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Content-Syndication nutzen & richtig umsetzen

Unter Content-Syndication ist die Mehrfachverwendung von medialen Inhalten zu verstehen. Artikel, Interviews, Blogbeiträge, Studien sowie jede Form von Text zählen genauso zu diesen medialen Inhalten wie Infografiken, Videos, Podcast und weitere. Doch wie macht man es richtig?

Begriffsdefinition Content-Syndication

Jemand, der Content-Syndication betreibt stellt den Inhalt, dessen Urheber er ist, Dritten zur Wieder- oder Weiterverwertung zur Verfügung. So verfasst und publiziert man beispielsweise einen Artikel erst auf seinem eigenen Blog, um ihn dann einige Tage oder Wochen später auf einer anderen Website zu veröffentlichen, die möglicherweise eine größere Zielgruppe erreicht. Dieser Prozess wird Content-Syndication genannt.

Content-Syndication als SEO-Strategie nutzen

Die Möglichkeit, seine eigenen Inhalte durch Content-Syndication einem größeren Publikum zugänglich zu machen ist, wenn richtig umgesetzt, eine gute SEO-Strategie. Oftmals kann man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Zum einen stärkt man die Reputation seiner eigenen Domain oder die des jeweiligen Autors (Urheber) des Artikels, zum anderen ist es ein probates Mittel, um Linkbuilding zu betreiben.

Wir konzentrieren uns allerdings auf den Nutzen von Content-Syndication für die eigene Domain und dessen richtige Umsetzung:

Schaubild zum Thema syndizierter Inhalt.

In dem oben stehenden Schaubild wird der Nutzen von Content-Syndication erklärt. Dein auf einer anderen Website erneut publizierter Artikel wird von der Leserschaft diskutiert. Die publizierende Website vererbt dabei ein wenige Autorität an deine Website. Einige Leser des syndizierten Artikels werden deine Website aus Interesse besuchen – du erhältst Traffic.

Duplicate-Content-Gefahr durch Content-Syndication

Content-Syndication zielt darauf ab, einen bereits veröffentlichten Artikel unverändert auf einer anderen Website ebenfalls zu publizieren. Per Definition entstünde durch dieses Vorgehen externer Duplicate Content.

Diese Duplicate-Content-Gefahr lässt sich allerdings ganz einfach aus der Welt schaffen, wenn bei der Nutzung von Content-Syndication auf die richtige Umsetzung geachtet wird.

Content-Syndication richtig umsetzen – so geht’s

Voraussetzung für erfolgreiche Content-Syndication als SEO-Strategie ist die korrekte Umsetzung. Wie das folgende erklärenden Schaubild zeigt, kann Content-Syndication grundsätzlich auf 3 unterschiedliche Arten umgesetzt werden.

Bild mit drei Möglichkeiten der Content-Syndication. Das erste ist das rel=canonical, dann eine Noindex Ausweisung und zuletzt ein Textlink zur Quelle auf der syndizierten Seite.

Das Schaubild zeigt in absteigender Reihenfolge die geeigneten Umsetzungsmöglichkeiten von Content-Syndication.

  1. Die Website, die den syndizierten Artikel publiziert, verweist im <head>-Bereich des HTML-Quellcodes mit dem rel=“canonical“- Link-Element auf die URL des Original-Dokuments.
    Das hat zur Folge, dass Google den Urheber/Autor des Artikels identifizieren kann und vorzugsweise das Original auf den Suchergebnisseiten rankt. Die Anweisung rel=“canonical“ löst automatisch das Duplicate-Content-Problem. Die Linkkraft aller eingehenden Backlinks der Kopie werden auf deine Seite vererbt.
  2. Die Website, die den syndizierten Artikel publiziert, führt die Meta-Anweisung NOINDEX im HTML-Quellcode hinzu. Auf diese Weise wird die Gefahr durch externen Duplicate Content dadurch gelöst, dass Google die Kopie gar nicht erst in den Suchergebnisseiten rankt. Auch bei dieser Variante wird die Linkkraft entsprechend vererbt.
  3. Die Website, die den syndizierten Artikel publiziert, verweist weder per rel=“canonical“ auf die Original-URL noch wird die Meta-Information NOINDEX verwendet. Stattdessen fügt die Kopie einen DoFollow-Textlink, mit dem Original-Dokument als Ziel, am Ende des Artikels an. Der Google-Bot kann durch das Crawlen beider URLs – des Originals sowie der Kopie – identifizieren, dass es sich um Content-Syndication handelt. Duplicate-Content sollte bei dieser Lösung ebenfalls kein Problem darstellen. Durch den entsprechenden Textlink am Ende des Artikels wird ebenfalls die Linkkraft der Kopie vererbt.

Praxisbeispiel für Content-Syndication

Ein Beispiel: Duane Forrester von Bing veröffentlichte am 15. Mai 2014 einen Artikel unter dem Titel Mark It Up auf dem Unternehmenseigenen Blog.

Am 27.06.2014 wurde der bereits veröffentlichte Artikel erneut auf der Website Search Engine Journal publiziert und trug dann die Headline „Mark It Up: The Importance of Schema„.

Das Search Engine Journal setzt hierbei auf die Verwendung des rel=“canonical“-Link-Elements, wie ein Blick in den HTML-Quellcode zeigt:

Auszug des Quelltextes des Artikels auf dem Search Engine Journal. Dort ist das rel=canonical, dass auf den Original-Account gesetzt wurde, zu sehen.

Sogar der Urheber des Artikels wird bei dem Beitrag auf „SEJ“ angezeigt und entsprechend kenntlich gemacht:

Bildausschnitt aus dem Beitrag im Search Engine Journal. Duane Forrester wird als Autor genannt.

Diese Lösung ist elegant und in der Regel besser als den syndizierten Artikel unter „Gastautor“ oder „Gastbeitrag“ zu veröffentlichen.

P. S. Beachte die sozialen Interaktionen der Leserschaft vom Search Engine Journal zu diesem Artikel in den verschiedensten Netzwerken. Gut möglich, dass der ursprüngliche Blogbeitrag auf dem Bing-Unternehmensblog nicht annähernd soviel Reichweite erzeugt hat. Das hier mit Sicherheit einige Backlinks zum Artikel auf das Search Engine Journal entstanden sind, braucht wohl nicht erwähnt werden. Die rel=“canonical“-Anweisung sorgt dafür, dass die entsprechende Linkkraft vererbt wird.

Tipps für Content-Syndication

Content-Syndication kann ein probates Mittel für die eigene SEO-Strategie sein. In erster Linie wird hierdurch Reichweite erzielt. Allem voran steht natürlich die Erstellung von hochwertigen Inhalten. Denn je qualitativer die Inhalte, desto höher ist der durch Content-Syndication zu erzielende Effekt.

Weiterführende Informationen zu diesem Thema:

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