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Warum der Sichtbarkeitsindex kein SEO-Trafficindex sein will

17.05.2013 14:37 Uhr

Häufig wird der SISTRIX Sichtbarkeitsindex mit einem SEO-Trafficindex verwechselt. Infolge dessen erscheinen in regelmäßigen Abständen Blogposts mit Beispielen, wie gut oder weniger gut die Entwicklung des Sichtbarkeitsindex mit dem tatsächlichen SEO-Traffic der Domain korreliert. Die meisten dieser Beiträge beruhen auf einem grundlegenden Missverständnis. Denn der SISTRIX Sichtbarkeitsindex ist kein SEO-Trafficindex und will es auch nicht sein. Warum das so ist, möchte ich in diesem Beitrag anhand eines einfachen Beispiels erläutern.

Was soll der Sichtbarkeitsindex messen?

Der SISTRIX Sichtbarkeitsindex wurde geschaffen, um die Veränderungen der Rankings einer Domain in den organischen Suchergebnissen von Google in einer einzigen Kennzahl zu verdichten. Mit dem Sichtbarkeitsindex lassen sich so Rankingveränderungen in Summe schnell und übersichtlich erfassen. Bei starken Änderungen oder dem Bruch eines Trends erkennt man auf einen Blick, zu welchem Datum man tiefer in die Datenanalyse einsteigen muss, um die genauen Ursachen zu erforschen.

Ebenfalls kann man die Werte und die Entwicklung einer Domain mit den Wettbewerber vergleichen und somit wertvolle Informationen für eine Wettbewerbsanalyse gewinnen.

Detaillierte Informationen wie der SISTRIX Sichtbarkeitsindex berechnet wird und warum man die Verläufe nicht mit den Sichtbarkeitskurven anderer Tools vergleichen kann, findet man in unserem kostenlosen E-Book „SEO-Analysen mit dem SISTRIX Sichtbarkeitsindex“ in Kapitel 2 (Seite 6–16).

Beispiel „Wetter“ – Vergleich Sichtbarkeitsindex und SEO-Trafficindex

Mit einem bewusst einfach gehaltenem Beispiel möchte ich zeigen, warum es zu Abweichungen zwischen dem Verlauf des Sichtbarkeitsindex und dem SEO-Traffic kommen kann und warum diese Abweichungen gewollt sind. Als Beispiel nehmen wir das Keyword „Wetter“.

Die folgende Grafik zeig die Entwicklung des Suchinteresses in Deutschland nach „Wetter“ bei Google Trends.

Entwicklung Suchinteresse "Wetter" bei Google Trends

Entwicklung Suchinteresse “Wetter” bei Google Trends

Google Trends liefert keine Daten über das absolute Suchvolumen, sondern nur über das anteilige und berechnet daraus einen Indexwert. Um das Beispiel möglichst anschaulich zu halten, möchte ich Daten verwenden, die öffentlich zugänglich sind. Daher nehmen wir einfach mal die Daten von Google Trends als Suchvolumen für die letzten 12 Monate und tragen sie in eine Tabelle weiter unten ein.

Als nächstes betrachten wir als Fallbeispiel eine fiktive Website A. Website A beginnt im September 2012 erfolgreich SEO-Maßnahmen durchzuführen. Die Rankings für „Wetter“ steigen bei Google und damit die angenommene Click-Through-Rate (CTR) in den Suchergebnissen. In den nächsten Monaten steigen die Rankings weiter. Im Januar 2013 haben die Rankings ihren Höchststand erreicht und Website A kann diese Rankings in den folgenden Monaten erfolgreich halten.

Die angenommenen Werte für die CTR tragen wir ebenfalls in die folgende Tabelle ein. Würde man mit den vorhandenen Daten eine SEO-Trafficindex der Website A für „Wetter“ berechnen wollen, würde man die einzelnen Monatswerte von Google Trends (Spalte A) mit der angenommenen CTR (Spalte C) multiplizieren und somit die Werte in Spalte D erhalten.

Tabelle Berechnung SEO-Trafficindex und Sichtbarkeitsindex

Tabelle Berechnung SEO-Trafficindex und Sichtbarkeitsindex

Für die Berechnung eines Sichtbarkeitsindex soll jedoch der stark schwankende Verlauf des Suchvolumens bereinigt werden, um unverfälscht die Rankingveränderungen als Kennzahl darzustellen. Dazu wird einfach ein Jahresdurchschnitt des Suchvolumens berechnet. In unserem Beispiel ist das der Wert 65,75. Dieser Wert wird dann in allen Monaten als Suchvolumen verwendet (Spalte B). Auf diese Weise können die Rankingveränderungen ceteris paribus, also unter der Voraussetzung, dass alle anderen Variablen gleich bleiben, isoliert als Indexwert dargestellt werden.

In diesem vereinfachten Beispiel könnte man für den Sichtbarkeitsindex auch ganz auf das Suchvolumen verzichten und nur die angenommene CTR verwenden. Da der Sichtbarkeitsindex jedoch üblicherweise auf Grundlage vieler Keywords berechnet wird, ist ein Wert für das Suchvolumen notwendig, um die einzelnen Keywords untereinander gewichten zu können.

Den Unterschied der beiden Berechnungsarten von SEO-Trafficindex und Sichtbarkeitsindex veranschaulicht die folgende Grafik. Der SEO-Trafficindex wird sicherlich den tatsächlichen SEO-Traffic besser darstellen, während der Sichtbarkeitsindex viel deutlicher die Rankingveränderungen zeigt.

Grafik Vergleich SEO-Trafficindex und Sichtbarkeitsindex

Grafik Vergleich SEO-Trafficindex und Sichtbarkeitsindex

Grundsätzlich haben beide Kennzahlen je nach Anwendungszweck ihre Berechtigung. Um die Rankingentwicklung gezielt zu steuern, ist der SEO-Trafficindex jedoch ungeeignet. Obwohl die Rankings in unserem Beispiel ab September 2012 steigen, fällt der SEO-Trafficindex bis November 2012. Im März 2013 steigt er stark an, obwohl sich die Rankings nicht mehr verändert haben. Da sich beim SEO-Trafficindex die Effekte des temporären Suchvolumens und der Rankings miteinander vermischen, liefert die Kennzahl keine verlässlichen Signale für die SEO-Steuerung. Die Gefahr wäre groß, dass man die falschen Schlüsse aus den Daten zieht und Fehlentscheidungen trifft.

Der SISTRIX Sichtbarkeitsindex wurde hingegen exakt für die gezielte Steuerung der Suchmaschinenoptimierung konzipiert und liefert punktgenau zu den richtigen Zeitpunkten aussagekräftige Signale.

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Fallstudie: sportschau.de schießt ein Eigentor

13.05.2013 12:10 Uhr

Auch diese Woche wollen wir einen kurzen Blick auf einen der Verlierer der Woche im SISTRIX Sichtbarkeitsindex werfen, um anhand eines Beispiels aus der Praxis zu zeigen, wie man in wenigen Minuten die Ursache herausfinden kann.

Diese Woche tritt die Domain sportschau.de an, die 41 Prozent im Sichtbarkeitsindex verloren hat, indem sie in der letzten Woche von 13,86 Punkte auf 8,11 Punkte gefallen ist. Sie hat damit den seit September 2012 bestehenden Aufwärtskanal verlassen.

