Kann sich die SEO-Branche selber regulieren?

Johannes Beus
Johannes Beus ist Gründer und Geschäftsführer von SISTRIX.
5. März 2010 60 Kommentare

Es ist schwer zu übersehen: Suchmaschinenoptimierung boomt. Das zeigt sich nicht nur daran, dass Stammtische und Konferenzen jedes Jahr besser besucht werden und Stellenangebote für Inhouse-SEOs mittlerweile kein Kuriosum in den Jobbörsen mehr sind. Besonders deutlich wird es durch den rasanten Anstieg von Dienstleistern in dem Bereich. Mir kommt es so vor, als vergehe kein Tag, in dem keine neue SEO-Agentur gegründet würde. Im Prinzip eine positive Entwicklung, die allerdings auch Schattenseiten hat, die immer deutlicher hervortreten: die Qualität bleibt auf der Strecke.

Finaler Auslöser für dieses Blogposting war ein Beitrag von Randolf. Ihm wurde zugetragen, dass Senkrecht IT, eine SEO-Firma aus Köln (irgendwo muss da ein Nest sein), mit einer seiner Seiten als Referenz wirbt – ohne, dass diese Firma irgendwann etwas für 3gstore.de gemacht hat. Man könnte das nun als einmaligen Ausrutscher abtun, aber leider häufen sich derartige Fälle: da gibt es Telefonverkäufer, die sich als Google ausgeben, Agenturen haben „Head of SEOs“, die angeblich seit Jahrzehnten erfolgreich SEO betreiben – von denen in der Branche aber noch nie jemand etwas gehört hat und obskure Veranstaltungsreihen touren durch Deutschland, bei denen die Vortragenden Geld zahlen müssen, dass sie dem nichtsahnenden Publikum ihre Werbung vorlesen dürfen.

Dass die Zeiten vorbei sind, in denen ein Großteil der Menschen in der damals übersichtlichen Branche dabei war, weil ihnen das Thema Spaß gemacht hat, habe ich mittlerweile auch realisiert. Heute soll Geld verdient werden – und da jeder Deutsche bereits zwei Handys hat und der Gebrauchtwagenmarkt auch nicht mehr so richtig läuft, ist SEO die große Chance. Dabei sehe ich die SEO-Dienstleisterbranche derzeit vor einem Scheideweg: entweder, der Markt schafft es, sich selber zu regulieren und die schwarzen Schafe werden aussortiert oder aber auch die zahlreichen seriösen Agenturen werden es nicht einfach haben, einen angemessenen Teil vom Media-Etat zu bekommen.

Meiner Meinung nach gibt es zwei große Hebel: aufgeklärte Kunden und Transparenz. Ein Kunde, der eine grobe Vorstellung von der Arbeitsweise von Suchmaschinen sowie von zukunftsorientierten SEO-Methoden hat, lässt sich am Telefon kein Snakeoil verkaufen und kann die Arbeit von Dienstleistern einschätzen. Google hat im letzten Jahr einiges an Aufklärungsarbeit geleistet, vielleicht wären von der Branche erarbeitete Richtlinien, die seriösen Arbeitsweisen von Agenturen umreißen ebenfalls hilfreich. Transparenz ist ebenfalls wichtig: SEM als Budgetfeind von SEO liefert eine Aufschlüsselung bis auf den einzelnen Klick, während SEO-Verträge häufig pauschale Beträge für „Irgendwas“ fordern. Wir bieten selber Software an, die Auftraggebern ermöglicht, die SEO-Performance unabhängig zu überwachen aber auch Diskussion über ein verbessertes Zertifikat für SEO-Agenturen wie zwischen Philipp und Stefan (W&V) finde sich spannend und unterstützenswert. Auf der Campixx wird es nächste Woche zu dem Thema eine Diskussion geben, ich bin gespannt.

5. März 2010, 20:24

Hallo,

meiner Meinung nach ist es Aufgabe längjähriger Mitglieder der Szene, gezielt auf die von Dir genannten Missstände aufmerksam zu machen. Wenn sich die Szene nicht mehr gegenseitig unterstützt, weil z.B. der eine das Tool und der andere jenes Tool featured, wird sie früher oder später von den laufend aus den Boden sprießenden Agenturen gesprengt werden.

Um auf Deine Frage zu sprechen zu kommen, eine Branche muss sich aus dem Kern heraus regulieren. Gegen eine Sprengung durch obskure Anbieter von außen, hilft nur innerer Zusammenhalt bzw. das setzen klarer Signale aus dem Kern heraus. Bei allen finanzziellen Interessen, Hauptgabe aller sollte immer sein, die Branche sauber zu halten…

Grüße

Gretus

5. März 2010, 20:28

Sehr schöner Beitrag! Passend zu meinem Vortrag auf der Campixx.

Es ist immer erschrecken zu sehen, wie Agenturen unwissende Kunden abzocken oder wie Firmen Leute einstellen, die keine SEO Erfahrungen haben. Es ist alarmierend zu sehen, dass unseriöse große SEO-Firmen Leute einstellen die nicht einmal wissen was Linkaufbau ist.
Ich habe während meiner Zeit als Leiter einer Agentur und als Inhouse SEO viel mitgenommen.
Wer Lust hat, kann bei meiner kleinen Session bei der SEOCampixx, am Samstag um 10.15 – 11.00 Uhr, reinschauen.

Thema:
Inhouse SEO vs. SEO Agenturen.
Vorteile und Nachteile
Wie sich SEO Agenturen überschätzen.
Wie viele Kunden kann man betreuen um Qualität zu bieten.
Wie lange dauert ein guter Linktausch?
Haben es Inhouse SEOs leichter als SEO Agenturen?

An großen SEO Agenturen: Könnt ihr mir sagen, wie man in 10 Minuten im Monat eine Seite optimieren kann?

Freue mich aber sehr auf die Diskussionsrunde über SEO Zertifikate.

Ich persönlich halte nicht sehr viel von Zertifikaten. Was wirklich zählt ist: Mit welchem Keyword bist du auf Platz 1;).

Grüße,
Phuc

5. März 2010, 20:29

Gut gebrüllt, Löwe, aber ein Siegel alleine wird leider ganz sicher nicht dafür sorgen, dass Abzocke unter dem Deckmantel SEO weiter passieren wird. Zu schlecht lässt sich das, was der „freundliche Berater“ vorhin am Telefon enthusiastisch versprochen hat festhalten und in einen Vertrag umsetzen.

Zertifikate werden sich nur für die ‚großen‘ Agenturen holen. Die kleinen Selbstständigen und Handwerker-Firmen, die keinerlei Internetkompetenz haben aber mitbekommen, dass immer mehr Aufträge online vermittelt werden warten doch nur darauf, dass ihr Telefon klingelt und Mr Snakeoil dem Reisebüro Rankings von Türkei bis zur USA verspricht…

5. März 2010, 20:49

Dass ein, von der Branche anerkanntes, Zertifikat alle Probleme löst, erwarte ich auch nicht. Letztendlich sind es viele kleine Puzzleteile, die zusammengenommen etwas bewegen können. Bei den „großen“ Kunden kann so ein Zertifikat dann vielleicht schon etwas Nachdenken bewirken, bei den Kleinen wird es eher die Aufklärung von Google sein.

