Kein hoher Dämpfungsfaktor für 301-Weiterleitungen?

Johannes Beus
Johannes Beus
25. Februar 2013
Johannes Beus
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Johannes Beus ist Gründer und Geschäftsführer von SISTRIX.

Wenn Matt Cutts seine Google Webmaster-Videos aufnimmt, so gehen die Antworten von ihm selten über eher uninteressante Allgemeinplätze hinaus. Heute allerdings hat Google ein Webmaster-Video veröffentlicht, in dem es zu einer ganz interessanten Aussage kommt: laut Matt Cutts gibt es für 301-Weiterleitungen keinen größeren Dämpfungsfaktor, als es ihn für Links gibt. Wenn Seite A auf Seite B verlinkt, geht also genau so viel PageRank verloren als wenn Seite A via 301-Weiterleitung auf Seite B weiterleitet. Hier das ganze Video:

Ich glaube nicht, dass Matt Cutts hier absichtlich versucht, die SEO Community mit einer wissentlichen Falschaussage hinters Licht zu führen. Das würde einfach nicht zu seinem Selbstverständnis als „Distinguished Engineer“ bei Google passen. Daher sollte man diese Aussage durchaus im Hinterkopf behalten und interne 301-Weiterleitungen künftig wieder eher in das Repertoire aufnehmen. Allerdings könnte ich mir gut vorstellen, dass gerade bei domainübergreifenden Weiterleitungen andere Filter und Dämpfungsfaktoren ins Spiel kommen. Gerade zwischenzeitlich gelöschte Domains und vergleichbare PageRank-Quellen werden von Google sicherlich nicht komplett ungefiltert in den Index übernommen.

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Kommentare
Stefan Koch   
26. Februar 2013, 00:36

Kommt es nur mir ein bisschen komisch vor? Es ist doch eigentlich offensichtlich, dass eine 301-Weiterleitung direkter ist als ein Link. Eine 301-Weiterleitung ist für den normalen Benutzer ja meistens unsichtbar (weil der Browser direkt weiterleitet), also wird sie dort eingesetzt, wo Seiten im Grunde äquivalent sind (nur die aktuelle nicht mehr existiert).

Ein Link ist eine viel indirektere Form der Weiterleitung, hier wird nur gesagt, dass eine Seite einen gewissen Zusammenhang zu einer anderen hat. Dieser Zusammenhang teilt sich aber auch noch auf (oft) mehrere Links auf.

Mit diesem Wissen ist „laut Matt Cutts gibt es für 301-Weiterleitungen keinen größeren Dämpfungsfaktor, als es ihn für Links gibt“ aber eine ziemlich leere Aussage… Überraschend wäre „für 301 gibt es einen höheren Dämpfungsfaktor als für normale Links“.

Dämpfungsfaktor verstehe ich hier als den Verlust von Page-Rank oder Ähnlichem, also einen Wert alpha zwischen [0,1], wenn die direkte Übernahme aller Informationen von A nach B „1“ und absolut kein Zusammenhang „0“. Dann wäre in 1-alpha der Dämpfungsfaktor alpha. Großer Dämpfungsfaktor = wenig Zusammenhang.

Und wie oben gesagt, sehe ich schon allein in der Umsetzung der Verwendung/Definition der beiden Funktionen (301/anchor-Link) einen höheren Dämpfungsfaktor bei 301.

Kann natürlich sein, dass meine Sicht daher kommt, dass ich kein SEO-Experte bin. Vielleicht habt ihr da andere Erkenntnisse aus den letzten Jahren oder eine andere Sicht.

Stefan Koch   
26. Februar 2013, 00:37

Und ihr solltet wirklich Absätze zulassen oder den Fehler in eurem System korrigieren, der Absätze (bei Linux) tötet…

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