SISTRIX Sichtbarkeitsindex: Erläuterung, Hintergründe & Berechnung

Der SISTRIX Sichtbarkeitsindex ist eine Kennzahl für die Sichtbarkeit einer Domain in den Suchergebnissen von Google. Mit dem Sichtbarkeitsindex wird Erfolg in den Google SERPs verlässlich und transparent messbar.

2008 haben wir den Sichtbarkeitsindex erfunden. Seitdem hat er sich als der Goldstandard für die SEO-Erfolgsmessung etabliert. Auf dieser Seite erfährst du mehr zum SISTRIX Sichtbarkeitsindex: wie er berechnet wird, was du mit ihm machen kannst und wie er sich konzeptionell von andere Marketing-Kennzahlen unterscheidet.

Mit dem Sichtbarkeitsindex kannst du nachvollziehen, wie sich deine Domain bei Google entwickelt hat. Unabhängig von externen Einflüssen siehst du, ob deine SEO-Maßnahme von Erfolg gekrönt sind oder in die falsche Richtung gehen. Auch Auswirkungen von Google Updates auf deine Rankings zeigen sich im Sichtbarkeitsindex sehr genau.

Auch eignet sich der Sichtbarkeitsindex perfekt für aussagekräftige Wettbewerbsanalysen. Mit zuverlässigen und vergleichbaren Daten aus 30 Ländern ist auf einen Blick ersichtlich, wo deine Domain im Vergleich zum Wettbewerb steht. Die Marktführer in deinem Segment liefern dir damit eine Blaupause für künftigen SEO-Erfolg.

Den aktuellen Sichtbarkeitsindex jeder beliebigen Domain kannst du mit unserer kostenlosen Sichtbarkeitsabfrage ermitteln. Historische Daten, eine genaue Aufteilung auf Subdomains, Verzeichnisse & URLs und mehr erhältst du in der Toolbox. Wenn du noch keinen Account hast, kannst du die Toolbox vollkommen kostenfrei und unverbindlich für 14 Tage testen.

Stärken & Grenzen

Der SISTRIX Sichtbarkeitsindex unterscheidet sich konzeptionell von Webanalyse-Kennzahlen (und somit auch den Daten der Google Search Console). Durch eine aktive Messung der Rankings über das gesamte, repräsentative Keywordset, sind die SISTRIX-Daten frei von äußeren Einflüssen wie Saisonalität, dem Wetter, Urlaubszeiten und weiterer externer Faktoren und Trends. Nur so kannst du zuverlässig erkennen, ob deine SEO-Maßnahmen auch funktionieren.

Ohne einen objektiven Vergleich mit deinen Wettbewerbern sind Topleistungen unmöglich. Der Sichtbarkeitsindex liefert dir diesen Vergleich. Wir zeigen dir in einer Kennzahl, wie gut du im Vergleich zu deinen Wettbewerbern rankst. So kannst du auf einen Blick sehen, ob du überdurchschnittlich gut oder schlecht rankst. Diese Benchmarking-Funktion ist eine der Kernaufgaben der Toolbox.

Die Toolbox wird direkt mit integrierter Zeitmaschine geliefert: wir erheben, sozusagen auf Vorrat, alle relevanten Suchtreffer seit 2008. Du musst also nicht erst Projekte und Keywords konfigurieren und auf die Ergebnisse warten. Wir zeigen dir auf Knopfdruck Sichtbarkeitswerte für mehr als 100 Millionen Domains und 30 Länder an. So kannst du rückwirkend Entwicklungen verstehen und deinen künftigen SEO-Erfolg planen.

Der Sichtbarkeitsindex ist dabei nicht als Traffic-Index konzipiert. Wir messen SEO-Erfolg und nicht Besucher auf deiner Webseite. Zwar korreliert die Zahl der SEO-Besucher in den meisten Fällen stark mit dem Sichtbarkeitsindex, durch äußere Einflüsse, Saisonalitäten und weitere Faktoren kann es aber zu Abweichungen kommen.

Auch, wenn wir mit 100 Millionen täglichen Datenpunkten die meisten Branchen und Themen der Google-Suche gut abdecken, kann es sehr kleine Nischen und Spezialthemen geben, deren Suchvolumen zu gering ist, um im Keywordset des Sichtbarkeitsindex ausreichend repräsentiert zu werden. In diesen Fällen kannst du dir im Optimizer einen eigenen Projekt-Sichtbarkeitsindex auf Basis deiner Keywords erstellen. Das bietet sich auch für Ländern an, die wir noch nicht unterstützen oder lokales Tracking bis auf Stadt-Ebene hinunter.

