Was ist nofollow?

Die Nofollow-Auszeichnung sagt Suchmaschinen, dass eine Verlinkung kein Vertrauen an die verlinkte Seite weitergeben soll.


Was ist nofollow?

Nofollow ist ein Attribut, welches auf einer Webseite definiert werden kann und dafür sorgt, dass entweder einzelnen oder den gesamten Links dieser Seite nicht gefolgt werden soll.

Damit wird kein Vertrauen (PageRank) über diese Links weitergegeben und die Links üben keinen Einfluss auf das Suchmaschinen-Ranking aus.

Was macht nofollow?

Laut Google wird der Googlebot nofollow-Links nicht folgen. Dies bedeutet, dass die Zielseite über diesen Link nicht gefunden werden kann (Stichwort Discoverability) und auch keine PageRank Signale über diesen Link weitervererbt werden.

Warum werden URLs die per nofollow verlinkt werden trotzdem gefunden und gecrawlt?

Es kommt häufig vor, dass URLs, die häufig per nofollow verlinkt werden, trotzdem gecrawlt werden und im Index auftauchen.

Laut Google liegt das jedoch daran, dass diese URLs von anderen Webseiten ohne nofollow verlinkt werden oder die Domain selbst Google die URL in der eigenen Sitemap bekannt macht.

Wie kann ich nofollow einsetzen?

Generell gibt es drei echte Möglichkeiten Links mit nofollow zu kennzeichnen, sowie eine, die nicht genutzt werden sollte.

Richtig: nofollow als Attribut an einem Link

Jedem Link kann das rel=“nofollow“ Attribut hinzugefügt werden um diesen einzelnen Link als nicht vertrauenswürdig zu kennzeichnen.

<a href="http://www.jetzt-billige-backlinks-kaufen.com/" rel="nofollow">sehr spammig Spamseite</a>

Richtig: nofollow als Attribut im Meta-Tag des <head> der Seite

Über den Meta-Tag name=“robots“ lassen sich Anweisungen für alle oder nur bestimmte Crawler hinterlegen. Neben der noindex-Anweisung kann hier auch ein nofollow definiert werden.

Steht nofollow im robots-Meta-Tag, dann werden alle Links der Seite als nofollow-Links behandelt.

Beispiel:

<meta name="robots" content="nofollow" >

Richtig: nofollow als Anweisung im HTTP-Header der Seite

Auch über den HTTP-Header der Seite können alle Links der Seite gleichzeitig auf nofollow gesetzt werden.

X-Robots-Tag: nofollow

Falsch: nofollow in der robots.txt-Datei

Manchmal finden sich Anweisungen in robots.txt-Dateien, die dort nichts zu suchen haben. Nofollow ist eine davon und sollte nicht in der robots.txt Datei verwendet werden.

Google hält eine ausführliche Dokumentation zur robots.txt-Datei vor.

Warum gibt es das nofollow Attribut?

Google hat nofollow 2005 eingeführt um Kommentar-Spam einhalt zu gebieten. Es sollte Webmastern die Möglichkeit geben, Google mitzuteilen, welchen Links nicht vertraut werden soll.

Einsatzgebiete für nofollow

Generell wird nofollow dann genutzt, wenn man ein Link auf der eigenen Seite einbauen möchte, dessen Linkziel man entweder kein Vertrauen entgegenbringt oder falls der Link gekauft/verkauft wurde.

Google-konformer Linkkauf

In den Webmaster-Richtlinien weist Google im Unterpunkt zur „Teilnahme an Linktauschprogrammen“ auf folgendes hin:

Alle Links, die den PageRank oder das Ranking einer Website in den Google-Suchergebnissen beeinflussen sollen, können als Teil eines Linktauschprogramms und als Verstoß gegen die Richtlinien für Webmaster von Google angesehen werden.

Das nofollow-Attribut nimmt jedoch genau die mögliche Beeinflussung aus der Rechnung und ermöglicht es, zB. Besucher von Webseiten einzukaufen, die genau die gewünschte Zielgruppe besitzen. Hierzu muss der gekaufte Link natürlich entsprechend gekennzeichnet werden und das nofollow-Attribut besitzen.

Einflussnahme auf den Linkverlauf der eigenen Seite aka. PageRank-Sculpting

Wenn Google einem Link nicht folgt und kein Vertrauen weitergibt, dann geht darüber auch kein PageRank verloren. Dies war 2005 noch der Fall, was zu der Praxis des PageRank-Sculpting geführt hat.

Diese Party war jedoch 2009 schon wieder vorbei und seitdem ist von PageRank-Sculpting abzuraten.

Einfluss von nofollow-Links auf das Ranking

Da Nofollow-Links von Google nicht verfolgt werden, haben sie keinen direkten Einfluss auf die Rankings.

Wenn jetzt viele Besucher über einen nofollow-Link auf die Seite kommen – was zum Beispiel bei Links aus der Wikipedia sehr häufig der Fall ist, wobei alle Wikipedia-Links auf nofollow stehen – und die Seite als hilfreich ansehen, ist es durchaus möglich, dass der Link einen Branding Effekt mit sich bringt und auch zu follow Links seitens der Besucher führen kann.

nofollow und die Disavow-Datei

Google bietet mit der Disavow-Datei eine Möglichkeit Links für ungültig zu erklären. Google selbst erklärt dass Links der Domains oder URLs auf der Disavow-Datei ungefähr so behandelt würden als ob sie auf Nofollow stehen würden.

Dank dem „ungefähr“ lässt Google sich Raum, diese Links technisch nochmal anders zu bewerten, in der Praxis kann ein Webmaster jedoch davon ausgehen, dass sich diese Links so verhalten, als stehen sie auf nofollow.