Meta-Description und Titel für Google optimieren: die 5 häufigsten Fehler

Die in Google angezeigten Titel und Beschreibungen sind das Aushängeschild deiner Webseite in den Suchergebnissen. In diesem Tutorial lernst du, die häufigsten Fehler bei der Snippet-Optimierung zu vermeiden.

Neben der Position des eigenen Rankings sind der Titel und die Beschreibung des Treffers in den Google Suchergebnissen der größte Hebel, um mehr Besucher über Google zu erreichen.

Je überzeugender der Treffer auf den Suchenden wirkt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer auf deinen Treffer klickt – und die Treffer der 9 Wettbewerber in den organischen SERPs links liegen lässt.

Neben Grundlagen zu SERP-Snippets und den Möglichkeiten, das Snippet zu beeinflussen, erfährst du in diesem Tutorial, welche Fehler bei der Optimierung der Meta-Description und des Titles häufig auftreten und wie du sie vermeiden kannst.

Anatomie von Suchergebnissen: das SERP-Snippet

Ein organischer Treffer in den Google Suchergebnissen sieht in der Regel wie folgt aus:

Neben diesen hier gezeigten Elementen kannst du deine Treffer durch weitere Elemente ergänzen und sie so zu sogenannten Rich Snippets machen (mehr erfahren). Alle Suchtreffer verfügen über diese vier Elemente:

  • Favicon: dieses kleine Logo, nach seinem Dateinamen auch als Favicon bezeichnet, hilft dem Suchenden, deine Marke in den Ergebnisse schnell zu erkennen.
  • URL: die URL beziehungsweise Ausschnitte der URL des Treffers. Google zeigt mittlerweile auch häufig die Navigations/Breadcrumb-Struktur der Seite hier an.
  • Überschrift: als Überschrift wird die Überschrift der Seite aus dem <title>-Tag der Webseite genommen. Google schneidet zu lange Titel ab und stellt manchmal die Reihenfolge einzelner Wörter um. Dass Google den Titel komplett umschreibt, ist jedoch eher selten.
  • Beschreibung/Description: als eigentliche Beschreibung wählt Google in der Regel eine passende Textpassage aus der Webseite aus. Über die Angabe der Meta-Description im Quelltext der Seite, kann man Google eine Alternative vorschlagen. Diese wird jedoch nur angezeigt, wenn sie (nach Googles Einschätzung) zu der Suche passt.

Diese vier Elemente werden sowohl in der Desktop-Version der Suchergebnisse als auch in den Mobilen-Suchergebnissen angezeigt. Länge und Darstellung der Elemente unterscheiden sich jedoch.

Für die meisten Suchbegriffe ist der Anteil mobiler Suchen mittlerweile über dem Anteil der Desktop-Suchen, so dass sich eine Optimierung der Darstellung auf dem Handy anbietet.

Fehler #1: Automatisch erstellte Meta-Descriptions

Ein von zahlreichen Content-Management-Systemen bereit gestelltes Feature: automatisch erstellte Meta-Descriptions. Dabei wird häufig der Titel der Seite genommen und ebenfalls in das Feld der Meta-Description geschrieben. Deutlich zu sehen ist das bei der Domain von grohe.com im folgenden Screenshot: der Seitentitel findet sich ebenfalls in der Description wieder.

Auch sieht man in diesem Beispiel deutlich, was Google davon hält: nichts. Google ignoriert diese automatisch erstellten Meta-Descriptions und wählt selber zur Suchanfrage passende Passagen aus der Webseite aus. So richtet das Vorgehen zwar keinen direkten Schaden an, optimierte Snippets kann man so jedoch als Todo nicht abhaken.

Fehler #2: Google wählt ungünstige Inhalte aus

Das optimierte Snippet kann auch noch so gut sein: wenn Google es für die Suche als nicht passend anerkennt, wird es in den SERPs auch nicht angezeigt. Und mit etwas Pech, findet Google auf der Seite keine aussagekräftige Textpassage, so dass es zu solchen Ergebnisse kommen kann:

Eine andere Variante des gleichen Problems: hier zeigt Google Dateinamen von Bildern an, die so auf der Seite zwar zu finden sind, dem Suchenden aber bestimmt nicht helfen:

Leider gibt es kein Patentrezept gegen solche Fälle. Man muss die eigenen SERP-Snippets regelmäßig im Auge behalten und bei sehr wichtigen Keywords durch Änderungen im Text der Seite gegebenenfalls nachsteuern. Generelle Probleme wie die Anzeige des Dateinamens von Bildern lassen sich zum Glück seitenweit lösen.

Fehler #3: Zu kurze Meta-Descriptions

Als Faustformel gilt: je mehr Platz dein Treffer in den SERPs einnimmt, desto höher ist die Klickrate. Du solltest dich deshalb bemühen, den maximal verfügbaren Platz mit deinem Treffer auszufüllen. Auf dem Handy bedeutet dies: mindestens zwei Zeilen Überschrift und mindestens drei Zeilen Beschreibung. Kürzere Descriptions und Titles führen zu weniger Aufmerksamkeit:

Eine einzeilige Überschrift, kombiniert mit einer nur einzeiligen Beschreibung führt dazu, dass Nutzer diesen Treffer weniger wahrnehmen als die anderen organischen Ergebnisse auf der Google Ergebnisseite.

Fehler #4: Die Überschrift ist zu lang

Aber es gibt auch das Gegenteil: ist die Überschrift zu lang, um sie vollständig in den Suchergebnissen anzuzeigen, kürzt Google sie automatisch. Und das ist nicht immer vorteilhaft, wie an diesem Beispiel zu sehen ist:

Beim Versuch, alle potentiellen Keywords in den Title mit aufnehmen, kommt als Ergebnis raus, dass Google den Titel automatisch kürzt und Lesbarkeit und Verständlichkeit damit massiv beschneidet.

Fehler #5: Zu viele Themen auf einer Seite

Die große Kunst ist, ein möglichst klar abgegrenztes Thema unter einer URL vollumfänglich zu bearbeiten, so dass alle offenen Fragen geklärt werden können. Die Zusammensetzung der SERP-Snippet hilft dir zu erkennen, ab wann eine weitere Seite empfehlenswert ist. Als Beispiel:

Der Artikel über „Mutterboden“ rankt neben dem erwarteten Themencluster zum Mutterboden ebenfalls sehr gut zu einem Keyword-Cluster rund um die Umrechnung zwischen Kubikmeter, Gewicht und vergleichbaren Begriffen. Hier wäre es überlegenswert, diese Informationen auf zwei unterschiedlichen Seiten bereitzustellen.

SERP-Snippets mit dem Snippet Generator schreiben

Zwar lässt sich, wie wir gesehen haben, das SERP-Snippet nicht perfekt vorhersagen, aber gerade beim Titel gibt es weitreichende Möglichkeiten der Einflussnahme.

Um Titel und Beschreibung zu tunen, haben wir den SERP Snippet Generator. Mit ihm kannst du an diesen beiden Feldern so lange optimieren, bis sie sowohl in der Länge passen als auch die richtige Aussage haben.