Meistgenutzte IP-Adressen

Johannes Beus
Johannes Beus
22. Juni 2010
Johannes Beus
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Johannes Beus ist Gründer und Geschäftsführer von SISTRIX.

Regelmäßig gibt es die Diskussion, ob es negative Auswirkungen auf das Ranking einer Domain haben könne, wenn eine andere Domain, die auf der gleichen IP-Adresse liegt, irgendwelchen Unsinn anstellt. Ich vertrete dabei seit langem die Ansicht, dass Google die IP-Adresse nicht als negativen Faktor in den Algorithmus einfließen lassen kann, da Shared-Hosting-Installationen mit einer sehr großen Anzahl von Domains/Hostnamen auf nur einer IP-Adresse weit verbreitet sind. Bereits 2006 und 2007 habe ich mir das mal angeschaut und da ich derzeit wieder aktuelle Daten dazu haben, möchte ich die Top-Liste mit den meistgenutzen IP-Adressen teilen:

IP-Adressen mit den meisten Domains

#IP-AdresseBetreiberDomains
180.150.6.143T-Online Hosting82.157
274.125.43.121Blogger.com81.686
381.169.145.70Strato60.050
481.169.145.68Strato59.563
581.169.145.75Strato59.541
681.169.145.72Strato59.472
781.169.145.67Strato59.320
881.169.145.73Strato59.281
981.169.145.65Strato59.159
1081.169.145.74Strato59.125
1181.169.145.71Strato59.124
1281.169.145.69Strato58.753
1381.169.145.66Strato58.718
1464.202.189.170GoDaddy.com56.957
15208.73.210.28Oversee.net53.577
16216.8.179.23NameDrive47.947
17205.178.145.65Network Solutions44.028
18188.40.70.45de.vu und Vergleichbares35.647
1968.178.232.99GoDaddy.com27.676
2068.178.232.100GoDaddy.com26.133
2189.31.143.1United Domains21.816
22207.217.125.50EarthLink20.087
2364.95.64.198NameMedia17.729
2485.237.85.69Powerweb17.254
25216.240.187.175Domainsponsor17.129
26209.157.71.50Homestead16.587
27216.240.187.145Domainsponsor16.158
2864.29.151.221Carrierzone.com15.849
29213.186.33.2OVH15.079
3089.31.143.101United Domains15.068
31213.186.33.19OVH14.535
3281.91.170.22Denic14.286
3362.116.163.221InterNetX GmbH13.929
3482.98.86.163Sedo13.578
3568.142.205.137Yahoo13.094
3689.31.143.12United Domains11.622
3782.98.86.171Sedo11.516
38216.39.57.104Yahoo11.426
39216.34.131.135fabulous.com11.179
4081.169.145.87Strato11.130
41216.39.57.107Yahoo11.067
4281.169.145.82Strato10.963
4381.169.145.85Strato10.793
4481.169.145.88Strato10.792
4589.31.143.2United Domains10.773
4681.169.145.83Strato10.767
4781.169.145.84Strato10.751
4881.169.145.81Strato10.727
4981.169.145.91Strato10.718
5081.169.145.86Strato10.671

Lustigerweise ist Google mit Blogger.com und allen dort gehosteten Blogs bereits auf Platz zwei; geschlagen nur vom Hosting von T-Online. Danach folgen GoDaddy und danach die Massen-Server von Strato. Allein diese sind ein gutes Beispiel, dass Google nicht alle der 55.000 Domains eines Server in Sippenhaft für die Fehltritte einzelner Domains nehmen kann und wird. Das soll natürlich nicht heißen, dass es ausgeschlossen ist, dass die IP-Adresse bei einer manuellen Überprüfung herangezogen wird – aber auch da glaube ich, dass es bessere Merkmale gibt, auf die Google setzt.

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Kommentare
Stefan   
22. Juni 2010, 14:53

Naja, gut, aber kann man nicht von einer relativen Sippenhaft ausgehen?

Wenn auf einem Server nun z.B. 50.000 Domains sind und eine davon haut auf den Putz, dann werden alle anderen 49.999 Domains mit bestraft, aber der Effekt wird mit 1/50.000 gewichtet. Analog kann man doch davon ausgehen, dass bei einer IP mit z.B. 10 Domains (was ja für viele kleinere Webprojekte gängig ist) der Effekt mit 1/10 und damit deutlich stärker gewichtet wird.

Würde aus meiner Sicht eher Sinn machen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der IP-Pool gar keinen Einfluss auf das Ranking hat.

Michael Keukert   
22. Juni 2010, 15:17

Google Ranking Ingredienzen sind ja immer Glaubenssache. Was Google erklärtermassen will sind qualitativ hochwertige Ergebnisse. Und da denke ich daß die IP-Adresse eine (wenngleich vermutlich auch kleine) Rolle spielt. Und zwar nicht aus der Sicht der Sippenhaft, sondern mehr als Qualitätskriterium.

