Diesmal im SISTRIX-Newsletter “TrendWatch”: Die Deutschen interessieren sich für die neuen Smartphones von Xiaomi, sie kaufen Aktien von TKMS, hinterfragen die Gewinnspiele von Omaze und essen Goldies-Smashburger und Freda-Pizza. Das sind einige der aktuellen Suchtrends, die wir mit Hilfe der SISTRIX-Daten identifiziert haben. Viel Spaß mit der neuesten Ausgabe!
Xiaomi 15T Pro [und Xiaomi 15T und Xiaomi 17]

Apple und Samsung liefern sich seit Jahren einen Kampf um die Marktführerschaft beim Verkauf von Smartphones. 2025 lag Apple weltweit bei einem Marktanteil von 20 Prozent, Samsung bei einem von 19 Prozent. Die Nummer 3 folgt auch nicht weit dahinter: Xiaomi erreichte immerhin 13 Prozent. Der chinesische Hersteller, erst 2010 gegründet, hat damit innerhalb kurzer Zeit einen beachtlichen Anteil des weltweiten Smartphone-Marktes erobert.
Die aktuelle Generation der Xiaomi-Smartphones mit den Namen 15T und 15T Pro wurde im September veröffentlicht und ist beim Hersteller selbst offiziell ab 650 bzw. 800 Euro erhältlich. Im Handel kostet die günstigste Variante aber inzwischen schon nur noch 400 Euro. In Tests werden insbesondere das starke Display und die vielseitige Kamera gelobt. Beim Fachmagazin “connect” ist das 15T “das günstigste Smartphone unter den Top 30 unserer Bestenliste”.
Neben den Keywords “Xiaomi 15T Pro” und “Xiaomi 15T” ist auch das Suchvolumen für “Xiaomi 17” in den vergangenen Wochen massiv angestiegen. Das Unternehmen überspringt die “16” und hat im September in der chinesischen Heimat bereits die Modelle “Xiaomi 17”, “Xiaomi 17 Pro” und “Xiaomi 17 Pro Max” auf den Markt gebracht. In Europa soll die 17. Generation im Frühjahr in den Handel kommen.
TKMS Aktie

In den bewegten Zeiten, in denen Kriege und militärische Konflikte wieder die Nachrichten bestimmen, profitiert die Rüstungsindustrie. In Deutschland gilt das beispielsweise für Unternehmen wie Rheinmetall, Hensoldt und TKMS. Hinter der Abkürzung TKMS verbirgt sich die Firma ThyssenKrupp Marine Systems. TKMS stellt u.a. U-Boote und Fregatten her.
Die Aktie des Unternehmens wird seit Oktober an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt, 51 Prozent der Anteile gehören jedoch noch ThyssenKrupp. Der Börsenstart war fulminant: Nach einem ersten Kurs von 60 Euro ging es kurzzeitig auf fast 100 Euro hoch. Tendenziell sank der Aktienwert danach bis Ende Dezember, doch im neuen Jahr begann ein neuer Sprung nach oben – von unter 70 Euro auf über 95 Euro (Stand: 16. Januar).
Ein Grund für die Kurs-Rallye zu Jahresbeginn dürfte der Besuch von Friedrich Merz beim indischen Premierminister Modi und die damit verbundene Konkretisierung eines U-Boot-Großauftrags aus Indien im Wert von 9 Milliarden US-Dollar für sechs Boote gewesen sein.
Omaze

Seit dem vergangenen Jahr häufen sich im deutschen Fernsehen und in Streamingdiensten Werbespots für Verlosungen von Traumhäusern oder -wohnungen. Mit dem durch den Losverkauf eingesammelten Geld würden zudem gute Zwecke unterstützt. Häuser in Bayern, Penthouse-Wohnungen in Berlin – alles edel möbliert und im Wert von mehreren Millionen Euro.
Einer der Anbieter, der mit einem solchen Preis für sein Gewinnspiel wirbt, heißt Omaze. Das Unternehmen wurde 2020 in Großbritannien gegründet und hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 100 Millionen Euro für Hilfsorganisationen mobilisiert. In Deutschland unterstützt Omaze Die Arche, den Deutschen Tierschutzbund, Plan International und die SOS-Kinderdörfer.
Die Gewinnspiele finden nicht in einem rechtsfreien Raum statt, Omaze steht auf der Whitelist der “lizenzierten Soziallotterie-Anbieter der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder”. Die Aufmerksamkeit durch die Werbespots hat auch schon diverse Medien auf den Plan gerufen, die Omaze hinterher recherchiert haben. Barbara Gruner, Vorstand der SOS-Kinderdörfer, sagte dem BR im Rahmen dieser Recherchen: “Wir erleben Omaze als sehr verantwortungsvollen und sehr professionellen Partner. Es ist ein sehr regulierter und klar definierter Markt in Deutschland. Und bisher haben wir nur gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Omaze gemacht.”
Zwar gewinnt nur eine Person das entsprechende Haus oder die Wohnung – aber der Rest unterstützt immerhin wichtige soziale Organisationen.