SISTRIX LinkRating

31. März 2014, 09:52

Google hat seine Gangart gegen Linkkauf und –verkauf in den letzten Monaten spürbar verschärft. Matt Cutts widmet Deutschland regelmäßige Tweets, der Namen des ersten Linknetzwerkes wurde bereits veröffentlicht und in vielen Webmastertools-Accounts liegen schriftliche Ermahnungen von Google. Ist dieses Vorgehen aus Google-Sicht durchaus verständlich und nachvollziehbar, so sieht es aus Webseitenbetreiber häufig anders aus.

Linkkauf ist so alt wie Google: seit über 10 Jahren wird schwunghafter Handel mit Links und den damit einhergehenden guten Rankings getrieben. In so einem Zeitrahmen gibt es zahlreiche Veränderungen – die Verantwortungen innerhalb einer Firma verschieben sich, betreuende Dienstleister werden gewechselt und Methoden, die vor ein paar Jahren noch innerhalb der Google-Richtlinien lagen, sind nun verboten. Wir haben in den letzten Monaten häufig gehört, dass Unterstützung und Hilfe beim Management der eigenen Links nötig ist.

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Als Ergebnis präsentieren wir heute SISTRIX LinkRating. Diese Erweiterung des Link-Moduls unterstützt Dich bei drei elementaren Aufgaben. Zum Ersten führen wir möglichst viele unterschiedliche Linkdaten zusammen. Durch Größe und Flüchtigkeit des Internets kann keine Linkdatenbank vollständig sein – nicht einmal die Google-Daten selber. Um trotzdem eine bestmögliche Datenbasis zu nutzen, bieten wir die Möglichkeit, acht verschiedene Datenquellen unter einer Oberfläche zu vereinen. Das sind natürlich unsere eigenen Linkdaten, aber auch Lieferanten wie Ahrefs oder der Moz OpenSiteExplorer. Zusätzlich kannst Du die Google Webmastertools-Daten nutzen und Deinen Google Analytics-Account verknüpfen.

Linkcrawler: jeder Link wird überprüft
Auf dieser Datenbasis folgt dann der zweite Schritt: unser Linkcrawler geht jeden Links einzeln durch und überprüft sowohl den Link selber als auch die Seite, auf der der Link gesetzt ist. So können wir zum einen sicherstellen, dass der Link heute noch existiert und keine Hindernisse gegen eine Wirksamkeit des Links bei Google sprechen, zum anderen aber eine Eindruck von der verlinkenden Seite und Domain gewinnen.

LinkRating: 50 Metriken, 30 Regeln
Dieser Punkt ist für den dritten Schritt von LinkRating wichtig: wir ermitteln über 50 Bewertungsmetriken für jeden einzelnen Link und gleichen diese mit mehr als 30 Regeln ab. Damit wollen wir Dir einen Großteil der eintönigen Arbeit bei der Bewertung eines Linkprofils abnehmen. Diese Regeln decken ein weites Feld ab: zum Beispiel gleichen wir Linktexte mit den CPC-Klickpreisen ab, erkennen, ob es sich um Content oder Navigationslinks handelt, haben eine Datenbank über Domains, von denen in der Vergangenheit Links zum Kauf angeboten wurden, heben Forenlinks hervor und noch vieles mehr. Zusätzlich kannst Du alle Links durch ein mächtiges Filtersystem nach allen Metriken und Feldern ganz nach Deinen Wünschen eingrenzen und exportieren.

LinkRating ist ab heute online und Teil des Link-Moduls. Ein LinkRating-Check pro Woche ist bereits kostenlos im Link-Modul enthalten. Damit sind die meisten Anwendungsfälle bereits abgedeckt. Nutzer mit einer besonders schwarzen Linkbuilding-Vergangenheit können weitere Slots einfach dazu buchen. Viel Spaß!