5. März 2010, 21:12

Aber Randolf, ich hab mich doch noch gar nicht dazu geäußert 😉
Im Ernst: Ein Siegel wäre sicher hilfreich, aber ich halte es für so schwierig, etwas derartiges hinzubekommen, dass es eine Utopie bleiben dürfte. Und wie läuft es denn beim Arzt oder Elektriker in der Region? Man tauscht sich aus, erhält Empfehlungen: „Der taugt was und der nix“. Man testet selber einen Arzt oder Elektriker, ist zufrieden oder zahlt Lehrgeld. Vermutlich dürfte es auch in unserer Branche auf lange Sicht ähnlich bleiben.
Kein Kunde wird durch irgendein Siegel sicher sein. Mündigkeit gehört auch hier dazu. Und solange ich Kunden abweise, weil sie beispielsweise auf solche Dinge wie „PageRank“ als einzig seligmachende Kriterium sehen und beratungsresistent sind, ist klar, dass auch halbseidene Agenturen ihr passendes Klientel finden dürfen 😉

Profo
5. März 2010, 21:13

Zertifikate bringen nur etwas für die zertifikatausstellenden Organisationen, nicht aber für die Kunden, fürchte ich. Das liegt einfach daran, dass die Zertifikate ja auch an eine Organisation ausgestellt werden, nicht aber an deren Mitarbeiter. Was würde es bringen, wenn die Senkrechten sich in Zukunft mit immer fantastischeren Zertifikaten schmücken, am Ende aber abschlussorientierte Vertriebler den Kunden das Blaue vom Himmel versprechen?

Selbst so etwablierte Siegel wie die ISO 900x Bescheinigungen oder die diversen, an Individuen vergebene Fortbildungszertifikate von Microsoft bis LPIC haben ja eine Tendenz, vor allem als Marketingzierde zu wirken. Vor Reinfällen bewahren sie aber keineswegs. Und das erst recht nicht, wenn Gold geschürft werden kann…

Einen öffentlichen Pranger ähnlich der Rügen des Journalistenverbands fände ich da im Vergleich noch zielführender.

5. März 2010, 21:19

Hallo,

habe mir gerade zum ersten Mal das in dem Beitrag erwähnte Video angeschaut. Ich wette 100 Euro, dass demnächst irgendjemand mit einem weiteren Zertifikat auftaucht. Ganz uneigenützig natürlich, mit schicken Buttons zum Verlinken usw.

Was wir meiner Meinung ganz bestimmt nicht nicht brauchen, ist eine gegenseitige Zertifizierung unserereins. Anstatt uns selber auszuzeichen, gilt es auf die ominösen Manchenschaften anderer gezielt aufmerksam zu machen.

Grüße

Gretus

5. März 2010, 21:54

Ich glaube an die Katharsis in jeder guten Tragödie -> Der Markt wird sich selbst bereinigen, allerdings sind wir gerade mal im zweiten Akt. Es dauert also noch etwas 😀

5. März 2010, 21:57

Ich glaube nicht, dass uns ein Zertifikat weiterhilft (egal ob große oder kleine Agenturen) – auch wenn es schön wäre. Unsaubere Arbeit verhindert das sicher nicht. Gut fände ich, wenn Du über besonders krasse Senkrechtstarter und Abstürze mehr schreiben würdest.

Das gemeinsame Aufdecken und Berichten über obskure Methoden von würde wahrscheinlich mehr Agenturen auf den „Pfad der Tugend“ bringen also ein Zettel für die Eingangstür.
Eine passende Domain habe ich noch: seo-stasi.de 🙂 Die würde ich sogar zur Verfügung stellen…
Freue mich auf die Diskussion nächstes Wochenende.

5. März 2010, 21:58

Was ich schon von einigen angeblich hoch erfolgreichen Agenturen mitbekommen habe, ist schon nicht mehr feierlich. Die scheinen zum Teil schon ganze Callcenter zu beschäftigen um neue Kunden für SEO zu akquirieren – dabei kennen Sie, zumindest die Callcentertante die mich im Unternehmen mal angerufen hatte, nichtmal den Unterschied zwischen den organischen Suchergebnissen und Google Adwords Anzeigen.

5. März 2010, 22:00

Dafür kriegst du für 2.500 Euro bzw 1.500 Euro nen tollen Backlink vom bvdw j/k

Mal im Ernst: Ich finde den Grundgedanken der Unit SEM lobenswert. Aber für mich sieht das Ganze mehr nach einer Selbstvermarktungsplattform für die Top-30 der SEM/SEO Branche aus. Die Kriterien sind teilweise ungerecht kleinen Firmen gegenüber die gute Arbeit zu leisten imstande sind. Weiteres ist eine dauerhafte Evaluation der Anforderungen garnicht durchführbar. D.h. entsprechende halbseidene (kennt man das Wort in Deutschland?) bringen Ihre paar Referenzkunden dazu die Anforderungen zu bestätigen und dann ist wieder ein Jahr Ruhe. So funktioniert es aber leider nicht. Letztendlich ist für mich die Frage ob denn irgendein Kunde aus dem KMU Bereich dieses SEO Zertifikat kennt. Dafür braucht´s Kampagnen mit nachhaltiger Bewusstseinsbildung. Und alles was ich auf bvdw-sem.de sehe ist eine durchgeführte Studie na vielen Dank. Da spend ich den Mitgliedsbeitrag lieber dem SOS Kinderdorf und kann ruhig schlafen.

@Johannes: Ich weiß nicht was du mit großen Kunden meinst, aber ich denke doch, dass gerade große Kunden mit einer InhouseSEO bzw. SEO affinen MarketingleiterIn sehrwohl unbeeindruckt von einem Zertifikat sind, die kennen die würdigen Agenturen.

5. März 2010, 22:13

Ich glaube, dass die Erwartungen an so ein Zertifikat deutlich zu vielfältig sind, als dass sie eine Lösung aktuell erfüllen kann. Die einen erwarten quasi ein Agenturranking, bei dem nur die Top-10% das Siegel kriegen, wieder andere haben Angst, dass ihre (eher kleine) Firma benachteiligt werden könnte. Es wäre vmtl. sinnvoll, über das Ziel eines Zertifikates eine offene Diskussion zu führen um erstmal auf eine gemeinsame Grundlage zu kommen.

Vorstellen könnte ich mir, dass damit ein „Mindeststand der Technik“ dokumentiert wird, also alle Zertifikat-Inhaber keine Totalausfälle aus Kundensicht werden können. Ähnlich wie in anderen Branchen: man hat zwar kein Anrecht auf Topleistungen (die Anbieter werden anders für sich werben), aber man ist davor geschützt, dass es komplett daneben geht.

5. März 2010, 22:22

Genau das trifft es Johannes. Bist du nächste Woche auf der Campixx? Wenn ja würde es sich für mich lohnen in den Flieger zu steigen.

5. März 2010, 22:56

Was bzw. wer soll denn eine Pseudowissenschaft zertifizieren? In meinen Augen gibt es keine geeigneten Ansatzpunkte, um ein SEO-Zertifikat zu verankern. Die ganze Diskussion ist in meinen Augen quasi nur die Steilvorlage für einen weiteren Mauschelclub…

Meiner Meinung nach liegt die Verantwortung viel mehr bei den Agenturen selbst und fängt bei der Frage an, wieso Kaltaquise derzeit so erfolgreich ist…

6. März 2010, 09:07

Rene, ja auf der Campixx bin ich natürlich. Bin gespannt, ob es dort zu einer sinnvollen Diskussion kommt, die auch zu Ergebnissen führt.

Constantin, was wolltest du inhaltlich jetzt eigentlich genau beitragen? 😉

6. März 2010, 11:10

Die Frage, ob ein Zertifikat sinnvoll ist oder nicht, ist müßig. Denn es gibt ja bereits ein Zertifikat in der Branche, das auch immer wieder von ausschreibenden Unternehmen als Auswahl-Kriterium benutzt wird. Egal was wir dazu sagen, der BVDW wird dieses Zerifikat auch nicht einstellen. Deshalb sollten wir unseren Schwerpunkt darauf legen, dieses Zertifikat zu verbessern.
Zudem kann ein (gut gemachtes) Zertifikat deutlich mehr Informationen vermitteln als es Referenzen alleine können. Wenn ein Referenzkunde für „kinderwagen“ (als Beispiel aus der Luft gegriffen) auf Platz 1 steht, zeigt mir das zunächst, dass die Agentur dahinter so schlecht nicht sein kann. Allerdings sagt die Platzierung alleine noch nicht aus, ob der Aufwand, der dafür getrieben wurde, auch wirtschaftlich war. Es sagt nichts darüber aus, ob es nicht besser gewesen wäre, die eingesetzten Ressourcen in den Long Tail-Traffic zu setzen. Und es sagt nichts darüber aus, ob googlekonform optimiert wurde – oder ob die Website beim nächsten Filterupdate rausfliegt.

