Subdomains oder Unterverzeichnisse?

Juan Gonzalez
I studied Regional Studies of Latin American at the University of Cologne - Germany, majoring in "Business Informatics“. I also studied Business Administration and currently I’m doing a Master in International Business Administration. I feel a fascination with SEO and the people who make it possible.
25. Januar 2018 6 Kommentare

Gestern berichtete Barry Schwarz über den Streit in der Frage, ob Google Subdomains und Unterverzeichnisse gleich behandelt. Ausgang der Diskussion war Rand Fishkins Reaktion auf das Video „Subdomain or Subfolder” von John Müller.

Gleich vorweg: Wir bei SISTRIX teilen John Müllers Meinung:

„Google web search is fine with using either subdomains or subdirectories”

Müller bestätigt, was Matt Cutts bereits im Oktober 2012 sagte. Richtig ist, dass sowohl Subdomains als auch einzelne Verzeichnisse die gleichen Chancen bei Google haben. Das Problem ist vielmehr, dass Google und SEOs einen anderen Standpunkt vertreten.

Was Rand Fishkin in seinem Tweet anspricht, ist etwas, das fast jeder SEO schon einmal gesehen hat. Wer von einer Subdomain auf ein Unterverzeichnis wechselt, rankt höher und erhält mehr organischen Traffic über Google.

So sieht die reale Welt aus:

Das gilt auch für die deutsche Domain monster.de:

Der Vollständigkeit halber, da http und https zwei unterschiedliche URLs sind:

Schauen wir uns noch die Domain t-online.de an, die mit ihrem Ratgeber ebenfalls auf ein Unterverzeichnis umgezogen ist:

Warum?

Wenn wir annehmen, dass Google mit der Verwendung von Subdomains oder Unterverzeichnissen einverstanden ist, liegt der Grund für die besseren Rankings höchstwahrscheinlich in der Website selbst. Hier zwei Gründe, die dafür sprechen:

1. Wenn ein Webmaster von Subdomains zu Unterverzeichnissen wechselt, bedeutet das oft auch, dass etwas Neues und möglicherweise etwas Besseres online ist – ein neues Design, eine bessere Benutzerfreundlichkeit, bessere URLs, ein besserer Inhalt oder bessere interne Links, usw.

2. Die Systeme, die wir benutzen. Viele der eingesetzten Systeme sind nicht für Subdomains optimiert. Subdomains sind komplex, erfordern mehr Zeit und Aufmerksamkeit, spezielle Content-Management-Systeme (CMS) und oft sind sie nicht gut vernetzt. Manche von ihnen sind sogar nicht im Navigationsmenü der Hauptseite zu finden.

Versuche es selbst. Finde heraus, wie man über das folgende Navigationsmenü zur Subdomain teachers.theguardian.com gelangt:

Und? Ja, uns geht es ähnlich.

Wann sind Sub-Domains sinnvoll?

Bleiben wir beim Beispiel Guardian. Im rechten Teil des Bildes sehen wir Jobs und Dating. In diesen Fällen ist es sinnvoll, verschiedene Subdomains zu verwenden, da das Kerngeschäft von The Guardian immernoch Nachrichten sind – und nicht Jobs oder Singletreffs.

 

26. Januar 2018, 09:53

Hey Juan,

ich bin etwas verwirrt – auf der einen Seite zitierst du Google dass Subdomains und Verzeichnisse gleich behandelt werden, führst dann aber Beispiele an die eindrucksvoll belegen dass die Migration von Sub zu Verzeichnis immer mit einer Verbesserung des Sichtbarkeitsindex verbunden ist. Willst du sagen dass zwar beide die gleichen Chancen haben und nur die Migration den Unterschied macht? Das würde ja bedeuten, dass wenn ich von Verzeichnis zu Subdomain migriere ähnliche Effekte festzustellen sind …

Beste Grüße!

Juan Gonzalez
26. Januar 2018, 13:23

Lieber Micha,

vielen Dank für dein Kommentar!
Das ist richtig: Google behandelt beide gleich, also spielt es keine Rolle, wofür man sich entscheidet (ich würde aber sagen, das beste für deine User).

Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass Rands Anliegen berechtigt ist, die Ursachen aber nicht bei Google liegen. Übrigens, wenn du von einer Subdomain auf ein Verzeichnes (oder umgekehrt) umziehen solltest und du alle technische Aspekte dabei berücksichtist, wird Google deine Domain neu bewerten. In der Praxis heißt das: Dein Ranking kann besser werden oder auch schlechter. Das ist – wie immer – abhängig von der Qualität der Seite.

Schönes Wochenende!

Maik
26. Januar 2018, 13:37

@Micha die Aussage von Google stimmt ja auch das Subdomains und Verzeichnisse die gleichen Chancen haben. Was aber fehlt an der Aussage ist, das eine Subdomain als eigenständige Domain läuft. Somit ist ein Link von http://www.domain.de immer ein externer Verweis auf die Subdomain und kein interner Link. Und genau da liegt der Unterschied in meinen Augen weswegen es dann zu unterschiedlichen Rankingerlebnissen es kommen kann und wird. Gerade bei größeren Projekten spielt das wahrscheinlich eine größere Rolle als bei eine Domain mit 100 Dokumenten.

@Juan erst einmal danke für die Meldung.
Aber andere Frage wie sieht es mit Sprachfoldern bzw. Länderdomains aus. Habt ihr da auch was? In der Theroie würde ich sagen das gerade die Spach/Landversionen von einer Folder-Strategorie profitieren kann, wenn man in diesem Land noch recht unbekannt ist bzw. man frisch in den Markt startet, da man hier nicht bei 0 anfangen muss.

Was denkst du darüber bzw. Ihr? 😉

1. Februar 2018, 23:30

Was ist denn mit www – Präfix ? In meinem Umfeld gibt es mittlerweile Domains ohne www – Präfix, die sehr gut ranken ohne Backlinks oder SEO Optimierung. Könnte www. die Sichtbarkeit beeinträchtigen? Überall steht nein. Aber beweisen kann das niemand. Ganz im Gegenteil. Eines meiner Projekte ohne www startete von Anfang an super und steigt und steigt… also Hinweise scheint es zu geben.

Sergej
9. Februar 2018, 08:59

Das kann ich so auch nicht bestätigen, denn aus meiner könnte es unterschiedliche Gründe geben, die man unter Umständen auch nicht ganz nachvollziehen kann. In unserem Fall, kann ich es so nicht bestätigen, unser Verzeichnis rankt jetzt schlechter als die Subdomain. Also „Fehlersuche“ ist angesagt.

Gruß

18. Februar 2018, 12:16

Subdomain ist eigenständige domain. Deshalb ist für mich das Verzeichnis besser weil hier die ganze Power von der Domain da ist.