URLs aus dem Google-Index entfernen

Wenn eine bestimmte Seite der eigenen Website nicht mehr in den Suchergebnissen erscheinen soll, gibt es drei etablierte Lösungswege. Die Wahl der Methode hängt davon ab, ob die Entfernung sofort (vorübergehend) oder permanent erfolgen muss.

Methode 1: Google Search Console (Schnellmaßnahme)

Um eine URL innerhalb weniger Stunden aus den Suchergebnissen zu verbergen, bietet die Search Console ein direktes Werkzeug an.

  1. In der Google Search Console anmelden.
  2. In der Navigation links den Bereich Index > Entfernungen aufrufen.
  3. Über den Button Neue Anfrage die entsprechende URL eingeben.
  4. Wählen, ob nur die exakte URL oder alle URLs mit diesem Präfix entfernt werden sollen.

Hinweis: Diese Maßnahme ist nur vorübergehend und hält etwa 6 Monate an. Damit die URL danach nicht erneut im Index erscheint, ist zusätzlich Methode 2 oder 3 notwendig.

Methode 2: Noindex-Anweisung (Dauerhafte Deindexierung)

Soll die Seite online bleiben, aber nicht über Suchmaschinen auffindbar sein, ist das Meta-Tag noindex die Standardlösung.

Dazu wird im <head>-Bereich der HTML-Seite folgende Zeile eingefügt:

<meta name=“robots“ content=“noindex“>

Hinweis: Die URL darf nicht gleichzeitig in der Datei robots.txt für Crawler gesperrt sein. Google muss die Seite crawlen können, um die noindex-Anweisung im Quellcode zu finden. Sobald der Googlebot das Tag registriert, wird die Seite aus dem Index entfernt.

Methode 3: HTTP-Statuscodes 404 oder 410 (Gelöschte Inhalte)

Wenn die Seite dauerhaft gelöscht wurde und gar nicht mehr existiert, ist die korrekte Konfiguration des Webservers der effizienteste Weg.

  • Statuscode 404 (Not Found): Die Seite ist nicht mehr vorhanden. Google entfernt die URL nach mehrmaligem Crawlen automatisch.
  • Statuscode 410 (Gone): Dies signalisiert Google explizit, dass die Seite absichtlich und dauerhaft entfernt wurde. In der Regel führt dies zu einer schnelleren Löschung aus dem Index als der Statuscode 404.

Behalte den Indexierungsstatus deiner URLs mit SISTRIX im Blick

Ob eine Noindex-Anweisung wirklich korrekt sitzt oder eine robots.txt versehentlich das Crawling blockiert, lässt sich von Hand nur mühsam prüfen, gerade bei größeren Websites. Mit den SISTRIX Onpage-Projekten crawlst du deine Seiten automatisiert und siehst auf einen Blick, welche URLs ein Noindex-Tag tragen, welche durch robots.txt gesperrt sind und wo Statuscodes wie 404 oder 410 zurückgegeben werden. So erkennst du sofort, ob deine Deindexierungs-Maßnahme technisch sauber umgesetzt ist statt es erst Wochen später am Google-Index abzulesen.

SISTRIX Onpage Projekt für H&M.

Teste SISTRIX jetzt 14 Tage kostenlos und starte dein erstes Onpage-Projekt um deine URLs auf Noindex, robots.txt und Statuscodes zu prüfen.

Zusammenfassung: Die richtige Wahl

Zusammenfassung: Die richtige Wahl
SzenarioEmpfohlene Methode
Dringende Entfernung (z. B. Datenschutzfehler oder Abmahnung)Search Console (Methode 1) + Noindex (Methode 2)
Inhalt dauerhaft gelöschtStatuscode 410 (Methode 3)
Inhalt online, aber unsichtbar für SucheNoindex (Methode 2)

Welche Methode ist die beste um URLs aus Google zu entfernen?

Die Wahl der Methode richtet sich nach der Dringlichkeit: Muss eine URL aufgrund sensibler Daten sofort verschwinden, führt kein Weg am Entfernungs-Tool der Search Console vorbei. 

Für eine dauerhafte und saubere Lösung ist jedoch der Statuscode 410 (wenn die Seite gelöscht werden kann) oder das Noindex-Tag (wenn die Seite erreichbar bleiben soll) zu bevorzugen. 

Am effektivsten ist oft eine Kombination: Erst die schnelle Entfernung via Search Console beantragen und parallel dazu technisch das Noindex-Tag implementieren, um eine Rückkehr in den Index nach sechs Monaten sicher zu verhindern.