6. März 2010, 10:33

SEO ist jetzt bestimmt schon seit zwei Jahren bei dem Problem, dass Webdesign seit acht Jahren hat. Zertifikate bringen da wenig. Wenn ich will, dann habe ich mich bereits morgen (okay, Montag) als Uber-SEO, -Webdesigner und -Internetguru selbst zertifiziert. Solange einem Gütesiegel nicht auch eine starke und in der Zielgruppe (unseren Kunden) anerkannte Lobby zu Grunde liegt, ist das definitiv zum scheitern verurteilt.

Nicht-staatliche Regulierung muss über Qualität erfolgen. Der Kunde muss in der Lage sein, diese Qualität zu beobachten. Er (oder sie) muss zwischen einer guten und einer schlechten SEO-Leistung differenzieren können.

Zeigt eurem Kunden den Erfolg eurer Arbeit und er empfiehlt euch weiter. Das kann keine der Pseudo-Agenturen. Eine andere Form von Marktdifferenzierung und damit Qualitätsregulierung gibt es nicht.

6. März 2010, 10:37

Ein wesentliches Problem ist auch, dass SEO-Agenturen kaum Referenzen nennen. Einmal hatten wir eine im Haus, die hatte danach zwar unseren Auftrag abgelehnt, ein von uns erkanntes Problem verwendet nun ein Konkurrent als SEO-Taktik, der wohl finanziell „bereitwilliger“ war.

Unseriös ist das auf jeden Fall, nachweisen lässt es sich kaum. Ganz schlechten Stil finde ich, wenn das dann auch noch gebloggt wird. Das ist fast schon unlauterer Wettbewerb – aber dagegen darf man ja nichts machen, weil man ja dann wieder einen armen Blogger verklagt (würde aber vielleicht als Linkbait taugen)

Und eine Agentur kam mal, die konnte nicht mal die einfachsten Fragen beantworten. Das Ziel war einfach: Ein paar Links setzen, Monster-Reportings schreiben und Geld absahnen.

Das Haupt-Problem in der SEO-Branche ist – und das aus Sicht von mir als potentiellen Kunden – dass sich eine handvoll (zum Teil auch selbsternannte) SEOs ständig selbst feiern. Das macht die nicht kompetenter und ein Zertifikat wird es auch nicht lösen. Ein Zertifikat wird immer nur kreative, kleine Agenturen oder One-Man-Shows benachteiligen.

Jörg Gericke
6. März 2010, 10:38

Hallo Miteinander,

@Gretus

es kann aber auch nicht Ziel der sich selbst ernannten „Szene“ sein,
die „ominösen Manchenschaften anderer gezielt aufmerksam“
zu präsentieren. Dies wandert zu schnell in Richtung Denuntiation ab.

Es sollte eher daran gelegen sein,
Webmaster und Seiten Betreiber dahingehend aufzuklären,
dass diese selbst annähernd unseriöse und seriöse Angebote erkennen
und unterscheiden können.

Ich selbst tendiere in Richtung der Aussage hier
„Der Markt wird sich selbst bereinigen“.

Grüße
Jörg

6. März 2010, 10:39

Update: die Reaktionen auf Twitter sind enorm – ca. 130 Tweets und Retweets in den ersten 90 Minuten – Danke! Und langsam trudeln auch immer mehr Blog-Reaktionen ein:

6. März 2010, 10:39

Ja, derlei Erfahrungen, wie hier beschrieben, mache ich zwischenzeitlich fast täglich. Am Telefon suchen Kleinunternehmer Rat, wie man aus einem Knebelvertrag herauskommt, der sie Monat für Monat Unsummen an Geld kostet. Man selbst findet seine Pressemeldungen als fast wörtlich übernommene Kopie in Online-Presseportalen – doch die SEO Agentur, die als Absender aufgeführt wird, ist nicht die eigene. Und kaum, dass man auf einer Party als SEO geoutet wird, fragen wildfremde Leute danach, was eigentlich so schwierig daran sei, diese Dienstleistung für den Kunden leichter verständlich und transparenter zu gestalten.

Immer häufiger muss man sich für seine Branche entschuldigen – eine Tendenz, der wir gezielt entgegen gehen müssen. Und da fängt jeder am besten bei sich selber an – auf ein Zertifikat oder Siegel zu warten, dass Dritte kreieren sollen, ist zu einfach.

Meine Kunden bekommen stets eine Grundschulung in Suchmaschinenoptimierung, um zu verstehen, worum es überhaupt bei alledem geht. Niemals verspreche ich einem Kunden, dass er SEO komplett outsourcen und trotzdem erfolgreich sein kann und immer ist der Kunde darüber informiert, was wir wo für ihn im Netz gerade tun. So weiß der Kunde stets, wofür er sein Geld ausgibt und was ihm seine Ausgaben bringen. Kein Kunde hat so das Gefühl, vom Dienstleister ausgenommen zu werden.

An der leicht verständlichen Kommunikation mit dem Kunden muss gearbeitet werden – Transparenz muss auch auf Agenturseite gewollt sein. Damit kämen wir schon sehr viel weiter. Alle schwarzen Schafe werden wir so bestimmt nicht sofort los, doch zwischen all den mega-weißen Schafen wären diese schwarzen sehr viel leichter zu erkennen.

Horst
6. März 2010, 11:08

Es gibt ja nicht nur die Abzocker. Neulich war ich bei einer Agentur, die machen Werbung und Internet. Natürlich auch SEO. Am liebsten aber alles komplett. Also Briefpapier, Visitenkarten, Webdesign und SEO. Die fühlen sich nichteinmal schlecht dabei.

6. März 2010, 11:20

Schöner Beitrag 🙂
Ich wollte nur nochmal einwerfen das es völlig ausreichen würde wenn der Kunde die richtigen Kennzahlen kennt. Es ist ein Goodie wenn er SEO Verständnis hat, scheint mir aber unrealistisch. Weg von reinem „Traffic“, weg von reinem „Keyword X“.. hin zu einem ordentlichen Reporting in dem der Kunde seine Kennzahlen erfährt. zb. ein Mix zwischen Sistrix Daten, onpage Tracking und den Marketing / Vertriebszahlen. Mir würde es schon reichen wenn ein Kunde anhand der Kennzahlen sagen kann wenn eine Seite Schrott-Traffic (über SEO zb.) hat, oder eben nicht .. würde übrigens auch in vielen anderen OM-Bereichen helfen 🙂

6. März 2010, 11:33

Hallo zusammen,

ich sehe das Problem beim Kunden. SEO kann keine Produktstrategie ablösen. Und SEO kann keine Marketingstrategie ablösen. SEO ist Teil einer Marketingstrategie. Allerdings benötigt SEO auch bestimmte technische Rahmenbedingungen, die gegeben sein müssen.

Wer eine Seite mit reinem Marketingblabla hat, die von einer Agentur betrieben wird, kann leider mit SEO nicht viel anfangen. Wie die gute Dame mit Ihren Pads auf der SEMSEO. Wenn eine Seite nicht konvertiert, nutztem einem alle Links der Welt nicht.

Und wer keine Onlinemarketingstrategie hat, kann keine Ziele definieren. Wer keine Ziele hat, kann die Zielerreichnung nicht messen. Und wer diese nicht messen kann, kann keinen Dienstleister steuern. Wer sich dann am Telefon SEO verkaufen lässt, hat offensichtlich einfach zu viel Geld.