Sichtbarkeitsindex sportschau.de

Die Domain sportschau.de hat in der letzten Woche den Aufwärtskanal verlassen und ist im Sichtbarkeitsindex um 41 Prozent eingebrochen.

Das Chart mit dem Sichtbarkeitsindex zeigt eine relativ volatile Entwicklung in der Vergangenheit. Da es sich grundsätzlich um qualitativ hochwertige Inhalte handelt und die ARD sicherlich auch keine verbotenen Linkaufbau für sportschau.de betreibt, sollte Google die Domain eigentlich lieb haben. Die Schwankungen sind vermutlich hausgemacht.

Um die Ursache für den jüngsten Absturz herauszufinden, ist es meist hilfreich, konkrete und deutliche Beispiele für verlorene Rankings zu betrachten. Diese findet man in der Toolbox am schnellsten mit einem Klick auf “Weggefallene Keywords”.

Weggefallene Keywords sportschau.de

Auszug aus der Liste weggefallener Keywords sportschau.de

Die Tabelle zeigt uns, dass sportschau.de z.B. für die Keywords “fußball bundesliga tabelle”, “eishockey ergebnisse” und “handball bundesliga” von guten Plätzen in den Top 10 komplett aus den Top 100 gefallen ist. Das kann man nicht mehr durch “normale Schwankungen” bei Google erklären.

Mit einem Klick auf das jeweilige Chartsymbol in der Tabelle kann man sich auch für jedes Keyword die historische Rankingentwicklung anzeigen lassen und mit einem Klick auf das Tabellensymbol das SERP-Archiv gelangt man zur aktuellen Top-100 und der Möglichkeit die Top-100 für alle vergangenen Wochen anzuschauen.

Wenn wir das exemplarisch für das Keyword “fußball bundesliga tabelle” durchführen sehen wir, dass sportschau.de seit dem 24.12.2012 auf Platz 2 stand und seit dem 19.07.2010 immer in den Top-10 zu finden war. In der Vergangenheit war es also ein sehr stabiles Ranking.

Rankingentwicklung der Domain sportschau.de für das Keyword “fußball bundesliga tabelle”

Rankingentwicklung der Domain sportschau.de für das Keyword “fußball bundesliga tabelle”

Über das Rankingarchiv finden wir auch heraus, mit welcher URL sportschau.de letzte Woche (06.05.2013) Platz 2 belegte. Es handelt sich um die URL:

www.sportschau.de/fussball/bundesliga/spieltag/

Ein Besuch der Seite verrät und dann auch gleich die Ursache für das verlorene Ranking. Die Seite wurde, warum auch immer, auf NoIndex und NoFollow gesetzt. Die Meta-Elemente Robots überprüfe ich beim Surfen immer gerne mit einem kleinen, aber sehr nützlichem Browser-Plugin namens “SeeRobots” von Andre Alpar. SeeRobots überprüft automatisch die Meta-Elemente Robots und zeigt direkt die rote Karte für diese URL an.

Rote Karte von SeeRobots

SeeRobots zeigt NoIndex und NoFollow für die URL an.

Eine Überprüfung von sportschau.de mit dem SISTRIX Optimizer zeigt neben etlichen anderen Problemen an, dass von 10.000 gecrawlten Seiten 55 URLs nicht indexierbar sind. Die absolute Anzahl ist nicht sehr hoch, allerdings handelt es sich dabei durch die Bank um Seiten, die sehr gute Rankings besaßen. Warum ausgerechnet diese Seiten jetzt auf NoIndex gesetzt wurden, weiß sicherlich nur die ARD. Aus SEO-Sicht handelt es sich um ein klassisches Eigentor, das zum Verlust der durch die Fernsehzuschauer gebührenfinanzierten Rankings führt.

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Fallstudie: Warum stürzt stuttgart.de bei Google ab?

06.05.2013 12:16 Uhr

Das Stadtportal stuttgart.de gehört mit einem Rückgang von 65 Prozent zu den fünf Verlierern der Woche im SISTRIX Sichtbarkeitsindex. Schon in der Vorwoche war die Sichtbarkeit stark eingebrochen und seit dem 15.04.2013 ist der Sichtbarkeitsindex von 14,95 Punkte auf 2,79 Punkte (-81 Prozent) gefallen. Was ist los im Ländle?

SISTRIX Sichtbarkeitsindex stuttgart.de

Entwicklung SISTRIX Sichtbarkeitsindex stuttgart.de

Für ein offizielles und gut verlinktes Stadtportal mit exklusivem Content ist ein solcher Einbruch ungewöhnlich. Eine Google Penalty würde man daher nicht zu allererst als Ursache vermuten. Ein Blick auf die weggefallenen Keywords der letzten Woche zeigt, dass ein größeres Problem vorliegen muss, wenn stuttgart.de für Keywords wie z.B. “museum stuttgart”, “theater stuttgart” und “schule stuttgart” von Platz 1 komplett aus den Top-100 fällt.

Weggefallene Keywords stuttgart.de

Auszug aus der Liste der Keywords, bei denen stuttgart.de in der vergangenen Woche aus den Top-100 gefallen ist

Um die Website zu überprüfen, haben wir stuttgart.de daher mit dem SISTRIX Optimizer überprüft und 10.000 Seiten crawlen lassen. Bei der Optimizer-Auswertung fällt sofort die hohe Anzahl von 519 Serverfehler auf.

Auszug SISTRIX Optimizer Analyse stuttgart.de

Auszug SISTRIX Optimizer Analyse stuttgart.de

In der Detailansicht sehen wir, dass der Server sehr häufig den HTTP-Status-Code 503 (Service Unavailable) ausliefert. Ruft man eine einzelne dieser Seiten manuell auf, ist dieses Problem hingegen nicht zu beobachten. Dieses Verhalten des Servers scheint nur beim Crawlen einer größeren Anzahl Seiten aufzutreten. Es ist zu vermuten, dass auch der Googlebot auf die gleichen Probleme stößt. Das wäre auch eine plausible Erklärung dafür, warum stuttgart.de für seine ureigensten Keywords komplett aus den Rankings verschwindet.

Serverfehler stuttgart.de

Auszug aus der Liste der Serverfehler von stuttgart.de

Suboptimal ist sicherlich auch die Tatsache, dass man alle URLs sowohl mit http als auch mit https aufrufen kann und dass viele URLs zu viele Parameter beinhalten. Diese SEO-Schwächen liegen aber wahrscheinlich schon länger vor und dürften für den aktuellen Absturz nicht verantwortlich sein.

In der robots.txt von stuttgart.de wird eine lange Liste von Crawlern ausgeschlossen. Das bestätigt die Vermutung, dass die sparsamen Schwaben eventuell auch mit den 503-Statuscodes datenhungrige Crawler sperren wollen, dabei aber nicht die Auswirkungen auf die Google-Rankings beachtet haben.

Damit hätten wir einen ähnlichen Fall wie bei apple.com vor ein paar Wochen mit dem einzigen Unterschied, dass der Server dort bei intensivem Crawling 403- anstatt 503-Statuscodes ausgeliefert hat. Die Domain apple.com hat sich übrigens inzwischen wieder gut erholt und kratzt aktuell an der 200-Punkte-Linie im Sichtbarkeitsindex.

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Google Now – die Vermessung der Welt

30.04.2013 11:03 Uhr

Seit gestern ist der “intelligente” persönliche Assistent Google Now auch für iOS 5 und damit für schätzungsweise 500 Millionen iPhones und iPads verfügbar.

