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PageSpeed-Optimierung: Die Ladezeit der eigenen Website verbessern

Lange Zeit war der PageSpeed kein offizieller Rankingfaktor. Die Ladezeit einer Website beeinflusste jedoch seit jeher wichtige Nutzersignale: Eine schnelle Website wirkt sich positiv auf Bounce-Rate und Return-to-SERP-Rate aus sowie die Verweildauer, die Click-Trough-Rate in den SERPs und die Anzahl der Seitenaufrufe aus. Somit war der PageSpeed auch damals bereits ein indirekter Rankingfaktor.

Für Google wurde die Ladezeit im Laufe der Jahre ein immer wichtigeres Qualitätskriterium einer Website. So analysiert Google bereits seit Dezember 2009 die Ladezeit von Websites und zeigt diese Informationen jedem Webmaster in der Google Search Console an.

Inzwischen hat Google die Ladegeschwindigkeit offiziell zu einem Rankingfaktor erklärt. Spätestens jetzt sollte man sich um die Ladezeitoptimierung seiner Website Gedanken machen und handeln.

Is speed more important than relevance?

Since we’re hearing a lot of talk about the implications of Page Speed, I wonder if Google still cares as much about relevancy? Or are recentness and page load time more important?

Wie optimiere ich die Ladezeit meiner Website und steigere den Google PageSpeed?

Der PageSpeed einer Website lässt sich durch die Berücksichtigung und Optimierung folgender Punkte meist nachhaltig positiv beeinflussen und steigern:

  • Verringere/verkürze HTTP-Requests
    Deine Seite wird schneller ausgeliefert und vollständig dem User angezeigt, wenn weniger HTTP-Requests durchgeführt werden. Verringere die Anzahl an externen Quellen, wie Skripte, Stylesheets und Bilder, die geladen werden müssen.
  • Verwende nur ein CSS-Stylesheet
    Fasse alle vorhandenen Stylesheets in ein CSS-File zusammen und verlinke es aus dem <head>-Bereich des HTML-Dokuments. Beachte hierbei, dass Du keine inline-Styleangaben mehr in deinem HTML-Dokument verwendest. Das erlaubt das Caching der CSS-Datei, was wiederum die Auslieferung der Webseite beschleunigt
  • Keine inline-Styleangaben sowie Java-Script verwenden
    Java-Script-Dokumente und Code innerhalb eines HTML-Dokuments sollten ebenso ausgelagert werden, wie die oben beschriebenen CSS-Styleangaben
  • Benutze CSS-Sprites
    Und zwar wo immer du kannst: Diese Technik vereint mehrere Bilder in ein einziges Bild und verringert somit die Anzahl von HTTP-Requests
  • Optimiere alle Bilder
    Stelle sicher, dass deine Bilder für das Web optimiert sind. Solltest du Photoshop nutzen, kann das ganz einfach unter dem Dialog „Speichern fürs Web“ gewählt werden. (Unterhalb dem Dialog „Speichern“). Durch diesen Dialog werden die Bilder in ihrer Größe optimal reduziert
  • Nutze serverseitiges Caching
    Diese Technik erstellt eine sogenannte „Plain HTML-File“ für jede URL, sodass dynamische Seiten nicht jedesmal neu aufgebaut werden müssen, wenn die gleiche URL erneut angefragt wird. Oder anders ausgedrückt: Dynamische Seiten werden als statisches HTML-Dokument geparsed und auf dem Webserver abgespeichert. Dies kann die Ladezeit erheblich verkürzen
  • Nutze die Gzip-Komprimierung
    Diese Technik komprimiert die Größe deiner Seiten, welche an den Webbrowser gesendet werden, signifikant. In gängigen Fällen können so bis zu 70 % und mehr an Dateigröße eingespart werden
  • Nutze ein CDN (Content Delivery Network)
    Ein CDN erlaubt es Usern Daten parallel herunterzuladen, was wiederum deiner Webseite hilft, schneller ausgeliefert zu werden. Ein kostengünstiges CDN ist z. B. Amazon CloudFront oder Google App Engine. Ob kostenlose Content Delivery Networks etwas taugen, solltest du im Einzelfall prüfen. Ein nicht repräsentativer Test des CloudFlare CDN in der kostenlosen Version konnte jedenfalls nicht überzeugen.
  • Reduziere 301-Weiterleitungen
    Falls möglich, verwende keine 301-Weiterleitungen. Erst recht solltest Du keine 301-Weiterleitung auf eine weitere 301-Weiterleitung richten – und so weiter. Eine 301-Weiterleitung zwingt den Webbrowser, auf eine neue URL zuzugreifen. Auf der neuen URL muss der Browser wiederum abwarten, bis er ein HTTP-Request zurückbekommen hat. Der Google-Bot folgt zudem nur drei Weiterleitungen.
  • Verwende einen dedizierten Server
    Die meisten Websites befinden sich heute auf sogenannten Shared-Hosting-Plattformen. Dies meint, dass die Website zusammen mit bis zu hundert (und mehr) anderen Websites auf einer einzigen physikalischen Maschine bei deinem Internet-Service-Provider gehostet ist. Dies kann sich durchaus negativ auf die Ladezeit der Website auswirken. Durch die die Verwendung eines dedizierten Servers und eines entsprechenden Hardware-Settings (dem Traffic der Website entsprechend), lassen sich einige Performance-Vorteile erzielen.
  • Optimiere Deinen Webserver
    Der weltweit am häufigsten eingesetzte Webserver ist Apache. Hier ist es ratsam, die Apache-Worker-Prozesse sowie deren Child-Prozesse auf das jeweilige User-Aufkommen und Funktion der Website (Onlineshop, Downloadportal, Forum etc.) anzupassen.