Dieser Beitrag hat 17 Kommentare

 
Florian
  31. März 2014, 10:49

sieht sehr vielversprechend aus,
Für die Linkakquise wäre so etwas ähnliches auch sehr interessant – zu akzeptablen Preisen

 
  31. März 2014, 10:56

Danke! Was im Blogbeitrag nicht konkret benannt wird, man kann auch eigene Link-Listen hochladen, z.B. von Links die man entfernen lassen hat. Die werden dann sofort gecrawlt und man muss nicht warten, bis die Links „mal wieder“ überprüft werden und einige Tage/Wochen später erst aus der Übersicht fallen. Na mal sehen, was rauskommt…

 
  31. März 2014, 11:57

Das Tool wird zukünftig immer mehr an Bedeutung gewinnen. Eine innovative Idee!

 
  31. März 2014, 12:24

[…] hat Johannes Beus bestätigt , dass das SISTRIX LinkRating Tool online […]

 
Dave
  31. März 2014, 21:11

Was kostet der Spaß, wenn man Slots dazubucht? Und wie wird das abgerechnet? Ein Analyseslot pro Woche mehr?

 
  31. März 2014, 21:16

Sebastian Haak, ja das ist natürlich richtig. Wir haben vor dem Hintergrund auch noch ein paar Ideen für die Zukunft, wollten jetzt aber erstmal mit dem Status Quo online gehen.

Dave, ein weiterer Analyse-Slot pro Woche kostet 39 Euro netto pro Monat. Ich habe hier etwas mehr dazu geschrieben: http://www.sistrix.de/faq/wie-viele-projekte-kann-ich-anlegen/

 
Olli
  1. April 2014, 12:15

Hallo,

sehr spannendes Tool.

Ich habe dazu mal eine Frage:
Was genau bedeutet „Linkverkäufer“ und „Google Blacklist“ bzw. woher stammen diese Daten? Das sind ja schon recht „klare“ Ansagen (oder auch nicht). 😉

Gruß,
Olli

 
  1. April 2014, 13:25

Olli, die Daten von der Googe Safe-Browsing Blacklist sind direkt von Google selber. Auf dieser Datenbank basieren zum Beispiel auch die Warnungen beim Besuch einer Seite, die Viren oder sonstiges Ungeziefer verteilt. Bei den Linkverkäufern setzen wir auf die vermutlich branchenweit (und damit auch googlebekannten) Excel- und Verkaufslisten vieler bekannter Linkbroker aber auch noch auf einige weitere Quellen.

 
Olli
  1. April 2014, 14:29

Hallo Johannes,

Danke für die Antwort. Der Ansatz mit der Safe-Browsing Blacklist ist wirklich cool. Hab ich verstanden. 🙂

Also sind die Angaben zum „Linkverkäufer“ letztendlich nur Mutmaßungen? Denn wirklich eine „Beweis“ für den Verkauf von den Domains habt ihr ja nicht, oder?

Was mir dabei in den Sinn kommt:
Nachdem Google schon ohne mit der Wimper zu zucken Agenturnamen durch die Gegend twittert und die Blog-Kommentare-Trolle fröhlich offen über abgestrafte Agenturen spekulieren, meint Ihr es ist dann nicht etwas grenzwertig, wenn nun auch (sehr vertrauenswürdige) Tools damit anfangen Blogs- und Seitenbetreiber so einen Stempel aufzudrücken.

Was ist damit sagen will: Nur weil eine Domain irgendwie mal auf so eine Liste gekommen ist, heißt das doch noch lange nicht, dass jemals einen Link verkauf wurde oder in der Zukunft verkaufen wird. In Hinblick auf diesen Zweifel ein Portal so zu brandmarken ist schon kritisch, finde ich.

Versteh mich nicht falsch, grundsätzlich finde ich den Ansatz des Tools klasse. Die verschiedenen Regeln, wie „Linktext mit hohem CPC-Wert“, können wirklich helfen sein Linkprofil einzuschätzen. Aber mit dem Finger auf Webseiten zu zeigen und zu sagen „Du bist böse“…hmm

Hoffen wir mal, dass sich die Quaility-Rater von Google sich nicht blind eure Daten verlassen. 😉

Gruß,
Olli

 
  1. April 2014, 18:31

Danke für den informativen Artikel!