Google Now kann damit seine Reichweite deutlich erhöhen. Bisher lief der Dienst nur auf Android Smartphones mit Jelly Bean (Android 4.1 und 4.2). Jelly Bean ist auf etwa 25 Prozent der Android-Geräte installiert, was ungefähr 200 Millionen Geräten entspricht. Nun stehen mit einem Schlag in Summe ca. 700 Mio. Geräte bereit, die Google Now nutzen können.

Google weiß wo ich wohne

Google NowGestern war ich sehr gespannt, was Google Now bietet, da ich von Freunden und Kollegen schon viel darüber gehört habe. Direkt beim ersten Aufruf der App und der einmaligen Eingabe meines Google-Kontos lieferte mir Google Now die Wetterdaten für Bonn. Ebenso  werde ich darüber informiert, dass meine Fahrt vom Büro nach Hause voraussichtlich 22 Minuten dauern wird, da der Verkehr auf der B9 normal ist. Google weiß, wo ich wohne.

Heute morgen sagte mir dann Google Now noch vor der ersten Fahrt wie lange die Strecke bis zum Büro dauern wird. Google weiß also auch wo ich arbeite. Das ist noch keine Zauberei, da ich beide Adressen in meinem Google+ Profil hinterlegt habe. Ich bin gespannt, ob Google Now in den nächsten Tagen noch lernen wird, dass ich morgens vor der Arbeit unseren Sohn zuerst immer in den Kindergarten bringe und ihn am Samstags immer zum Hockey-Training fahre.

Sensoren für die Vermessung der Welt

Denn jedes aktive Gerät mit Google Now ist auch ein Sensor für die Vermessung der Welt. Mit den gesammelten GPS-Daten und Suchanfragen lassen sich die Online- und Offline-Welt in ganz neuen Dimensionen miteinander verknüpfen. Bisher hatte Foursquare in diesem Bereich die Nase vorne, was zu dem besten Bewertungssystem von Adressen führte, das ich bisher kenne. Google Places muss jetzt auch nicht mehr alleine auf Branchenbucheinträgen und Nutzerbewertungen vertrauen, die manchmal ein Fake sind, sondern kann die real durchgeführten Besuche an einem Standort messen.

Lokale Rankings durch Abstimmung mit den Füßen

Damit ließe sich ermitteln, ob Mitarbeiter tatsächlich morgens zu ihrem Arbeitsplatz fahren und den Tag dort verbringen. Einer Briefkastenfirma würden diese Signale fehlen. Google könnte aber auch messen wie viele Besucher einen Standort aufsuchen. Die Beliebtheit und Relevanz von Google Places könnte man durch eine „Abstimmung mit den Füßen“ messen. Wahrscheinlich kann man sogar die Öffnungszeiten einzelner Places einigermaßen genau schätzen. Ebenfalls ließe sich überprüfen, ob und wann ein Nutzer einen Standort tatsächlich besucht, nachdem er in den Suchergebnissen angezeigt wurde, oder ob der Nutzer die angezeigte Nummer angerufen hat. Mit diesen Informationen ist es möglich die Qualität des Suchergebnisses zu bewerten. Solche Signale lassen sich dann auch nicht mehr mit vertretbarem Aufwand faken. Grundsätzlich ist das zu begrüßen.

Zusammen mit Daten aus der Suche und Gmail sind aber auch noch ganz andere Analysen möglich. Google könnte herausfinden, welche Airlines wie viele Tickets verkaufen und wie viele Pakete Amazon verschickt, noch bevor die nächsten Quartalszahlen veröffentlicht werden. Die Vorstellung ist schon etwas gruselig. Google kann aber auch herausfinden, welche Places mich interessieren und damit Werbung zielgerichteter aussteuern. Anhand des Bewegungsprofils kann man wahrscheinlich sogar erkennen, ob sich jemand viel bewegt oder den ganzen Tag nur am PC sitzt. Eine Gesundheitsversicherung oder die Weight Watchers würden für ein solches Targeting sicherlich mehr Geld zahlen.

Zwei Seiten der Medaille

Allerdings bin ich ein Mensch, der von neuen Technologien immer fasziniert ist und eher die Möglichkeiten und weniger die Risiken betrachtet. Für den mahnenden Zeigefinger sind andere zuständig und ihren Stimmen sollte man bei den unglaublichen Möglichkeiten dieser Technologie unbedingt Gehör schenken. Was haltet Ihr von Google Now?

[Update I 30.04.2013 13:18h] Passend zum Thema das Google Patent “Native machine learning service for user adaptation on a mobile platform“, welches über 70 Seiten lang ist und drüben bei SEO by the Sea übersichtlich zusammengefasst wurde.

[Update II 02.05.2013 09:44h] Unter https://maps.google.com/locationhistory/ kann man sich die für das eigene Profil gespeicherten Google Now Geokoordinaten sowie Bewegungsprofile übersichtlich mit Kalender und Karte anschauen und verwalten. Auch die Löschung einzelner Datenpunkte oder aller Daten ist möglich.

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SEO-Stammtisch Bonn am 23.05.2013

23.04.2013 14:52 Uhr

seo-stammtisch-bonn-blog

Fotos von Gerald

Es wird mal wieder Zeit für einen SEO-Stammtisch in der wunderschönen Bundesstadt Bonn! Nachdem die meisten SEO- und Online-Marketing-Konferenzen der ersten Jahreshälfte nun gelaufen sind und bevor es in die Sommerpause geht, wollen wir uns mal wieder treffen und solides SEO-Basiswissen zu gefährlichem SEO-Halbwissen veredeln.

Die Teilnahme ist natürlich komplett kostenlos und unverbindlich. Wer am 23.05.2013 ab 19 Uhr Lust und Zeit hat, meldet sich einfach über dieses Formular kurz an. Weitere Informationen zum genauen Stammtisch-Ort sowie weitere Details dann wie immer ein paar Tage vor dem Stammtisch per E-Mail.

 

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Keywords: Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler

23.04.2013 12:06 Uhr

Bei der Keyword Recherche und Priorisierung orientieren sich SEOs häufig am Suchvolumen der einzelnen Keywords und stützen ihre Entscheidungen nur auf diese Zahlen. Viel zu wenig wird jedoch der Faktor “Mensch” beachtet.

“Bewerbungsmappe” (Singular) oder “Bewerbungsmappen” (Plural)?

Wenn beispielsweise ein Anbieter von Bürobedarf eine Keyword Recherche durchführt, steht er vor der Wahl, ob er seine Produkt-Kategorienseite mit Bewerbungsmappen auf das Keyword “Bewerbungsmappe” (Singular) oder “Bewerbungsmappen” (Plural) optimieren soll. Eine Keyword Recherche nach dem Suchvolumen im Google Keyword Tool liefert das folgende Ergebnis.

Daten Google Keyword Tool

Während für das Keyword “Bewerbungsmappe” in den letzten zwölf Monaten bei Google im Schnitt etwa 14.800 Suchanfragen pro Monat durchgeführt wurden, sind es für “Bewerbungsmappen” nur 4.400. Eigentlich eine klare Sache, oder? Der Singular hat hier das deutlich höhere Suchvolumen und erscheint damit wesentlich attraktiver. Aber gibt es vielleicht auch einen qualitativen Unterschied zwischen “Bewerbungsmappe” und “Bewerbungsmappen”? Meinen die Nutzer das gleiche, wenn sie nach einem der beiden Begriffe suchen?

