Diesmal im SISTRIX-Newsletter “TrendWatch”: Die Deutschen fragen sich, was denn bitte schön dieses “Six-seven” bedeutet, das so viele Kinder immer wieder rufen. Sie interessieren sich außerdem für den Elektro-Polo, Schokoladenersatz und den neuen Online-Shop Joybuy. Das sind einige der aktuellen Suchtrends, die wir mit Hilfe der SISTRIX-Daten identifiziert haben. Viel Spaß mit der neuesten Ausgabe!
Was bedeutet 67

Wohl kaum jemand, der mit Kindern zu tun hat – seien es Eltern, Lehrerinnen und Lehrer oder Sport-Trainerinnen und -Trainer – hat sich in den vergangenen Wochen nicht schonmal diese Frage gestellt: “Was bedeutet 67?”. Oder hat sie den Kindern gestellt. Deren Antwort lautete dann mit hoher Wahrscheinlichkeit: “nichts!”
Aber der Reihe nach: “67”, wörtlich gesprochen “six-seven” ist ein Internet-Meme, das sich in den vergangenen Monaten in aller Welt verbreitet hat. Das US-Wörterbuch Dictionary.com hat “six-seven” sogar zum Wort des Jahres 2025 gemacht. Der Ursprung von “six-seven” wird dem Rapper Skrilla zugeschrieben, der einen Song namens “Doot Doot (6 7)” veröffentlicht hat – mit einer Reminiszenz an einen Stadtteil in Philadelphia. Anschließend sei der Song oft in Videos mit dem Basketballer LaMelo Ball verwendet worden, der 6 Feet 7 Inch (2,01 Meter) groß ist.
Über weitere Social-Media-Videos – am genauesten stellt den zeitlichen Ablauf u.a. “Hiphop.de” dar – kam dann eine abwägende Geste zum Begriff “six-seven” dazu. Schließlich landete die Geste in einem Highschool-Basketball-Vlog und machte den Schüler Maverick Trevillain weltberühmt. Sein begeisterter “six-seven”-Ausspruch wurde millionenfach in allen Netzwerken geteilt und wurde zum Meme von Schulkindern in aller Welt.
Inzwischen wurde der Begriff Berichten zufolge aus dem Mathematik-Unterricht zahlreicher Schulen verbannt, weil die Kinder regelmäßig ausrasten, wenn das Ergebnis einer Rechenaufgabe 67 ist. Es existieren Videos von Fast-Food-Restaurants, in denen die Gäste ausflippen, wenn die Bestellung Nummer 67 aufgerufen wird, usw. Das alles beschreibt aber nur die zeitlichen Abläufe der Entstehung eines Memes. Die Antwort auf die Eingangsfrage “Was bedeutet 67?” bleibt: “nichts”. Und genau deswegen finden es Kinder und Jugendliche so lustig.
Kindergeld 2026

Vielfach recherchiert wird im Netz auch regelmäßig nach Geldern vom Staat und deren Entwicklung bzw. Erhöhung. Rente, Bürgergeld oder eben das Kindergeld, das allen Eltern mit deutscher Staatsangehörigkeit ausgezahlt wird, die in Deutschland leben. Sie bekommen es für Kinder bis 18 Jahre.
Anschließend gibt es bis zum Alter von 25 Jahren ebenfalls noch Möglichkeiten, Kindergeld zu beziehen, etwa, wenn die Kinder noch zur Schule gehen, eine Ausbildung machen, usw. Die wichtigsten Fragen rund um das Kindergeld beantworten beispielsweise das Familienportal.NRW und der Deutsche Gewerkschaftsbund.
Erhöht wird das Kindergeld nicht automatisch, sondern jeweils durch einen Beschluss des Bundestags. 2010 bis 2014 blieb es beispielsweise fünf Jahre lang unverändert bei 184 Euro, 2025 und 2026 wurde es jedoch jeweils erhöht, 2025 von 250 auf 255 Euro und 2026 auf 259 Euro [PDF-Link zur Entwicklung seit 1998].
Google AI Studio

Ein Themenkomplex, der ständig neue Keywords unter die großen Such-Trends bringt, ist das Thema KI. Die fast wöchentlich neuen Tools, die auf den Markt kommen, sorgen für eine nicht nachlassende Neugier der Nutzerinnen und Nutzer. Ein stark ansteigendes Suchvolumen verzeichnete zuletzt u.a. das Google AI Studio.
Dabei handelt es sich um eine Entwickler-Plattform, auf der via Browser mit Hilfe von generativer KI Prototypen für Anwendungen erstellt werden können. Das geschieht mit natürlicher Sprache, ohne selbst Code schreiben zu müssen. Positiv hervorgehoben wird dabei das schnelle Prototyping: “Du kannst eine Idee im Chat-Modus ausprobieren, sie im Build-Modus ausarbeiten und dann den Code exportieren, wenn sie funktioniert.”
Zwar existiert das Google AI Studio schon seit 2023, doch in den vergangenen Wochen gab es einen Popularitäts-Boost. Vermutlicher Grund: die Einführung von Vibe-Coding. “t3n” bezeichnet dabei als “besonders spannend”, dass Google auch hier die “I’m feeling lucky”-Funktion integriert hat, der “die Ideenfindung abnehmen kann”: AI Studio schlägt hier zufällige Apps vor. “In einem kleinen Test hat uns die KI unter anderem Apps vorgeschlagen, die aus einem Dokument eine Meeting-Agenda machen, virtuelle Layouts für die Gartenplanung bieten oder Kindern Geschichten vorlesen und dazu passende Bilder per KI generieren.”