Wenn ich Fragen wie „Welche KPIs habt ihr denn“ lesen, sehe ich schon, dass viele nicht nachdenken wollen. Wer selbst keine Ahnung hat, kann auch von einem sehr gutem Dienstleister keine gute Leistung bekommen. Er kann nämlich schlicht seine Ziele nicht definieren.

Deswegen habe ich keine Probleme mit schlechten Agenturen. Diese haben halt auch schlecht vorbereitete Kunden. Jeder bekommt die Leistung, die er anfordert. Und da ist SEO kein Sonderfall. Siehe den U-Bahn Bau in Köln. Da wollten die Verantwortlichen offensichtlich auch nur einen Scheck ausstellen und sich sonst nicht um das Thema kümmern.

Deswegen an alle Kunden von SEO-Agenturen: Definiert Eure SEO-Ziele auf Basis Eurer Marketingziele (die hoffentlich klar sind?). Und arbeitet mit den Agenturen zusammen. Gute Agenturen schätzen eine enge Zusammenarbeit. Agenturen die diese nicht wollen, einfach kündigen.

6. März 2010, 13:03

reicht es ggf. auf eine seite einen link zu setzen und diese dann als referenz zu führen?
also ich bin übrigens der SEO, der für viele der guten Wikipedia positionen verantwortlich zeichnet. Also gebe ich mal Wikipedia als Referenz an. 🙂

Uli
6. März 2010, 13:18

Ich habe nun auch schon den ein oder anderen Vortrag ( meist mittelständler) gegeben und habe fast immer die Erfahrung gemach, dass primär Call Center Know How vorhanden ist und SEO als ein kleines Mysterium gilt.

Mitterweile habe ich mir angewöhnt in den Vorträgen die komplette Bandbreite zu geben. Keine Geheimnisse um irgendwelche Tools ( da viele Agenturen ja z.B. schon das KeywordTool als „Internes Know How“ verzeichnen), klare Ansagen und die komplette Erfahrung. So gestate ich das meistens. Die potentiellen Kunden, wissen dann meist das gleiche wie ich, nur können Sie den Input nicht verarbeiten, können es nicht Strategisch zusammenfassen und auf ihre Seite anwenden. Aber die meisten merken dann, dass man das Thema „lebt“ und dass man Sie für das Thema begeistern will. Durch die Kompleität wollen Sich die meisten, dann doch nicht selbst hinsetzen und geben es jeamndem wo Sie sich gut fühlen.

Bisher nur gut damit gefahren, alles offen zu legen.

6. März 2010, 13:21

kurze Antwort auf das topic: „Nein“ …

Im Moment jedenfalls nicht. Eine Regulierung durch Zertifizierung ist sehr grenzwertig, vor allem wenn der Bereich der „SEO-Branche“ nicht einmal verifiziert ist. Wer ist denn die Branche? Die Teilnehmer der Campixx, SEMSEO & Co.? Und vor allem wer soll den, bzw ist in der Lage, eine Zertifizierung auszusprechen? Momentan nutzen Zertifizierungen nur zwei Parteien, A) der/dem Organisation/Unternehmen welches die Zertifizierung austellt und B) großen Agenturen, die über eine Reputation verügen das die Kunden fast von alleine zu Ihnen kommen. Weiterhin gab es immer wieder die verschiedensten Versuche Bereiche durch Zertifizierungen zu regulieren, mit dem Ergebniss das innerhalb kürzester Zeit eine Vielzahl von Zertifikaten & Gütesiegeln entstandn sind.

Und was bringt ein Zertifikat oder Gütesiegel wenn der Kunde kein Wissen über seine Existenz bestizt. Also wenn sich vermeindliche SEO-Agenturen schon mit falschen Referenzen brüsten, werden sie auch nicht davon abschrecken Zertifikate zu fälschen oder sich kurzerhand ihr eigenes ausstellen!

Mit einer fundierten Aufklärung was SEO eigentlich ist und was mit SEO Möglich ist bzw wo die Grenzen liegen und somit ein gewisses Bewusstsein für die Branche zu schaffen, wäre im Moment ein viel wichtigerer Schritt.

Stefan
6. März 2010, 15:13

1998 waren es Webdesigner. Jeder der HTML fehlerfrei buchstabieren konnte, bekam ein von – leicht bis utopisch – überzogenes Monatsgehalt plus Firmenwagen.
Da waren AGs unterwegs die nichts ausser einem BP hatten (indem sie sich sogar noch verrechnet hatten) und trotzdem VC bekamen.

Heute scheinen alle auf den SEO Zug aufsspringen zu wollen, was aber im Prinzip ja nichts neues oder überraschendes ist. Es ändert sich nur das Thema.

Je nach Trend konnten auf einmal alle IP-TV, Video-Streaming (Filmchen auf den Strato-Webspace kopiert 😉 oder Communities, Web 2.0, oder Social-Marketing-Agency, oder, oder..

Der Markt wird sich selbst bereinigen müssen. Zertifikate oder Siegel werden nicht unbedingt diese Leute abhalten sich auch ein solches zu besorgen. Sieht man ja z.B. bei den Shop-Zertifikaten.

Hilfreicher wäre evtl. eher eine unabhängige und neutrale Infoseite der Branche um Interessenten und Kunden aufzuklären worauf es bei der Auswahl einer SEO Agentur ankommt. Vielleicht sogar mit einem kleinen Fragenkatalog Kunde->Agentur für den Erstkontakt.

Früher hätte in der Tat eine kleine Kneipe für das SEO Branchentreffen ausgereicht 😉

Max
6. März 2010, 17:17

Da gebe ich dir recht Stefan.
Zertifikate werden nicht viel bringen, aber dein Vorschlag mit einer Infoseite ist auch so eine Sache. Wer von den ganzen Firmenchefs, ob groß oder klein, oder deren Verantwortliche für den I-Net Auftritt hat denn das Hintergrundwissen um die, auf der Infoseite, aufgeführten Aufklärungen zu verstehen? Ich schätze mal 20%.
Zum anderen braucht man doch nur nach SEO Googeln und man bekommt haufenweise kompetente Blogs, wie z.B. ganz vorn seo-united.de, Seokratie, abakus und und und, man kann sich neben den Blogposts auch das Tut von seo-united reinziehen oder etliche Forenthreds bei abakus lesen. Kompetentes Infomaterial gibts es zur Genüge, nur macht sich kaum einer die Arbeit sich da durchzuwühlen, es ist eben einfacher NICHT zu arbeiten und jemanden zu engagieren der schon weis was er da tut.

Mir fällt leider auch keine gescheite Möglichkeit ein die Misstände, die sich entwickeln, irgendwie extern in den Griff zu bekommen.
Solange min. 80% der Auftraggeber selbst nicht die geringste Ahnung davon haben und haben wollen, von dem was sie da überhaupt in Auftrag geben, werden sie immer abgezockt werden und die Agentur von Mister Snakeoil wird immer genung Arbeit haben.

Im Endeffekt bleibt also die Regulierung des SEO Marktes an, neben wenigen kompetenten Agenturen und Einzel-SEOs, vorallem dem kundigen und mündigen Kunden hängen. Welcher aber erst dann kundig und mündig wird, wenn er die Vorteile und Arbeitsweise von SEO versteht und überhaupt weis was SEO eigentlich ist.