 
  2. April 2014, 09:47

Olli, der Hinweis heisst „Von der Domain wurden Links angeboten“ und genau das sagt auch der Infotext aus. Es geht im Kern gar nicht daraum, ob von dieser Domain Links verkauft wurden, sondern es geht darum, dass Links von der Domain angeboten wurden. Alleine dadurch, dass die Domain auf den üblichen Excel-Listen und in den branchenweit bekannten Kaufportalen auffindbar ist, geht imho die Gefahr aus.

 
  2. April 2014, 19:47

Wenn ihr das perfekte Tool zum verkaufte Links ausfindig machen baut, werdet ihr noch von Google gekauft 😉

Eine Anmerkung noch zum Satz „Methoden, die vor ein paar Jahren noch innerhalb der Google-Richtlinien lagen“. Meiner Meinung nach waren so gut wie alle Methoden schon immer „verboten“ (gemäss Google Richtlinien). Das Problem war schlichtweg, dass vieles nur manuell erkannt werden konnte. Oder irre ich mich da?

 

[…] Was das neue Feature alles kann und welche neuen Metriken zudem noch ein weiteres Feld abdecken, erklärt Johannes Beus in dem Beitrag: SISTRIX LinkRating. […]

 

[…] SISTRIX LinkRating gestartet – Google hat seine Gangart gegen Linkkauf und –verkauf in den letzten Monaten verschärft. Matt Cutts widmet Deutschland regelmäßige Tweets, der Name des ersten Linknetzwerkes wurde bereits veröffentlicht. Weiter… […]

 
  9. April 2014, 09:37

Hat damit nicht auch das Google „Disavow Tool“ zu tun?

Wobei ich mich schon gefragt habe, wie sich Google das praktisch vorstellt:

„If you believe your site’s ranking is being harmed by low-quality links you do not control, you can ask Google not to take them into account when assessing your site. You should still make every effort to clean up unnatural links pointing to your site. Simply disavowing them isn’t enough.“

Oben heisst es „you do not control“ und unten dann „simply disavowing them isn’t enough“. Was soll man denn dann noch tun, man kontrolliert sie ja nicht….

 
  11. April 2014, 15:45

Hallo Nikolai,

Mit dem Disavow Tool kannst du Google lediglich vorschlagen, einen Link der auf deine Seite verweist quasi zu „übersehen“. Das heißt im praktischen Sinne allerdings, dass der Link immer noch vorhanden ist, aber dir im besten Fall keine negativen Rankings beschert.

Wir hatten vor kurzem das Problem, dass irgendeine Porno Seite auf unsere Webseite verlinkt hatte, mit der wir absolut nichts zu tun hatten und es war ein richtiger Aufwand den Link wieder weg zubekommen, aber wie du dir vorstellen kannst, war der Aufwand gerechtfertigt, weil wir nicht mit solchen Seiten verlinkt sein wollen!

 
  1. Mai 2014, 18:51

Hallo an Alle!

Ich habe am 28.04.2014 eine Email von Google Webmaster Tool bekommen, dass meine Webseite gegen die Qualitätsrichtlinien von Google verstößt? ich habe versucht das herauszufinden, was ich falsch gemacht habe. leider kein Erfolg…

„Email: Wir haben Ihre Website überprüft und sind der Ansicht, dass http://www.linkinfo.at/ noch immer gegen unsere Qualitätsrichtlinien verstößt.“

Qualitätsrichtlinien, also meine Checkliste
Die Texte sind von mir (keine automatisch generierte Inhalte)
Keine Teilnahme an Linktauschprogrammen
Keine irreführende Weiterleitungen
Keine verborgener Text/verborgene Links
keine kopierte Inhalte
nofollow YES auf externe Links
…..

Ich konnte leider nicht herausfinden, was ich falsch gemacht habe?

LG
Fawi

 

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