PageRank Sculpting

Johannes Beus
Johannes Beus ist Gründer und Geschäftsführer von SISTRIX.
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16. Juni 2009 35 Kommentare

Nachdem Matt Cutts jetzt in einem Blogpost seine Sichtweise zum PageRank Sculpting etwas ausführlicher dargelegt hat, ist es an der Zeit, die Diskussion zusammenzufassen und Schlüsse zu ziehen. Die Idee des PageRank Sculpting, also der gezielten Steuerung von PageRank innerhalb einer Seite, kam vor rund zwei Jahren auf – ich habe damals unter dem Titel „Steuerung der internen Verlinkung mit nofollow“ etwas dazu geschrieben. Der Grundgedanke ist, dass man den vorhandenen PageRank (im kommenden synonym für „Linkjuice“ verwendet) auf die wichtigen Teile eine Webseite lenkt und Seitentypen wie das Impressum ausklammert. Dabei war die Theorie, dass Google den PageRank zwischen den Links einer Seite gleich verteilt. Wenn man also weniger Links hat, die Übriggebliebenen mehr PageRank erhalten. Da die Entfernung von Links aus Usability-Sicht häufig unschön ist, hat man sich das Nofollow-Attribut zunutze gemacht.

Änderung der Spielregeln
Jetzt hat Google über sein Sprachrohr Cutts postuliert, dass sich die Regeln geändert haben: Wurde früher der PageRank zwischen allen Links verteilt, die nicht mit Nofollow gekennzeichnet waren, wird er laut des Blogpostings seit rund einem Jahr unter allen Links verteilt – nur vererben die Nofollow-Links naturgemäß nichts und der PageRank läuft dort ins Leere. Zur Veranschaulichung hier der Status vor und nachher:

PageRank Sculpting
Während der Nofollow-Link vorher in die Verteilung des PageRanks nicht eingerechnet wurde, die zu verteilende Kraft also durch vier geteilt wurde, sieht das nun anders aus: auch der Nofollow-Link erhält rechnerisch seinen Anteil, dieser wird, eben wegen des Nofollow-Attributes, aber nicht zugeordnet sondern „verschwindet“.

Auswirkungen & Folgen
Welche Auswirkungen hat diese Änderung nun? Seiten, die PageRank Sculpting im „milden“ Maßstab angewendet haben, um Seiten wie das Impressum, den Einkaufskorb oder ähnliche Seiten nicht mit PageRank zu versorgen, brauchen keine Änderungen vorzunehmen – dort hat es nach wie vor keinen Sinn, PageRank anzuhäufen.

Projekte, die Defizite in der Seitenstruktur haben und diese bislang durch (massiven) Einsatz Nofollow-Links beheben konnten, werden nun umdenken müssen: für diese Seiten führt kein Weg an grundlegenden Änderungen vorbei, um die Steuerung des Linkjuices durch den Aufbau der Seite und nicht mehr durch Weglassen von Verlinkungen herzustellen (Jens hat dazu schlaue Worte geschrieben). Von Versuchen mit Links, die in JavaScript oder Flash versteckt werden halte ich in diesem Zusammenhang übrigens nicht so viel: Google hat die Regeln geändert also bringt es nichts, ein Schlupfloch zu suchen, da auch dieses irgendwann gefunden und geschlossen wird.

Als (sehr) problematisch wird sich in meinen Augen die Änderung auf das Zulassen von externen Links auswirken. War es bislang so, dass die Wertigkeit eines vor mir in einem Blogposting gesetzten Links nicht von der Anzahl der Kommentare verändert wurde, scheint dies nun der Fall: mit jedem Kommentar (=Nofollow-Link) wird der gesetzte Link weniger wert. Mir ist das in diesem Fall zwar reichlich egal, ich bin mir aber sicher, dass wir in Zukunft eine Vielzahl von Blogs, Foren und ähnlichen Seitentypen sehen werden, bei denen die Verlinkung nach außen eingeschränkt wird.

16. Juni 2009, 11:37

„ich bin mir aber sicher, dass wir in Zukunft eine Vielzahl von Blogs, Foren und ähnlichen Seitentypen sehen werden, bei denen die Verlinkung nach außen eingeschränkt wird.“

Das befürchte ich durchaus auch. Allerdings sollten diese Leute vielleicht bevor sie das tun noch mal bei Matt nachlesen:

Q: Okay, but doesn’t this encourage me to link out less? Should I turn off comments on my blog?
A: I wouldn’t recommend closing comments in an attempt to “hoard” your PageRank. In the same way that Google trusts sites less when they link to spammy sites or bad neighborhoods, parts of our system encourage links to good sites.