Gruß
Meta-Blogger

6. März 2010, 21:21

Ich fasse mal kurz zusammen was ich an den obigen Kommentaren für wichtig halte, da eigneltich schon alles gesagt wurde.
0. Alle die es gesagt haben: Onsiteoptimierung wird in den nächsten Jahren hoffentlich immer weniger werden und es geht mehr um Struktur, richtige interne Verlinkung, Identifizierung von Keywords und Wissensaustausch den man als Inhouse SEO immer mal braucht, da man irgendwann auch als SEO betriebsblind wird.
1. BB: Das Reporting und die richtigen Kennzahlen sind wichtig. Die sollte ein Kunde auch kennen um online erfolgreich zu sein. Nur Traffic zu bekommen bringt ja nichts, wenn ich mein Unternehmensziel damit trotzdem nicht erreiche, da die falschen Besucher kommen.
2. Jens hat damit recht, dass man SEO gerade bei großen Unternehmen aber auch ganz im Allgemeinen ins Marketing eingegliedert sein muss und eben ein Teilgebiet des Onlinemarketings ist. Sieht man mal rüber in die USA, sieht man immer weniger Menschen die so heiss darauf sind wie in Deutschland SEO zu sein. Dort ist man Online Marketer.
3. Stefan bezüglich der Zertifikate. Ich finde Zertifikate auch schwierig, aber es gibt ein Zertifikat in Deutschland. Solange aber die „Szene“ dieses ignoriert, hilft das leider auch nicht den Dschungel zu lcihten. Im Zweifel ist die „Szene“ dann auch irgendwann raus und die großen Media Agenturen sind dann die SEO Experten. Die sogenannten SEOs beraten dann nur noch den Maler von nebenan. (Ach ja ich brauche einen).
Helfen kann hier also eigeltich nur, wenn eben die Szene zusammenhält und sich nicht die Kompetenz durch ein Zertifikat nehmen lässt sondern eher das Zertifikat erobert und soweit verbessert, dass es für mehr Unternehmen und eben auch Einzelpersonen Sinn macht und den Markt „transparent darstellt“

Gruß
Jan

Shopping SEO
6. März 2010, 21:22

Ein Aspekt blieb in der Diskussion bisher völlig unbeleuchtet. Sind wir doch mal ehrlich: Nicht nur die SEO-Gilde, auch die Kunden müssen erst noch richtig erwachsen werden.

Ein Blick zurück: Lange haben gerade die „großen“ Brands (wenn es so etwas im Internet überhaupt noch gibt) die Bedeutung des Webs geleugnet. Als sie dann endlich die Reichweite der Entwicklung erkannten, wurde die Macht der Suchmaschinen verkannt. Viele Unternehmen mussten sich die Erkenntnis, welch elementare Bedeutung Google & Co für Online-getriebene Geschäftsmodelle haben, erst teuer über SEA erkaufen.

Das zumindest ist meine Erfahrung. Mein erster Job im Unternehmen war SEO. Nach etwa einem Jahr gab ich entnervt auf. Gescheitert an höher priorisierten bunten Bildern und Online-Übersetzungen von Offline-Konzepten (Pimp my Geschäftsmodell) wandte ich mich der Schwester SEA zu. Hier waren ohne technische Umbauten am Shop wesentlich schneller Conversions zu generieren und einfacher zu zeigen, welche Umsätze in den Indizes schlummern. Und so ist es in vielen Unternehmen: Erst wenn die Zahl vor dem Euro-Zeichen so groß ist, dass keiner mehr die Signifikanz leugnen kann, wachen sie auf. (@Jens #SEMSEO: In der Tat wird vom Management nur eine Kennzahl verstanden – EUR)

Was ich sagen will: Das langsame Erwachsenwerden der SEO-Branche geht Hand in Hand mit dem langsamen Erwachsenwerden deren Kunden. Das geht, wie bei Kindern, nicht von heute auf morgen. Und wie das so ist in der Pubertät, gibt man sich im Übermut der neuen Erkenntnis dem ein oder anderen (im Nachhinein) offensichtlichen Fehler hin. So geschieht es derzeit auch im Bereich SEO – und zwar beiderseits der Geschäftsbeziehung.

Viele Unternehmen *und* Agenturen haben also gelernt, dass SEO essenziell ist. Und wo beide in jungen Jahren dieser Erkenntnis aufeinander treffen…

Bleibt die Zuversicht, dass alle pubertären Marotten irgendwann ein Ende finden und vernünftige Erwachsene anders miteinander umgehen, als heranwachsende Halbstarke mit dem Recht auf Fehltritte. Das soll niemandem als Rechtfertigung dienen – kann aber ein besseres Verständnis schaffen.

Es soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass nicht alle Neueinsteiger Dampfplauderer oder Dumpfbacken sind. Es gibt auch durchaus kompetente Zeitgenossen. Genauso wie es unter den Etablierten umgekehrt viele Halbstarke gibt.

Jan
7. März 2010, 06:10

Es ist wie in jeder spezialisierten Branche: Anwälte, Ärzte, Architekten, Broker, Immobilienverkäufer, Versicherungsagenten, Werkstätten etc. werden immer wieder Kunden abzocken und täuschen können, weil man sich vor einem aktuellen Problem nicht erst 6 Semester zu diesem Thema reinziehen kann.

net(t)worker
7. März 2010, 15:07

nur eine Zertifizierung würde nix bringen, hier müsste die ausstellende Stelle schon selber etwas für das Ansehen des Zertifikats tun. Sinnvoll wäre hier z.B. eine Schiedsstelle an die sich ein Kunde wenden kann wenn es Probleme meit einem zertifizierten Anbieter gibt, und der Anbieter müsste die Entscheidung dieser Schiedsstelle dann auch akzeptieren.

Aber man muss auch beachten das viele gebräuchliche Techniken im SEO nicht unbedingt als wirklich seriös anzusehen sind, ein Beispiel wäre da Kommentarspam, aber genau diese Techniken sind noch recht erfolgreich. Und ich denke viele Agenturen würden auf solche Techniken nicht verzichten wollen. Also wäre es eine richtige Gratwanderung die Bedingungen für eine Zertifizierung festzulegen.

Auch sollte eine der wichtigsten Aufgaben einer solchen Organisation die Aufklärung der Kunden sein, also z.B. Checklisten für eine Anbieterauswahl anbieten etc.

Andererseits sollte die Branche selber auch nicht unbedingt vor wettbewerbsrechtlichen Abmahnungen zurückschrecken. Auch wenn Abmahnungen in der Vergangenheit oft mißbraucht wurden, stellen diese in solchen Fällen ein sehr gutes Mittel dar um Anbieter, die es wirklich übertreiben, auszubremsen, ohne die Firma direkt medial „plattzumachen“. Und nach einer abgegebenen Unterlassungserklärung kann der geschäftsführende Inhaber nicht einfach die eine Firma dicht machen und eine neue gründen um mit dieser die selbe Schiene wieder zu fahren. Klar man muss jetzt nich jeden kleinen Pupser abmahnen, aber wenn es wirklich derbe übertrieben wird isses schon angebracht.

Im Falle einer Organisation die Zertifikate ausstellt und eine Schiedsstelle anbietet, könnte auch eine direkte Zusammenarbeit mit einem anerkannten Verbraucherschutzverein sinnvoll sein, dieser kann kostengünstig abmahnen. Oder das diese Organisation ggf. selber abmahnt.

7. März 2010, 17:01

@ networker

Das ist genau meine Meinung.

Der Kunde muss wissen was er kauft, wie z.B. bei Autos.
Die meisten wissen genau was für ein Auto sie für 15.000 bekommen könnten, Ausstattung, Technik, Leistung ect.
Daher ist es recht schwer die heutigen Autokäufer zu prellen.
Die Kunden erkundigen sich, vergleichen und suchen nach den erfahrungen anderer.

Im SEO Bereich ist das noch nicht angekommen, obwohl man hier auch ganz schnell 10.000 loswerden kann.

Solange das so bleibt wir der Makrt zu gunsten von Mister Snakeoil entwickeln.

Ich stelle mal eine These auf:

Eine effektive Regulierung des Marktes kann NUR mit der Aufklärung des Kunden erfolgreich sein.

Gruß
Meta-Blogger

7. März 2010, 23:10

@ Max

„Der Kunde muss wissen was er kauft, wie z.B. bei Autos.“

SEO ist nun einmal kein Produkt, sondern eine Dienstleistung. Und Dienstleistungen sind per se nur sehr bedingt bis gar nicht vergleichbar.