Wer Seine Website auf einem Host hat, auf dem noch 50.000 andere Websites liegen, der benutzt ganz klar einen Massenhoster. Und warum benutzt er den? Weil er billig ist. Warum muss es billig sein? Weil man keine grossen finanziellen Ressourcen für das Web bereitstellen will. Dies KANN ein Anzeichen für qualitativ niedrige Angebote sein.

Ein Server mit dedizierter IP Adresse, auf dem eine Site, und vielleciht 2-3 thematisch verwandte Sites liegen (www.mycompany.com, blog.mycompany.com, support.mycomapny.com) legt da schon eher nahe daß jemand den Aufwand getrieben hat selbst zu hosten oder einen eigenen Server zu mieten.

Ich denke nicht daß dieses Kriterium viel ausmacht. Aber wär‘ ich Google würde ich es definitiv mit einfliessen lassen.

Andreas   
22. Juni 2010, 15:19

Ich bin auch der Meinung, dass Google die IP-Adresse nich wirklich mit einbeziehen kann.
Aber was ist wenn alle (oder ziemlich viele) Links von einer IP auf eine einzelne Domain zeigen. Ich kann mir vorstellen, dass diese Links weniger Wert sind, als wenn diese alle von unterschiedlichen IP’s kommen würden!?

sistrix   
22. Juni 2010, 15:21

Michael, als rein positives Signal kann ich mir Merkmale der IP-Adresse auch durchaus vorstellen. So gibt es ja die Vermutung, dass beispielsweise die Auslieferung über ein (teures) CDN wie Akamai Auswirkungen hat, da dies in der Regel nur von Seitenbetreiber gemacht wird, die es auch mit den Inhalten ernst nehmen. Ich kann mir nur nicht so richtig vorstellen, dass das Fehlverhalten von anderen Domains mit der gleichen IP negative Auswirkungen auf alle Domains dieser IP-Adresse hat.

Loewenherz   
22. Juni 2010, 15:52

Ich habe im Blog ja meine Gründe dafür dargelegt, warum ich IP-basierte Abstrafungen für denkbar (!) halte.

Natürlich ist Sippenhaft grundlegend Nonsens, wenn zehn Domains unter 10.000 Dreck am Stecken haben. Wenn Google aber eine Quote von 50% oder gar mehr automatisiert ermittelt? Dann halte ich einen Handjob danach für sehr wahrscheinlich. Dieser muss auch nicht zur Sippenhaft führen, erhöht aber klar die Gefahr einer Entdeckung. Und am 04.-06.06.2010 hat es einfach so manche IP-Adresse erwischt…

Ansonsten stimme ich Michael zu, dass eine IP auch wie im geschilderten Beispiel ein positives Signal senden kann.

Schnurpsel   
22. Juni 2010, 16:06

Eine eigene IP-Adresse zu bekommen ist in Zeiten von vServern auch nicht mehr sooo teuer. Eine dedizierte IP-Adresse ist allein auch kein Pluspunkt mehr.

Nedim Sabic   
22. Juni 2010, 19:10

Niemand sagt ja dass die geteilte IP Adresse einen Nachteil bringt, sondern dass eine unikate IP einen Vorteil bringt. Eine geteilte IP Adresse wird erst dann zum Nachteil, wenn eine oder mehrere (dies sollte mal jemand beweisen) Pornosites auf der gleichen IP gehostet werden.

Mal anders gedacht – welches große seriöse Projekt teilt sich schon den Server mit irgendwelchen Minisites? Es ist einfach ein Merkmal von nennswerten Projekten die auch die Maße an sich ziehen, dass sie ihre eigenen Server und somit auch meistens ihre eigene IP haben.

vanCity   
22. Juni 2010, 17:47

Ich bin davon überzeugt, dass es momentan keine automatischen, IP-basierten Abstrafungen gibt. Das haben unzählige Testreihen bei uns gezeigt.
Was Google aber definitiv macht, ist IPs bzw. Ranges zu flaggen. Liegt eine entsprechende Domain dann auf so einer IP, und hat weitere „spammige“ Merkmale, dauert es in der Regel nur wenige Stunden bis Tage, bis die Domain im Nirvana verschwindet. Andere Domains auf sauberen IPs, mit exakt den selben Eigenschaften, überleben wesentlich länger.
Vor einem kompletten IP-Kick wird übrigens auch nicht zurückgeschreckt, sofern man bestimmte Domains über deren IP indizieren lässt.

Ulf   
22. Juni 2010, 18:53

Wahnsinn, 80.000+ Domains auf einer IP. Wird Zeit, dass IPv6 kommt ;-).

doe   
22. Juni 2010, 19:01

Das wäre ja zu einfach – und wenn ich dann bei T-Online ein Webpaket habe und mein Erotikseitenbetreiber um die Ecke auch – dann werde ich mit bestraft? Nee – das kann GAR NICHT als Referenz herangezogen werden.