PageSpeed bewerten

Google misst den PageSpeed anhand einer Metrik von 0 (schlecht) bis 100 (optimal) Punkten. Um zu sehen, auf welche Punktzahl deine Website kommt und ob es noch weiteren Optimierungsbedarf gibt, kann mittels dem hauseigenen Tool PageSpeed Insights (https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights) von Google herausgefunden werden.

Wie schnell ist meine Webseite?

Wir haben ein kostenloses Tool gebaut, mit dem du die echten, nutzergemessenen Ladezeiten von vielen Millionen Webseiten selber abrufen und vergleichen kannst:

Hier direkt den Page Speed vergleichen

Wir zeigen dir dort, aufgeschlüsselt nach Desktop und Mobile, wie schnell echte Nutzer deine Webseite laden und wie gut du im Vergleich zum Durchschnitt damit abschneidet. Viel Spaß bei der Nutzung!

Weitere Gründe für eine gute Ladegeschwindigkeit

Websites wie Google, Amazon und Yahoo haben den Einfluss der Ladezeit auf das Nutzerverhalten sehr ausführlich getestet:

100 ms of extra load time caused a 1% drop in sales.

– Greg Linden, Amazon

500 ms of extra load time caused 20% fewer searches.

– Marrissa Mayer, Google

trimming page size by 30% resulted in 30% more map requests.

– Marrissa Mayer, Google

400 ms of extra load time caused a 5 to 9% increase in the number of people that clicked „back“ before the page even loaded.

– Nicole Sullivan, Yahoo!

 
Ebenfalls wurde beobachtet, dass schnellere Websites im Schnitt bessere Rankings erzielen: Siehe „Welche Auswirkungen hat die Webserver-Geschwidigkeit?„.

Was sagt Google?

Wenn eine Website schnell ist, ist das nicht nur für Nutzer, sondern auch für Suchmaschinen gut. Es (Page Speed) ist nur ein kleiner von über 200 Rankingfaktoren.

Quelle: Matt Cutts

Unser Fazit

Google hat die Ladegeschwindigkeit einer Website zu einem Rankingfaktor erklärt. Spätestens jetzt sollte man sich, nicht zuletzt im Sinne der Nutzer, um die Ladezeitoptimierung seiner Website Gedanken machen und handeln.

Weiterführende Informationen zu diesem Thema:

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