Max
8. März 2010, 08:56

Du hast ja nicht unrecht, aber man muss schon wissen wofür man zahlt, schlieslich kann es da um viel Geld gehen.

Man sollte schon ansatzweise wissen was SEO ist und wie es in etwa funktioniert, um überhaupt zu verstehen wovon der Vertreter da spricht.
Das hilft einem zu erkennen ob das Gegenüber eigentlich Ahnung von SEO hat oder nicht, sonst kauft man die Katze im Sack.

Oder siehst du das anders?

8. März 2010, 09:18

Die Katze im Sack kauft man doch immer, sobald man keine Ahnung von einem Produkt/Dienstleistung hat!?

Sollen wir allen Kunden sagen: Schau Dich mal auf diesen x Webseiten um und ließ x PDFs zum Thema, dann können wir uns auch darüber unterhalten was wir machen sollen?

Solange den Kunden noch egal ist, wie Sie in die Top3 kommen, solange wird auch noch schlecht gearbeitet und diese Anbieter verdienen sich eine goldene Tasche.

@net(t)worker: Abmahnungen können ja wohl bitte nicht die Lösung des Problems sein. Dann machen wir in der Branche genau den selben Mist, wie vor uns die ganzen Shopbetreiber untereinander. Extra einen Praktikanten einstellen, der die Links der Mitbewerber kontrolliert, soweit kommt das noch…

Max
8. März 2010, 13:58

@charlotte

Natürlich kann man einem Kunden nicht sagen „lern du erstmal was drüber“.
Wenn ich einen Kunden transparent berate, dann kann er sich, aus meiner Sicht, sicher sein, dass ich ihn nicht veräpple, weil ich ja kein schwarzes Schaf bin und auf qualitative Arbeit wert lege. Aber kann der Kunde sich auch aus seiner Sicht sicher sein, dass ich ihm Qualität liefere? Wenn er selbst gar keine ahnung davon hat was ich ihm da erzähle?

Es geht eben nicht darum das Ich es lieber hätte, wenn alle Kunden die zu mir kommen Ahnung von SEO haben, obwohl das so manches sehr vereinfachen würde, sondern darum, dass es im Interesse des Kunden ist ansatzweise zu wissen wie gutes SEO ausehen sollte um bewerten zu können ob das was ich ihm anbiete auch gutes SEO ist, oder nur Firlefanz mit Floskeln.

Gruß
Meta-Blogger

net(t)worker
8. März 2010, 16:31

@charlotte

bist du auch eine von denen die lieber rumjammern anstatt etwas zu tun und das für solche Zwecke vorgesehene Rechtsmittel zu ergreifen?

Abmahnen ansich ist nicht böse, es kommt immer darauf an wann und wie man es einsetzt.

Wie ich oben schon geschrieben habe, sollte man nicht jeden kleinen Pups abmahnen, sondern nur wenn jemand vorsätzlich gegen die Regeln verstößt und es dabei maßlos übertreibt. Es sind eure potentiellen Kunden die so mit voller Absicht mit unlauteren Methoden abgegriffen und ausgenommen werden.

Und negative Blogbeiträge gibts ja nur wenn eine Abmahnung zweifelhaft/unnötig war. Aber wenn sie absolut berechtigt, nachvollziehbar und notwendig ist, weil es keinen anderen Weg gibt um ein dauergaftes Fehlverhalten wirklich zu stoppen, jubelt die Bloggerszene doch auch das endlich mal jemand etwas getan hat.

Max
8. März 2010, 18:17

Eine Abmahnung, nah ich weis nicht, wie würde denn so eine Abmahung wohl aussehen?

Ein kleiner Dialog:

Abmahner :
Abmahnung aufgrund vorsätzlicher Anwendung von schädlichen Methoden.

Agentur :
Wieso schädlich, wir fahren seit Jahren gut damit.

Abmahner :
Dem Kunden wurde vorsätzlich Schaden zugefügt

Agentur :
Wir haben dun Kunden beraten und ihm alles erklärt.
Er hat unsere Methoden akzeptiert, dadurch gibt es keinerlei Irreführung.

Abmahner :
Der Kunde ist unwissend und kann die Methoden nicht unterscheiden

Agentur :
Ist das unser Problem?

Abmahner :
Dennoch, es wurden schädliche SEO Methoden angewendet

Agentur :
Definieren etwa sie was schädlich ist?
SEO beruht auf Erfahrungen und unsere Erfahrungen mit unseren Methoden waren bisher ok.

Abmahner :
SEO unterliegt aber immer stärkerem Wandel, ihre Methoden sind veraltet und schädlich

Agentur :
Schön das sie das so sehen, wir sehen das anders, sie können uns gerne verklagen, auf die rechtliche Grundlage sind wir gespannt.

ENDE

Ich denke so in etwa würde sich das darstellen.
Solange es keine rechtliche Grundlage für SEO gibt ist jede Abmahnung nur rausgeschmissene Zeit.

alex
8. März 2010, 18:56

Ein Zertifikat, wie auch immer es aussieht, bringt leider wenig wenn der bwl student meint er ist jetzt seo und sich bei Unternehmen (Endkunde) direkt bewirbt. Diese lassen sich dann in der regel von der Retorik beeindrucken und finden es super das ihre schlechte Seite ja anscheinend doch toll ist. Zwar ist das ein halbes Jahr später vergessen, der BWler draußen, die Website aber nur noch mit doppelter anstrenung zu „retten“.

net(t)worker
8. März 2010, 19:48

@Max

es gibt aber rechtliche Rahmenbedingungen wie man Angebote bewerben darf, und dort gehören natürlich falsche Referenzen etc. nicht dazu. Und alleine das ist bereits nach §5 UWG ein abmahnfähiger Wettbewerbsverstoß.

Und genau da ist doch das Hauptproblem, den Kunden wird vom Verkäufer vor Vertragsabschluß Dinge zugesagt, gezeigt und suggeriert die absolut nicht der wirklichen Leistung entsprechen, und das auch teilweise von Callcentermitarbeiter die nichtmal Adwords Ads von organischen SERPS unterscheiden können. Oder es werden Gründe für ein „Sonderangebot“ genannt die auch nicht stimmen.

Was denkst du wieviele Kunden einen Vertrag noch abschliessen würden wenn auch im Verkaufsgespräch nur reale Fakten über die Leistung genannt werden?

In dem von dir dargestellten Dialog sehe ich auch keinen Abmahngrund, der Kunde wurde ja nicht wirklich getäuscht, sondern hat den verwendeten Techniken ja zugestimmt.

Max
8. März 2010, 20:57

@networker


Hat der Kunde, in meinem Beispiel, wirklich den Methoden zugestimmt?
oder wusste er nichtmal was er kauft?

Ja falsche Referenzen sind natürlich ahndungsfähig, in jeder Brange.

Aber im Rahmen einer Abmahnug, einer Agentur, Fahrlässigkeit oder Irreführung vorzuwerfen wird schwierig. Das kann nur der Kunde mit einem guten Anwalt effektiv machen. Und wie gesagt vor Gericht ist in dem Gebiet recht schwerig, da die Gesetzetzeslage hier, meiner Meinung nach, recht schwammig ist.

Zu dem Punkt

„Was denkst du wieviele Kunden einen Vertrag noch abschliessen würden wenn auch im Verkaufsgespräch nur reale Fakten über die Leistung genannt werden?“

Eben kaum einer und für viele Agenturen ist das Hinwegtäuschen über Leistungen ein wichtiges Mittel um an Kunden zu kommen. Unterbinden kann das nur der Kunde selbst, wirklich effekitv, indem er diese Täuschungen, durch abfragen bestimmter Schlagworte über SEO, erkennt und eben vergleicht und sich informiert.