16. Juni 2009, 11:40

Sammelsuriumblog, nunja. Das Problem ist, dass Cutts im Gegenzug dafür, dass man Linkjuice auf den wichtigen Links verliert, verspricht, dass Google ausgehende Links auf gute Seite honorieren würde. Finde ich sehr schwammig und wird schwer nachzuvollziehen, während der Verlust deutlich klarer ist 😉

16. Juni 2009, 11:40

Hallo,

schön zusammengefasst. Wenn ich also z.B. mein von der Index verlinktes Impressum mit NoFollow versehe, läuft der PageRank ins Leere und wird auch nicht auf die anderen von der Index verlinkten Unterseiten umverteilt.

Dann kann man das NoFollow ja auch weglassen. Im schlimmsten Fall läuft der PageRank dann auf der Impressumsseite tot, in den meisten Fällen dürfte er aber ja von dort aus noch irgendwie weiterfließen!?

Grüße

Gretus

Stefan
16. Juni 2009, 11:51

Der Matt der kann schon nett formulieren..

„Q: Why tell us now?
A: For a couple reasons. At first, we figured that site owners or people running tests would notice, but they didn’t.“

16. Juni 2009, 11:53

Übertrieben gesprochen: Schlimm wäre jetzt, wenn alle Blogger da draußen SEOs wären. Dann müsste man sich wohl entweder Anmelden, um zu kommentieren oder Kommentare werden erst nicht zugelassen. Nein im Ernst Google behauptet, dass sie mit der Änderung primär bislang „excludete“ Sektionen mit PageRank füttern möchten, die eigentlich qualitativ hochwertig sind (bspw. Foren…). Ich bin immernoch der Meinung, dass wir jetzt ein praktisches Werkzeug weniger haben, welches durch etwaige workarounds auch nur kurzfristig wieder „ausgehebelt“ werden kann. Doch Optimisten würden sagen: Super, weil das Thema einfach nie langweilig wird 🙂

16. Juni 2009, 11:55

@Johannes: solche Betrachtungen machen doch nur Leute, die immer noch nicht begriffen haben, dass
a) der PR nicht der einzige Rankingfaktor ist
b) Ranking nicht alles ist
c) Google nicht meine Produkte kauft, sondern der User

ICH optimiere meine Seite auf optimale Lesbarkeit (User und Google) und optimale Benutzbarkeit. Gib den Leuten was sie wollen. Google ist da nur ein User unter vielen. Komischerweise ist das genau das, was Matt seit Jahren predigt und komischerweise fahre ich damit sehr gut.

16. Juni 2009, 12:02

Ich bin da auch der Meinung von Johannes. Die Qualität der angelinkten Seite zählt ja nicht erst seit dieser Diskussion als Kriterium, wobei dieser Faktor meiner Meinung nach auch noch nie der Wichtigste war.

Die Qualität der follow Zielseiten müsste nun überproportional honoriert werden um den „Verlust“ der durch noffolow Entsteht wieder gut zu machen.

Ich denke hier wird keine Grundlegende Umstrukturierung stattfinden. Rand von seomoz zeigt in seinem neusten Post ja gleich wies ab jetzt geht und auch seiner Aussage „It’s likely that a plug-in for WordPress that sends comment links out through uncrawlable Javascript or uses iFrames will emerge in the very near future.” welche dem „Problem“ Blogs und Kommentare eine Lösung in Aussicht stellt kann man wohl nur zustimmen.

16. Juni 2009, 12:06

Hallo Johannes, das sehe ich genauso wie Du – auch ich fokussiere mich nicht auf Techniken, die nach einiger Zeit obsolet werden. Zudem werde ich aber auch die Anzahl der externen Links nicht (bewusst) einschränken, da das meines Erachtens dem Geist des Internets widerspricht. Auf seine Quellen oder Empfehlungen sollte man wie gewohnt weiter verlinken.

P.S. „…wird der gesetzte LinkS weniger wert.“

16. Juni 2009, 12:09

Gretus, ja, in der Theorie ist das so. Mal gucken, vielleicht sehen wir aus dem Grund bald Impressum/Datenschutzkram/Kontaktformular/usw auf einer Seite, um die Anzahl der Links zu reduzieren 😉

sammelsuriumblog, na dann ist doch alles in Ordnung. Wenn man allerdings Suchmaschinenoptimierung (und hier mit Betonung auf „optimierung“) betriebt, versucht man natürlich schon, die einzelnen Bausteine möglichst optimal zu gestalten – und da ist die Gewichtung von unterschiedlichen Teilen einer Seite untereinander nunmal nicht ganz unwichtig.