Google Suggest hilft die Nutzerintention zu verstehen

Auf der Datengrundlage von vielen Milliarden durchgeführten Suchanfragen versucht Google bei der Eingabe eines Suchbegriffes während des Tippens möglichst passende Suchen vorzuschlagen. Diese Funktion nennt sich Google Suggest bzw. Google Autocomplete. Sie ist unglaublich wertvoll, um zu verstehen, was ein Nutzer eigentlich meint, wenn er ein bestimmtes Keyword bei Google eingibt.

Gibt man “Bewerbungsmappe” (Singular) bei Google ein, erhält man aktuell folgende Vorschläge.

Google Suggest Bewerbungsmappe

Menschen, die nach diesem Begriff suchen, interessieren sich offenbar sehr dafür, wie man eine Bewerbung gestaltet. Sie kombinieren das Keyword häufig mit Begriffen wie “Inhalt”, “Vorlage” und “Design”. Sie suchen eher nach einem Ratgeber und weniger nach einem Shop für Büroartikel.

Bei der Eingabe von “Bewerbungsmappen” (Plural) liefert Google jedoch diese Vorschläge.

bewerbungsmappen-google-suggest

Auch hier sind die Nutzer an Vorlagen für Ihre Bewerbungen interessiert, direkt dahinter findet man aber die Begriffe “günstig”, “kaufen” und “Amazon”. Hier ist deutlich stärker eine  Kaufabsicht für Bewerbungsmappen erkennbar.

Die CTR für sich und nicht gegen sich arbeiten lassen

Wenn wir davon ausgehen, dass Google die in den Webmaster Tools angezeigten Click-Through-Rates (CTR) nicht nur zum Spaß erhebt, sondern auch für seinen Algorithmus verwendet, dann haben es E-Commerce-Angebote schwer für das Keyword “Bewerbungsmappe” (Singular) auf den vordersten Plätzen zu ranken. Ein großer Teil der Google-Nutzer möchte bei dieser Suchanfrage keine Mappen kaufen, sondern sucht Vorlagen zur optischen und inhaltlichen Gestaltung.

Entsprechend findet man für das Keyword “Bewerbungsmappe” (Singular) auch eher Ratgeber auf den vorderen Plätzen der Suchergebnisse. Für das Keyword “Bewerbungsmappen” (Plural) stehen jedoch Anbieter von Büroartikeln oben.

Der Wurm (in diesem Fall der Content) muss dem Fisch (Nutzer) schmecken, nicht dem Angler (SEO). Auch wenn ein Keyword ein hohes Suchvolumen verspricht, ist es nicht sinnvoll, den falschen Content für das Keyword anzubieten. Man erntet eine schlechte CTR und diese arbeitet gegen das Ranking.

Abschließender Tipp

Als guter SEO nimmt man natürlich den ganzen Kuchen und geht beide Keywords an. Für „”Bewerbungsmappe” (Singular) stellt man eine hilfreiche Seite mit umfangreichen Vorlagen und Tipps zur Verfügung, die gerne und häufig weiterempfohlen wird. Die Shop-Seite mit den Mappen optimiert man hingegen für “Bewerbungsmappen” (Plural). Hier schadet sicherlich auch nicht die Ergänzung “günstig kaufen”.

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Content-Marketing und SEO

15.04.2013 16:15 Uhr

Heute stolperte ich wieder über einige SEO-Beiträge und Diskussionen zum Thema Content Marketing. Ehrlich gesagt, verstehe ich die Diskussionen überhaupt nicht. Content war schon immer die Grundlage für einen langfristig erfolgreichen Publisher. Das galt wahrscheinlich schon für die Höhlenmalereien und wissenschaftlich besser erforscht auf jeden Fall für die Medien Bücher, Zeitschriften, Zeitungen, Radio und TV.

Um die Entwicklung zu verstehen, muss man sich zwei Phänomene bewusst machen, welche die noch relativ junge Internet-Wirtschaft hervorbringt:

Phänomen 1: Suchmaschinen haben temporäre Unzulänglichkeiten guten Content zu erkennen

Suchmaschinen inklusive Google besitzen temporäre Unzulänglichkeiten guten Content von schlechtem Content zu unterschieden und haben in der Vergangenheit suchmaschinenoptimierten Websites unabhängig von deren Qualität viel Traffic zugeführt. Das führt zu dem Irrtum, dass man langfristig auch mit schlechtem Content Erfolg haben könnte. Die Unzulänglichkeiten von Google nehmen jedoch im Zeitablauf ab und werden diese Phase des Internets nach und nach beenden. Wer langfristig bei Google erfolgreich sein möchte, der sollte die Ziele von Google zu seinen eigenen Zielen machen.

Das Ziel von Google ist es, die besten Antworten auf Suchanfragen auf den oberen Plätzen anzuzeigen. Daher kann die langfristig erfolgreichste SEO-Strategie eigentlich nur lauten, dass man die besten Antworten liefert. Dann wird einem potentiell jede Verbesserung des Google-Algorithmus in die Karten spielen. Für eine Übergangsphase muss man vielleicht nicht die beste Antwort liefern, aber zumindest sollte die Qualität der eigenen Treffer wettbewerbsfähig sein. Anhand von Nutzersignalen und weiterer Signale gelingt es Google immer besser die Qualität einer Website zu bestimmen.

Phänomen 2: Websitebetreiber denken nicht wie Publisher

Die meisten Unternehmenswebsites sehen heute noch aus wie ein langweiliger Unternehmensprospekt oder eine Werbeanzeige. Die positive Darstellung des eigenen Unternehmens mit seinen Produkten steht allzu deutlich im Mittelpunkt und ist oft der einzige Inhalt.

Viele Websitebetreiber denken nicht wie ein Publisher. Als Websitebetreiber ist man jedoch ein Publisher. Vielen Unternehmen fällt es augenscheinlich schwer diese Rolle anzunehmen. In der Vergangenheit konnten sie bei anderen Publisher einfach Werbeplätze einkaufen, um ihre Botschaften zu verbreiten. Die Publisher haben sich hingegen mit ihren redaktionellen Contents um die Beliebtheit und Reichweite ihrer Publikation gekümmert. Dafür wurden sie von den Anzeigenkunden bezahlt.

Mit einer eigenen Website wird ein Unternehmen selbst zum Publisher und muss sich um die Attraktivität seiner Publikation kümmern. Eine Publikation, die nur aus Anzeigen für das eigene Unternehmen besteht, wird kaum empfohlen, erhält nur wenige Links und erzeugt keine guten Nutzersignale. Man stelle sich nur einmal eine SPIEGEL-Ausgabe vor, die nur die Seiten mit den Anzeigen enthält, nicht aber die Seiten mit dem redaktionellen Content. Diese Ausgabe dürfte auf eine geringe Nachfrage stoßen und selten empfohlen werden. Die meisten Unternehmenswebsites wirken aber genau so.

Offline haben das die Unternehmen schon viel besser verstanden und offerieren seit Jahrzehnten in ihren Geschäften nicht nur austauschbare Produkte in langweiligen Regalen, sondern bieten einen „Erlebniskauf“ an. Da gibt es z.B. in Schuhgeschäften Karussells für Kinder, kostenlose Getränke oder auch das gute alte Lurchi-Heft. Und auch der Autohändler lockt mit Schnittchen, Musik und Sekt zur fröhlichen Reifenwechsel-Party. Man könnte diese Dinge auch als Offline-Linkbait bezeichnen.

