SEO-freundliche URL: Tipps für eine gute SEO-URL-Struktur

Was hat die Internetadresse mit deinem Google Ranking zu tun? Eine ganze Menge. Mit einer durchdachten SEO-URL-Struktur und Tipps zur Optimierung machst du nicht nur Suchmaschinen glücklich. Auch Nutzer profitieren davon.

Aus SEO-Sicht erfüllt die URL (Uniform Resource Locator) einer Webseite vier Funktionen: Sie ist ein Ausweis für den Anbieter, ein Abbild der Verzeichnisstruktur, eine Inhaltsangabe und ein guter Ort für Keywords entlang der Nutzerintention.

Bei der OnPage-Optimierung spielt die URL eine mehrschichtige Rolle, auch wenn sich die Bedeutung als Google-Rankingfaktor immer wieder ändert.

Dabei geht es auch um technische Dinge wie die Verwendung des sicheren Übertragungsprotokolls https. Auf qualitativer Ebene dominieren derzeit Faktoren, die aus einer technischen Basis für die Auffindbarkeit von Webseiten eine gehaltvolle Informationsquelle für Nutzer machen.

Wie sieht eine SEO-freundliche URL aus?

Die Kernanforderung an jede SEO-freundliche URL lautet: Sie muss auf einen Blick erfassbar machen, was von der Seite zu erwarten ist. Unter dem Schlagwort sprechende URL werden dazu verschiedene Faktoren definiert. Nicht alle haben einen riesigen Einfluss auf das Ranking, doch alle erhöhen das Nutzervertrauen und damit die Klickwahrscheinlichkeit.

Die URL zu unserem Beitrag über die URL-Länge sieht beispielsweise folgendermaßen aus:

https://www.sistrix.de/frag-sistrix/technisches-seo/urls/url-laenge

Allein aus dieser Zeichenfolge kannst du folgende Erkenntnisse ziehen:

  1. Du befindest dich beim Anbieter SISTRIX.
  2. Dieses Angebot wird in Deutschland gehostet (Top-Level-Domain mit Endung .de).
  3. Der Beitrag stammt aus der Kategorie Glossar, kümmert sich um die Unterkategorie technische SEO-Fragen mit dem Schwerpunkt URL.
  4. In diesem Beitrag geht es offensichtlich um die Spezialisierung URL-Länge.

Ohne auch nur einen Satz gelesen zu haben, weißt du, worum es geht. Außerdem kannst du anhand der Verzeichnisstruktur nachvollziehen, ob sich die Spezialisierung des Beitrags in deine Richtung orientiert. Zudem ist ein Abbild der Seitenhierarchie in der URL eine gute Orientierung, um die Bedeutung des Beitrags zu verstehen. 

Die Nennung des Anbieters und seiner lokalen Verortung sorgen dafür, dass sich der Nutzer ein Bild über die generelle Vertrauenswürdigkeit machen kann. Zwar sind länderspezifische Top-Level-Domains (ccTLD) im internationalen Ranking schwierig. Richtet sich dein Content aber sowieso an einen bestimmten Sprachraum, fährst du damit besser als mit generischen Top-Level-Domains (gTLD).

Die Bedeutung von Keywords in der URL ist zwar immer wieder fraglich, doch generell schadet es nicht, wenn die URL Schlagwörter enthält, auf die es der Nutzer abgesehen hat.

Was macht eine gute SEO-URL-Struktur aus?

Einen One-Size-fits-all-Ansatz für ein besseres Ranking gibt es bei der URL genauso wenig wie beim ähnlich zu bearbeitenden Title Tag. Allerdings solltest du unter dem Credo der sprechenden URL einige grundsätzliche Hinweise beachten.

Achte auf eine saubere URL 

Session-IDs und andere dynamische Parameter, die eine „Sitzung“ zwischen Client und Server begleiten, sollten möglichst nicht in der URL auftauchen. Cookies sind aus SEO-URL-Sicht die bessere Alternative.

Halte die Verzeichnisstruktur übersichtlich

Jeder Backslash (/) in der URL grenzt die Unterebene vom darüberstehenden Verzeichnis ab. Auch wenn eine genaue Sortierung wichtig ist, solltest du nicht mehr als fünf Verzeichnisse in die Tiefe gehen. Das sorgt für Übersichtlichkeit, spart den Griff zur Kurz-URL und macht Crawler glücklich. 

Dabei geht es weniger darum, die URL abzukürzen. Du solltest die Verzeichnisstruktur aufräumen. Je näher sich ein Content an der Hauptseite befindet, desto wichtiger ist er für das Ranking. Je weniger Schritte notwendig sind, um von Punkt A auf der Webseite zu Punkt B zu gelangen, desto nutzerfreundlicher ist der Auftritt.

Vergiss nicht: Wenn du URL verschiebst und Seitenverzeichnisse neu strukturierst, solltest du 301-Weiterleitungen bzw. htaccess Redirects einrichten, um Bots und Nutzer vor einem 404-Fehler zu bewahren.

Optimiere die (qualitative) URL-Länge

Die URL ist ein Platz für Schlag- und Keywords, kein Platz für große Reden. Achte darauf, die jeweiligen Verzeichnisse für die URL auf ihre zentralen Begriffe zusammenzudampfen

Ein Beispiel: Bei welcher URL kannst du den Inhalt besser erfassen?

https://www.sistrix.de/frag-sistrix/technisches-seo/urls/url-laenge

oder

https://www.sistrix.de/frag-sistrix/technisches-seo/urls-eine-seo-freundliche-url-struktur-erstellen/url-laenge-wie-lang-darf-eine-url-sein

Füllwörter, Präpositionen und Vokabeln abseits von Subjekt und Objekt sollten in der URL-Struktur nicht vorkommen. Damit schrumpfst du die sogenannten Slugs (URL-Bestandteile) auf sinnvolle Einheiten zusammen. 

Die technische URL-Länge ist zwar sowieso auf 2000 Zeichen begrenzt. Doch Lesbarkeit ist generell wichtiger als die reine Laufbreite. Eine derart optimierte URL ist außerdem eine wichtige Hilfestellung für eine Breadcrumb-Navigation

Optimiere die Keywords

Auch wenn sich Keywords in der URL nicht genauso einfach als Google-Rankingfaktor festmachen lassen wie im Title Tag oder Content, ist die Logik eindeutig: Ein Wort, das die Suchanfrage bzw. Nutzerintention aufgreift, ist besser als ein generischer Begriff

Da Keywords in der OnPage Optimierung sowieso in praktisch jedem Element einer Seite vorkommen, kannst du diese Ressource auch direkt in der URL umsetzen – egal, wie weit oben dieser Faktor am Ende rangiert. Empfehlungen zu Keywords auf URL-Ebene solltest du also immer beachten.

Fazit

Gibst du dir mit einer URL genauso viel Mühe wie bei der sonstigen OnPage-Optimierung, wirst du von Nutzern und Suchmaschinen belohnt. Darüber hinaus hilft dir die Beschäftigung mit deiner SEO-URL-Struktur dabei, deinen Onlineauftritt übersichtlicher zu gestalten

01.04.2021