16. Juni 2009, 12:31

Hallo Johannes,

sehr verwirrend alles. Angenommen ich habe eine Seite A mit einem PageRank-Wert von 10 Gummipunkten. Die Seite hat vier ausgehende Links, einen ohne NoFollow zu einer Unterseite AB, einen mit NoFollow zu einer Unterseite AC, einen ohne NoFollow zu einer anderen Domain B und einen mit NoFollow zu einer anderen Domain C. Hoffentlich weiß wenigstens Google, wer welche Gummipunkte zuerst bekommt…

Grüße

Gretus

16. Juni 2009, 12:36

@Johannes:
http://de.wikipedia.org/wiki/Informationsarchitektur

Ich bin eh der Meinung, dass SEO ein Relikt des letzten Jahrhunderts ist. Daher mache ich WO (Webseitenoptimierung).

Ist auch schon vom Begriff her viel sinniger, da ich ja nicht die Suchmaschine optimiere.

Und plötzlich kommt man auch nicht mehr auf total bescheuerte Ideen, wie z.B. Kommentarlinks durch Iframes oder JS zu schicken, nur um ein tausendestel mehr Linkjuice an seine Refernzliste weiterzugeben. (#lol #fail)

Viele reissen sich ein Bein aus für genau solchen Mist, haben aber eine Navigationtsstruktur, die eine Kopfgeburt ist und die kein User versteht. Aber hauptsache sie kommen erstmal scharenweise von Google (und wenden sich dann mit Grausen wieder ab)

Daher meine erste Regel: Mache nur Dinge, die du selber wollen würdest.

16. Juni 2009, 12:45

Gretus, früher war es so, dass AB und B jeweils 5 Punkte erhalten, jetzt kriegen beide jeweils 2,5. Ist doch ganz einfach 🙂

Paul
16. Juni 2009, 13:00

Wie ist das eigentlich wenn ich dann Impressum und so in den Robots.txt sperre?
Auf die Seiten wird dann trotzdem PR vererbt, oder?

16. Juni 2009, 13:02

Hallo Johannes,

lol, ich weiß ja nicht. Kann man die verbleibenden 5 Gummipunkte denn irgendwie abzapfen oder schlucken die Webseiten den PageRank?

Grüße

Gretus

16. Juni 2009, 13:04

Paul, ja die Zielurl wird PageRank erhalten. Die URL (und nur die!) wird auch in den Googleindex aufgenommen, nur crawlen wird Google die Seite nicht.

Gretus, wie wär es, wenn du dir das Posting einfach nochmal in Ruhe ein- oder zweimal durchliesst?

16. Juni 2009, 13:12

Hallo,

das werde ich machen. Zusätzlich setze ich noch einen fünften Link ohne NoFollow zu Domain D. Wäre ja zu schade um die 5 Punkte ;o)

Grüße

Gretus

16. Juni 2009, 13:24

man darf auch nicht vergessen dass nun auch JS Links mit reinfließen und wenn ich das richtig interpretiert habe auch Links mit #.

Der einzigste Weg momentan noch den Linkjuice sinnvoll zu vererben ist dann das Auslagern des JS COdes ähnlich wie es mit Adsense realisiert wird.

Die Aussage mit den ausgehenden Links ist aber wieder sehr schwammig. Auch hat Matt ja zugegeben dass es mittlerweile auch ein Rankingfaktor ist.

Bloß WARUM machen die das – erschließt sich mir noch nicht ganz. Welchen Sinn macht es bei 101 Gesamtlinks von denen 100 nofollow Links sind den 1 richtig ausgehenden Link zu schwächen ?

16. Juni 2009, 13:36

@Johannes:
„…..wir in Zukunft eine Vielzahl von Blogs, Foren und ähnlichen Seitentypen sehen werden, bei denen die Verlinkung nach außen eingeschränkt wird….“

Das wäre doch wieder eine Überreaktion, oder?
Der Wert der internen Links von blogposts etc. zurück auf die Start/Index-Seiten oder auf andere Posts war doch immer schon sehr begrenzt. Und auf Start/Index-Seiten oder sonstigen strukturell wichtigen „Landing“Pages sind doch sehr selten viele outgoing-Links oder Kommentare.