Berechnung des Sichtbarkeitsindex

Die Berechnung des SISTRIX Sichtbarkeitsindex erfolgt in drei Schritten. An der grundsätzlichen Berechnung gab es seit der Einführung des ersten Sichtbarkeitsindex 2008 keine Änderungen, so dass alle historischen Werte vergleichbar sind. Für die Berechnung gehen wir wie folgt vor:

  1. Im ersten Schritt erheben wir die Suchergebnisse für eine Millionen Suchanfragen (Keywords). Diese Keywords haben wir so ausgewählt, dass sie einen repräsentativen Querschnitt über das Suchvolumen in dem jeweiligen Land bilden. Einen Teil dieser Keywords tauschen wir regelmäßig aus, um Veränderungen in der Nachfrage zu entsprechen. Für den Sichtbarkeitsindex zählen in den Suchergebnissen nur die sogenannten organischen Google-Treffer, in der Regel 100 Treffer je Keyword. Auf diese Weise werden 100 Millionen Datenpunkte (1.000.000 x 100) als Grundlage für den Sichtbarkeitsindex ermittelt.
  2. Der zweite Schritt der Berechnung besteht aus der Gewichtung dieser Datenpunkte nach dem jeweiligen Suchvolumen des Keywords sowie der erwarteten Klickwahrscheinlichkeit auf der gemessenen, organischen Position. So ergibt Position acht auf einem sehr trafficstarken Suchbegriff wie “nintendo switch” einen höheren Wert als Position eins auf einem trafficarmen Keyword wie “nintendo switch speicherkarte empfehlung”. Auch unterscheiden sich Klickwahrscheinlichkeiten häufig durch die Suchintention des Keywords: während Suchende mit einer “Website-Intention” in der Regel nur auf den ersten Treffer klicken, werden bei “Know-Intentionen” öfter auch hintere Rankings angeklickt.
  3. Im finalen dritten Schritt werden die gewichteten Werte für alle Rankings einer Domain aufsummiert. Die Summe aller Werte ergibt den Sichtbarkeitsindex. In der Toolbox kannst du sowohl den Gesamtsichtbarkeitsindex einer Domain einsehen, aber auch Teilwerte für einzelne Subdomains, Verzeichnisse und sogar URLs.

Der Sichtbarkeitsindex wird automatisch für jede Domain ermittelt, die für mindestens eines der untersuchten, eine Millionen Keywords rankt. Über alle gefundenen Rankings und somit Domains werden 100.000 Sichtbarkeitspunkte verteilt. In der Toolbox liegen Sichtbarkeitswerte für über 100 Millionen Domains vor.

Unterstützte Länder

Seit dem Start der Sichtbarkeitsmessung Anfang 2008 für Deutschland, sind kontinuierlich neue Länder hinzugekommen, so dass mittlerweile Sichtbarkeitswerte für 30 Länder zur Verfügung stehen. Mit deinem Toolbox-Account hast du Zugriff auf die Sichtbarkeitsindizes aller Länder. Es gibt in der Toolbox keine künstlichen Analyse-Einschränkungen. Im Detail sind diese Länder verfügbar:

Sichtbarkeitsindex: Länder, Sprachen und Erhebungszeitraum
LandAnalyse Suchergebnisse vonErhebung Sichtbarkeitsindex seit
Deutschlandgoogle.de25.02.2008
Großbritanniengoogle.co.uk26.07.2010
Frankreichgoogle.fr26.07.2010
Italiengoogle.it26.07.2010
Spaniengoogle.es26.07.2010
USAgoogle.com31.01.2011
Österreichgoogle.at21.11.2011
Schweizgoogle.ch21.11.2011
Niederlandegoogle.nl18.05.2015
Polengoogle.pl15.06.2015
Schwedengoogle.se05.10.2015
Brasiliengoogle.com.br21.12.2015
Türkeigoogle.com.tr14.03.2016
Belgiengoogle.be01.10.2018
Irlandgoogle.ie01.10.2018
Portugalgoogle.pt01.10.2018
Dänemarkgoogle.dk19.10.2018
Norwegengoogle.no19.10.2018
Finnlandgoogle.fi19.10.2018
Griechenlandgoogle.gr26.10.2018
Ungarngoogle.hu26.10.2018
Sloweniengoogle.sk26.10.2018
Tschechiengoogle.cz26.10.2018
Kanadagoogle.ca04.01.2019
Australiengoogle.com.au04.01.2019
Mexikogoogle.com.mx04.01.2019
Russlandgoogle.ru04.01.2019
Japangoogle.co.jp06.01.2019

Die Messung der Suchergebnisse erfolgt je Land in einer Sprache. In mehrsprachigen Ländern wie der Schweiz oder Belgien haben wir uns für die am weitesten verbreitete Sprache entschieden. Neue Länder fügen wir hinzu, wenn ausreichend Nachfrage nach dem jeweiligen Land durch unsere Kunden vorhanden ist. Bitte kontaktiere den SISTRIX Support, wenn dir ein Land fehlt. Wir werden das Land nicht direkt hinzufügen, nehmen deinen Wunsch aber gerne in unsere Planung mit auf.

