Quo vadis, DMoz?

Johannes Beus
Johannes Beus
21. November 2006
Johannes Beus
Johannes Beus
Johannes Beus ist Gründer und Geschäftsführer von SISTRIX.

Seit über einem Monat, seit dem 20.10. sind die Editorenserver des Projektes jetzt bereits offline. Außer, dass es temporäres Problem gebe und mit Hochdruck an der Sache gearbeitet werde, gibt es keinerlei offizielle Rückmeldung vom DMoz oder deren Eigentümer AOL.

Klar, ein Hardwaredefekt kann immer mal passieren. Doch bei Projekten, an denen den Betreibern etwas liegt, werden entweder im Voraus bereits Notfallpläne für diesen Fall angefertigt oder es wird schnell reagiert und die Funktionstüchtigkeit wieder hergestellt. Und derart exotische Hardware, dass sie nicht mehr oder nur noch sehr langwierig zu beschaffen wäre, wird wohl auch dort nicht eingesetzt.

Dass nun seit einem Monat nichts passiert oder wenigstens der Fortschritt der Wiederherstellung veröffentlich wird, lässt meiner Meinung nach nur den Schluss zu, dass AOL plant, DMoz sterben zu lassen. Und zwar nicht sauber, indem man sagt, man habe kein Interesse mehr an einem Projekt, das nur Kosten verursacht, sondern schmutzig, indem man sich nicht mehr kümmert. Schade, um die Energie und Arbeit der Editoren. Vielleicht forked ja jemand DMoz auf Basis der aktuellen Daten und führt das Projekt weiter. Genügend Möglichkeit, das Projekt wieder zum Leben zu erwecken, gibt es jedenfalls. Nur dann hoffentlich mit engagierteren Eigentümern.

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