zunehmend unbedeutender (Google von 64 (2007) auf 74 (2008) Prozent, Yahoo von 21 auf 17 [Hitwise]) und ob Yahoo da in absehbarer Zeit Nutzer von anderen Suchmaschinen rüberzieht, ist für mich doch sehr fraglich. Man gucken, wie das weitergeht.

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Kommentare
Lukas Petersen   
18. November 2008, 09:51

Ich denke auch nicht das Yahoo in absehbarer Zeit Nutzer von anderen Suchmaschienen abziehen kann. Der Trend geht eher weiter bergab.

Black Friday   
18. November 2008, 10:29

Die 17% glaube ich mit keinem Wort. Alles nur Gerüchte um die wahren Marktanteile von Google kleinzureden.

pare   
18. November 2008, 10:54

Wenn man es genau nimmt, ist der Titel des Beitrags etwas ungenau. Yang verläßt Yahoo nicht. Spiegel.de schreibt dazu: „Yang soll auch künftig wichtige Aufgaben für Yahoo wahrnehmen und wie bisher dem Verwaltungsrat angehören.“

Tangier   
18. November 2008, 18:53

Ich denke auch das schon 17% für Yahoo zu viel sind. Ich würde dort eher noch paar % abziehen und bei Google raufpacken!

yaph   
18. November 2008, 23:53

Yahoo bietet eine Reihe interessanter Web Services, Entwicklertools und nicht zu vergessen Yahoo Pipes an. Also schon einige sehr nützliche Dienste, vermutlich aber nicht aus wirtschaftlicher Sicht.
Was das Aufkaufen anderer Dienste betrifft, brauchen sich Google und Microsoft auch nicht wirklich verstecken.

Ralph   
19. November 2008, 22:25

Wie bereits yaph schon geschrieben hat, hat Yahoo sehr gute Tools, aber anscheinend können sie es nicht wirtschaftlich umsetzen wie Google.

Vielleicht gelingt es jetzt, wenn ein neuer Kopf gewählt wird.

Ralph

mario   
21. November 2008, 18:43

Hallo.
Vielen dank für die nützlichen Tipps.

Ich habe hier aber eine Frage:
Werden Links die von einen Blog X auf meine Seite führen auch dann von Google bewertet wenn Sie nur in einem Kommentar eingebaut sind wie zb hier?
Gruss und Danke
Mario

Matador   
22. November 2008, 20:15

Wir (alle Webmaster) haben Google stark gemacht mit Pagerankwahn, kennt einer Webrank ist von Yahoo, und können nur hoffen das Yahoo auf die Beine kommt, damit unsere abhänigkeit nicht noch größer wird.

Thomas   
24. November 2008, 12:32

Muss dir recht geben Matador es ist eigentlich erschreckend wie abhängig man inzwischen von Google ist und das beste daran ist, das Google willkürlich entscheiden kann wie und wo und was sie machen und irgendwie scheint niemand etwas dagegen tun zu können.

ihsan   
24. November 2008, 20:20

Ich wundere mich manchmal, dass ich überhaupt Besucher von Yahoo erhalte 🙂 Das heißt doch, dass der ein oder andere doch Yahoo nutzt. Man sollte niemanden abschreiben. Wer hätte damals daran geglaubt das so eine verspielte Oberfläche wie google die Welt erobern kann?

Alles ist möglich und jeder kann mit spielen.

Viele Grüße

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