9. März 2010, 13:36

ich selbst bin senkrech it kunde und es wurde nichts gemacht, methoden sind bekannt, schriftverkehr liegt vor, das ganze geht zum anwalt

9. März 2010, 14:23

„Große“ SEO-Agenturen „darf“ es ja eigentlich nicht geben, weil was wäre wenn die Agentur unter 100 Kunden dann zufällig 5 hat die mit „kinderwagen“ Platz 1 möchten? Na, welcher Kunde „kriegt“ Platz 1 dann? Der, der am meisten bezahlt? Der, der als erstes „gefragt“ hat oder welcher?

10. März 2010, 02:27

@ Max

„Du hast ja nicht unrecht, aber man muss schon wissen wofür man zahlt, schlieslich kann es da um viel Geld gehen.“

Dass man „schon wissen (muss,) wofür man zahlt“ ist ganz klar. Keine Frage. Diesbezüglich ist aber noch einiges an Aufklärungsarbeit auf Kundenseite erforderlich. Auf Agenturseite fehlt es zudem oft an Transparenz (Stichwort: Linklisten).

Wenn man die Qualität von SEO Dienstleistungen auch nur ansatzweise objektiv vergleichen möchte, so müsste man den hinter der Dienstleistung stehenden SEO in den Vergleich mit einbeziehen. Betrachtet man die Skills der SEOs genauer, so müssten Faktoren wie Berufserfahrung etc. bedacht werden und diese wiederum sind nicht objektiv erfass-, mess- und auswertbar. Sprich: einen objektiven qualitativen Vergleich wird man im SEO Bereich nie schaffen. Das ist per se unmöglich.

Daher muss man als Kunde den quantitativen Weg wählen und vergleichen, welche Anzahl von Links für welches Budget aufgebaut wird, wie teuer die Realisation der Onpage-Optimierung ist oder was die monatliche Betreuung kostet. Der eigentliche Output, der durch diese Leistungen generiert wird, steht und fällt wiederum mit dem dahinter stehenden SEO. Womit wir wieder bei der qualitativen Komponente wären.

==> eine objektive Vergleichbarkeit von SEO Dienstleistungen ist definitiv nicht möglich. Leider.

Max
10. März 2010, 09:31

Das Problem sehe ich auch Manuel, sicherlich kann man von einem Kunden nicht erwarten soviel SEO Wissen zu besitzen, dass sein gegenüber Objektiv beurteilen kann. Das wollte ich auch nicht zum Ausdruck bringen.

Ich meine nur, dass es für den Kunden gut wäre zu wissen, was Onpage-Optimierung ist, was Linkaufbau bedeutet und was schlechte Links sind.
Damit man eben nicht auf den auf die „selbsternanntent Gurus“ reinfallen.
Denn wenn wir ehrlich sind hört bei vielen das wissen um ihre eigene seite auf, wenn sie nur das Meta-Tags hören und wenn man diese dann mit ein paar aufgeschnappten Fachbegriffen bombardiert erhällt man schon den gewünschten Effekt „ohh wow weis der aber viel…“, weil kaum etwas hinterfragt wird.

Objektiv sind SEO Dienstleistungen definitv nur von SEOs vergleichbar, nicht von Kunden, das ist allerdings wahr.

10. März 2010, 09:53

Hier hebeln, wie so oft, zwei Faktoren:

1. Jede Branche, in der viel Geld verdient oder zumindest erworben werden kann, zieht schwarze Schafe an, die sich gerne in ihr tummeln.

2. Die Gier der Menschen, die gerne durchaus funktionierende Warnmechanismen ausschaltet.

Wie man eine Internetseite optimiert, kann doch jeder branchenfremde in einer Google-Einleitung nachlesen.

Der Rest ist Logik…

Gruß, Claudius J. Langen

10. März 2010, 10:11

„…aufgeklärte Kunden und Transparenz…“ genau das ist die Lösung. Wer seinen Kunden zunächst sagt, wie und was passieren könnte, der wird langfristig Erfolg haben. Wer aber EO Analyseberichte einer Seite als SEO Consulting verkauft, um abzukassieren, der wird nie richtig Geld mit Beratung verdienen können und muss daher zu o.g. fiesen Tricks greifen, um am Markt respektiert zu werden. Doch das fliegt eben bei den Cracks der Szene recht schnell auf, da es nicht gut genug gemacht wird. Mein Tipp: Abwarten und Tee trinken. Die guten werden besser und die schlechten werden verschwinden. Der Markt regelt das allein, da Qualität sich immer durchsetzen wird und Mist sich schnell herum spricht.

Max
10. März 2010, 19:46

Das nenn ich mal ein wahres Wort Torsten und absolut genau meine Meinung, nur kommt leider das Tröpfchen Aufklärung nur sehr langsam in die Köpfe vieler Auftraggeber.

diwemedia
11. März 2010, 16:24

Passend zu diesem Thema habe ich eben, bei dem Key Suchmaschinenoptimierung unten in den News, einen Link zu diesem Beitrag gefunden:

http://openpresse.de/journal/7263/Pressemitteilung+Professionelle+Suchmaschinenoptimierung+mit+erfolgsbasierter+Abrechnung+f%FCr+erreichte+Top10Positionen+bei+Google.shtml

Dann bin ich einmal dem Link aus dem Artikel gefolgt und kam hier hin:

http://www.searchwinner.de

Schau ich mal in die Whois Daten der Domain, sehe ich ein Datum vom 05.12.2009.
Meine Netcraft Toolbar sagt mir sogar, das die Seite wirklich flamm neu ist.
Archive.org sagte mir dann auch laut und deutlich !Sorry, no matches!.

Ich gehe also eigentlich davon aus, das die Seite wirklich noch nicht alt sein kann.

Jetzt schaue ich mir mal die Artikel auf der Seite alle so an, da bei fällt mir ganz extrem dieser Satz ins Auge:

Über uns: Wir sind seit sieben Jahren im Bereich Suchmaschinenoptimierung tätig und haben für viele Agenturen optimiert.

Ich kann Googeln wie ich will, ich finde nichts zu dem guten Sascha B., ganz vielleicht noch eine leichte Verbindung zu dem Thema Versicherungen.

Was soll ich jetzt über Ihn denken?

Rene
11. März 2010, 18:18

[quote]Wir sind seit sieben Jahren im Bereich Suchmaschinenoptimierung tätig und haben für viele Agenturen optimiert.[/quote]

Das heißt, dass Sascha vor 7 Jahren seine erste Homepage ins Netz gestellt und sich mit Suchmaschinen beschäftigt hat.

Wow, mein Spamschutz lautet „hure“ tsts 🙂

zon-seo
11. März 2010, 21:35

Da bereue ich es ja noch mehr, dass ich nun am Wochenende nicht in Berlin sein kann – noch ein spannendes Thema.

Ich denke, dass jeder vernünftige InHouse-SEO unterscheiden kann, ob es sich bei der gewünschten Agentur um SEO-Scharlatane handelt oder nicht. Da sich jeder gute InHouse-SEO auch mit der Szene beschäftigen sollte, sehe ich bei denen (uns) nicht so das Problem. Was die kleinen Kunden ohne InHouse-SEOs betrifft helfen sicher nur „aufgeklärte Kunden und Transparenz“ und sicher kein Zertifikat.

@Johannes: Wie siehts mit einer Blacklist mit Schmuddel-SEOs als Modul für die Toolbox aus? 😉

Grüße,
Christian

11. März 2010, 22:18

zon-seo, ich glaube, dass sowas von der SEO-Gemeinschaft zusammen gestaltet und getragen werden muss, damit das glaubhaft ist. Ich bin gespannt, in welche Richtung sich die Diskussion in Berlin entwickeln wird.

Abgesehen davon: wenn irgendjemand gerade vor der Entscheidung für oder gegen eine neue SEO-Agentur steht und eine (halbwegs) unabhängige Meinung dazu hören will, kann er mich natürlich gerne anmailen.