Wenn man als einziger Anbieter Produkte im Sortiment hat, die vielen haben wollen, oder Preisführer wie z.B. Aldi ist, kann man auf diesen „Schnickschnack“ vielleicht auch verzichten. Aber welches Unternehmen kann das schon von sich behaupten?

Das Fenster schließt sich

Natürlich konnte man mit SEO-Tricks in der Vergangenheit durch die Ausnutzung der temporäre Unzulänglichkeiten von Google gutes Geld verdienen und auch heute funktionieren noch viele Sachen. Daran ist grundsätzlich nichts auszusetzen. Dieses Fenster schließt sich durch Google-Updates wie Panda und Penguin jedoch immer mehr und man darf nicht den Fehler begehen, zu glauben, dass es diese Möglichkeiten weiterhin dauerhaft in einem nennenswerten Umfang geben wird. Ein langfristiges Geschäftsmodel kann man darauf nicht aufbauen.

Von der Absatzwirtschaft zum Marketing

In den 50er Jahren wurde das Marketing in Deutschland „Absatzwirtschaft“ genannt. Nach dem 2. Weltkrieg war die Nachfrage nach Produkten größer als das Angebot. Die Hauptaufgabe der Unternehmen bestanden in der der Produktion und Distribution. Wurden diese Herausforderungen gemeistert, verkauften sich die Produkte von alleine. Diese Phase ist mit den ersten SEO-Jahren vergleichbar. Es ging vielfach darum möglichst viele Inhaltsseiten zu erstellen (Produktion), für Suchmaschinen zu optimieren und Links auf die eigene Website im Netzt zu verteilen (Distribution). Diese Phase brachte Scraper-Seiten und Contentfarmen hervor.

In den 60er Jahren wurde die Nachfrage immer mehr zum Engpass und die Unternehmen fingen an sich konsequent an den Verbraucherbedürfnissen zu orientieren, um Kunden für ihre Produkte zu finden. Dies war die eigentliche Geburtsstunde des Marketings. Im Mittelpunkt standen die Instrumente des Marketing-Mix. Produkte, die sich am besten an den Verbraucherbedürfnissen orientierten, verdrängten im Markt die anderen Produkte. Übertragen auf die SEO-Branche befinden wir uns vielleicht seit 1–2 Jahren in dieser Phase und es wird jetzt von Content-Marketing gesprochen.

Das Marketing entwickelte sich dann in den 90er Jahren zur ganzheitlichen Interpretation des Marketings als marktorientiertes Führungskonzept. Im Sinne eines gelebten Unternehmenswertes hat jede Handlung eines Unternehmens Auswirkungen auf den Markterfolg. Diese Entwicklung werden wir irgendwann dann hoffentlich auch im SEO-Bereich sehen. Ob wir dafür eine neuen Namen brauchen, wird sich zeigen.

Die Fähigkeiten guten Content barrierefrei für Suchmaschinen aufzubereiten, wird auch in Zukunft gebraucht werden. Unternehmen, die das beherrschen, haben weiterhin einen Wettbewerbsvorteil. Diese Fähigkeit alleine reicht jedoch langfristig nicht aus. Man muss auch in der Lage sein, die Nutzerbedürfnissen möglichst gut zu befriedigen. Guter Content ist ein wichtiger Baustein davon. Es geht aber noch weit darüber hinaus.

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Wirft Google den Apple ITunes-Store aus den SERPs?

11.04.2013 11:42 Uhr

In den USA hat ein Thema in den letzten Wochen für ziemlichen Wirbel gesorgt: viele Inhalte des Apple ITunes-Store waren durch übliche Suchbegriffe in Google nicht mehr auffindbar. Bekannte Blogs und Nachrichtenseiten haben über das Thema berichtet aber so richtig Licht ist in die Angelegenheit nicht gekommen.

Das Ausmaß der verlorenen Rankings zeigt sich deutlich im SISTRIX Sichtbarkeitsindex der Domain apple.com. Lag der Sichtbarkeitsindex in der Woche vom 28.01.2013 noch bei 226 Punkten, ist bis zum 08.04.2013 auf unter 78 Punkte gefallen. Die Website apple.com hat damit innerhalb weniger Wochen fast zwei Drittel ihrer Sichtbarkeit in den Suchergebnissen bei google.de eingebüßt.

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Eine Analyse der Hostnamen zeigt, dass der Hostname itunes.apple.com (blaue Kurve) für den Einbruch verantwortlich ist. Die beiden Hosts www.apple.com (rote Kurve) und store.apple.com zeigen hingegen seit Anfang 2013 eher einen Seitwärtstrend.

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Die Rankingentwicklung von iTunes (blaue Linie) für die Suche nach der populären Navigations-App „TomTom Europa“ zeigt exemplarisch für eine Vielzahl von Apps wie ituens.apple.com in den Suchergebnissen abgestürzt ist.

Seit dem 09.04.2012 belegte die dazugehörige iTunes-Seite auf apple.com ohne Unterbrechung Platz 1 in den Suchergebnissen für das Keywords „TomTom Europa“. In der Woche vom 25.03.2013 fiel sie auf Platz 79 und danach komplett aus den Top-100. Pikanterweise erbte google.com (rote Linie) mit dem hauseigenen Google Play Store für Android Apps Platz 1 für die Suche nach „TomTom Europa“.

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Da sich Google und Apple mit ihren mobilen Betriebssystemen Android und iOS in einem erbitterten Wettbewerb befinden, ist die Frage legitim, ob Google die iTunes-Seiten von apple.com absichtlich in den Suchergebnissen benachteiligt.

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Insbesondere die Apple-Blogs titelten mit Schlagzeilen wie „iPhone App Store: Wertet Google iTunes-Links ab?“, „Suche App, finde nichts: Google gesteht Probleme mit iTunes-Seiten“ und „Streit um verschwundene iTunes-Links bei Google“. Ein Update im Techcrunch-Artikel mit einem unglücklich formuliertes Statement von Google zu dem Sachverhalt befeuerte die Verschwörungstheorien eher noch.

„We’ve been having some issues fetching pages from the iTunes web servers, and as a result some people may have had problems finding iTunes apps in search easily. We’re working with the team there to ensure search users can find what they’re looking for.“

Das Google-Zitat lässt vermuten, dass Google für die Probleme verantwortlich ist und lässt Spielraum für die Frage, ob das mit Absicht oder aus Versehen passiert ist. Da Google in anderen Bereichen durchaus nicht zimperlich mit Wettbewerbern umgeht, wäre eine solche Unterstellung nicht absolut abwegig.

Um der Frage nachzugehen haben wir itunes.apple.com mit dem SISTRIX Optimizer analysiert und in einem Projekt 100.000 iTunes-Seiten gecrawlt.

Ein Resultat der Optimizer-Analyse zeigt die folgende Tabelle:

httpstatuscode

Bei 46.133 (46,1 %) der gecrawlten Seiten lieferte der Server von itunes.apple.com einen 403-Statuscode (Forbidden) aus. Der Server verbietet dem Crawler also die Anforderung der URL und der Crawler geht folglich leer aus. Es ist davon auszugehen, dass auch der Googlebot diese Probleme hat. Ein Tweet von Google-Sprachrohr Matt Cutts bestätigt diese Annahme.

