Domains, Subdomains, Hostnamen und was sie verbindet

Johannes Beus
Johannes Beus
13. September 2007
Johannes Beus
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Johannes Beus ist Gründer und Geschäftsführer von SISTRIX.

Die Herren SEOBlogger wollten Meinungen zum Thema Subdomain hören und da ich das Thema auch ganz interessant finde, noch nicht viel dazu geschrieben habe und die Bahn mal wieder ihren Zug kaputt gespielt hat, so dass ich mehr Zeit als erwartet habe, hier meine Einschätzung zum Thema.

Google arbeitet mit Hostnamen. Der Hostname ist bei einer normalen URL der Teil zwischen http:// und dem ersten „/“, hier also beispielsweise „www.sistrix.com“. Die Subdomain auf der unsere SEO-Tools liegen (tools.sistrix.com) ist ein anderer Hostname und hat auch eine andere IP-Adresse. Korrekterweise müssten Hostnamen, um die Hierarchie korrekt wiederzugeben, von rechts nach links gelesen werden – einzelne Elemente werden durch den Punkt getrennt: com > sistrix > www beziehungsweise tools. Wenn man nun den ersten Teil, also die Domain, weglässt, hat man genau die Reihenfolge, in der Google Stärke aber auch mögliche Probleme vererbt. Wer eine starke Domain hat, wird auch mit Subdomains unter dieser Domain ordentlich ranken, zu sehen beispielsweise an den Astores von Amazon oder den zahlreichen Subdomains von Ebay. Bei möglichen Penaltys läuft das ganze genauso ab: Vererbung anhand der Hierarchielinie. Soweit eigentlich nicht sonderlich überraschend und dürfte dem entsprechen, was die meisten erwartet haben. Interessant ist jetzt aber, dass Penaltys nicht von untergeordneten Hostnamen auf Höhere weitergegeben werden – wer sich also auf spam.example.org „etwas eingefangen hat“, braucht sich – solange es keine manuellen Strafen sind – keine Sorgen um die Hauptdomain sowie weitere Subdomains machen. Ein größeres Auktionshaus verbrennt in regelmäßigen Abständen einzelne Subdomains ohne, dass dies Folgen für die Hauptdomain hätte – aber auch bei deutlich kleineren Projekten konnte ich dieses Verhalten so beobachten.

Wer jetzt auf die Idee kommt, die Anzahl der Subdomains und Subsubdomains einfach deutlich zu erhöhen, sollte sich aber auch der „Subdomain-Problematik“, die ich schon mal beschrieben habe, bewusst sein und sorgsam abwägen.

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Kommentare
Anonymer Spammer   
13. September 2007, 22:10

aus eigenen erfahrungen kann ich dir sage, dass google auch ganze domains abschiesst, wenn eine subdomain zum spammen gebraucht wurde.

Johannes   
13. September 2007, 22:39

Wie geschrieben, wenn Google (manuell) kickt, dann meistens die komplette Domain.

Andreas   
14. September 2007, 09:15

Schöner Artikel, danke dafür.
Wenn G. manuell eingreift ist es in der Tat meistens fürs komplette Projekt zu spät, ausser man schickt den Google-Mitarbeitern mal kurz eine Jacht oder so wie ebay es könnte 😉

Juicy   
14. September 2007, 09:25

Klasse Infos. Ich lese deinen Blog echt gerne, Johannes. (o:

Mario   
14. September 2007, 17:08

Subs eignen sich auch hervorragend dazu erstmal den Trust der Hauptdomain abzuholen und den dann per 301 auf eine neue „besser klingende“ rüberzuschieben. Diese behält dann später auch ohne 301 eine gewisse Stärke.

Norbert Sohrweide   
19. September 2007, 20:34

Die Erfahrung hab ich vor knapp 2 Jahren mit Beep gemacht und nicht nur die Suddomain war weg. Dann schießt aber der Frust inden Kopf, aber zugleich hat man was gerlernt

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