Ich würde es Google aber auch zutrauen, zu erkennen, dass z.B. von dem Typ Blogpost viele (nofollow) links nach draussen gehen, während weniger Links auf die internen Seiten linken (die dann hoffentlich stärker berücksichtigt werden). Oder bin ich da zu optimistisch?

16. Juni 2009, 13:47

„War es bislang so, dass die Wertigkeit eines vor mir in einem Blogposting gesetzten Links nicht von der Anzahl der Kommentare verändert wurde, scheint dies nun der Fall: mit jedem Kommentar (=Nofollow-Link) wird der gesetzte Link weniger wert.“

Matt hatte dazu eine ziemlich treffende Bemerkung: „Bei genauer Betrachtung hat der PageRank auch vor der Einführung von nofollow genau so funktioniert“. Aber obwohl das stimmt hat sich wohl die Mentalität der Webfolks einfach verändert. Alle schaun auf ihre Links…

16. Juni 2009, 14:00

Profo, du musst auch bedenken, dass sich das Internet seit der Zeit „vor nofollow“ deutlich verändert hat. Heute sind Kommentare mit Links, Foren mit Signatur und ähnliche Interaktionsmöglichkeiten deutlich verbreiteter als früher.

16. Juni 2009, 14:02

Eigentlich bin ich kein SEO, kam aber schon mal in das Vergnügen Webseiten in die oberen SERP Ergebnisse zu katapultieren.

Meiner meinung sollten nofollow nur für Blogs, Foren und dergleichen frei zugänglichen Seiten entwertet werden, da eine „statische“ Webseite ja eigentlich „bewusst“ auf diese Seiten verlinken.

„ICH optimiere meine Seite auf optimale Lesbarkeit (User und Google) und optimale Benutzbarkeit. Gib den Leuten was sie wollen. Google ist da nur ein User unter vielen. Komischerweise ist das genau das, was Matt seit Jahren predigt und komischerweise fahre ich damit sehr gut.“

Das kann ich durch beobachtung verschiedener Seiten nur bestätigen, der PR ist zwar gewaltig gefallen aber die SERPs sind identisch(bzw. teilweise sogar besser).

Vielleicht wird Google darauf hinarbeiten das Optimierung überflüssig wird und die Relevanten Informationen sich (wie Angebot und Nachfrage) in einer Marktwirtschaft selbst regulieren, man selbst kann(und muss) dabei nur das Angebot der Informationen verwalten.

MfG Samuel

16. Juni 2009, 14:22

@jr-ewing: da hast du was missverstanden, der eine Link ohne nofollow wird nicht geschwächt, er bekommt genau so viel Juice, als wären ALLE Links ohne nofollow. Also genau so viel Juice wie er auf einer vernünftigen nicht manipulierten Seite bekommen würde.

Google macht nichts kaputt, alles ist genau wie immer. Nur schmutzige Tricks funktionieren nicht mehr. Kein Grund zur Aufregung.

BTW: Google prüft und verbessert den Algo ständig. Die machen solche Dinge nicht ohne guten Grund und nicht ohne das vorher ausführlich zu testen. Die Ergebnisse in den Serps sind also dadurch besser geworden, wir alle können uns somit freuen.

Wer sich aufregt scheint das ganze Prinzip noch nicht verstanden zu haben.

chrheu
16. Juni 2009, 14:31

Ergibt es denn irgendeinen Sinn, bei Forenthemen ausgehende URLs – die ja gut und gerne 10-15 Stück sind – über einen internen Referer (ähnlich anonym.to) laufen zu lassen?

16. Juni 2009, 14:52

@sammelsuriumblog
Nein da hast du was missverstanden.

Bei einem Link und 100 nofollow Links auf einer Seite hat der eine dofollow Link 101/101 bekommen. Nun bekommt er nur noch 1/101. Also wird durch die neue Logik ein Link geschwächt.

16. Juni 2009, 17:27

Also ich muss hier jetzt mal nen Link hinterlassen, um die Links zu schwächen. Ist es nicht eher so, dass nun wieder alle Anfangen wie doof Kommentarspam abzuschicken, um möglicherweise die Links auf der kommentierten Seite zu schwächen? Also keine Kommentare zulassen und nur noch selber qualitative Links setzen 😉

16. Juni 2009, 17:32

Nun für die interne Steuerung scheint das nofollow wohl nicht mehr das Mittel zu sein. Aber für die Steuerung des Bots auf einer Seite natürlich weiterhin.

16. Juni 2009, 17:32

@jr-ewing: nein, da habe ich nix missverstanden. Vor nofollow waren alle Links dofollow und jeder Link hat genau den Wert bekommen, den er jetzt auch bekommt.