Man muss also ganz klar sagen, dass die Probleme hausgemacht sind und eindeutig von Apple verursacht wurden. Offen ist die Frage, warum die Server von Apple so häufig einen 403-Statuscode ausliefern. Wollte Apple damit eventuell irgendwelche Crawler von Dritten aussperren und hat nicht die SEO-Konsequenzen bedacht? Oder war das Ganze nur ein unbeabsichtigter Fehler auf der Seite von Apple? Fest steht, dass der Fehler bereit seit Anfang Februar 2013 besteht und von Apple viel zu lange nicht behoben wurde. Auch dem zeitweise wertvollsten Unternehmen der Welt können ohne ein professionelles Monitoring harte SEO-Fehler unterlaufen.

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5 Jahre SISTRIX Sichtbarkeitsindex

14.03.2013 13:08 Uhr

Seit vollen 5 Jahren wird der SISTRIX Sichtbarkeitsindex nun erhoben. Für uns ein guter Zeitpunkt, die spannenden Jahre Revue passieren zu lassen und einen Blick auf Entwicklungen und Veränderungen in dieser Zeit zu werfen. Als erstes Tool mit diesem Konzept hat die Toolbox das Werkzeug des globalen Sichtbarkeitsindex erfunden und ermittelt seit mehr als 5 Jahren zuverlässig jede Woche neue Werte und Rankings. Wir haben in diesem Zeitraum viel dazu gelernt und verbessert: weitere Länder sind hinzugekommen, mit dem Optimizer kann man einen Sichtbarkeitsindex für sein eigenes Keywordset berechnen lassen und so auch kleine Nischen perfekt abdecken. Mit SISTRIX Smart haben wir die Nutzung professioneller SEO-Tools auch für kleine und mittlere Unternehmen ermöglicht. Interessante Hintergründe und Fallstudien zum Sichtbarkeitsindex gibt es in dem kostenlosen Buch SEO-Analysen mit dem SISTRIX Sichtbarkeitsindex zu erfahren.

Vergleich Top-100 von 2008 und 2013
Wie rasant die Entwicklung in den SERPs fortschreitet, ahnt man zwar bei den Neuerungen, die Google uns fast im Tagestakt beschert, aber erst ein etwas größerer Zeithorizont zeigt das wahre Ausmaß. Zu diesem Zweck haben wir die Top-100 des Sichtbarkeitsindex von 2008 und aus diesem Jahr verglichen. Die kompletten Rohdaten sind in einem Google Doc verfügbar – einfach auf die folgende Grafik klicken und nach Belieben mit den Daten rumspielen.

Tabelle Top 100 im SISTRIX Sichtbarkeitsindex 2008 und 2013

Klicke auf die Grafik, um die Tabelle in Google-Docs zu öffnen.

Newcomer 2008 bis 2013 (Veränderungen Sichtbarkeitsindex in Punkten)

Domain Veränderung in Punkten
1. kaufda.de +243
2. apotheken-umschau.de +163
3. zalando.de +123
4. ladenzeile.de +114
5. linguee.de +87
6. swoodoo.com +80

Sechs Domains, die heute in den Top-100 vertreten sind, waren 2008 in den Google-SERPs noch gar nicht existent. Neben SEO-Prominenz wie zalando.de und ladenzeile.de, hat es die Flugsuchmaschine Swoodoo bist heute geschafft, in den SERPs zu überleben. Die reale Trafficprognose dürfte dank Googles ungenierter Selbstbedienungsmentalität am sichtbaren Bereich der Suchergebnisse allerdings eher verhangen ausfallen. Auch die Übersetzungswebseite Linguee.de sowie das Prospekteportal Kaufda.de sind seit Gründung erfolgreich in den Liste der 100 sichtbaren Domains in Deutschland eingestiegen. Mit Apotheken-Umschau.de hat es ein Offline-Riese in einem umkämpften und lukrativen Markt geschafft, ein Standbein in die Onlinewelt zu setzen – wie wir später sehen werden wohl auch auf Kosten anderer Domains.

Top-30 Gewinner 2008 bis 2013 (Veränderungen Sichtbarkeitsindex in Prozent)

Die Liste der großen Gewinner der vergangenen fünf Jahre weist einige Gemeinsamkeiten auf. Zum einen sind dort sehr große US-Online-Unternehmen zu finden. Netzwerke wie Twitter, Facebook und LinkedIn sind in den letzten Jahren nicht nur selber stark gewachsen, sondern haben auch einen deutlichen Eindruck in den Google-SERPs hinterlassen. Mit steigenem Eigeninteresse (Google+) könnte dieser Weg aber nicht ewig so geradlinig fortlaufen. Die nächste Gruppe beinhaltet Offline-Firmen, die in den letzten Jahren viel in ihren Internetauftritt investiert haben und damit entsprechende Sichtbarkeit bei Google genießen. Mit Domains wie baur.de, duden.de, thomascook.de, conrad.de, weltbild.de und otto.de ist diese Gruppe überraschend groß und stark. Die etablierten Unternehmen entdecken immer mehr die Bedeutung von SEO im Marketing-Mix und bauen Know-How auf. Schlussendlich sind noch Marktplätze und Informationsseiten bei den größten Gewinnern vertreten. Bei diesen bin ich am gespanntesten, zu welchen Ergebnis wir über den Verlauf kommen, wenn wir 10 Jahre Sichtbarkeitsindex feiern.

Gewinner Verlierer
Domain Veränderung in Prozent
1. ab-in-den-urlaub.de +61.133 %
2. twitter.com +20.960 %
3. facebook.com +19.448 %
4. helpster.de +15.958 %
5. bab.la +11.011 %
6. baur.de +5.630 %
7. kimeta.de +4.502 %
8. billiger.de +3.096 %
9. wiktionary.org +2.999 %
10. duden.de +2.134 %
11. thomascook.de +1.974 %
12. dastelefonbuch.de +1.197 %
13. t-online.de +1.162 %
14. thefreedictionary.com +937 %
15. kalaydo.de +856 %
16. mobile.de +853 %
17. linkedin.com +798 %
18. doccheck.com +789 %
19. conrad.de +692 %
20. tripadvisor.de +614 %
21. weltbild.de +573 %
22. otto.de +530 %
23. holidaycheck.de +465 %
24. stern.de +452 %
25. computerbild.de +389 %
26. handelsblatt.com +386 %
27. immonet.de +385 %
28. gutefrage.net +380 %
29. google.de +371 %
30. gelbeseiten.de +354 %
Domain Veränderung in Prozent
1. kijiji.de -100 %
2. mister-wong.de -100 %
3. preisroboter.de -99 %
4. ebay.at -99 %
5. springerlink.com -96 %
6. lycos.de -96 %
7. olimar.de -91 %
8. admin.ch -91 %
9. hotfrog.de -89 %
10. zdnet.de -89 %
11. baulinks.de -88 %
12. ciao.de -88 %
13. yopi.de -87 %
14. sevenload.com -87 %
15. dooyoo.de -85 %
16. guenstiger.de -81 %
17. geizkragen.de -80 %
18. marions-kochbuch.de -79 %
19. urlaub-anbieter.com -77 %
20. shopzilla.de -76 %
21. wer-weiss-was.de -75 %
22. hausgarten.net -75 %
23. medizinfo.de -71 %
24. shopping.com -70 %
25. med1.de -69 %
26. daskochrezept.de -68 %
27. wlw.de -67 %
28. gulli.com -66 %
29. pcwelt.de -62 %
30. netdoktor.de -62 %

Top-30 Verlierer 2008 bis 2013 (Veränderungen Sichtbarkeitsindex in Prozent)