15. März 2010, 13:16

Den Gegensatz „klassische Internet-Agentur“ vs. „spezialisierter SEO-Dienstleister“ versuchen wir zusammen mit BVDW, Sistrix und Suchmaschinentricks.de mit dem vierteljährlichen „SEO-Listing der 100 größten SEO-Dienstleister“ einzufangen. Und zwar so, dass es für unsere Zielgruppe – die Kunden – auch möglichst transparent wird.

Vorteil: man muss nicht BVDW-zertifiziert sein, um da rein zu kommen. Und es kostet auch nix
Nachteil: man muss 3 Minuten investieren, und sein Profil online hinterlegen

Wenn man aber dann SEO-mäßig zum Thema „SEO“ so weit oben gerankt wird, dass Sistrix einen findet, dann hat man sehr gute Chancen, ins Listing zu kommen. Anregungen zu den Kriterien auf http://www.ibusiness.de/seo gerne auch per Mail – wir beugen uns gerne der Branchenmeinung, wenn es sinnvolle Änderungen und Erweiterungen gibt ….

16. März 2010, 09:51

@Max.

Vielleicht einfach mal nachfragen oder NACHDENKEN, das hilft ungemein weiter, bevor man unqualifizierte Kommentare schreibt. Ich bin seit sieben Jahren im SEO-Bereich tätig war für mehrere Agenturen tätig. (Ja, ich kenne auch Doorwaypages, mit den BMW rausgeflogen ist usw.).

Wenn Sie sich das Impressum anschauen, dort steht alles drin. Lesen ist einfach ein grosser Vorteil, wenn man sich die paar Sekunden nimmt.

Da aber mittlerweilse immer mehr Agenturen nur aufs verarschen aus sind, habe ich mich entschlossen, professionelle Suchmaschinenoptimierung komplett selbst anzubieten. Und da ich, wie jeder vernünftige SEO, nie sagen kann, was wann wo an Top-10-Positionen erreicht wird, arbeite ich auf reiner Erfolgsbasis. Besser gehts einfach kaum. Aber vielleicht ist Ihnen das auch entgangen, weil Sie sich nicht richtig mit der Website beschäftigt haben.

Und man muss auch nicht unbedingt immer bei Google auffindbar sein.

PS: Was Sie über mich denken, ist mir echt egal, solange meine bzw. unsere Kunden gut über uns denken. Sind Sie denn seriös arbeitender SEO? Und verlangen Sie erst Geld, wenn Sie Ergebnisse erreicht haben? Ich schätze mal, wenn Sie überhaupt Ahnung haben, nein, so wie 99% aller anderen SEOs, die immer gerne Vorkasse haben möchten, falsche Versprechungen machen (wir kennen ja die schwarzen Schafe am Markt, nicht wahr?) und am Ende (egal ob 50 oder 500 Euro im Monat), nur das Geld kassiert haben…

16. März 2010, 09:56

Auszug für Max aus dem Impressum (weil er nicht mehr als einen Satz lesen kann oder möchte).

Über uns: Wir sind seit sieben Jahren im Bereich Suchmaschinenoptimierung tätig und haben für viele Agenturen optimiert. Da mittlerweile die meisten Suchmaschinenoptimierer (hohe) Einrichtungskosten und/oder (hohe) monatliche Grundgebühren verlangen, haben wir uns entschieden, im „Sinne unserer Kunden“ zu optimieren. Sie sollen keine schlaflosen Nächte haben, ob Ihre Website mit den vereinbarten Suchbegriffen die „versprochenen Top-10-Positionen“ erreichen wird. Sie sollen sich zufrieden und entspannt zurücklehnen und das Kostenrisiko uns überlassen, die Ziele zu erreichen. Nicht SIE sollen in Vorkasse gehen, sondern wir. Durch unsere Erfahrung wissen wir, was machbar ist und was nicht – und das sagen wir Ihnen auch deutlich (siehe Suchmaschinenoptimierung und geeignete Suchbegriffe).

jackwiesel
25. März 2010, 14:34

Schöner Vorschlag von Joachim Graf. Man lege also die Umsatzträger bei den Keys beiseite und optimiere (sofern die Auftragslage und die Kapazitäten es zulassen) für die Zulassung.
Die Listung dort wird wieder etwas für die Großen mit entsprechendem Kapazitäten/Kapital – wenn ich ein Vermögen für den Vertrieb habe, werden die üblichen Verdächtigen auch DAS erübrigen können.

In sofern gehe ich eher mit Net(t) und zum Teil Randolf konform: Zum einen Selbstregulierung und eine Schiedsstelle, der sich die Agentur nach festen Regeln unterwirft, und die objektiv mit ALLEN Fakten urteilt. Denn eines ist mal klar – es gibt nicht nur Agenturen die zweifelhaft arbeiten, sondern auch „schwierige“ Kunden, frei nach dem Motto: „Macht mich mal schnell reich, darf aber nichts kosten!“.

Holger
26. März 2010, 14:16

Hallo,

wenn ich das hier so lese bekomme ich den Eindruck, dass es einigen hier ausschließlich um Kohle geht, also um das generieren von Einnahmen mit Hilfe eines solchen Zertifikates. Ein Siegel oder Zertifikat auf dem steht „Wir sind die Guten“ lässt sich doch ganz hervorragend vermarkten, oder nicht?

Über Diskussionsteilnehmern hier wurde mir zugetragen, dass sie in der Vergangenheit einen Teil ihrer „Kunden“ gegen Provision lediglich durch gewunken haben und zwar unter anderen auch an die „üblichen Verdächtigen“. Ob es üble Gerüchte sind, oder Wahrheit werden viele Insider wohl schlüssig beurteilen können. Auf jeden Fall habe ich Probleme damit, an einen Sinneswandel zu glauben und vermute hinter dieser Diskussion eher den Versuch einer breit angelegten SINNESTÄUSCHUNG. Und das geht wieder einmal zu Lasten des Verbrauchers. Ob es der Handwerker, der Shopbetreiber oder der Dienstleister ist, seine Kosten für Werbung und Marketing reicht er an diesen durch.
Mein ein wenig zynischer gemeinter Vorschlag daher, Sistrix verkauft lieber jedem einen Eimer schneeweißer Wandfarbe, das ist billiger. Nebenbei halte ich das auch für ehrlicher. Ich glaube die Aussicht auf Kohle kann schon mal das logische Denkvermögen und die Neutralität beeinflussen.

Ich will damit nicht behaupten, dass eine Selbstregulierung der Branche nicht funktionieren könnte, dazu halte ich aber Ansätze wie sie Randolf und net(t)worker genannt haben für geeigneter. Außerdem ließe sich so besser verhindern, dass sich einige mit dem Verkauf von Zertifikaten die Taschen voll stopfen, während viele aus Rest der Branche ganz fröhlich und heiter weiterhin genau das tun, was sie immer schon getan haben: Außer Rechnungen schreiben, fast nichts. DIE Rechnungen haben dann aber wenigstens ein Zertifikat.

Eine andere Möglichkeit wäre es, eine Güte- oder Qualitätssicherung in Vereinsform zu organisieren, zum Beispiel als eine Gütegemeinschaft „SEO“ unter dem Dach des Deutschen Instituts für Gütesicherung und Kennzeichnung, dem RAL. Nähere Infos hier: http://www.ral-guete.de/index.php?id=44
So etwas ist mit Sicherheit sehr schwer zu organisieren und man müsste sich auch grundsätzliche Gedanken darüber machen ob so viel Transparenz überhaupt gewünscht ist und wie man seine Mitglieder davor schützen kann, ihre Geschäftsgeheimnisse öffentlich darzulegen. Aber eines ist sicher, in einer solchen Organisationsform stehen auch die Beobachter unter Beobachtung und so ein Gütesiegel kann man sich nicht kaufen, man muss es sich anhand objektiver Kriterien verdienen.

11. Oktober 2012, 21:59

Geez, that’s ubnelievable. Kudos and such.