Dann gab es einen kurzen Schluckauf, nach der Einführung von nofollow. In der Zeit wurde der eine dofollow Link AUFGEWERTET. Das wurde jetzt wieder rückgängig gemacht und alle Links sind wieder gleich.

Also kein Grund zur Panik, alles wieder wie gehabt.

16. Juni 2009, 17:38

Also, ich glaube bei Jetzt hast du dich vertan. Die Anzahl wird immer noch gleich geteilt. Der NoFollow-Teil fällt raus. Siehe auch hier: SEOmoz | Google Says: Yes, You Can Still Sculpt PageRank. No You Can’t Do It With Nofollow im zweiten Diagramm. Oder?

16. Juni 2009, 17:57

Halt, hab mich verguckt. So ist es richtig.

16. Juni 2009, 21:43

Na, ja spannend bleibt’s allemal. Bzgl. PR Sculpting unternehme ich erstmal nix, johannes hat’s impressum schließlich auch noch auf nofollow ; )
Befürchte leider auch, dass der Linkgeiz auf (nicht authority) Seiten durch diese neuerlichen Maßnahmen wohl nicht gerade abnehmen wird…
Sorgen macht mir nur das das Rumpeln im Google Index (siehe z.B. http://seo-marketing-blog.de/goatix/what-happens-google-rumpelt-rum/ )
Auch bei uns ist umkämpftes (Single-)Keyword abgetaucht. Ob Google PR-Sculpting hier als Indikator für SEO gewertet hat, wer weiß… Passiert ist in letzter Zeit auf jeden Fall einiges.

16. Juni 2009, 23:29

Ja, es ist ein spannendes Thema. Und wieder ja, es ist relativ (!) unwichtig. Man braucht nur den Post von Jens und diesen von Johannes richtig zu lesen. Und sich ansonsten weiter streng an das legendäre SEO Book von Friday zu halten. Wo ist das Problem?

17. Juni 2009, 00:42

Wo ist das Problem bei der internen Verlinkung?
Man setzt einfach die betreffenden Seiten (z.B.Impressum) auf „follow, noindex“, damit vererbt die jeweilige Seite einfach den Pagerank/Linkjuice über die Navigation weiter und der Linkjuicy bleibt (fast) erhalten!

Frank
17. Juni 2009, 13:24

Mindestens genauso interessant finde ich die Aussage, dass ausgehende qualitative Links etwas nützen. Das wird ja schon länger vermutet, wobei ich in meinem Portfolio zahlreiche Projekte habe, die bei schweren Keys super ranken, obwohl sie nur sehr wenige oder gar keine ausgehenden Links haben (ich habe auch nicht vor das zu ändern). Nehmen wir mal an, dass ausgehende Links kein Rankingfaktor wären. Was würde Matt Cutts dann auf die Frage antworten? Natürlich, dass man solche Links setzen soll. Darauf beruht der Algo von Google zu einem großen Teil. Schließlich hat Matt Cutts durch die vorherige Aussage zum PR Sculpting den Linkgeiz noch weiter angeheizt.

Schlimm genug was die Lemminge nun tun werden. Nun setzt es bald massenhaft Links auf die Wikipedia. Schließlich will keiner den eigenen Konkurrenten verlinken. Die Wiki ist da für viele noch akzeptabler.

8. Juli 2009, 19:41

Hallo, ich möchte klarstellen das es auch zu Zeiten von Linksculpting(wurde übrigens schon betrieben bevor es so hieß) völlig idiotisch gewesen ist z.b. das Impressum auszuschliessen da der geringe Verlust an PR den Verlust der Telefon, Adressen, Region Keys nicht aufwiegt. Von einem Eintrag in Google Local mal zu schweigen.

olli

[…] Alle internen Links sollten FOLLOW sein. Außerdem kann man im Longtail auch mit Seiten wie dem Impressum, der Login Seite oder auch den AGBs die Besucherzahlen zumindest ein wenig steigern. Cutts fügt jedoch noch hinzu, dass sich im Allgemeinen interne nofollow Links nicht negativ auf das Ranking auswirken, jedoch im Grunde keinen Sinn machen. Das Problem, welches sich mit zu vielen internen nofollow Links ergibt, ist, dass man sich selbst intern den Linkfluss begrenzt und sich so möglicherweise wertvolle Linkpower entgehen lässt. Im Detail hat dieses Thema „PageRank Sculpting“ Johannes Beus von Sistrix unter die Lupe genommen: http://www.sistrix.de/news/pagerank-sculpting/ […]