Starke und zahlreiche Aufsteiger auf der einen Seite bedingen auch Absteiger auf der anderen Seite. Ähnlich wie Putins Fell des Bären werden auch Sichtbarkeitspunkte nur einmal vergeben. Bei den Absteigern fallen insbesondere die zahlreiche Preisvergleiche und ähnliche Portale auf: Preisroboter.de, Hotfrog.de, Ciao.de, Yopi.de, Dooyoo.de, Guenstiger.de, Geizkragen.de, Shopzilla.de und Shopping.com säumen den Weg der Google-eigenen Produktsuche. Das ehemals auch in der SEO-Branche bejubelte Bookmarking-Portal Mister-Wong.de ist mittlerweile nahezu bedeutungslos. Dass mit Medizinfo.de, Med1.de und Netdoktor.de gleich drei Gesundheitsportale unter den größten Verlierern sind, dürfte wohl in Zusammenhang mit dem starken Gewinn der Apotheken-Umschau.de zu bringen sein. Manche Domains wurden auch schlicht „Opfer“ von Umstrukturierungen (z.B. kijiji.de) oder gescheiteter Unternehmenspläne in einem größeren Zusammenhang (z.B. lycos.de).

Interessante Fakten zur Entwicklung 2008 bis 2013

  • In der Woche vom 17.03.2008 reichten 56 Punkte im Sichtbarkeitsindex aus, um in die Top 100 für den deutschen Index zu kommen. 5 Jahre später benötigt man dafür mindestens 68 Punkte (+21 %).
  • Von der aktuellen Top 100 haben seit dem Jahr 2008 insgesamt 83 Domains an Sichtbarkeit gewonnen und 17 Domains Sichtbarkeit verloren.
  • Von den Top 100 aus dem Jahr 2008 haben bis heute 39 Domains an Sichtbarkeit gewonnen und 61 Domains verloren.
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SEO-Basics: Interne Verlinkung optimieren

12.03.2013 09:54 Uhr

Links gehören zu den wichtigsten Rankingfaktoren im Google-Algorithmus. Während über externe Links (eingehende Links von anderen Domains) sehr viel gesprochen und deren Beschaffung mit viel Aufwand (Zeit und Geld) betrieben wird, findet die interne Verlinkung einer Website verhältnismäßig wenig Beachtung – zu Unrecht! Die interne Verlinkung ist ein sehr mächtiges SEO-Werkzeug und sollte sich nicht nur auf die Navigation und die Verwendung des Keywords im Linktext beschränken. Hinter vielen großen SEO-Erfolgen verbirgt sich eine clevere interne Verlinkung.

Interne Links und externe Links

Ein paar grundsätzliche Gedanken über die Bedeutung der internen Verlinkung

Google hat mit seinen fleißigen Bots nach eigenen Aussagen 30 Billionen Seiten im Netz indexiert. Der Googlebot-Crawler ruft einzelne Seiten auf und folget den Links auf diesen Seiten. So hangelt er sich von Seite zu Seite und speichert die gefundenen Informationen auf die Server von Google. Ein großer Teil, wenn nicht sogar der Löwenanteil, dieser 30 Billionen Seiten ist nur über interne und nicht über externe Links zu erreichen.

Für die meisten Unterseiten gibt es keine externen Links, die Google als Rankingsignale auswerten könnte

Nehmen wir als Beispiel einfach mal ein deutschlandweites Branchenbuch mit den üblichen Kennzahlen. Bei 12.000 Städte und Gemeinden und 3.500 Branchenkategorien in der Datenbank lassen sich alleine 42 Millionen (12.000 x 3.500) lokalisierte Kategorien-Seiten erstellen, welche die Chance haben für mindestens 42 Millionen verschiedene Suchphrasen (Branchen + Stadtname) Rankings zu erzielen. Ob es sinnvoll ist, alle möglichen Kombinationsmöglichkeiten auszuspielen, soll an dieser Stelle nicht diskutiert werden. Aber selbst wenn man auf die Hälfte der Kombinationen verzichtet, hat man noch immer 21 Millionen Kategorien-Seiten. Von den Detailseiten zu den ca. 4 Millionen Unternehmen und der Einbeziehung von Stadtteilen bei der Lokalisierung sprechen wir hier noch gar nicht.

Selbst mit einer Armee von Linkaufbauern ist es (mit vertretbarem Aufwand) nicht einmal annähernd möglich, diese Millionen von Seiten alle mit auch nur einem externen (vertrauenswürdigen) Link zu versorgen. Ähnlich dürfte es anderen Websites mit großen Datenbanken wie z.B. Shops, Rubrikenmärkte, Zeitungen usw. gehen. Daher existieren für die meisten Unterseiten keine Signale in Form von externen Links, die Google für die Ranking berücksichtigen könnte. Aber auch bei kleinen Websites wird oft nur ein gewisser Anteil der Seiten extern verlinkt.

Seiten können auch ohne externe Links gute Rankings erzielen

In der Praxis sieht man, dass sehr gute Rankings von viele Seiten auch ohne externe Links möglich sind. Das ist im Longtail natürlich wesentlich einfacher als für umkämpfte Keywords. Aber die meisten Keywords gehören nun einmal zum Longtail und Kleinvieh macht in der Summe auch sehr viel Mist. Ich kenne darüber hinaus viele Beispiele, bei denen starke Websites nur durch interne Verlinkung (und guten Content) für hart umkämpfte Keywords in die Top-10 auf die erste Suchergebnisseite gekommen sind.

Externe Links steigern das Vertrauen von Google in die Domain

Mit der Bezeichnung „starke Websites“ sind wir auch schon bei der Überleitung zu den externen Links. Externe Links steigern das Vertrauen von Google in die Domain. Je höher das Vertrauen ist, um so stärker vertraut Google auch den internen Links. Insofern sind beide Link-Arten wichtig und erst das Zusammenspiel erzeugt den vollen Erfolg. Externe Links sind zudem notwendig, um überhaupt eine größere Menge von Seiten in den Google-Index zu bekommen. Es wäre aber auf jeden Fall zu kurz gesprungen, wenn man sich nur auf die externe Verlinkung konzentriert und die Möglichkeiten der internen Verlinkung stiefmütterlich behandelt.

Auch interne Links vererben Linkjuice

Egal, ob man es PageRank, Linjuice, oder Linkliebe nennen will. Interne Links vererben es genauso wie externe Links. Nur die Domain-Pop kann man mit internen Links nicht steigern. Hat man das einmal verinnerlicht, versteht man auch, dass es für das Ranking einen gewaltigen Unterschied macht, ob eine Unterseite intern mit 1–2 Links oder z.B. mit 100 Links versorgt wird. Viel hilft viel. Natürlich können interne Links um so mehr Linkjuice vererben, je mehr Linkjuice die Website über externe Links erhält. Auch über diesen Gedankengang zeigt sich das Zusammenspiel der beiden Link-Arten.

Interne Links haben viele Vorteile

Das großartige an internen Links ist, dass man sie vollkommen frei selbst bestimmen kann. Bei der Anzahl, der Platzierung und der Gestaltung der Linktexte kann man sein eigenes Wunschkonzert spielen. Das klingt nicht nur fantastisch, es ist auch fantastisch. Alle Links, die man schon immer haben wollte, kann man sich zumindest auf der eigenen Domain durch interne Links schon einmal selbst geben.