Tägliche & wöchentliche Aktualisierung

Für die dreizehn Länder mit Mobile- und Desktop-Daten errechnen wir den Sichtbarkeitsindex seit 2016 täglich frisch. Gerade bei Google Updates, wichtigen Relaunches oder Umstellungen kannst du so auf tagesaktuellen Daten schnellstmöglich die richtigen Entscheidungen treffen. Die täglichen Daten sind in der Regel ab Mitternacht in der Toolbox verfügbar und werden automatisch angezeigt.

Für Deutschland werden alle sichtbarkeitsrelevanten Keywords jeden Tag vollständig aktualisiert. Das geschieht sowohl für die Desktop als auch für die Mobile-Daten.

Die täglichen Sichtbarkeitsdaten sind für 90 Tage nach ihrer Erstellung verfügbar. Der Datenpunkt von Montag wird dauerhaft in der Toolbox archiviert und dient der historischen Vergleichbarkeit über längere Zeiträume hinweg.

Ursprünglich erfolgte die Aktualisierung der Sichtbarkeitswerte einmal je Woche: während der Woche wurden die Suchergebnisse erhoben, zum Wochenende folgte dann die Verarbeitung und Veröffentlichung der Zahlen. Bei allen reinen Mobile-Ländern ist das weiterhin der Fall: die vollständige Aktualisierung aller SERPs während der Woche sowie die Veröffentlichung der neuen Daten zum Ende des Wochenendes.

Smartphone vs. Desktop-Rankings

Seit Google 2015 angekündigt hat, dass es Rankingunterschiede zwischen der Desktop- und Mobile-Nutzung geben kann, bietet die Toolbox sowohl Desktop- als auch Mobile-Daten und folglich auch einen Mobile-Sichtbarkeitsindex an. In den Account-Einstellungen lässt sich festlegen, ob in deinem Toolbox-Account hauptsächlich der Desktop oder der Mobile-Sichtbarkeitsindex angezeigt werden soll.

Da mittlerweile in fast allen Länder deutlich mehr Mobile- als Desktop-Suchen stattfinden, erheben wir für die seit 2018 hinzugefügten Länder ausschließlich Mobile-Rankings. Für diese Länder sind keine Desktop-Rankings und damit auch kein Desktop-Sichtbarkeitsindex verfügbar.

Häufige Fragen & Antworten

Um die Möglichkeiten des SISTRIX Sichtbarkeitsindex bestmöglich zu verstehen und auch zu nutzen, bieten wir für Kunden Toolbox Seminare in vielen Städten Deutschlands und Europas an. Jeder Kunde kann pro Jahr an mindestens einem Seminar kostenlos teilnehmen.

Was ist der Unterschied zwischen dem Desktop- und dem Mobile-Sichtbarkeitsindex?

2015 hat Google angekündigt, dass es zwischen Suchergebnissen, die auf dem Desktop und Suchergebnissen, die auf einem Smartphone abgerufen werden, zu Rankingunterschieden kommen kann. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Webseite nicht für die Nutzung auf dem Smartphone optimiert ist.

Um diese Rankingunterschiede verlässlich messbar zu machen, ermittelt die Toolbox seit 2015 einen Sichtbarkeitsindex sowohl für die Desktop- als auch für die Smartphone-Suchergebnisse. Du kannst in deinen Account-Einstellungen auswählen, welcher Sichtbarkeitsindex vorrangig angezeigt werden soll. In den meisten Ländern werden mittlerweile deutlich mehr Suchanfragen über das Handy als über den Desktop getätigt. Mehr zum Sichtbarkeitsindex kannst du in unserem Hintergrundartikel erfahren.

Was ist der Unterschied zur Google Search Console?

Während das Ziel des Sichtbarkeitsindex die Messung von SEO-Erfolg ist, handelt es sich bei der Google Search Console um eine Erweiterung von Webanalyse-Daten wie aus Google Analytics auf die Websuche. Das hat zur Folge, dass die Zahlen Nachfragegetrieben sind. Auch stehen keine Wettbewerbsvergleiche zur Verfügung. Im Ergebnis sind die Toolbox und die Google Search Console zwei unterschiedliche Werkzeuge mit unterschiedlichen Zielen und Methodiken. Mehr zu den Unterschieden zwischen der Toolbox und der Search Console findest du in diesem ausführlichen Artikel zu dem Thema.