Derwegen bin ich auch immer wieder über SEO Server Angebote verwundert, wo die einzelnen Domains auf verschiedenen IPs liegen – und dann will der Anbieter dafür 100€ im Monat und mehr – das ist doch Geldmacherei!?

doe   
22. Juni 2010, 22:32

Eigener Server != eigene unikate IP –> Die meisten großen Hoster bieten zwar eigene Server an – diese werden aber meist über eine zentrale IP geshared. Eigene Server mit eigener IP haben meist Firmen, die Ihre Seiten komplett selbst abwickeln und dafür eigene Server betreiben. Aber wer kann sich das schon leisten…

sistrix   
22. Juni 2010, 22:45

Dass dedizierte Server in der Regel über irgendwelche NAT-Konstrukte ins Internet kommen halte ich für gewagt 😉

wwgseo09   
22. Juni 2010, 23:54

alles viel zu kompliziert gedacht, finde ich.
DomainPop sind sich wohl alle hier einig, das es ein Faktor ist. Ip-Pop kann da nur ein Kontrollwert sein, ob sich die Backlinks auch wirklich über eine entsprechende Anzahl Domains und IP’s verteilen.
Sippenhaft und positives Merkmal mit eigener IP, denke ich nicht. Würde dem Gleichheitsprinzip wiedersprechen und gleichzeitig dem Massenhosting einen negativen Faktor geben, aber eine Aussage über die Qualität ist das nicht. Finanziell besser ausgestatette Projekte müssen nicht in der Qualität besser sein und das ist was Google vorne in der SERP haben will.

Mobile SEO   
22. Juni 2010, 23:56

doe hat wohl am Klebstoff geschnueffelt?

Ansonsten kann ich mir nicht vorstellen, dass die IP als negatives (oder auch positives Kriterium) gewertet wird. Der Sinn dahinter erschliesst sich mir einfach nicht. Wenn auf einer IP 100 Seiten gehostet werden, 99 davon harter Spam und eine mit extrem guten und wertvollen Inhalten – wieso sollte Google kein Interesse mehr haben, diese guten Inhalte zu ranken? Ebenso wenig sinnig waere es, Seiten auf grossen CDN besser zu ranken. Da fehlt einfach die rationale Begruendung.

Alex   
23. Juni 2010, 10:31

@Michael: Warum muss es billig sein? Weil man keine grossen finanziellen Ressourcen für das Web bereitstellen will.

Vielleicht gibt es einfach nicht genügend Geld – aber ich kann doch auch auf einem Billighoster eine geniale Webseite anbieten, die vielleicht nur 100 Leute interessiert – aber trotzdem hochwertig und anspruchsvoll ist…

Webkatalog & Social Bookmark Eintragsdienst   
24. Juni 2010, 10:45

Wow wirklich interessant…wollt ich schon immer mal wissen :).

Jürgen   
29. Juni 2010, 14:38

Woher kommen die Daten für die Domains pro IP?
Wir haben gerade einen kleinen Kunden, der seine Seite auch auf einer der Strato IPs aus der Liste liegen hat und bei Domaintools bekomm ich da fast 200000 Domains angezeigt.

sistrix   
29. Juni 2010, 14:44

Jürgen, die Daten stammen aus eigenen Erhebungen. Dabei werden nur Domains gewertet, die in Google irgendwie vorhanden sind. Das wird vmtl. den Unterschied zu Domaintools ausmachen – die werten ja alles, egal ob genutzt oder nicht.

wbstraining   
7. Juli 2010, 22:19

Die MMAC Adresse der Servers-Netzwerkkarte wird doch auch übertragen, warum sollte Google nicht nur diese abstrafen? Es kann ja auch nicht so Schwer sein mit MAC Adresse und Domain Owner da zimlichgenau nur eine einzige Seite abzustrafen?

Mobile SEO   
8. Juli 2010, 00:04

wbstraining, 1. wird die MAC-Adresse nicht uebertragen und 2. waere diese auch nicht eindeutiger einem Owner zuzuordnen, als die IP. Aber immerhin einen nofollow-Link abgestaubt 🙂

wbstraining   
8. Juli 2010, 00:23

ja super 😉 Ziel erreicht
hmmm aber ich kann soweit ich es verstanden habe auch mein iPhone über meine MAC Adresse suchen wenn ich Mobile.me Kunde bin. Dann muss das ja auch bei Servern gehen?
Naja der sich als Doamin Owner einträgt das kann ich über einen billigen whois abfragen?

wbstraining   
8. Juli 2010, 00:28

Es ist die IMEI Nummer du hast recht sorry!
Man sollte im WM Loser Frust nicht in Blogs schreiben 😉

Nimbus2000   
2. August 2010, 18:12

Hallo,
afaik zieht Google auch zur Bewertung von Links die IPs heran. Sind sie bis hin zu den letzten beiden gleich, so werden sie als Links „innerhalb der Familie“ betrachtet – und nicht so stark bewertet wie „externe“ Links.
Sollte mich nicht wundern, wenn dann die Nähe zu Schluderdomains ebenso mit in den Algo einfließt.

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