Darüber hinaus muss man sich keine Sorgen um Google-Filter machen. Während bei externen Links spätestens seit dem Penguin-Update der übermäßige Gebrauch von harten Money-Keyword im Anchortext schnell zu Rankingverlusten führt, ist mir kein Fall bekannt, bei dem Google die Verwendung von Money-Keywords bei internen Links bestraft hat (vorausgesetzt, der Content passt auch zum verwendeten Keyword).

Ganz im Gegenteil, Google empfiehlt in seinem PDF „Einführung in die Suchmaschinenoptimierung“: „… je besser der Ankertext ist, desto einfacher fällt den Nutzern die Navigation und desto besser versteht Google, wovon die Seite, auf die verlinkt wird, handelt.“ (Seite 16 f.)

Wenn es auf der Zielseite also z.B. um „Adidas Joggingschuhe“ geht, ist es absolut legitim die Seite intern so häufig mit dem Linktext „ Adidas Joggingschuhe “ zu verlinken wie man möchte. Man verstößt damit gegen keine Richtlinien von Google. Die meisten Websites schöpfen diese Möglichkeit nur unzureichend aus.

Wikipedia macht es vor

Die Top-100 im SISTRIX Sichtbarkeitsindex wird mit großem Abstand von wikipedia.org angeführt. Aber auch aus eigener Erfahrung kann jeder Internet-Nutzer sicherlich bestätigen, dass gefühlt bei jeder zweiten Suchanfrage Wikipedia unter den ersten drei Treffern zu finden ist. Was macht Wikipedia richtig? Neben Werbefreiheit und (verhältnismäßig) gutem Content verlinkt Wikipedia intern mit den knallharten Keywords bis der Arzt kommt. Taucht in einem Wikipedia-Artikel das Wort „Marketing“ auf, wird das Wort auf den Wikipedia-Artikel über Marketing verlinkt. Taucht das Wort „Kreditkarte“ auf, wird auf den Kreditkarten-Artikel verlinkt usw. Ich bin mir sicher, dass Wikipedia diese Form der Verlinkung ursprünglich nicht gewählt hat, um seine Rankings bei Suchmaschinen zu verbessern. Wahrscheinlich ist man bei Wikipedia der Meinung, dass diese Form der internen Verlinkung von den Nutzern gut verstanden und gerne genutzt wird. Auf jeden Fall funktionieren diese Links wunderbar bei Google. Bei der Berücksichtigung der Nutzer sind wir auch schon beim nächsten Thema.

Was ist die optimale Verlinkung und welche Links möchte ich haben?

Man kann Romane über den optimalen Link schreiben oder es kurz und knapp auf einen Satz verkürzen:

„Je häufiger ein Link tatsächlich von echten Nutzern geklickt wird, um so besser ist er.“

Tendenziell sind das Links, die …

  • im Content-Bereich der Website stehen und nicht in der Seitenleiste oder im Footer
  • eher am Anfang des Textes stehen
  • als Link erkennbar sind (farblich hervorgehoben, unterstrichen)
  • einen klaren und verständlichen Ankertext besitzen, der zumindest eine grundlegende Vorstellung vermittelt, wovon die verlinkte Seite handelt.
  • im direkten Zusammenhang mit dem gelesenen Text stehen
  • auf einer Seite steht, die über möglichst viele Besucher verfügt
  • mit möglichst wenig anderen Links auf der Seite konkurrieren müssen

Diese und weitere Punkte findet man auch in dem Google Patent „Ranking documents based on user behavior and/or feature data“.  In der Patenschrift wird die Idee von Google geschildert, dass Links, die häufiger geklickt werden, wertvoller sind und daher auch mehr Linkjuice vererben sollten.

Google Patent Ranking documents based on user behavior and/or feature data

Google Patent: Ranking documents based on user behavior and/or feature data

Eine gute Zusammenfassung (engl.) des Patents findet man bei SEO by the Sea.

Während es oftmals schwierig ist, solche Links von externen Websites zu bekommen, kann man die interne Verlinkung genau nach diesen Kriterien gestalten. Davon sollte man ausgiebig Gebrauch machen. Damit verbessert man nicht nur seine Rankings bei Google, sondern macht die Website auch noch für die Nutzer attraktiver. Hier geben sich SEO und Nutzerorientierung gegenseitig die Hand.

Das Konzept lässt sich für fast alle Websites anwenden und es gibt viele gute Beispiele im Web

Wer jetzt sagt, dass dieses Konzept vielleicht bei Wikipedia funktioniert, aber nicht für die eigene Website, sollte sich einfach einmal bewusst Websites mit einem hohen Wert im Sichtbarkeitsindex anschauen. In den Top-100 im SISTRIX Sichtbarkeitsindex findet man massenhaft weitere Beispiele aus ganz verschiedenen Branchen, bei denen eine intensive interne Verlinkung sowohl für die Suchmaschinenoptimierung als auch die Usability äußerst nützlich ist.

Um nur einmal sieben Beispiele zu nennen …

  • die Verlinkung der Hersteller, Autoren, Schauspieler, Rubriken, ähnliche Produkte usw. auf den Produktseiten von Amazon
  • die Verlinkung der Synonyme auf den Wörterbuch-Detailseiten von duden.de
  • die Verlinkung von Keywords auf Themen-Seiten bei sueddeutsche.de (noch besser als bei spiegel.de)
  • die große Flyout-Navigation mir vielen Links auf die einzelnen Unterkategorien auf jeder Seite von zalando.de
  • die Keyword-Verlinkungen auf passende Seiten in den Artikeln von apotheken-umschau.de
  • die verlinkten Zutaten auf den Rezeptseiten von chefkoch.de (trotzdem noch ausbaufähig)
  • die verlinkten Branchen + Stadtname auf den Kategorie- und Detailseiten im Branchenbuch von meinestadt.de

Damit die Leser besser verstehen, welche konkreten Links ich meine, habe ich die Beispiele hier auch noch einmal als Galerie zusammengefasst.

Präsentation in einem neuen Fenster oder Tab öffnen

Schaut man sich einige dieser Beispiele etwas genauer an, sieht man, dass die dargestellten internen Links einer der Gründe sind, warum wir viele dieser Websites als sehr praktisch und nutzerfreundlich empfinden. Zudem fallen einem sicherlich Möglichkeiten ein, wie man eine solche systematische interne Verlinkung, die auch für die Nutzer hilfreich ist, für die eigene Website sinnvoll umsetzen kann.

Baut eine zweite Navigation im Content auf
Wenn man sich die genannten Beispiele anschaut und sich dabei noch einmal den Satz „Je häufiger ein Link tatsächlich von echten Nutzern geklickt wird, um so besser ist er“ in Erinnerung ruft, sollte ziemlich deutlich werden, wie man seine interne Verlinkung optimieren kann.

Es ist nicht nutzerfreundlich nur eine Standard-Navigation neben oder oberhalb des Contents anzubieten. Der Blick des Users muss den Content verlassen und sich auf der Website neu orientieren. Dabei verliert man zwangsläufig einen großen Teil der Nutzer. Baut eine zweite Navigation durch interne Links im Content auf, so dass die Nutzer ihre Fokussierung nicht verlassen müssen. Bietet im Content die Links an, die der nächste logische Klick des Nutzers sind. Das können mehr Detailinformationen sein, Erläuterungen, Filterungen, ähnliche Inhalte, Übersichten usw.

Eure Nutzer und Rankings werden es euch danken!

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