Ist der Sichtbarkeitsindex über alle Länder vergleichbar?

Wir ermitteln den Sichtbarkeitsindex mittlerweile für 30 Länder. In jedem Land wird die gleiche Anzahl an Sichtbarkeitspunkten unter allen rankenden Domains verteilt. Ein Sichtbarkeitsindex von 10 in Deutschand entspricht also in den USA ebenfalls einer Sichtbarkeit von 10. Da sich die Größe der jeweiligen Märkte natürlich stark unterscheidet, erhält man – in Abhängigkeit von der Einwohnerzahl und Suchnachfrage jeweiligen Land – unterschiedlich viele Besucher mit dem gleichen Sichtbarkeitsindex.

Welche Suchergebnisse werden in den Sichtbarkeitsindex eingerechnet?

Der Sichtbarkeitsindex misst SEO-Erfolg. Wir werten daher für die Berechnung ausschließlich organische Suchtreffer bei Google aus. Anzeigen sowie weitere Boxen aus den Suchergebnissen fließen nicht in den Sichtbarkeitsindex mit ein. Wenn Google auf einer Position nicht-organische Inhalte ausspielt, die einen organischen Suchtreffer verdrängen, rechnen wir diese Sichtbarkeitspunkte einer internen, virtuellen Domain zu.

Was ist ein guter Wert im Sichtbarkeitsindex?

Ein guter Wert für den Sichtbarkeitsindex lässt sich am besten im Vergleich mit deinen Wettbewerbern bestimmen: welchen Wert haben deine besten Wettbewerber, welchen deine schlechtesten und wo stehst du im Vergleich zu ihnen? Nutze dafür entweder die Wettbewerber-Funktion in der Toolbox oder lege eine eigene Keyword-Liste an und bestimme deine Wettbewerber auf Basis der gefundenen Domains deiner Keywords. Ein hilfreiches Tutorial zur Recherche deiner Wettbewerber mit Hilfe der Toolbox findet du hier.

Wie kann ich meinen Sichtbarkeitsindex verbessern?

Nicht eine Verbesserung des Sichtbarkeitsindex führt zu besseren Rankings bei Google, sondern mehr und bessere Rankings führen zu einem höheren Sichtbarkeitsindex. Dein Ziel sind also höhere Rankings zu mehr Keywords. Der beste Weg dahin führt über die Konkurrenzanalyse. Auf der Basis der Erfolgs-Formate deiner Wettbewerber erarbeitest du deine eigene SEO-Strategie. Ihre Umsetzung führt zu mehr und besseren Rankings und damit auch zu einem messbar besseren Sichtbarkeitsindex.

Wenn du Tipps zur Entwicklung einer Strategie benötigst, dann wirf doch einmal einen Blick in unseren Leitfaden zu dem Thema!

Changelog

  • April 2020: Sichtbarkeitsindex für Deutschland auf Basis einer Millionen Keywords (Link)
  • November 2019: Sichtbarkeitsindex für Indien und Südafrika (Link)
  • Januar 2019: Sichtbarkeitsindex für Kanada, Australien, Mexiko, Russland, Japan (Link, Link)
  • Oktober 2018: Sichtbarkeitsindex für Belgien, Irland, Portugal, Dänemark, Norwegen, Finnland, Griechenland, Ungarn, Slowakei und Tschechien (Link, Link, Link)
  • November 2018: Täglicher Sichtbarkeitsindex jetzt für alle Länder (Link)
  • November 2016: Täglicher Sichtbarkeitsindex für Deutschland (Link)
  • Juni 2016: Neue Zählweise einiger Universal-Search-Ergebnisse (Link)
  • März 2016: Sichtbarkeitsindex Türkei (Link)
  • August 2015: Einführung Sichtbarkeitsindex Niederland, Schweden, Polen, Brasilien (Link, Link, Link, Link)
  • Juli 2015: Smartphone-Daten und -Sichtbarkeitsindex für alle Länder (Link)
  • April 2015: Smartphone-Sichtbarkeitsindex und -Rankingdaten (Link)
  • November 2011: Sichtbarkeitsindex Österreich und die Schweiz
  • Januar 2011: Sichtbarkeitsindex USA
  • Juli 2010: Einführung Sichtbarkeitsindex für Italien, Frankreich, Spanien und Großbritannien

Weitere Quellen